Antholz 2020: Briefmarke.

Die italienische Post hat eine Sonderbriefmarke zur laufenden Biathlon-WM in Antholz veröffentlicht:

Leider war für eine zweisprachige Beschriftung — wie sie andernorts im mehrsprachigen Kontext üblich ist — offenbar kein Platz mehr übrig.

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Antholz 2020 national.

Nicht ganz so krass wie bei den Olympischen Spielen von Mailand und Cortina (2026), deren Biathlonbewerbe in Antholz ausgetragen werden sollen — doch auch bei den Logos des Biathlonweltcups (rechts) und der nun angelaufenen Weltmeisterschaft (links) kommt Antholz nicht um grünweißrot (nebst Tolomeinamen) herum:

Dass es sehr wohl auch anders geht, zeigen die große Mehrheit der anderen Weltcup- sowie viele der letzten WM-Standorte:

(Das Logo von Hochfilzen habe ich unberücksichtigt gelassen, obschon die Farben rot und weiß sowohl für Österreich, als auch für Tirol stehen könnten.)

Warum aber gerade in Südtirol auf die Farben der Staatsflagge gesetzt werden muss, ist mir unverständlich.

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Lleida cancella l’odonomastica franchista.

Con decreto del sindaco, Miquel Pueyo (ERC), la Città di Lleida ha abolito quattro nomi ad altrettante strade sinora dedicate a persone legate al franchismo. Addio dunque alle intitolazioni agli ex sindaci Montaña e Sangenís, a Carmelo Fenech e a Nadal Gaya.

D’ora innanzi le vie porteranno i nomi di quattro donne:

  • Virginia Woolf (1882-1941), scrittrice e femminista ante litteram;
  • Neus Català (1925-2019), antifascista catalana, reduce del campo di concentramento di Ravensbrück;
  • Dolors Sistac (1922-2018), autrice impegnata a favore dell’insegnamento della lingua catalana;
  • Elena Pàmies (1888-1974), pianista, fondatrice della Scuola di musica di Lleida, vittima della repressione franchista.

L’assessora all’Educazione, Cooperazione, Diritti civili e Femminismo di Lleida, Sandra Castro (ERC), sottolinea come le quattro donne rappresentino dei veri e propri punti di riferimento nei rispettivi ambiti e che dunque possono essere considerate degli esempi da seguire per le donne e le ragazze di Lleida. Dal canto suo il sindaco del capoluogo di provincia ha ringraziato gli storici e la Plataforma Lleida Lliure de Franquisme (Piattaforma Lleida Libera dal Franchismo) i cui consigli sono stati tenuti in considerazione nella ridefinizione delle denominazioni.

Si è optato di non cambiare nome alla via Lluís Besa, la cui supposta partecipazione al colpo di stato contro la Repubblica non si sarebbe confermata.

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Beschmierte Girlaner Ortstafel.
Auf Differenzierungsentzug

Am 25. Jänner wurde in der Gemeinde Eppan eine Ortstafel beschmiert, wobei der italienisch klingende Name von Girlan übermalt wurde. Ob es sich bei dieser Sachbeschädigung um eine rassistische antiitalienische Aktion oder um einen misslungenen Akt zivilen Widerstands gegen die aufgezwungene, künstliche Zwei- und Dreinamigkeit handelt, ist schwer feststellbar. Die Indizien sprechen für ersteres.

Ziviler Widerstand gegen das Erbe von Tolomei wäre meiner Meinung nach legitim. Umso mehr, als der Südtiroler Landtag vor wenigen Jahren sprachgruppenübergreifend ein Ortsnamengesetz beschlossen hatte, das dann — auf Zuruf post- und neofaschistischer Kräfte! — von Rom hintertrieben wurde.

Doch um seinen Zweck zu erfüllen, hätte der Akt sich auf die Toponyme beschränken müssen, wohingegen zweimal auch der Zusatz »Comune di« ausgelöscht wurde. Unter Umständen hätte zudem das historisch gewachsene »Appiano« verschont werden müssen.

Anlass für dieses Posting ist aber auch ein Artikel von Teseo La Marca auf Barfuss, wo sonst meist wohltuend unvoreingenommen argumentiert wird. In diesem Fall jedoch werden die Ebenen derart durcheinandergeschmissen, dass eine Rückkehr der Diskussion in einen überwunden geglaubten, undifferenzierten Grabenkampf droht. 

Drei Gründe nennt La Marca, warum nicht »allein die deutschen und ladinischen Orts- und Flurnamen […] historisch gewachsen [sind] und somit eine Existenzberechtigung [haben]«. Schon diese Prämisse ist falsch, denn das behauptet eigentlich niemand.

