Faschistische Relikte/
Faschistische Relikte
Relitti fascisti
Achtung: Bereits archivierte Gastbeiträge werden hier leider nicht berücksichtigt. · Attenzione: qui non sono visibili i contributi di autori esterni che sono già stati archiviati.
-
Mit intellektueller Faulheit zum Verlust der Deutungshoheit.
Pro & Contra zum Siegesdenkmal–
Als Reaktion auf einen Beitrag des Eppaner Gemeinderates und vormaligen Co-Sprechers der Südtiroler Grünen, Felix von Wohlgemuth, über das sogenannte Siegesdenkmal, der auf erschienen ist, fand gestern Abend auf RAI-Südtirol ein Pro & Contra mit dem Historiker Hannes Obermair und dem Autor des Beitrags statt. Von Wohlgemuth fordert eine radikale Dekonstruktion des faschismusverherrlichenden Charakters des…
-
Siegesdenkmal: Optimierungsbedarf auf vielen Ebenen.
Quotation–
Für das Mittagsmagazin vom 22. September auf Rai Südtirol wurde der Historiker Hannes Obermair interviewt, der maßgeblich an der Kontextualisierung des sogenannten Siegesdenkmals in Bozen beteiligt war. Daraus gebe ich hier ein Zitat wieder: Dass jetzt offenbar das italienische Kulturministerium Geld bewilligen will, um das Denkmal zu restaurieren — wir wissen, dass da einige Platten…
-
Renovierung eines Skandals: Das Bozner Siegesdenkmal.
–
von Felix von Wohlgemuth (Grüne) Fast 100 Jahre nach seiner Errichtung wird das Siegesdenkmal in Bozen renoviert. Ein Bauwerk, das nicht der Erinnerung, sondern der Propaganda diente. Es wurde 1928 von Mussolini in Auftrag gegeben, um die italienische »Siegesmacht« über Südtirol sichtbar in Stein zu meißeln — und es sollte nichts anderes sein als ein…
-
I toponimi e la glottofagia coloniale.
–
In un articolo intitolato I colonialisti cambiano i nomi: così la lingua diventa un’arma, apparso qualche mese fa (il 23 febbraio 2025) sul quotidiano Domani, Raffaele Simone commenta la decisione di Donald Trump di cambiare nome al Golfo del Messico e al Denali, non appena insediatosi. Da secoli la mente del colonialista funziona così: non…
-
Cannæ statt Bologna.
–
Vergangenen Sonntag, den 2. August war der 45. Jahrestag des Anschlags von Bologna, dem größten faschistischen Massaker der Nachkriegszeit. Was macht der Kulturminister einer neofaschistischen Regierung an einem solchen Tag? Er begibt sich nach Apulien. Dort, in Cannæ, gedenkt er der Punischen Kriege, genauer gesagt einer legendären Schlacht, die wahrscheinlich am 2. August 216 v.…
-
Faschismus: 80 Jahre Verharmlosung.
Italienischer Opfermythos–
In der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) ist vorgestern ein ausführlicher Beitrag von Giorgio Scherrer über den Umgang mit dem Faschismus in Italien erschienen. Titel: Die Illusion der »Italiani, brava gente«: Ein Land verharmlost seit achtzig Jahren den Faschismus – und kommt nicht von ihm los. Ein Denkmal für einen Massenmörder, mitten in einer Demokratie: In…
-
Trikolore und Auslöschung der Identität.
Quotation–
Gestern durften wir hier bereits einen Text von Menschenrechtsanwalt Nicola Canestrini veröffentlichen, der damit auf den Trikolore-Eklat um Katharina Zeller (SVP) reagierte. Heute war Canestrini im Rai Morgengespräch, aus dem ich hier noch ein paar Auszüge zitieren will: Als Südtiroler trifft uns natürlich das Problem der Nationalflagge doppelt, weil wir wissen, was die Trikolore in…
-
Fahnen sollen brennen (wenn sie Symbole der Unterdrückung sind).
–
von Nicola Canestrini Es gibt etwas tief Widersprüchliches in der Art und Weise, wie wir mit Symbolen umgehen. Die Fahne, zum Beispiel. Sie sollte eine Idee der Einheit, der Zugehörigkeit, des Teilens darstellen. Und stattdessen hat sie in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart zu oft dem Konflikt gedient. Um Unterschiede zu markieren. Um…
