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Ladinia: Wann kommt die Einheit?
Aufsehenerregende Initiative geplant

Am Samstag, den 16. und Sonntag, den 17. Juli werden die LadinerInnen, unter der Schirmherrschaft der Union Generela di Ladins dles Dolomites, mit einer aufsehenerregenden Aktion daran erinnern, dass sie seit der gezielten Aufteilung auf zwei Regionen und drei Provinzen durch den Faschismus (1923) auf die Wiedervereinigung warten.

Siebzig Jahre sind vergangen, seit sich im Juli 1946 zahlreiche BewohnerInnen aller dolomitenladinischen Täler am Sella eingefunden hatten, um die Wiederherstellung der historischen Einheit zu fordern.

Und vor bald 10 Jahren hatten sich die nach wie vor zur Region Venetien gehörenden Gemeinden von Souramont (Anpezo, Fodom, Col) in einer amtlichen Volksabstimmung deutlich für die Angliederung an Südtirol ausgesprochen.

Doch bis heute hat sich in dieser Angelegenheit nichts Wesentliches getan. Die ladinische Bevölkerung ist — entgegen den Empfehlungen der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen — weiterhin auf unterschiedliche Administrationen mit sehr unterschiedlichen Schutzstandards aufgeteilt.

Um an all dies zu erinnern, sollen am Abend des 16. Juli (Samstag) am Sellastock zahlreiche Feuer entzündet werden.

In der Nähe der Ütia Salei wird in Erinnerung an die große Kundgebung von 1946 außerdem ein Denkmal enthüllt. Es soll ebenfalls darauf aufmerksam machen, dass die Ladinerinnen 93 Jahre nach der Trennung noch immer auf die Wiedervereinigung warten.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/ 5/ 6/

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5 replies on “Ladinia: Wann kommt die Einheit?
Aufsehenerregende Initiative geplant

Diese Initiative ist sehr zu begrüßen. Es soll jedoch nicht nur Ladinien, sondern Gesamt-Tirol wiedervereinigt werden.

Sollten die Ladiner der Dolomiten nicht auch versuchen sich kulturell zu einigen? Man hat sich leider noch nocht nicht auf eine einheitliche Schriftsprache geeinigt. Überall außerhalb der ladinischen Gebiete wo man irgendwo eine ladinische Aufschrift anbringen will, ist man in der Verlegenheit ob man den Grödnern oder den Gadertalern auf die Füße treten will, so wie z.B. im Museum am Siegesdenkmal.

Ich finde es nicht nur legitim, wenn sich eine Sprachgruppe in dieser Form organisiert.
Die Politikerdevise “divide et impera” ist nicht nur schändlich, sondern regelrecht kriminell, auch wenn sie nicht bestraft wird. Unrecht wird nicht zum Recht, nur weil es immer und immer wieder praktiziert wird.

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