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Autonomiepatriotismus.

In Südtirol sei das Autonomiegefühl nur sehr schwach ausgebildet, bemängelte Journalist Florian Kronbichler. “Wer sich heute zur Autonomie bekennt, gilt vielfach als ‘Verzichtler’”, so Kronbichler, der für mehr Autonomiegeist und Autonomiepatriotismus plädierte.

Quelle: Südtirol Online.

Feuilleton Medien | Zitać | Florian Kronbichler | Stol | Südtirol/o | | Deutsch

50 replies on “Autonomiepatriotismus.”

Das Autonomiegefühl wäre sicher stärker ausgeprägt, wenn die Autonomie ihrem Namen gerecht würde. Laut Wikipedia wird sie folgendermaßen beschrieben:
Als Autonomie (altgriechisch αὐτονομία, autonomà­a, “sich selbst Gesetze gebend, Eigengesetzlichkeit, selbständig”, aus αύτός, autos, “selbst” und νόμος, nomos, “Gesetz”) bezeichnet man den Zustand der Selbstständigkeit, Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Selbstverwaltung oder Entscheidungsfreiheit.
Davon sind wir aber meilenweit entfernt!

Als Autonomie (altgriechisch αὐτονομία, autonomà­a, “sich selbst Gesetze gebend, Eigengesetzlichkeit, selbständig”, aus αύτός, autos, “selbst” und νόμος, nomos, “Gesetz”) bezeichnet man den Zustand der Selbstständigkeit, Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Selbstverwaltung oder Entscheidungsfreiheit.

Das würde die Zugehörigkeit zu Italien ad absurdum führen. Also ist eine Autonomie nicht möglich, sondern nur eine Scheinautonomie, ein Selbstbetrug. Man will alle nur erdenklichen Freiheiten genießen, und zugleich alle Vorzüge die ein Nationalstaat zu bieten hat.
Auf der einen Seite Wohlstand und Sicherheit, und auf der anderen Unabhängigkeit mit möglicht wenig Pflichten. Das kann auf Dauer unmöglich funktionieren, wie wir am Beispiel Südtirol sehen.

Ein Volk das immer und überall nur die Rosinen herauspicken will, bei gleichzeitiger Entscheidungsfreiheit und Unabhängigkeit, definiert den Ist-Zustand von Südtirol.
Wird der Ist-Zustand durch Ausschöpfung aller Möglichkeiten beibehalten, geht dieser unnatürlich Zustand mit gleichzeitigem Verlust an Sympathie und Wertschätzung einher.
Schleichende Assimilierung und Selbstaufgabe ODER Selbstbestimmung, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung! So angenehm der Ist-Zustand auch sein mag, die Südtiroler werden sich entscheiden MÜSSEN!

Selbstbestimmung ODER Italien – mit ALLEN angenehmen UND unangenehmen Folgen!

Die Zeit wird knapp. Das Recht auf Selbstbestimmung ist nicht von Dauer!
Selbstbestimmung eignet sich nicht als Drohmittel in Rom, das bei Bedarf jederzeit wie ein Zaubertrank hervorgeholt werden kann.
Die Geduld mit Südtirol ist enden wollend!

Wo kommt das überhaupt her von der schleichenden Italianisierung, wenn die Zweitsprachenkenntnisse rückläufig sind?

Wird die etwa bei einer spiritistischen Sitzung heraufbeschworen?

Das eine hat mit dem anderen nicht zwangsläufig was zu tun.

Mir ist eine ähnliche Meldung zwar bekannt, doch ich kann gerade keine Belege dafür finden. Woher jast du deine Daten?

Ist schon erstaunlich was flor wieder mal von sich gibt, ich habe noch seine Kommentare zum Alpinitreffen in Erinnerung, da klang vieles anders…

Der Marxismus ist gescheitert. Der theoretische Marxismus lebt als Parodie in Köpfen einiger weniger selbsternannten Helden der Menschheit weiter.
Der Traum eines Freistaates Südtirol wird derzeit geträumt, ohne dass jemand ernsthaft für dieses Ziel hervortritt und vorstellig wird.
Die Idee Freistaat ST lebt aber weiter, als Parodie in Köpfen einiger weniger selbsternannten Helden der Demokratie.

