Ehrenbürgerschaft für Longon.

Die Landeshauptstadt Bozen hat kürzlich dem in Padua gebürtigen Widerstandskämpfer Manlio Longon die Ehrenbürgerschaft verliehen. Das ist gerade in Zeiten wie diesen ein wichtiges und starkes Zeichen.

Longon führte die Magnesio-Werke in Bozen und schloss sich 1943 dem Widerstand an. Anders als sein Nachfolger im CLN, Bruno De Angelis, bemühte sich Longon stets um einen — wie man es heute nennen würde: — interethnischen Widerstand und folglich um Kontakte mit dem Andreas-Hofer-Bund mit Erich Amonn, Hans Egarter und Friedl Volgger. Longon wurde 1944 von der Gestapo gefangen genommen und am 1. Jänner 1945 nach mehrtägiger Folter gehängt. Er hinterließ seine Frau und vier Töchter.

In Bozen waren Manlio Longon bereits eine Straße und eine Schule gewidmet.

Siehe auch: [1] [2] [3]

  • Hartmuth Staffler

    Und in Brixen ist der üble Kriegsverbrecher Gennaro Sora, der Tausende von Zivilisten mit Giftgas und Flammenwerfern getötet hat, Ehrenbürger. Ob das wohl auch ein “wichtiges und starkes Zeichen” sein soll?