Klarheit zur SB-Umfrage.

Herr Roland Lang von der Arbeitsgruppe für die Selbstbestimmung hat mir auf Anfrage freundlicherweise die genauen Daten der Selbstbestimmungsumfrage zur Verfügung gestellt, über welche während der letzten Tage so viel Unklarheit geherrscht hatte. Offensichtlich waren die Ergebnisse falsch oder zumindest sehr missverständlich kommuniziert worden, wenn in den Südtiroler Medien jeweils unterschiedliche Daten veröffentlicht werden konnten — von denen die meisten falsch waren.

Im großen und ganzen bestätigt sich, was ich [hier] in einem Kommentar geschrieben hatte: Das Sozialforschungsinstitut Apollis hat im Auftrag der Arbeitsgruppe 454 Interviews mit Zielpersonen der deutschen und ladinischen Sprachgruppe realisiert. Die Stichprobe ist laut Apollis

repräsentativ und stimmt bezüglich Alter, Geschlecht und Bezirk des Wohnorts mit der Verteilung in der Gesamtbevölkerung überein.
Die Zahl der Befragten garantiert, dass die Ergebnisse der Stichprobenerhebung eine maximale zufallsbedingte Ungenauigkeit von ±4,6 Prozentpunkten aufweisen.

Die genaue Fragestellung lautete folgendermaßen:

Das Thema Selbstbestimmung spielt in Süd-Tirol nach wie vor eine große Rolle. Als Alternativen zur bestehenden Situation werden die Gründung eines eigenen Staates bzw. die Wiedervereinigung Tirols vorgeschlagen. Kürzlich stand sogar der Anschluss an die Schweiz zur Diskussion.
Wenn es in Süd-Tirol zur Durchführung des Selbstbestimmungsrechtes kommen würde und Sie die Wahl hätten, wofür würden Sie sich entscheiden: Zugehörigkeit zu Italien oder Unabhängigkeit, also eigener Staat bzw. Wiedervereinigung?

Eine Mehrheit von 56% der deutsch- und ladinischsprachigen SüdtirolerInnen entschied sich für die Unabhängigkeit, während 44% einen Verbleib bei Italien wünschen.

Es stimmt also nicht, dass über die Hälfte der SüdtirolerInnen aller Sprachgruppen für die Unabhängigkeit wären, wie von einigen Medien vermittelt. Wenn wir diese und die letzte Apollis-Umfrage (bei welcher ausschließlich Angehörige der italienischen Sprachgruppe befragt wurden) zusammennehmen, kommen wir aber auf rund 47% der Gesamtbevölkerung, welche sich für eine Loslösung von Italien aussprechen würden. Dies ist ein sehr hoher Anteil, wenn wir berücksichtigen, dass nicht ein konkretes Projekt in Aussicht gestellt wurde, und dass sich die Mehrheitspartei und die Gesamtheit der »italienischen« Parteien derzeit gegen die Unabhängigkeit aussprechen. [Vergleiche].

Sieht man sich die Daten im Detail an, so entdeckt man, dass die Zustimmung zur Unabhängigkeit zwar mit steigendem Bildungsgrad sinkt, aber immerhin noch 42% der SüdtirolerInnen (deutscher und ladinischer Muttersprache) mit Hochschulabschluss dafür stimmen würden. Ebenfalls höher ist der Wunsch nach Unabhängigkeit in den Landgemeinden (59%), während er in den Stadtgemeinden auf 42% sinkt.

Nach Bezirken aufgeschlüsselt, haben die UnabhängigkeitsbefürworterInnen im Vinschgau (67%) den höchsten Anteil. Im Eisacktal (66%), Wipptal (64%), Burggrafenamt (57%), Pustertal (57%) und Überetsch-Unterland (51%) ist es noch eine Mehrheit, während in den Bezirken Salten-Schlern (46%) und Bozen (35%) weniger als die Hälfte der Befragten (deutscher und ladinischer Muttersprache) für eine Abspaltung wären.

