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Zimmi-Plag 2.0
Pressemitteilung

Im Jahr 2012 hatten wir Bernhard Zimmerhofer (STF) zum ersten Mal des Plagiats überführt, als er sich ohne Rücksprache und Quellenangabe an Inhalten des Brennerbasisdemokratie-Blogs bedient hatte. Die damalige »Süd-Tiroler Quellenfreiheit« blieb ohne nennenswerte Folgen, vor allem ohne eine wie auch immer geartete Form des Bedauerns.

Seit Herbst 2013 sitzt Bernhard Zimmerhofer im Landtag, womit sich offenbar die Arbeitsweise und die Redlichkeit des Politikers deutlich verfeinert haben. Das stattliche Abgeordnetengehalt ermöglicht es Zimmerhofer nun, tiefschürfende Recherchen zu betreiben und das Recherchierte bis zur Unkenntlichkeit zu verändern. Dadurch entstehen fast perfekte Plagiate.

Doch auch die Gegenseite schläft nicht: Durch die Entwicklung der Open-Source-Software »Zimmi-Plag 2.0« gelang es gewieften Hackern nun nachzuweisen, dass Zimmerhofer den Artikel »Der Autonomie-Vergleich« fast wortgleich übernommen hatte. Nur dank Zimmi-Plag 2.0 konnte Zimmerhofers Rafinesse, das Wort »Südtirol« im gesamten Artikel durch »Süd-Tirol« zu ersetzen (und somit für große Verwirrung zu sorgen), aufgedeckt werden.

Brennerbasisdemokratie ist der Meinung, dass der Text trotz des großen Aufwands, den Zimmerhofer (einschließlich des Betätigens von Tastenkombinationen) betrieben hat, aus urheberrechtlicher Sicht noch keine eigenständige Schöpfung ist und fordert den Landtagsabgeordneten zur Rückgabe des Textes und zur eigenständigen Arbeit auf. Alternativ wird der Rückgriff auf Quellenangaben empfohlen.

Original | Plagiat

Medien Recht | afk BBD-Pressemitteilung | | | | BBD STF |

20 replies on “Zimmi-Plag 2.0
Pressemitteilung

*Quelle bbd*

ist etwas dürftig. für außenstehende ist es schwierig über eine derartige angabe das original zu finden – was ja sinn und zweck einer quellenangabe ist. und wenn wortwörtlich zitiert wird, kennzeichnet man das normalerweise mit anführungszeichen.

Sie haben vollkommen Recht mit Ihrer Kritik! Ich bitte deshalb die “Brennerbasisdemokratie” und besonders Herrn Simon Constantini der die Recherche geführt hat um Entschuldigung. In der ursprünglichen Aussendung war ein Quellverweis auf “bbd” vorhanden, und ist dann durch einen internen Kommunikationsfehler nicht mehr hinterlegt worden. Auf FB wurde dies dann nachträglich hinzugefügt. Ich kann Ihnen versichern, dass es in Zukunft eine vorherige Absprache geben wird. Ich schätze die Arbeit von bbd sehr und es freut mich, wenn auch Sie Themen von mir bzw. der STF aufgreifen und kommentieren, wie z.B. jüngst die Übernahme der Eisenbahninfrastrukturen (Wo sie meinen Namen übrigens auch nicht erwähnt haben). Dies ist wirklich eine Unsitte in unserem Land, wenn ich denke wie oft z.B. die Landesregierung Ideen der Opposition zuerst ablehnt und dann selbst wieder einbringt (z.B. Vorschlag der Freiheitlichen zur Elektromobilität). Wichtig für die Zukunft ist aber, dass alle Kräfte gebündelt werden müssen, um in unserem Land Demokratiedefizite aufzudecken und Zukunftsprojekte gemeinsam anzugehen. In diesem Sinne wünsche ich ein gutes Neues Jahr und auf eine bessere Zusammenarbeit (wenn gewünscht). MfG Bernhard Zimmerhofer

Lieber Herr Zimmerhofer,

da Simon momentan unterwegs ist, antworte ich an seiner statt.
Zunächst möchten wir uns für die Entschuldigung und Ihr Einsehen bedanken.
Ihre Ausführungen nähren in mir jedoch die Befürchtung, dass Sie die Natur des Plagiats nicht ganz erfasst haben. Die von Ihnen beschriebene Vorgehensweise im Landtag ist tatsächlich eine Unsitte, hat aber nichts mit dem zu tun, was Sie getan haben.
Beim von Ihnen zitierten BBD-Artikel, in dem Sie als Einbringer des Antrages nicht namentlich erwähnt wurden, kann ich kein Fehlverhalten unsererseits erkennen. Wolfi zitiert lediglich eine Pressemeldung, wobei er die STF als Fraktion nennt und die Quelle auch verlinkt, wodurch wiederum für jeden nachvollziehbar ist, woher die “Inspiration” kommt. Was danach folgt sind Wolfis eigene Schlussfolgerungen. Er macht sich keine fremden Gedanken zu eigen, noch übernimmt er wortwörtlich Aussagen, ohne diese als Zitat zu kennzeichnen. Hätte er etwas, das sie geschrieben oder gesagt haben, wörtlich (oder auch nur sinngemäß) übernommen, wäre es selbstverständlich ordnungsgemäß zitiert worden.
Im Gegensatz dazu haben Sie sich fremdes geistiges Eigentum, das unter einer Creative Commons Lizenz publiziert wurde, einverleibt (kopieren und einfügen) und als ihr eigenes Werk präsentiert. Ich hoffe, es ist Ihnen bewusst, dass das eine Straftat ist. Wenn man fremdes Gedankengut übernimmt, ist klar zu kennzeichnen, wo dieses beginnt und wo es endet. Zudem ist es mit einem Quellenvermerk zu versehen. Alles andere ist illegal oder zumindest unlauter.
Wir führen diesen Blog ehrenamtlich und investieren viel Zeit in die Recherche um unseren Lesern eine – wie wir glauben – qualitätsvolle Informationsquelle bieten zu können. Unser einziger Lohn ist der Respekt für unsere Arbeit und eine ständig steigende Leserschaft. Wenn unsere Artikel einfach kopiert werden ist das weder respektvoll, noch steigert es die Bekanntheit unserer Seite.

