Eins, zwei…
Südtirol rappt sich ab.

Von der Welt nahezu unbemerkt hat ihr eigener Untergang begonnen, an ihrem Nabel stülpt sie sich gerade langsam — vor Scham? — nach innen weg. Oder ist es nur das Abendland, das sich da klanglos verabschiedet? Die Staatsanwaltschaft wird uns Genaueres sagen, sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind. Derweil will Lega-Landesrat Vettorato (oder Vettori, die heißen alle gleich) überprüfen lassen, ob Sozialschmarotzertum vorliegt. Der Klimawandel ist unschuldig, Greta auch, diesmal sind es andere Kinder, angeblich aus Sinich, mit echten Spielzeugwaffen und mehrsprachiger Musik. Schickt uns endlich mehr Polizei.

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Katalonien ehrt Camps und Rackete.

Das katalanische Parlament hat gestern Òscar Camps (in Vertretung der NRO Proactiva Open Arms) und die Kapitänin Carola Rackete (in Vertretung der NRO Sea Watch e. V.) für ihre Rolle bei der Rettung von Menschenleben im Mittelmeer mit der Ehrenmedaille des Parlaments in Gold ausgezeichnet.

Foto © Parlament de Catalunya.

Roger Torrent (ERC, links im Bild), aus dessen Händen die Geehrten die Medaillen erhielten, bedankte sich im Namen des Parlaments — dem er als Präsident vorsteht — für die wichtige Arbeit, die die beiden NROs leisten. Die Anerkennung solle zeigen, dass die katalanische Bevölkerung sich durch ihr Parlament an die Seite derjenigen stelle, die im Mittelmeer Leben retten. Camps und Rackete seien »das Gesicht [und] die Stimme eines humanen, solidarischen Europa«, das das Mittelmeer von einem Friedhof wieder in eine Brücke zwischen Kulturen, in einen Begegnungsort verwandeln wolle. Die Menschenrechte stünden über allem, niemals dürfe auf ihre Verteidigung verzichtet werden, so Torrent.

Foto © Parlament de Catalunya.

Die Laudatio auf die beiden Geehrten hielt Pep Guardiola, der seit 2011 ebenfalls Träger der Auszeichnung ist.

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Katalanische Willkommenskultur.
Bei Separatistinnen ausgeprägter, als bei Unionistinnen

Die neuesten Daten der sogenannten Omnibuserhebung des Centre d’Estudis d’Opinió (CEO) der Generalitat de Catalunya umfassen auch Fragen zur Bereitschaft, Geflüchtete aufzunehmen. Die Antworten lassen sich unter anderem mit den Angaben zum Wahlverhalten vom 21. Dezember 2018 überlagern, wodurch sich folgendes Bild ergibt:

  • Wählerinnen der radikal linken, separatistischen CUP sind mit der Aufnahme von mehr Geflüchteten: sehr einverstanden zu 50,0% und einverstanden zu 41,7% (Summe: 91,7%);
  • Wählerinnen der linken Catalunya en Comú – Podem: 19,4% und 65,3% (84,7%);
  • Wählerinnen der linken, separatistischen ERC: 15,9% und 61,1% (77,0%);
  • Wählerinnen der separatistischen Sammelliste Junts per Catalunya: 15,4% und 50,8% (66,2%);
  • Wählerinnen der sozialdemokratischen, unionistischen PSC: 9,3% und 52,0% (61,3%);
  • Wählerinnen der wirtschaftsliberalen, unionistischen Ciutadans: 3,0% und 31,4% (34,4%);
  • Wählerinnen der rechten, unionistischen Volkspartei PP: 0,0% und 31,2% (31,2%).

Damit bestätigt sich einmal mehr, dass die katalaninnen Unionistinnen im Durchschnitt ein deutlich ausschließenderes Gesellschaftsbild vertreten, als die Separatistinnen.

Die Daten ergeben darüberhinaus, dass die Bereitschaft zur Aufnahme Geflüchteter mit steigendem Alter abnimmt. 74,8% der 18-24-Jährigen, 74,2% der 25-34-Jährigen, 65,8% der der 35-49-Jährigen, 61,4% der 50-64-Jährigen und 46,6% der Über-65-Jährigen stimmen der Aufnahme weiterer Geflüchteter zu.

Bei den Männern (66,1%) ist die Willkommenskultur übrigens ausgeprägter, als bei den Frauen (58,7%).

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Una sinistra «realista» senza identità.
Quotation 564

Così, per esempio, quando prevale l’idea della tolleranza su quella della uguaglianza, quando si affermano argomenti politici come quello secondo cui i migranti vanno accolti poiché sono una risorsa che serve al paese (”Ci pagheranno le pensioni”) – mentre andrebbero considerati soltanto come persone, poiché quello sono, persone, prima d’ogni cosa! – ecco, quando avvengono slittamenti culturali di questo genere, è proprio allora che la sinistra rinnega se stessa per procedere spedita in quella operazione mimetica al termine della quale sarà difficile distinguerla dalla destra.

Tutto ciò è potuto accadere negli ultimi trent’anni in nome di un realismo politico che si è fondato sull’esistenza di un nemico il quale è sempre stato rappresentato come un pericolo per la tenuta democratica del paese. Ciò ha consentito di proclamare un’emergenza permanente e, così, di soprassedere sulla costruzione di una propria identità politica nuova. Allo stesso tempo, mancando un disegno politico alternativo, a quel nemico ci si è fatti però sempre più simili nella cultura politica, nel linguaggio, nell’organizzazione del proprio agire.

Alessandro Calvi in «La sinistra ovvero l’essere di destra a propria insaputa» su Internazionale, 12.08.2019

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