Mit Lineal und Zirkel wird ein etwas Undefinierbares zusammenkonstruiert, das selbst schon auf den Stammtischen seiner Erfinder zum scheitern verurteilt ist.
Architekten können ein Haus planen, aber nicht bauen.
Ingenieure können komplizierte Rechnungen erstellen, damit dieses Fantasiegebäude nicht einstürzt. Aber auch sie können kein Haus bauen.
Damit das Wunschhaus nicht ein Traumhaus bleibt, bedarf es aber des gemeinen Arbeiters, der alleine auch kein Haus bauen kann. Nur im Verein aller können Häuser und sogar Kathedralen gebaut werden.
Architekten und Ingenieure vergessen das sehr gerne, nicht zuletzt weil sie unfähig sind, mit den einfachen Arbeitern zu kommunizieren. Die Reisbrett- Helden Sie wollen unter sich bleiben.
Auf dem Reisbrettern und an den Kartentischen funktioniert alles recht gut, aber zum umsetzten bedarf es eines Baumeisters. Der gute alte Baumeister, selten aber unentbehrlich. In ST gibt es keinen … nur arrogante, zutiefst eitle Theoretiker mit Lineal und Zirkel, die schon deshalb kein Haus bauen können, weil sie lieber an Podiumsdiskussionen die Welt neu erfinden, und endlos diskutieren, wie diese kleine Welt zwischen Brenner und Salurn auszusehen hat.
Die ganze Idee wird schön langsam zur Parodie …

Ein bekanntes Zitat eines Architekten:
“Ich wurde erst ein erfolgreicher Architekt, als mir bewusst wurde, dass ich zuerst ein guter Baumeister werden musste. Ich zog also meine Ärmelschoner aus und die Gummistiefel an.
Ein steiniger und Hürdenvoller Weg musste ich einschlagen, den ich bis heute nicht verlassen habe. Nur die permanente Herausforderung und das Abarbeiten von Problemen macht immun gegen Selbstherrlichkeit und Arroganz und reif für die täglichen Aufgaben.”

In Südtirol gibt es niemanden, der bereit ist, die Ärmelschoner am Kartentisch gegen die Gummistiefel am Bau einzutauschen … Viele glauben zu wissen wie man ein Haus baut, aber keiner will (und kann?) den steinigen Weg einschlagen, um dieses Haus auch bauen zu können. So bleibt alles beim alten …
Trotzdem: Ich wünsche Südtirol einen guten Baumeister. Möglichst schnell bitte, sonst bleibt alles beim alten …

PS: um Missverständnisse zu verhindern:
Südtirol fehlt es an Leuten, die nicht nur die Fähigkeiten haben etwas zu ändern, sondern auch den Willen! Immer nur aus sicherer Entfernung etwas kommentieren, zeigt nicht unbedingt von Kenntnissen die vor Ort notwendig und gefordert sind.
Jemand der den Weg vorzeigt ist in ST gefragt, dann kommen all die anderen die notwendig sind, und gehen den Weg mit …

Lieber Bruno, wer ist dann deiner Ansicht nach dieser “Baumeister” (oder anders gewendet: was möchte uns der Dichter mit seinem sermon sagen)?