Ich finde es schade dass Sie nicht mal bei der Entschuldigung es schaffen redlich zu sein und stattdessen schiefe Vergleiche aufstellen.

And dieser Stelle frage ich mich auch wieviel Gehirnschmalz (neudeutsch Brainpower) der STF zur Verfügung stehen, dass man es nicht einmal für das eigene Hauptthema schaft aus dem eigenen zu schöpfen.

Habt ihr bereits den einschlägigen Artikel in der heutigen Ausgabe der Dolomiten gelesen? Gratis-Werbung für den Blog, würde ich mal sagen…

Das ist wieder einmal typisch “Dolomiten”. Für diese mit Verlaub ziemlich unwichtige Meldung gibt’s eine Viertelseite, für wichtige Meldungen – vor allem wenn es um das Verhältnis Südtirol / Italien geht – gibt’s, etwas übertrieben ausgedrückt, meistens einen Fünfzeiler in er Randspalte.

Es ist nämlich so, dass der Blog schon öfters einen meiner Artikel verwendet hatte, ohne meinen Namen zu nennen. Zuletzt war dies beim Thema “Bahninfrastruktur” der Fall.

Mit diesem Gegenvorwurf kontert Zimmerhofer im Tageszeitungsinterview. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Entweder Zimmerhofer weiß nicht, was Plagiat und Urheberrechtsverletzungen sind oder
  • Zimmerhofer ist ein hinterfotziger Kerl, da er auf einen berechtigten Vorwurf mit einem erlogenen und rufschädigenden Gegenvorwurf reagiert.

Beides ist nicht sehr schmeichelhaft für einen Landtagsabgeordneten.

Ich habe es hier oben (»Zimmi-Plag«) noch mit Humor genommen, doch bald reicht’s wirklich. Zimmerhofer reichert jetzt seinen Fehler und seine diesbezügliche Entschuldigung auch noch öffentlich um eine üble Nachrede an. Was soll man dazu noch sagen?

Das elitäre “man muss doch wohl wissen wie man richtig zitiert” könnte man sich aber auch sparen. Es ist nicht jeder zur Uni gegangen. Dies bestärkt nur den Eindruck das ihr, wir, denken etwas besseres, aufgrund des Bildungsgrades zu sein.

ich finde es ist schon ein unterschied zwischen “korrekter zitierweise” und “copy & paste”. dass man fremde texte nicht für seine eigenen ausgeben darf, sollte man schon wissen.

Wer Landtagsabgeordneter wird muss eine gewisse Bildung haben? Ich überlasse diese Entscheidung lieber den Wähler.
Es geht nicht darum ob es recht ist sondern ob rin herumreiten darauf sinnvoll ist.

nö. die entscheidung treffen natürlich die wähler. und das ist gut so. es wäre schlimm, würden alles nur akademiker im landtag sitzen.
aber: ein landtagsabgeordneter hat die pflicht, sich über die gegebenheiten seiner neuen arbeit zu informieren. als fabriksarbeiter komm ich mit urheberrechtsverletzungen wohl nur selten in kontakt. als politiker eben schon. und wie heißt es so schön: unwissenheit schützt vor strafe nicht. also wenn man etwas verbotenes macht, kann man sich hernach nicht auf den mangelnden bildungsgrad herausreden. so ist das gemeint.

als fabriksarbeiter komm ich mit urheberrechtsverletzungen wohl nur selten in kontakt.

non è nemmeno del tutto vero; anche molti operai non possono rivelare i dettagli tecnici dei prodotti che producono. La proprietà  intellettuale oggigiorno non è ormai una cosa nuova come lo era ai tempi dei commentatori medievali…

Comunque se dopo le sue scuse, tendevo a guardare con indulgenza la vicenda e non ho volontariamente scritto nulla per non calcare la mano, dopo la controaccusa di plagio, che è tutta da provare (a proposito, siamo tutt’orecchi, sig. Zimmerhofer: ci può volentieri indicare i passaggi che sarebbero stati copiati dai sui) riconosco purtroppo il politico furbetto, che pizzicato dal giornalista, per salvare la faccia, rilancia puntando il dito contro gli altri.
Sig. Zimmerhofer; noi dall’Italia ce ne vogliamo andare verament: non solo per folklore, ma anche e soprattutto per il malcostume politico, le cui conseguenze sono sotto gli occhi di tutti… la prego non si adegui anche lei agli standard del Berlusconismo in salsa Los von Rom!

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