Die Region im neofaschistischen Dunst.
Kooperation in der Republika Srpska

Vor einiger Zeit hatte ich über ein Kooperationsprojekt im Kosovo berichtet, das ausschließlich christlichen Serbinnen gewidmet und von LOVE aus Riva del Garda koordiniert worden war. Es handelt sich dabei um eine Volontariatsorganisation aus dem neofaschistischen Dunstkreis.
Die Rolle der italienischen Botschaft in Prishtina war in jenem Fall bis zuletzt unklar geblieben, eine diesbezügliche Anfrage von blieb unbeantwortet.

→ Der Präsident und Mitbegründer von LOVE, Fabio Franceschini, ist mit dem ehemaligen CasaPound-Chef Gianluca Iannone befreundet, mit dem er auch schon gemeinsam den Balkan bereist hat.

Inzwischen hat LOVE (alias LoveRevolution) mit dem Verein Insieme per Sarajevo aus Vicenza ein weiteres Projekt abgeschlossen, wie wir via Twitter erfahren. Es handelt sich um die Wiedererrichtung eines Aufenthaltszentrums für Menschen mit Beeinträchtigung in der Kleinstadt Rudo, die sich (kaum zufällig) im christlich-serbischen Landesteil von Bosien-Herzegowina, der Republika Srpska, befindet. An der Eröffnungsfeier nahm — neben mehreren Alpini — auch der italienische Botschafter in Bosnien-Herzegowina, Nicola Minasi, persönlich teil. Die entsprechende Nachricht von LOVE wurde unter anderem vom offiziellen Account der italienischen Botschaft retweetet.

Doch damit nicht genug: War das Projekt im Kosovo noch von der benachbarten Provinz Trient bezuschusst worden, scheint diesmal neben dem Logo von LoveRevolution — wie auf den verbreiteten Fotos zu sehen — das offizielle Wappen der Region Südtirol-Trentino auf.

Quelle: Twitteraccount der italienischen Botschaft.

Wie kam es dazu? Wurde hier bewusst die sektiererische Aktion von Rechtsextremistinnen unterstützt, die auf nichts anderes warten, als auf institutionelle Adelung? Oder werden Projekte so lasch überprüft, dass sowas niemandem auffällt? Eine strenge Untersuchung des Sachverhalts wäre hier dringend angesagt.