Unter jenen SüdtirolerInnen (deutscher und ladinischer Muttersprache) schließlich, welche sich in erster Linie als SüdtirolerInnen fühlen, hat die Loslösung von Italien mit 65% eine deutliche Mehrheit, während 100% jener, die sich in erster Linie als ItalienerInnen fühlen, einen Verbleib bei Italien wünschen. Unter jenen, die sich keiner dieser Gruppen zuordnen wollten, sind 69% für die Beibehaltung des jetzigen Zustandes.

Disqus Comments

brennerbasisdemokratie

Wordpress Comments

32 Replies to “Klarheit zur SB-Umfrage.”

  1. Seien wir ehrlich. So eine starke Zustimmung für die Selbstbestimmung gibt es weder in Schottland, noch in Katalonien (googelt bitte mal nach den Umfragewerten dieser Hochburgen der Selbstbestimmungsdiskussion und ihr werdet staunen wir hoch das Südtirol-Ergebnis einzuschätzen ist) noch in sonstigen Unabhängigkeitshochburgen in Europa. Bei uns wird das nur alles relativ viel totgeschwiegen. Gerade deshalb ist das Ergebnis umso beeindruckender.

    0

    0
  2. @gorgias

    Mag sein dass es “relativ viel” ist, aber immer noch zuwenig für die Selbstbestimmung!.

    Dem kann ich nicht zustimmen, ohne Vorbereitung auf ein Referendum so viele Befürworter für die Unabhängigkeit zu haben ist einmalig in Europa (wie gesagt, google hilft weiter). Man stelle sich nur vor was passiert wenn das Referendum dann definitiv da ist und es eine Vorbereitung und Werbung gibt…

    0

    0
  3. Man stelle sich nur vor was passiert wenn das Referendum dann definitiv da ist und es eine Vorbereitung und Werbung gibt…

    Wer sagt überhaupt, dass es dann mehr sein würden? Bis jetzt gab es hauptsächlich Werbung für eine Selbstbestimmung. Würde es sich zu so einer zuspitzen, dann würden die Gegner in die Offensive gehen und man müsste sehen wie sich die Situation entwickelt.

    Außerdem sollte man zuerst einmal ein Referendum machen, ob man überhaupt über die Selbstbestimmung abstimmen möchte. Es hätte negative folgen für Südtirol, wenn es bei einem Selbstbestimmungsreferendum zu einem negativen Ergebnis kommen würde. Es gibt genug Menschen die die “Selbstbestimmungskarte” nicht spielen möchten, weil sie ein Trumpf zu Italien ist und es wäre auch zu bedenken ob man diese Menschen nötigen möchte über eine Selbstbestimmung zu entscheiden ohne sie zu fragen ob sie wollen.

    Bevor man fragt, wie man bei einer solchem Referendum abstimmen würde, sollte man zuerst fragen ob man jetzt überhaupt abstimmen möchte, ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist oder in 10 Jahren oder es von der politischen Situation abhängen soll. Man sollte eine Umfrage starten ob man es nötig finden würde sobald wie möglich über die Selbstbestimmung zu entscheiden. Dieses Ergebnis wäre meiner Meinung sehr aufschlussreich.

    0

    0
  4. Von den ganzen Unklarheiten die sich jetzt gelöst haben, ist für mich am meisten ernüchternd, dass nach STF-Jargon Italiener keine Südtiroler sind.

    Das ist in der Tat sehr ernüchternd, wenngleich nicht wirklich eine Überraschung.

    Ich bin aber mit Steffl einer Meinung, dass 47% zu einem Zeitpunkt, wo kein Referendum in Aussicht steht und während 27 Landtagsabgeordnete von 35 (welche 72,2% der Wähler vertreten) Parteien angehören, welche die Unabhängigkeit (zumindest zum jetzigen Zeitpunkt) ablehnen, ein enormer Anteil sind. Ob es bei einer Abstimmung mehr sein würden, weiß man natürlich nicht, diese Vergleichsstudie legt es aber nahe.

    Jedenfalls zeugen die Umfrageergebnisse davon, dass ein erheblicher Teil der Südtiroler mit dem Istzustand unzufrieden ist. Dies sollte man zumindest ernstnehmen.

