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Amnesty unter Druck.

Amnesty Catalunya gab bekannt, in Zusammenhang mit der Festnahme von Jordi Cuixart und Jordi Sánchez mit Anfragen ihrer Mitglieder überhäuft worden zu sein. Viele hätten auch ihre Mitgliedschaft gekündigt, weil sie der Meinung waren, Amnesty kümmere sich nicht — oder nicht ausreichend — um die Angelegenheit. Das was aus Sicht der Menschenrechtsorganisation ein Missverständnis ist, kann wohl im wesentlichen auf die Tatsache zurückgeführt werden, dass Amnesty Spanien vor wenigen Tagen mitgeteilt hatte, man würde die beiden Jordis nur deshalb nicht als »politische Gefangene« bezeichnen, da es sich dabei um einen juristisch schwammigen Begriff handle, den man grundsätzlich meide. Binnen kürzester Zeit verbreiteten allerdings Nutzerinnen in sozialen Netzwerken Dutzende Tweets von Amnesty, die das genaue Gegenteil bewiesen: In Bezug auf Häftlinge in der Türkei und anderen zumeist außereuropäischen Ländern war sehr wohl von »politischer Gefangenschaft« die Rede.

Dass das damit hervorgerufene Misstrauen bei einer hoch mobilisierten Zivilgesellschaft wie der katalanischen spürbar würde, war abzusehen.

Siehe auch:

Engagement Grundrechte Politik | | Jordi Cuixart Jordi Sànchez | Social Media | Catalunya | Amnesty International | Deutsch

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