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A s’odëi.

Die Süd-Tiroler Freiheit hat in einer Aktion den Namen Alto Adige auf einem offziellen Willkommensschild durch Sudtirolo ersetzt und folgt damit erstmals einer konstruktiveren Logik als mit dem Schild am Brenner (Süd-Tirol ist nicht Italien). Zum ersten Mal macht der Einsatz dieser Bewegung nicht an der Sprachgrenze halt: Der Ansatz ist positiv, müsste aber in einen breiteren Dialog mit den Italienerinnen eingebettet werden, um sich nicht kontraproduktiv auszuwirken.

Bild: Südtirol - Sudtirolo.

Das Risiko ist jetzt, dass Sudtirolo einen parteipolitischen Beigeschmack erhält. Im heutigen Corriere dell’Alto Adige war bereits von einer eingedeutschten Bezeichnung die Rede, obwohl der Name bekanntlich auf den Brückenbauer Alexander Langer zurückgeht.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/

Nachträgliche Vervollständigung: Artikel auf blaun.eu

Ortsnamen Politik | | | Corriere | Südtirol/o | STF Vërc | Deutsch

14 replies on “A s’odëi.”

Schade! Schade!! Schade!!! Schade!!! Es ist einfach nur peinlich, daß sich die Grünen nie dafür eingebracht haben Sudtirolo amtlich zu machen. Sie hätten es mit viel größerer Glaubwürdigkeit tun können.

Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend, oder?

“Es ist einfach nur peinlich, daß sich die Grünen nie dafür eingebracht haben Sudtirolo amtlich zu machen.”

äh ?

die Grünen haben “Sudtirolo” erfunden !

Dafür werden sie als “Faschistenfreunde” hingestellt, gerade von jenen, die italienisch nur “Sudtirolo” gelten lassen wollen.

Versehen? Skizophrenie? pathologischer Hass gegen alles, was links von ganz rechts ist ?

Ich weiß ja, daß Sudtirolo von den Grünen “erfunden” wurde, und es steht auch im Artikel oben drinnen. Aber deshalb find ich ja gerade schade, daß die Grünen nichts Konkretes dafür getan haben, um den von ihnen kreierten Namen amtlich zu machen.

Von der Attacke der SF wußte ich zum Zeitpunkt meines Eintrags noch nichts, weil der nachträgliche Blaun Link noch nicht da war oder ich ihn nicht beachtet hatte. Kollmanns Brief geht sprichwörtlich auf keine Kuhhaut.

Vorrei esprimere la mia opinione in modo chiaro. Rispondendo cioè alla domanda: questa operazione è da valutare positivamente? Secondo me NO. Ecco perché.

Nessuno mette in dubbio che l’introduzione del termine Alto Adige (nato, sia in epoca Napoleonica che in epoca pre- e poi fascista, per SOSTITUIRE il toponimo TIROL nella parte meridionale di questa regione) sia un termine da “criticare”. Ma una critica non implica necessariamente la sua abolizione. Né tanto meno il divieto del suo uso.

Dunque: se io dico o scrivo Sudtirolo (e non Alto Adige) con ciò non sto ancora operando una sostituzione di quest’ultimo termine con lo scopo di vederlo scomparire dalla faccia della terra. Segnalo solo una mia preferenza, auspico la sua diffusione, ma non ne faccio una questione di vita o di morte (morte: cancellazione).

Gli esponenti di SF e i loro simpatizzanti, invece, puntano proprio ad una cancellazione del termine nel senso che OPERANO questa cancellazione. Loro non si fanno carico di nessuna considerazione più generale (Alto Adige NON è solo riducibile alla sua matrice storica ideologicamente interpretata), non prendono atto che così facendo (così cancellando) si arrogano una competenza che un partito NON HA (la decisione di mettere o togliere dei cartelli non pertiene all’azione di un partito).

Per questo è vero quello che dice pérvasion: “Das Risiko ist jetzt, dass Sudtirolo einen parteipolitischen Beigeschmack erhält”. Ovviamente si tratta di un rischio calcolato (SF tende a compattare il proprio elettorato). Ma il calcolo dovrebbe prevedere anche la reazione di chi (soprattutto fra gli italiani) continuerà  a vedere nel movimento di E. Klotz solo un movimento “anti-italiano” (e in gran parte lo è). Siamo insomma alla solita Sackgasse.