    0

    0
  5. Die Zustimmungswerte für die Unabhängigkeit sind in der Tat sehr hoch und dies obwohl:
    a) bis dato kein Projekt vorliegt das alle Sprachgruppen gleichermaßen objektiv einschließt und anspricht
    b) dieses Thema in den großen Mainstreammedien totgeschwiegen, falsch wiedergegeben, bagatellisiert oder lächerlich gemacht wird
    c) die SVP, als Parteilinie, einen Anti-Unabhängigkeitskurs fährt
    d) noch keine gesellschaftliche Diskussion stattfindet, die alle Bereiche im Lichte einer möglichen Unabhängigkeit beleuchtet.
    e) in bestimmten Kreisen das Wort Unabhängigkeit nach wie vor ein Reizwort darstellt und viele interessante Diskussionen im Keim erstickt
    f) bestimmte intellektuelle Kreise (Politologen, Historiker, Juristen usw.) alle möglichen und unmöglichen Einwände gegen eine Unabhängigkeit ins Feld führen
    g) die Unabhängigkeit von vielen Gegnern bewusst nicht neutral thematisiert wird, sondern als rechte Wirr-Idee diffamiert wird

    0

    0
  6. @ Gorgias & Co…wir werden uns noch freuen, ein Referendum zur Selbstbestimmung machen zu dürfen. Spätestens, wenn Du es an deinem eigenen Geldbeutel spürst. Und das dürfte aus Expertensicht nicht mehr lange dauern. Wetten dass? 🙂

    0

    0
  7. @ gorgias

    bezüglich der begrifflichkeiten müssen wir präzise sein und dürfen nicht den fehler machen, der ein hauptproblem der ganzen selbstbestimmungsdiskussion ist. stichworte freistaat, vollautonomie, selbstbestimmung, unabhängigkeit – damit wird beliebig um sich geschleudert usw.

    Mag sein dass es “relativ viel” ist, aber immer noch zuwenig für die Selbstbestimmung

    das war ja nicht die frage. die frage war, was sie im falle der ausübung des selbstbestimmungsrechtes für vorlieben hätten. im zuge der ausübung des selben könnten wir ja auch entscheiden, die autonomie aufzugeben und für immer teil italiens zu werden.
    was du meinst ist, dass es für ein votum pro unabhängigkeit zu wenig wären.

    0

    0
  8. bezüglich der begrifflichkeiten müssen wir präzise sein und dürfen nicht den fehler machen, der ein hauptproblem der ganzen selbstbestimmungsdiskussion ist. stichworte freistaat, vollautonomie, selbstbestimmung, unabhängigkeit – damit wird beliebig um sich geschleudert usw.

    Da gebe ich dir gerne recht. Das glaube ich hat hauptsächlich mit der Strategie der STF zu tun. Diese Verstand zuerst unter Selbstbestimmung, wie es die letzten Jahrzehnte üblich war, den Anschluss an Österreich. Nachdem sich aber bei einer Meinungsumfrage herausstellte dass die Idee eines souveränen Staates Südtirols ( vulgo Freistaat? ) populärer ist, fing sie an den Begriff aufzuweichen.

    Mir kommt vor diese Wörter sind kaum mehr Begriffe, sondern sie sind zu aufbauschende und selbsteuphorisierende Schlagworte verkommen. Außerhalb diesem Blogs findet auch kaum eine nüchterne und sachliche Diskussion statt und von einer Spur intellektueller Redlichkeit braucht man erst gar nicht zu erwähnen.

