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Aus:VeNE.

Aus für ein Projekt, das die Kultur dem Profit untergeordnet hätte. Aus — für ein Projekt, das Südtirol als Peripherie definieren wollte. Aus für das Kind eines einzelnen Politikers. Aus — für ein Projekt, das weder Einheit noch Vielfalt war. Aus — für ein Projekt, das das Konstrukt Triveneto zu neuem Leben erweckt hätte. Aus — für ein Projekt, das von der Gesellschaft nicht mitgetragen wurde. Aus auch für ein Projekt, das die Euregio gedemütigt hätte. Aus — für ein Projekt, das Kunst und Kultur Ressourcen geraubt hat. Aus für ein Projekt, das nicht Oberfläche und schon gar nicht Substanz war. Aus — für ein Projekt, das der kulturellen und sprachlichen Diversität nicht Rechnung getragen hatte. Aus für ein Kulturgrab, das wir uns selbst geschaufelt hatten. Aus.

Die Kandidatur des Nordostens Italiens zur Europäischen Kulturhauptstadt hat es nicht in die Endrunde geschafft.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/ 5/ 6/ 7/ 8/

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7 replies on “Aus:VeNE.”

Gut so. Bin ganz Deiner Meinung, Simon. Das Thema der Kulturhauptstadt könnte man aber ein anderes Mal wieder aufgreifen – mit einem besseren Konzept.

… Gott-sei-Lob-und-Dank !
Das Ansinnen allein zeigt wie krank die verantwortlichen Politiker sind, wenn sie unter dem Deckmantel Kultur eigensinnig mit Steuergeldern herum werfen!
Vom Faktum, – die Europaregion zu übergehen und an die Zeiten des Triveneto zu “erinnern”, ganz zu schweigen !
Aber auch hier waren “ausgebliebenen” Wählerstimmen deutlich !

Non serve una qualche commissione di esperti che decida se e come Venezia e quel che essa ha rappresentato nel passato è una capitale della cultura. La Venezia di Marco Polo, Tiziano e Vivaldi lo fu e basta. Purtroppo però è anche una città  in cui il passato è buono solo per vendere souvenir e che sta lentamente (mica poi tanto) morendo nell’indifferenza generale.
Quanto al Sudtirolo, spero che abbia imparato la lezione e che impari a presentare la propria storia e specificità  culturale nella cornice giusta. Se l’incontro tra la cultura latina e quella germanica sotto l’egida del cristianesimo è ciò che ha plasmato l’Europa per quel che è, forse, in una regione in cui i vari influssi, vecchi e nuovi, si sentono ovunque, non c’è bisogno di aspirare a camuffarsi da stampella di qualche altra area culturale. Il Sudtirolo come lo viviamo oggi, similmente al sudtirolo di Hofer o di Meinhard II, è un prodotto assolutamente unico e genuino della storia europea. Paradossalmente è l’unica parte del Tirolo storico (purtroppo grazie a vicende storiche non sempre felici) ad aver mantenuto la caratteristica di area di incontro e scambio, a volte anche contraddittorio, ma genuino; ed è tuttora non riconducibile ai modelli nazionali mainstream di “austria” o “italia” per come sono da intendere oggi.
Ma tanto so che non sarà  così e che i volponi della SVP e SMG ci riproveranno. Questa volta si chiamerà  Milano-nordovest ovvero Quadrilombardia e ci troveremo compresi in un palinsesto che va dalle cinque terre a Courmayeur, passando per le pitture della Val Camonica. Forse per l’occasione vedremo gli Schützen sulle passerelle di Milano sotto la scritta tricolore “Alto-Adige Design”

Zum Glück ist aus dieser Sache nichts geworden. Ich denke jetzt könnte man darüber nachdenken (auch im künstlerischem und kulturellem Sinne), wie man das traurige Gedenkjahr 2019 sinnvoll nutzen könnte. Denn es wäre schon schamlos und der historischen Wahrheit unwürdig, wenn man eine für die ansässige Bevölkerung erzwungene (Annexion), und auch noch im Faschismus entstandene Sache (Triveneto) feiert und sich dementsprechend bewirbt. Vielleicht könnte man in diesem Jahr mit der Euregio sinnvollle Veranstaltungen auf die Beine stellen und vielleicht symbolisch eine Umbenennung der Euregio vollziehen, indem man zumindest auf deutsch Nordtirol statt Tirol schreiben könnte. Aber hoffentlich ist Südtirol in 6 Jahren nicht mehr Teil Italiens, das wäre natürlich das größte Geschenk.

Die Osttiroler wird Dein “Nordtirol” Vorschlag aber freuen. (Wobei ich Dir beim Grundgedanken nicht Unrecht gebe, aber bitte zu Ende denken)

Tommasini dice che i soldi spesi per la candidatura non sono buttati (al contrario di altri trovo che non sia un problema di soldi) e afferma che la collaborazione con Venezia non verrà  imterrotta: è una promessa o una minaccia?

Im Alto Adige des 19.11. verteidigt Sandro Repetto, Bozner Gemeinderatsmitglied, das Projekt mit den Worten “…questa candidatura (…) voleva cogliere l’occasione di aprirsi a discorsi di carattere europeo oltre a valorizzare relazioni con il Nordest; a meno che non si voglia rimanere confinati nel bacino”.

Also ist laut Herrn Repetto die Europaregion Tirol tot und wir dürfen uns über das Aufleben des “Triveneto” freuen, damit wir nicht weiterhin in unserem provinziellen Mief dahinschmoren müssen.

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