Per questo motivo io giudico questa azione controproducente e politicamente di cortissimo respiro.

Ich finde die Aktion wie gesagt ebenfalls kontraproduktiv. Weil sie nicht in einen Dialog mit den Italienern eingebettet ist. Und weil ihr Hintergrund zu einseitig und radikal ist.

Dass der Urheber eine Partei ist, muss nicht unbedingt falsch sein. Hätten sich die Grünen — mit ihrem Hintergrund und Gedankengut — an dieses Thema je herangewagt, dann wäre die Rezeption in der Öffentlichkeit eine völlig andere gewesen.

Ich messe Symbolen und Namen eine gewisse Wichtigkeit bei, weil sie den Menschen viel bedeuten. Persönlich habe ich »Alto Adige« aus meinem Wortschatz gestrichen und setze mich im Kleinen dafür ein, dass immer mehr Menschen »Sudtirolo« benützen.

Was in diesem speziellen Fall zur »historisch« negativen Konnotation des Namens hinzukommt — und gleichwohl wichtiger ist: Er ist Ausdruck der Trennung und der Abweisung.

Nichts liegt mir jedoch ferner, als jemanden als Faschisten zu betiteln, der im Alltag »Alto Adige« benützt.

Io penso che in queste cose dobbiamo comportarci così: usare il nome che preferiamo e “sperare” che s’imponga (se pensiamo che imponendosi, mediante l’uso, questa modificazione possa contribuire a migliorare le cose, alcune cose). È vero che i simboli sono importanti, però non possiamo in ogni caso permetterci una guerra di simboli. Per questo motivo il gesto di SF è sbagliato e contraproduttivo. L’unico effetto delle loro azioni è quello di evocare il “fascismo” che a parole loro respingono. E infatti dopo che sono passati loro, con le loro bandiere, passano subito gli altri, con altre bandiere. È una gara a chi fa più schifo.

Penso che in democrazia ci si debba e ci si possa impegnare seriamente per influenzare e modificare anche le simbologie. Nelle apposite sedi, attraverso l’uso quotidiano oppure con le possibilità  di fare pressione da semplice consumatore e da cittadino.

I Verdi come partito dovrebbero, potrebbero proporre al Landtag di affiancare Sudtirolo ad Alto Adige nella denominazione ufficiale della provincia. Nulla lo vieterebbe, e sarebbe un segnale di apertura per italiani (siete i benvenuti in questa terra, che è una terra comune) e tedeschi (gli italiani sono sudtirolesi a tutti gli effetti e possiamo chiamare questa terra con lo stesso nome). Certo, le fratture non si possono cucire solo cambiando i simboli, ma si può operare in parallelo.

Ecco, forse ho trovato ciò che renderebbe l’azione dei Verdi così diversa da quella di SF: Nel caso dei Vërc si tratterebbe di una battaglia coerente, al contempo sui simboli e sulla realtà  sociale, mentre SF sta agendo solamente sui simboli, ignorando totalmente la sostanza.

Battuta: le nostre posizioni si differenziano per un capello (solo per un capello). Ma uno di noi due è completamente calvo e l’altro, per l’appunto, ha quell’unico, decisivo capello.

Wir sind nun in der heißen Phase des Wahlkampfes…..
Ich würde mir aber schon wünschen, wenn die Diskussion um den Begriff Südtirol – Sudtirolo nach den Wahlen wieder in konstruktiver Art und Weise aufgenommen wird. Ich erinnere an eine Aussage von Luisa Gnecchi vor geraumer Zeit, als es um die SMG Südtirol Werbung ging. Auf die Frage an Gnecchi, warum die italienischen Parteien so vehement auf Alto Adige bestehen, antwortete diese, ihr wäre Sudtirolo auch lieber, aber mit ihnen hat ja nie jemand darüber geredet. Sollte dem wirklich so sein, so muss wirklich die Frage gestellt werden, warum in dieser Angelegenheit nicht miteinander geredet wird.
Der Vorschlag Sudtirolo offiziell neben Alto Adige zu verwenden wäre ein guter Anfang. Langfristig können wir uns nur gut verstehen, wenn wir dieselben Dinge auch beim selben Namen nennen.