    0

    0
  9. selbstbestimmung ist ein prozess. anschluss an österreich bzw. eigenständiger staat ein resultat.
    die südtiroler freiheit tut also nur ihre vorliebe kund, was bei der ausübung des selbstbestimmungsrechtes herauskommen soll. mehr kann sie auch nicht machen. aber selbstbestimmung und anschluss an österreich bzw. eigenständiger staat waren nie synonyme und werden es auch nie sein.
    und das ist – wie ich schon tausendmal gesagt habe – der wahnsinn an der politischen diskussion im moment. da werden begriffe komplett falsch bzw. unterschiedlich verstanden.
    wenn ich nicht die gleiche sprache spreche bzw. eine terminologie verwende, die sich jeder selbst zurechtgezimmert hat, kann ich nicht seriös diskutieren. die einen fordern “selbstbestimmung” und meinen damit einen anschluss an österreich, andere fordern “selbstbestimmung” und meinen damit einen eigenständigen staat und ganz ganz wenige glaube ich fordern selbstbestimmung und verstehen das dann auch als solche – und zwar den prozess in demokratischer art und weise zu entscheiden, was man will.
    den wenigsten ist klar, dass ein resultat der selbstbestimmung meinetwegen auch die vierteilung südtirols sein könnte, wobei sich das pustertal dem belluno anschließt, der vinschgau der schweiz beitritt, das eissacktal sich unabhängig erklärt und das unterland zu einer äolischen insel wird.

    ich gebe dir völlig recht, dass all diese worte sinnentleerte schlagworte sind. trotzdem werden mit diesen essentielle dinge diskutiert und mit krieg gedroht und was weiß ich noch alles.

    0

    0
  10. Wir sollten zudem das friedliche Zusammenleben im Lande nicht durch Träumereien von Grenzverschiebung und Eigenstaatlichkeit aufs Spiel setzen, die nirgendwo hinführen

    mah… contento te, Gadilu, che la trovi l’unica possibile…

    0

    0
  11. @ gadilu

    na dann streng dich mal ein bisschen mehr an. L’unica possibilie :doubt:

    ich muss sagen, ich finde nicht wirklich viel argumentation in seinen aussagen:

    Im 21. Jahrhundert über neue Staatsgrenzen nachzudenken sei rückwärtsgewandt und unrealistisch.

    warum sollte das rückwärtsgewandt sein? administrative grenzen im zuge einer entnationalisierung zwecks effizienzsteigerung in jeglicher – nicht nur wirtschaftlicher – hinsicht zu verschieben halte ich für zukunftsweisend.

    Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte, der Schengener Raum und die Einführung des Euro haben uns gezeigt, dass einzig Europa die Grenzen verschwinden lassen kann

    in gewisser weise hat er recht, aber erstens ist das wiederum kein argument, dass verwaltungsgrenzen in stein gemeißelt sind und zweitens ist das “grenzenlose europa” leider eine mär.

    Es gibt keine schlüssige Argumentation, warum Südtirol plötzlich den Weg der Autonomie verlassen sollte. Unser Ziel muss mehr Eigenständigkeit und Selbstverwaltung heißen

    :rofl:
    darüber und über die widersprüche, die in diesem typischen achammer-satz stecken, haben wir ja schon einige seiten hier im blog gefüllt

    Wir sollten zudem das friedliche Zusammenleben im Lande nicht durch Träumereien von Grenzverschiebung und Eigenstaatlichkeit aufs Spiel setzen, die nirgendwo hinführen

    wer behauptet denn das schon wieder. niemand will mit hilfe einer mehrheit über eine minderheit brutal drüberfahren. ziel – wenn ich richtig informiert bin – sogar der freiheitlichen, ist die einbindung aller und eine konsensfindung zwischen den sprachgruppen auf dem weg zur unabhängigkeit.
    ich glaube vielmehr, dass der frieden langfristig durch die separation der gruppen mehr in gefahr ist, möchte das “friedensargument” aber nicht ins treffen führen, da es – wie durnwalders dummes “kriegsargument” – mit den emotionen und essentiellen bedürfnissen von menschen spielt. und das ist populistisch um nicht zu sagen primitiv.

    0

    0
  12. Insomma. L’unica possibile.

    @ Hunter, mein lieber, ma perché il povero Achammer dovrebbe suicidare se stesso e suicidare il partito affermando qualcosa di diverso dalle ovvietà che va ripetendo? Perché non lasciate in pace il povero Achammer? Chiedere ad Achammer di cambiare lo stato delle cose (anche dicendo solo qualcosa di diverso) sarebbe come chiedere a uno scimpanzé di rifiutare le banane.