Aber sehen wir uns die Argumente im Einzelnen an:

1. Die Ortsbezeichnung „Cornaiano“ wurde von den italienischen Faschisten gar nicht erfunden. „Cornaiano“ hat als Ortsname eine mindestens 800 Jahre alte Geschichte und geht auf das romanische „Corneianum“ zurück. Insofern sollte niemand, der sich über die Willkürlichkeit faschistischer Toponomastik aufregt, mit der italienischen Bezeichnung für Girlan ein Problem haben. Es sei denn, man stört sich gar nicht so sehr an der faschistischen Geschichte bestimmter Ortsnamen, sondern daran, dass sie einfach nur italienisch sind.

Zu behaupten, »Cornaiano« sei keine Erfindung, weil die Bezeichnung »Corneianum« (1210) belegt ist, ohne dass zwischen beiden eine historische Kontinuität bestünde, ist genauso Humbug, wie die Vorstellung des faschistischen Regimes, dass das Italien von 1920 der Nachfolger des römischen Reiches wäre. La Marca begibt sich hiermit auf die argumentative Ebene von Tolomei, der womöglich überzeugt war, mit seinem Fälschungswerk nur die verlorengegangene Italianität Südtirols wieder freizulegen.

2. Die selbsternannten Antifaschisten, die fast einem Drittel der Südtiroler Bevölkerung die Verwendung einer eigenen Toponomastik untersagen wollen, vergessen wohl, wie wichtig Sprache ist, um die Welt um sich herum zu erfassen. Eine Welt, deren Begriffe und Bezeichnungen fremdartig klingen, ist auch an sich fremd und kann nie zur Heimat werden. Italienische Ortsnamen – ob „historisch gewachsen“ oder nicht – sind daher eine Notwendigkeit, damit sich im Jahr 2020 alle Südtiroler – nicht nur die deutschsprachigen – zuhause fühlen. Italienische Ortsnamen zu entfernen, würde daher bedeuten, einem Drittel der Südtiroler die Heimat zu verweigern. Und das ist eine Praxis, die ironischerweise gerade von den Faschisten mit Vorliebe gepflegt wurde.

Erstens will niemand einem Drittel der Südtiroler Bevölkerung die Verwendung von irgendwas untersagen, denn es geht bei der Debatte einzig um die Amtlichkeit. Im nichtamtlichen Bereich sind alle ohnehin frei, jeden Ort so zu nennen, wie sie möchten. Dies ist schon heute mit Exonymen (Venedig, Florenz, Rom – Vienna, Monaco, Amburgo) der Fall. Völlig hanebüchen ist zweitens aber auch das Ubi-nomen-ibi-patria-Prinzip: Dieser Logik zufolge könnten sich Italienerinnen in Aosta, Französinnen auf Korsika, Spanierinnen im Baskenland oder englischsprachige Kanadierinnen in Québec niemals zuhause fühlen. Schlimmer noch: Keinen Zuwandernden von außerhalb des deutschen und des italienischen Sprachraums könnte Südtirol jemals zur Heimat werden, es sei denn, wir engagieren Dutzende neuer Tolomeis, die unsere Ortsnamen in alle Sprachen der Welt übersetzen. Mit einem derartigen Argument spielt man nicht zuletzt Rassistinnen in die Hände.

3. „Historisch gewachsen“ ist eine relative Kategorie. Die italienischen Orts- und Flurnamen sind inzwischen seit mindestens 75 Jahren in Gebrauch. Während dieser Zeit haben Südtiroler aller Sprachgruppen gelernt, friedlich und konstruktiv miteinander zusammenzuleben. Die Geschichte, wie ein Begriff entstanden ist, kann nicht von der Geschichte getrennt werden, wie der Begriff seither gebraucht wurde. Und noch weniger kann sie von der Gegenwart getrennt werden. Wer heute also italienische Ortsnamen verwendet, verherrlicht dadurch keinen Faschismus, genauso wenig, wie jemand, der sich einen Volkswagen kauft, ein Nazi ist.

»Historisch gewachsen« ist vor allem dann eine relative Kategorie, wenn man es mit »historisch« verwechselt (vgl. Punkt 1). Doch ein aufoktroyierter Name wird auch nach 500 Jahren nicht »historisch gewachsen« sein.