Hallo, ich weiß nicht, ob das Forum hier für alle offen ist weil ich sehe, dass immer nur die gleichen Leute schreibe. Naja, jedenfalls möchte ich sagen, dass der Begriff “Alto Adige” für mich immer noch einen sehr faschistischen Beigeschmack hat, obwohl einige Menschen, die ihn verwenden, sicher nicht faschistisch eingestellt sind. Ich glaube, dass sich viele Italiener mit dem Begriff “Sudtirolo” nicht identifiziern können oder möchten, weil sie Angst um ihre Identität als Italiener haben. Ich selbst als deutschsprachige Südtirolerin verwende, wenn ich mit Italienern rede, den Begriff “Alto Adige” weil ich mich nicht “traue”, mit einem Italiener von “Sudtirolo” zu sprechen, so lächerlich das klingen mag. Ich möchte nicht, dass sich jemand provoziert fühlt. Gleichzeitig verletzt es mich aber, wenn Italiener “Sudtirolo” ablehnen, oder Sachen sagen wie:”Il Sudtirolo non esiste, esiste solo l’Alto Adige”. (Habe ich schon öfters gehört.) Naja, das alles hat mit Identität zu tun und deswegen sind auch so viele Emotionen im Spiel. Denn es geht hier eben nicht nur um unterschiedliche Bezeichnungen für den selben Ort. Daran, wie empfindlich viele Leute bei diesem Thema reagieren, merkt man, wie schwierig das Problem zu lösen ist.

Ich verwende schon seit Jahren auch im Italienischen nur mehr den Begriff Sudtirolo. Häufig verwenden dann meine italienischen Gesprächspartner auch den Begriff Sudtirolo. Ich verwende auch bewusst den Begriff italienischsprachige SüdtirolerInnen oder sudtirolese die madrelingua italiana. Wenn wir etwas aufbauen wollen, dass weit über den derzeitigen Autonomiestatus hinausgeht, dann müssen wir auch in kleinen Details zu verstehen geben, dass die italienischsprachigen SüdtirolerInnen Teil dieses Landes sind, Teil des Südtiroler Landesvolkes sind, neben ladinischen SüdtirolerInnen, deutschen SüdtirolerInnen und in Zukunft hoffentlich auch gut integrierten SüdtirolerInnen mit pakistanischem Migrationshintergrund usw.
Es stimmt, dass sich viele Südtiroler dt. Zunge nicht sehr wohl fühlen, wenn sie Sudtirolo anstatt “Alto Adige” verwenden.

komischerweise hatte ich bis jetzt mit dem sudtirolo hauptsächlich erfolg bei auslandsitalienern in der schweiz – die kennen es jetzt nur noch als südtirol – sudtirolo :-)

und alto adige verwende ich schon seit jahren nicht mehr – ich meine ein schweizer würde auch nicht gerne hören dass die schweizerische eidgenossenschaft “helvetische republik” genannt wird – oder um tiefer zu gehen ein glarner als tellgauer, ein walliser als rhodenser oder ein thurgauer als helvetier…

deswegen den kunstbegriff “alto adige” gabs nicht und gibts nicht und wenn jemand damit probleme hat, sinds die seinigen und er kann sie gerne behalten.

einerseits würde ich die abspaltung südtirols von italien unterstützen, andererseits habe ich nach wie vor sehr starke bedenken was die beiden grossen volksguppen, bzw dessen spinner, mit dem land anstellen werden, auf der einen seite die KuK- oder gar NS-romantiker und auf der anderen die möchtegernherrenmenschen die glauben sie wären wie die alten römer – und dazwischen die ladiner sowie die gemässigten südtiroler deutscher und italienischer muttersprache. ich finde das sollte nicht ausser acht gelassen und keinesfalls unterschätzt werden.

wie kennt man es aus den usa mit den baptisten? eine extrem laute minderheit versteht es sehr gut, sich als mehrheit auszugeben – mit fatalen folgen.

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