    0

    0
  13. @ gadilu
    wenn man es so sieht, hast du natürlich recht. und der selbsterhaltungstrieb ist ja etwas angeborenes. aber waren es nicht immer die jungen, die die positionen ihrer vorfahren hinterfragten, anstatt ihnen blindlings nachzurennen. und es waren auch meist die veränderer, nicht die bewahrer, von denen wir heute als “die großen der geschichte” sprechen. die sonne dreht sich um die erde.

    0

    0
  14. :ohno:

    Herrn Neubauer als verwirrt zu bezeichnen wäre noch eine Untertreibung. Vielleicht erklärt das auch, warum er in der FPÖ für Südtirol und Senioren zuständig ist — eine durchaus kuriose Kombination.

    Der ihn interviewende Journalist scheint aber ebenfalls nicht so genau gewusst zu haben, wo er hinwollte.

    0

    0
  15. L’autonomia non è di per se la ragione sociale della SVP. Piuttosto lo è diventata col tempo perché col superamento dell’autonomia — per la precisione: col superamento dell’autonomia etnocentrica — il partito di raccolta non avrebbe più ragion d’essere.

    Ma questa è in realtà la perversione delle ragioni per cui la SVP naque: Il partito di raccolta fu fondato per migliorare la situazione delle minoranze tedesca e ladina, non certo per perpetuare all’infinito una situazione che giustifichi e renda necessaria la sua propria esistenza. Se Achammer cerca di arrampicarsi sugli specchi («Vollautonomie») secondo me è proprio per questo.

    Come dice hunter: «Selbsterhaltungstrieb».

    0

    0
  16. Boh… ho trovato l’intervista di Neubauer piuttosto confusa. Sorprendente è però sentire che anche un politico che si considerava filo-annessione ora parli di “Freistaat”. Mi pare una novità… a meno che non mi sia perso qualcosa…

    0

    0
  17. Katalonien nur 16% bzw. höchstens 35% bei Umfragen für die Unabhängigkeit. Das enttäuscht, wenn man bedenkt wieviel es schon nur in Barcelona immer wieder ganze Messestände (vorwiegend Studenten) und Großkundgebungen für die Selbstbestimmung gibt.

    Laut letzter Umfrage (Baròmetre d’Opinió Política) des Centre d’Estudis d’Opinió, dem öffentlichen (!) katalanischen Umfrageinstitut, würden sich die Katalanen bei einem Referendum, wenn es »morgen« stattfinden würde, folgendermaßen verhalten: Zustimmung 42,9%, Ablehnung 28,2%, Enthaltung 23,3%.

    Vielleicht wäre das bei uns auch eher eine Angelegenheit für das Astat, um das Thema dem ideologischen Missbrauch zu entziehen.

    0

    0
  18. Am Tag der Unabhänigkeitserklärung des Südsudan möchte ich als Anhänger der Euregio Tyrolensis etwas anderes zur Debatte stellen: die völkerrechtliche Herauslösung der Autonomen Provinz Bozen (idealerweise zusammen mit dem Trentino) aus dem Nationalstaat Italien und Eingliederung als “Europaregion” direkt in die EU! – Wie sich das Bundesland Tirol (mit Osttirol) in einem solchen Gefüge eingliedert/eingliedern will, ist freilich ein anderer Denkprozess. – Als Nebeneffekt dieser Überlegung ist meine grundsätzliche Frage: Will man sich die EU nur als Union von Nationalstaaten (und ihrer Egoismen) vorstellen oder – und warum nicht – gleichzeitig “in einer zweiten Liga” unabhängige Regionen?

    0

    0
  19. @ 1950er

    ich würde da nicht mal von einer zweiten liga sprechen. das prinzip der nationalstaaten konterkariert die idee der europäischen union. langfristig sollten nationalstaaten ohnehin als obsolet betrachtet werden und durch einheiten, die sich als territoriale identitäten verstehen, ersetzt werden.

    0

    0

Leave a Reply