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Wahre Unwahrheit II.
Quotation

Was ist denn das Problem mit den Südtirolern?
Die Denkweise des typischen Älplers. Er ist stark geprägt von seiner Vergangenheit, ihn kennzeichnet eine sehr enge Sichtweise, die er aber gerne zur allgemeinen Regel macht.

Was würde den Südtirolern guttun?
Mehr Offenheit. Sie behaupten zwar, offen zu sein, aber sie sind es nicht.

Der Künstler, Architekt, Designer und Musiker Benno Simma im ff-Interview

Die wohl untrügerischsten Zeichen für die von Simma beschriebenen engstirnigen und ewiggestrigen Hinterwäldler sind, dass sie in Stereotypen verhaftet bleiben, dass sie eine generalisierende, auf Bauchgefühlen basierende Meinung über ganze Gruppen von Menschen haben, die auch durch ständige Wiederholung nicht wahrer wird und dass sie auf dieser Meinung entgegen anderslautender Indizien und Fakten beharren. Meist aus Sturheit oder aus einem “weil-es-schon-immer-so-war” bzw. “weil-es-nicht-anders-sein-kann”-Denken heraus. Paradox, dass auf Simmas Aussagen all diese Zeichen zutreffen.

Wie meinte der österreichische Schriftsteller Karl-Markus Gauß doch so schön:

Tief ist die Provinz dort, wo Provinzler Provinzler verächtlich beschuldigen, Provinzler zu sein; den wahren Provinzler bestimmt nichts so sehr wie seine panische Furcht, womöglich für einen gehalten zu werden.

Siehe auch ‹1 ‹2 ‹3 | 1›

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7 replies on “Wahre Unwahrheit II.
Quotation

Lustig ist auch, wenn man im obigen Interview das Wort “Südtiroler” durch “Moslems”, “Albaner”, “Afrikaner” usw. ersetzt. Da würde Simma mit seinen Aussagen plötzlich zum Rassisten. :-)

Mein Schulkollege Benno Simma war schon in der Schule ein atypischer Älpler, geprägt von Desinteresse für Geschichte und einer sehr eigenwilligen Sichtweise der Dinge. Es würde ihm guttun, wenn er sich nicht immer nur um die Splitter in den Augen der anderen kümmern würde.

@milf
genau. da kommt man nicht aus. wobei gauß schon eher vom plural ausgeht, denke ich.
ich urteile ja nicht pauschal, sondern spezifisch.

Wer aber bin ich wenn manche von “uns” reden und ich mich nicht angesprochen fühle und sozusagen zum Handkuss des Volkskörpers komme?
Es gibt nicht den “Südtiroler”. Um ausnahmsweise mal eine Frage zu beantworten: entscheidend ist die Frage wer die Öffentlichkeit (Medien, Politik, Kultur, Religion etc.) und deren Wahrnehmung bestimmt. So wie es in Europa zu wenig an einer derartigen Öffenltichkeit gibt ist sie bei “uns” wohl zu stark ausgeprägt. Deswegen ist die Arbeit von BBD anderen alternativen Medien/politischen Blogs so wichtig (viell. schon zu zahlreich und ausdifferenziert all`italiana).

P.S.: Auweh, bin jetzt auch ein Provinzler, verdammt…aber bitte hoffentlich nicht ein “Älpler”.

Was ist denn das Problem mit den Südtirolern?

Also ich finde die Frage gelinde gesagt schon bescheuert. ;)

Tipico… dai che adesso lo faccio anch’io ufficialmente:

I sudtirolesi son tutti così chiusi e provinciali (beninteso SOLO io non lo sono: io sono moderno, aperto, cosmopolita, tollerante, modesto, creativo, intelligente, bello e faccio la cacca profumata…)

Con questa frase in curriculum (se non mi scoprono la Tracht nell’armadio) ora posso a buon diritto passare come intellettuale.

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