Natürlich sind nicht alle, die einen von Tolomei erfundenen Ortsnamen benutzen, Faschistinnen — so wie nicht alle, die Ayers Rock statt Uluru sagen, Kolonialistinnen sind. Aber diese vorbelasteten Namen haben per se keine Berechtigung, amtlich zu sein.

Auch Cristian Kollmann, Toponomastik-Experte der [Süd-Tiroler] Freiheit, hat dies in Ansätzen anerkannt. Als Kriterien für die „historische Fundiertheit“ nennt er unter anderen einen „hohen Verkehrswert des Namens auf Grund der Relevanz des benannten Objekts für den italienischen Sprachraum“. Das dürfte im Falle von „Cornaiano“ in der Gemeinde Eppan, wo sich 13,29 Prozent der Einwohner bei der letzten Volkszählung der italienischen Sprachgruppe zugerechnet haben, eindeutig zutreffen.

Was der Verkehrswert eines Namens mit der »historischen Fundiertheit« zu tun haben soll, ist mir genauso unverständlich, wie La Marcas Gleichsetzung von  13,29% italienischsprachigen Einwohnerinnen in der Gemeinde Eppan mit »dem italienischen Sprachraum«. Aber natürlich können Prozentlösungen ein Anhaltspunkt dafür sein, ob ein Ortsname offiziell sein soll. Auf eine solche Lösung und auf einen entsprechenden Schwellenwert müsste man sich aber demokratisch einigen — und im internationalen Vergleich sind 13% nicht unbedingt eine Garantie für die Amtlichkeit einer Bezeichnung. Nicht zuletzt wäre ohnehin zu klären, ob die Prozentlösung nur auf historisch gewachsene Ortsbezeichnungen angewandt werden soll oder auch (und unter welchen Voraussetzungen) auf die Erfindungen von Tolomei.

Die gute Nachricht: Wenn manchen Südtirolern wirklich so viel an der Aufarbeitung der faschistischen und nationalsozialistischen Geschichte Südtirols liegt, dann gibt es in der Gemeinde Eppan noch viel zu tun. In Hochfrangart steht ja immer noch – von weitem sichtbar – eine als Kunst ausgegebene, geschmacklose Riesenkugel, errichtet vom Herrn Karl Nicolussi-Leck, Mitbegründer des völkischen Kampfringes, SS-Hauptsturmführer und Nazi-Fluchthelfer, der sich durch geschäftliche Beziehungen zu geflüchteten Nazis in Argentinien finanziellen Wohlstand verschafft hatte. Was wäre, wenn sich hier einmal nächtliche Randalierer ans Werk machten? Aber dann müsste man, um ganz konsequent zu sein, auch gleich die Claudiana und das Museion (beide vom besagten Herrn Altnazi gegründet) abreißen. Und das geht ja nun wirklich nicht.

Was ein (schönes oder hässliches) Kunstwerk, eine Schule oder ein Museum, auch wenn sie von einem Altnazi errichtet/gegründet wurden, mit Geschichtsaufarbeitung zu tun haben sollen, ist mir (anders als etwa bei Benennungen von Schulen, Museen oder Straßen nach Altnazis!) völlig schleierhaft. Nirgendwo werden Kunstwerke eingestampft oder Bauwerke geschleift, weil sie mit irgendeinem Nazi in Verbindung stehen. Eine Erklärung für diese doch etwas abstruse Analogie bleibt La Marca leider schuldig.

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Faschismen Kohäsion+Inklusion Medien Ortsnamen Politik Racism Recht Staat vs Land Ungehorsam+Widerstand | Geschichtsaufarbeitung Medienkritik Zitać | Cristian Kollmann Ettore Tolomei | Barfuss | Südtirol/o | STF Südtiroler Landtag | Deutsch

Il Québec promuove la toponomastica autoctona.
Progetto opposto a quello della falsificazione

In Canada, e in Québec, un numero immenso di toponimi ufficiali è di origine autoctona e dunque, non raramente, di difficile pronuncia per la stragrande maggioranza degli abitanti, che sono di lingua inglese o francese.

Certo, per rendere la vita più semplice a tutti si potrebbe procedere a un progetto di falsificazione culturale come quello i cui effetti, da quasi un secolo, ci accompagnano in Sudtirolo, traducendo centinaia di migliaia di denominazioni. Tuttavia in Canada, come in altri paesi avanzati — e in ossequo a quanto raccomandano le Nazioni Unite —, si è scelto di intraprendere il percorso opposto, ovvero di restituire le forme storicamente stratificate anche a molti toponimi riferiti a insediamenti preesistenti all’avvento degli europei.