Lieber Beppi,
Ich habe einmal einen bekannten Architekten gefragt, wie er denn das geschafft hat, dass das Haus so aussieht, wie es aussieht. Antwort: “Mit dem Revolver in der Hand! Ich habe unzählige Nächte durchgearbeitet- auch auf der Baustelle; habe unfähige Leute von der Baustelle verjagt; bin guten Leuten nachgerannt bis aufs WC, dasselbe mit Politikern; habe Geld locker gemacht, wo niemand noch welches vermutete; habe geflucht und gespukt, geboxt, gekratzt und gebissen; gedroht und geschrieen; sehr viel gefordert aber auch viel gelobt wo Erfolg sichtbar wurde.” Antwort Ende.
Das Ergebnis kann jeder gegenüber dem Wiener Stephansdom bewundern.
Jahrzehntelang wurde diskutiert, Wettbewerbe veranstaltet- und wieder diskutiert. Nichts ging weiter. Da kam einer mit einem Projekt, das so ganz und gar nicht den Vorstellungen der Möchtegernkünstler und Querulanten entsprach und boxte es durch. Was war geschehen?
Ein Wunder?
Weit gefehlt. Da hat jemand mit den notwendigen Fähigkeiten etwas umgesetzt, was sich viele wünschten, aber nicht zum umsetzten getrauten. Deshalb haben sie auch über die zweitbeste Lösung jahrzehntelang diskutiert und diskutiert. Die meisten hielten das Projekt für einen Spinnerei, nicht umsetzbar. Freilich, im akademischen Elfenpeinturm eignet man sich solche Fähigkeiten nicht an, dazu braucht es viel Schweiß und gute Boxhandschuhe.
Dieser Professor und Meister der angewandten Kunst, der das Wunder am Staphansplatz mit dem Revolver und Boxhandschuhen gebaut hat, legt viel Wert darauf, dass man ihn mit Baumeister anspricht- oder zumindest mit Professor …
Elefenpeinkünstler gibt es zuhauf im heiligen Land zwischen Brenner und Salurn. Aber wo sind die Baumeister? Ich weiß es nicht, deshalb kann ich diese Frage nicht beantworten.
Ich kenne nur Visionäre, die im Elfenpeinturm philosophieren und diskutieren und zwischendurch sich über den korkenden Wein beschweren.

Servus Beppi, Servus Tirol!

Wenn ich mir den Zustand und das Niveau der politischen Diskussion in Südtirol ansehe, erkenne ich eher das gegenteilige Problem: Alle — Autonomisten und Sezessionisten — wollen handeln, haben aber im Grunde oft gar keine Ahnung, wovon sie reden und werfen völlig undifferenziert mit falschen Begriffen um sich. Kostprobe.

PS:
Südtirol fehlt es an Leuten, die aus der Masse heraustreten und auch mal Entscheidungen treffen, von welchen sie nicht immer sicher sind, das es auch die richtigen sind.
Wer immer nur das für und wider abwägt, Probleme konstruiert wo keine sind, jeden Satz durch 5 Rechtschreibkonverter jagt und auf vergessen Beistriche durchwühlt, wird am Ende nur noch das Nachwort zu schreiben haben.
Wir brauchen aber Leute, die das Vorwort schreiben, ohne zu hundert Prozent zu wissen, wie die Geschichte endet.
Das Buch heißt Freistaat Südtirol.
Wer schreibt das Vorwort, wer das erste Kapitel?
Ich kenne niemanden, der zumindest das Buch zum öffnen wagt …
Ich kenne aber viele, die sich schon Gedanken über das Nachwort machen …

@Bruno

Da du jemand bist der seine Position gerne mit Parabelen und Metaphern untermauert möcht ich dir dies sagen:

Bevor man sich vornimmt ein Buch zu schreiben, sollte man schon einmal eins gelesen haben.

Doch, lieber @gorgias!
ich bin zurzeit auf Urlaub im schönen (Ost)Tirol (meine Frau kommt von dort) und lese ein Buch von (und über) Reinhold Messner: ”Gebrauchsanweisung für Südtirol” Über kaum ein Land wurden so viele Bücher geschrieben, als über Südtirol.
Das ist meiner Meinung nach eines der schlechtesten Bücher hiervon, aber typisch, wenn ein Südtiroler über Südtirol schreibt.
Messner: ”Wir Südtiroler sind keine Deutschen, keine Österreicher (auch wenn das die Österreicher nicht gerne hören) aber auch keine Italiener.”

Außerhalb von Tirol interessiert es keinen einzigen Österreicher, was die Südtiroler sind und was nicht. Noch weniger interessiert es die Deutschen, für die das Buch geschrieben wurde. Und in (Nord-und Ost) Tirol ist die sinkende Sympathie für die Brüder und Schwestern südlich des Brenners nicht von Gott gewollt aber Tatsache.
Wenn die Südtiroler all das was Reinhold aufgezählt hat nicht mehr sind, was sind sie dann??
SÜDtiroler? Da Buch landet bei mir im Müll …

Die Frage ist durchaus ernst gemeint: Was sind die Südtiroler?

