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Schweizer Verhältnisse.

SBB.

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB-CFF-FSS) bieten ihren Kunden eine übersichtliche und einfach zu bedienende Homepage – selbstverständlich in vier Sprachen. ¹ ²

Als besondere Dienstleistung für Pendler und Fahrgäste, die häufig auf der selben Strecke reisen, steht der »persönliche Fahrplan« im Online-Angebot: Man gibt die gewünschte Strecke an, bestimmt einen Zeitraum und die Wochentage, an denen man fahren möchte. Das System erstellt dann einen maßgeschneiderten Fahrplan im PDF-Format, den man anschließend ausdrucken und als steten Begleiter bequem in der Geldtasche (oder am Handy) mitführen kann.

Die gute Nachricht: Den persönlichen Fahrplan der SBB gibt es auch für Südtiroler Binnenstrecken. So kommen auch wir in den Genuss einer echten Schweizer Serviceleistung.

1) Die SBB-Seite steht auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch zur Verfügung. Rumantsch wird leider nicht angeboten.
Die Homepage von Tränitalia ist einsprachig italienisch. Weder die anerkannten Minderheitensprachen noch die Welt- und Reisesprache Englisch werden berücksichtigt.

2) Die Homepage des Südtiroler Verkehrsverbundes ist vergleichsweise unübersichtlich, das fängt schon mit der kryptischen Internetadresse (http://www.sii.bz.it) an. Kleine Bushaltestellen werden häufig nicht gefunden (z.B. Ehrenburg). Die ladinische Sprachversion (SPELL) wurde aus politischen Gründen (!!) entfernt, die ladinischen Bezeichnungen von Haltestellen in ladinischen Ortschaften werden nicht erkannt.

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12 replies on “Schweizer Verhältnisse.”

Trenitalia.com ist auch in englisch verfügbar: http://www.trenitalia.com/en/index.html
Die deutsche und die französische Version gab es vor einigen Jahren noch, heute aber nicht mehr.

Die Regionalseite für Südtirol ist, wo überhaupt, nur halbherzig und unvollständig übersetzt worden: http://www.trenitalia.com/it/a68ab065cca1b010VgnVCM10000045a2e90aRCRD.shtml
Auch die Informationen an den Haltestellen über Uhrzeiten und Verspätungen sind nicht mehr zeitgemäß, und in den meisten Bussen und vielen Zügen gibt es keine zeitgemäße Ankündigung der Haltestellen. Was besonders für jene, die nicht täglich damit umgehen, abschreckend ist. Trenitalia glänzt nicht, aber auch Südtirol hätte noch viel zu lernen (die Zuständigkeit für den Regionalverkehr liegt bei der Autonomen Provinz) …

1) Alexander, da rennst du bei mir offene Türen ein: Der Titel dieses Eintrags – sowie der Hinweis auf die echte Schweizer Serviceleistung – ist eine (ironische) Anspielung auf LR Widmanns Behauptung, der ÖPNV hätte in Südtirol »Schweizer Verhältnisse« erlangt. Mann kann zwar nicht leugnen, dass die Landesregierung seit Übernahme der Zuständigkeit zahlreiche Besserungen eingeführt hat (Vinschgerbahn, Ankauf neuer Garnituren, landesweite Citybuswelle samt dynamischer Fahrplananzeigen, besser abgestimmte Fahrpläne, erste Vertaktungen, zentrales Callcenter, Generalabonnement für Schüler etc.), aber es bleibt noch unheimlich viel (!) zu tun, damit die Leute wirklich aufs Auto verzichten können. Etwas Bescheidenheit kann da nicht schaden.

2) Die von dir verlinkte englische Homepage von Tränitalia läuft m. W. nur noch »im Hintergrund«. Gibt man im Browser http://www.trenitalia.com ein, wird man ja automatisch zu http://www.ferroviedellostato.it weitergeleitet, und diese neue offizielle Seite der Bahn steht nur auf Italienisch zur Verfügung. Oder aber der Link zur englischen Sprachversion ist sehr, sehr gut versteckt.

Aus welchen politischen Gründen wurde die ladinische Sprache von der Homepage des Südtiroler Verkehrsverbundes eliminiert? Kann mir das nicht vorstellen (heißt nicht dass ich es nicht glaube)… Das ist/wäre doch ungeheuerlich!

Aber niemand kann leugnen, dass die Partei zukunftsfähig ist:

27.06.2008
Treffen Bioc Gasser und Casini
Als “konstruktiv und freundschaftlich” bezeichnet die ladinische Parteiobmannstellvertreterin Paola Bioc Gasser das am Freitag, 23. Mai stattgefundene Treffen mit dem Spitzenpolitiker der Christdemokratischen Partei UDC Pierferdinando Casini in Bozen. Bioc Gasser hat dabei die Gelegenheit wahrgenommen, Casini die politische, und kulturelle Situation der Ladiner in Südtirol darzulegen.

Die ÖBB-Seite gibt es zwar nur auf Deutsch und Englisch, aber die ÖBB-Fahrplanauskunft versteht es auch, wenn man die Ortsnamen in Minderheitensprachen eingibt, z.B. Kroatisch oder Ungarisch.

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