Per meglio promuovere e preservare un patrimonio culturale importante come quello dei nomi, in occasione dell’Anno internazionale delle lingue autoctone (2019) la Commission de toponymie del Québec ha deciso di dare il via a un nuovo e ambizioso progetto di valorizzazione e di diffusione: in collaborazione con l’Istituto culturale Avataq, la Banca dati dei nomi di luogo del Québec è stata dotata di 125 registrazioni audio con la pronuncia di altrettanti toponimi, percorso che secondo le intenzioni dovrà culminare nella dotazione di tale funzionalità di tutte le oltre 12.500 denominazioni autoctone attualmente ufficialmente riconosciute.

Come la «traduzione», anche quello messo in atto dalla Commission de toponymie è uno sforzo per rendere pronunciabili i toponimi a chi — ad esempio — non è abituato a certe combinazioni di suoni, ma parte da presupposti totalmente diversi, improntati al profondo rispetto per un patrimonio culturale di valore inestimabile.

E questa è una vera e propria lezione per il Sudtirolo, dove spesso sono tacciati di revanscismo, se non di arretratezza culturale, coloro che chiedono l’abolizione o almeno la drastica riduzione dei toponimi imposti in epoca fascista. Mentre coloro che si ritengono particolarmente aperti e progrediti non di rado propongono addirittura ulteriori traduzioni.

Il Canada invece non esita a rinunciare all’inglese e al francese, due lingue di diffusione mondiale, per lasciare (e in alcuni casi restituire) maggiore spazio e dignità alla toponomastica storicamente stratificata.

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Brixen: Easy parken in der via Brennero.

Neulich habe ich in Brixen auf einem öffentlichen Parkplatz geparkt und zur Begleichung der Parkgebühr mangels Bargeld die auf den Ticketautomaten beworbene Easypark-App genutzt. Die gibt es zwar auch auf Deutsch, das sieht dann aber so aus:

Man parkt auf einem Straßenparkplatz im Comune di Bressanone, zum Beispiel in der via Brennero und kann, wenn man möchte, den Codice Fiscale eingeben. Nennt sich dann vermutlich Erfüllung der Zweisprachigkeitspflicht — und zwar in einer Gemeinde mit einer absoluten SVP-Mehrheit und 72,8% deutscher Bevölkerung laut letzter Volkszählung.

Was wäre wohl in Bozen (73,8% italienische Bevölkerung) los, wenn ein ähnliches Service — in der italienischen Sprachversion — den Gemeindenamen, die Straßenbezeichnungen und weitere Begrifflichkeiten nur auf Deutsch kennen würde? Ja, nicht einmal in einer Kleinstgemeinde auf dem Lande würde sowas durchgehen.

Die Easyparkerei ist übrigens auch eine Bestätigung für meinen Hinweis, dass Amtlichkeit nicht alles ist: Straßenbezeichnungen sind — anders als die Namen der Ortschaften — schon heute auch auf Deutsch offiziell, was jedoch nicht verhindert, dass sie einfach weggelassen werden.

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Christmas Market statt Marcià da Nadel.

So wird der Weihnachtsmarkt Christmas Market von Sëlva (hier an einer Bushaltestelle im Tal) beworben:

In einer Gemeinde, wo sich 2011 knapp 90% der ansässigen Bevölkerung als ladinisch (5,15 deutsch und 5,11 italienisch) erklärt haben, wird diese einzigartige Sprache unsichtbar gemacht. Neben lingua franca nazionale und (immerhin noch) lingua franca internazionale ist — sieht man von der Zweinamigkeit des Ortes ab — auch für Deutsch kein Platz.

Man würde — diese Feststellung ist keineswegs auf Ladinien beschränkt — wohl auch die eigene Großmutter verkaufen, wenn sich damit ein paar Cent mehr verdienen ließen.

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Alto Adige / Südtirol, ovvero dell’impossibilità psicologica di ritenere normale che in Italia ci siano territori di cultura e di lingua non italiana.
Frontiere naturali e culturali

di Robi Ronza

[Articolo pubblicato sul Corriere del Ticino del 17 ottobre 2019]

C’è un recente episodio che merita di venire attentamente esaminato per farsi un’idea sempre più chiara della grande distanza che — malgrado la continuità linguistica e culturale — sul piano della filosofia politica separa l’Italia dalla Svizzera italiana, in quanto parte della Confederazione Elvetica. Si tratta del polverone che si è sollevato in Italia alla notizia che in un disegno di legge della Provincia autonoma di Bolzano/Bozen l’aggettivo «altoatesino» e il nome «Alto Adige» erano stati tolti e sostituiti con le espressioni «della provincia di Bolzano» e «provincia di Bolzano».