Nein, Zahlen habe ich leider keine, es ist nur eine Beobachtung, die ich die letzten Jahre gemacht habe und mir Personen aus meiner Umgebung bestätigen haben, dass die Italienischkenntnisse bei den jüngeren Jahrgänge abgenommen haben.

Ich habe dafür folgende Erklärungen:

1. Die Abschaffung der Wehrplicht, wo praktisch jeder Südtiroler nolens volens intensiv der italienischen Sprache ausgesetz war.

2. Das italienische Privatfernsehen hat seit den frühen 80zigern und 90zigern seinen Reiz verloren, weil es nun genug Angebot aus dem deutschen Sprachraum gibt.

3. Die mehr oder weniger latente Feinseligkeit gegenüber der italienischen Kultur ist in den letzten 30 Jahren gestiegen und die Einsicht dass es wichtig ist gut Italienisch zu können für berufliche Zwecke abgenommen. (Man ist ja eh nicht mehr lange bei Italien)

Das sind keine statischen Werte, aber solange dauernd diese Italianisierung heraufbeschworen wird ohne echten Anhalt dafür fühle ich mich nicht hintenangestellt.

Ich glaube, wir sollten uns über Daten unterhalten. Wir haben hier jede Menge Studienergebnisse (z.B. [1] [2] [3]) veröffentlicht und die sprechen großteils eine andere Sprache (wenngleich kein zeitlicher Trend vorhanden ist). Gegenteilige Daten sind stets willkommen.

”Schottland beschreitet genau diesen Weg.
Es ist der für Südtirol EINZIGE erfolgversprechende und gesellschaftlich vertretbare Weg zur staatlichen Unabhängigkeit.” niwo a dit ai 25. Mai 2011 a les 13:06 :

Warum dann noch über weitere 150 Varianten diskutieren und kunstvoll sezieren?

Ok, der Schottische Weg klingt gut. Möglicherweise gibt es bessere Wege, mit Sicherheit aber schlechtere.
Ans Werk! Diskutieren war gestern, jetzt wird gehandelt!
Die Eva, der Sven, die Ulli und der Pius usw alle wollen nur das eine …
Wenn jetzt nicht der Wecker läutet, träume ich noch immer.

Wenn eine Familie ein Haus bauen will, können Familienangehörige Wünsche vorlegen, die dann in einem angemessenen Zeitrahmen durchdiskutiert werden. Wird dieser Zeitrahmen jedoch nicht respektiert, verwässert das ganze Vorhaben und übrig bleiben viele Wünsche und frustrierte Bauherren. Die Baugenehmigung erlischt nach einer bestimmten Zeit.
Wie schon erwähnt, auch das Recht auf Selbstbestimmung ist nicht von Dauer. Irgendwann muss dieses Recht eingefordert werden, sonst ist es ein totes Recht das mit der Zeit keinen Römer mehr imponiert.
Wo es ein Recht gibt, muss es zwangsläufig auch Unrecht geben.
Im Falle Südtirol kennen wir das Unrecht. Wenigstens hier gibt es einheitliches Kopfnicken.
Es gibt kein Recht das ”rechter” ist als andere, kleiner oder größer, wichtiger oder unwichtiger, nur zu 90% oder 99% durchsetzbar usw…
Wer ein Recht nicht einfordert, hat kein Recht zu jammern, wenn ihm Unrecht geschieht.
”Recht ist Pflicht, Recht verpflichtet” Jetzt kann natürlich stundenlang darüber diskutiert werden, was Kant damit meinte. Wie das schöne Zitat wohl zu interpretieren sei. Aber bitte in einem angemessenen Zeitrahmen, sonst …
Mein Rechtsempfinden sagt mir: Recht MUSS eingefordert werden, sonst arrangiert man sich mit dem Unrecht und das ist Unrecht, denn ein wenig Unrecht gibt es nicht. Es gibt immer nur Recht ODER Unrecht. These ODER Antithese, Freiheit ODER keine Freiheit, Schwanger oder nicht Schwanger …
Wer mit Unrecht lebt, lebt freiwillig entmündigt. Was Kant über die selbstverschuldete Unmündigkeit sagte, ist bekannt.
Ich verliere mich wieder. Komme vom thema ab.