La Provincia autonoma di Bolzano, i cui abitanti sono oggi per quasi il 70 per cento di lingua tedesca, comprende i territori germanofoni del Tirolo cisalpino che, insieme a quelli di lingua italiana (l’attuale Trentino), vennero annessi dall’Italia dopo la Prima guerra mondiale a seguito della sconfitta e poi della dissoluzione dell’Impero asburgico.

L’annessione venne legittimata in nome del principio secondo cui ci sarebbero delle “frontiere naturali”, coincidenti con la linea di spartiacque e con l’asse mediano dei maggiori bacini fluviali, che i grandi Stati formatisi nelle pianure avrebbero perciò il diritto di raggiungere a prescindere dalla volontà delle popolazioni coinvolte.

Elaborato nel secolo XVIII in Francia nel quadro delle guerre contro la Spagna per il controllo dei Pirenei, ovunque sia stato applicato il principio dello spartiacque ha condotto all’arbitrario smembramento delle comunità politiche formatesi, queste sì naturalmente, a cavallo delle grandi catene montuose e dei grandi bacini fluviali. In pratica solo la Svizzera riuscì a sfuggire a questa sorte. Altrove, dal Tirolo al Paese Basco, alle terre catalane, alle Fiandre, al Kurdistan e così via, l’applicazione del principio dello spartiacque è stato all’origine di smembramenti che hanno lasciato dietro di sé una lunga scia di disagio, di attriti e di tensioni. Nel caso della parte germanofona del Tirolo di lingua tedesca annessa dall’Italia (dove era allora di lingua tedesca l’89 per cento degli abitanti), un duro tentativo di italianizzazione forzata venne immediatamente avviato dal fascismo ben presto sopraggiunto. Senza soffermarci in dettaglio su tutto ciò che ne seguì, limitiamoci qui a ricordare che tra il 1962 e il 1969 fra l’Italia e l’Austria, in quanto patrona dei diritti dei sudtirolesi, si giunse ad un accordo garantito dall’Onu, detto “pacchetto per l’autonomia” della provincia di Bolzano, che vige tuttora.

Il “pacchetto” ha risolto tanti problemi sulla carta, ma non è bastato, né poteva bastare, a rimuovere del tutto negli italiani la diffusa impossibilità psicologica — frutto di decenni di indottrinamento nazionalistico sommerso ma non rimosso — di accettare come qualcosa di normale che ci siano parti del Paese in cui si hanno culture e si parlano lingue diverse dall’italiano. Tanto è radicata l’idea che la gente debba parlare la lingua dello Stato, e non lo Stato la lingua della gente, che viene ritenuta una generosa concessione che in un territorio in cui il 70 per cento degli abitanti è di lingua tedesca anche il tedesco sia lingua ufficiale, e nemmeno alla pari con l’italiano. Ben pochi in Italia si rendono conto che a rigor di logica e di democrazia dovrebbe essere il contrario.

Un altro sintomo del pregiudizio di cui si diceva è quello dei toponimi. La Repubblica italiana nata nel 1948 confermò infatti i 30 mila fra toponimi e micro-toponimi in lingua italiana del territorio sudtirolese laboriosamente inventati dai nazionalisti negli anni ’20 del secolo scorso e poi imposti dal fascismo (che invece ad esempio in Val d’Aosta vennero eliminati e sostituiti con gli originari toponimi francesi). Tra questi il nome «Alto Adige» che all’inizio del secolo XIX, al tempo del Regno d’Italia napoleonico, era stato dato a un dipartimento in ampia parte coincidente con l’attuale provincia di Bolzano. Con la pretesa di affermare una presunta antica italianità di quell’area si ricuperò dunque un nome risalente all’epoca di una dominazione francese. Tanto caro è però questo nome alla minoranza di lingua italiana della Provincia di Bolzano — che adesso vive il disagio tipico dei “coloni” eredi di un tentativo fallito di colonizzazione, e che oggi è obiettivamente svantaggiata — che alla notizia della sua scomparsa da un disegno di legge si è avuta la levata di scudi di cui si diceva.

Ieri il presidente della Provincia di Bolzano, Arno Kompatscher, leader della Südtiroler Volkspartei, il locale partito di maggioranza, ha gettato acqua sul fuoco annunciando che il testo del disegno di legge verrà modificato reintroducendo i due termini che erano stati espunti. Il problema politico è risolto, ma resta il problema culturale.

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