Ach ja, in diesem Blog geht es um die Einforderung von Recht … zumindest wird darüber diskutiert …

PS: Südtirol lebt mit einem Unrecht. R. Messner: “Die Brenner-Grenze ist ein Unrechtsgrenze” R.M. muss es wissen! Oder? Und dennoch hat er dieses Unrecht mit Hans Kammerlander umrundet und sogar ein Buch darüber geschrieben … man kann also mit Unrecht auch noch Geld verdienen … In Südtirol ist sogar möglich, was schon rein physikalisch/biologisch nicht möglich ist … Moralisch übrigens auch nicht!!

Am besten hat mir ja diese Passage gefallen:
“Es gibt immer nur Recht ODER Unrecht. These ODER Antithese, Freiheit ODER keine Freiheit, Schwanger oder nicht Schwanger …”

:-)

Wie schon erwähnt, auch das Recht auf Selbstbestimmung ist nicht von Dauer. Irgendwann muss dieses Recht eingefordert werden, sonst ist es ein totes Recht das mit der Zeit keinen Römer mehr imponiert.

was ist das für eine sprache, die du da sprichst? ich verstehe sie nicht. bitte manifest und glossar lesen. auf bbd will sich niemand auf das selbstbestimmungsrecht der völker berufen. wo nimmst du das her?!?!?!

Im Falle Südtirol kennen wir das Unrecht. Wenigstens hier gibt es einheitliches Kopfnicken.

Der Landtag sieht die Abtrennung Südtirols von Österreich als Unrecht an: 12 Ja- und 22 Neinstimmen.

Und dennoch wollen diese 22 SVP ler +Genossen, die Schutzmacht Österreich nicht missen.
Eine doch recht merkwürdiges Verhalten, das hier demonstriert wird. Wäre das Thema “Südtirol” in Österreich nicht schon längst erledigt, müsste man einiges hinterfragen!

Da sagt jemand allen ernstes:

“Ich bin auch für die Selbstbestimmung (Freistaat?), ABER nicht wie die Freiheitlichen sich das vorstellen, auch nicht wie die STF schon eher wie die Grünen, wenn sich die Grünen in Südtirol dieses Thema nicht vollständig verschließen würden.”

So oder ähnlich habe ich das in Erinnerung.

Das klingt so, als wäre das alles ein großes Wunschkonzert.
Selbstbestimmung JA, ABER …
Das JA und das ABER —> das ist das Grundübel von allem Übel! Und zum darüberstreuen kommt in diesem vorliegenden Fall auch noch WENN und WÜRDEN dazu …

Ich möchte bitte Auch eine Pizza, ABER nicht … und auch nicht …schon eher wie …aber nur wenn der Koch eine Köchin ist und das Restaurant im Jugendstil erbaut ist, und überhaupt: ich bin nicht hungrig, eher durstig …aber ich würde eine Pizza mögen, wenn …wenn ich hungrig wäre … aber nicht wenn ich nur durstig bin …

WAHNSINN!!! IRRSINN!!!

Aha, wenn man sich Gedanken macht, was man möchte und warum, dann sind das konstruierte Probleme.

Mit einem unausgegorenen, nicht sorgfältig begründeten Projekt wird man deiner Meinung nach hingegen die Mehrheit der Südtiroler (aller Sprachgruppen) hinter dem Ofen hervorlocken.

:ohno:

ist ja schon gut, Architekt! Wann ist Ihr Projekt fertig, wann sieht man zumindest erste Ergebnise? ist überhaupt ein Fertigstellungstermin eingeplant, ?

Da musst du schon die Bauherrschaft fragen, und das ist in einer Demokratie noch immer das Volk. Für wie blöd hältst du uns hier eigentlich?

Etwas anders formuliert:

Max wird in seiner Kindheit gegen seinen Willen von der Familie getrennt, bekommt aber nach langem betteln und langem hin und her doch noch die Möglichkeit, wenigstens seine späte Jugend selbst gestalten zu können. Von der Familie getrennt, aber zumindest frei und unabhängig.
Der vollgefressene Fratz namens Max will aber nur die Freiheit, wenn das Wetter nicht zu kalt ist, der Winter nicht länger als 3,566 Monate dauert, der Frühling auf verlangen verlängert werden kann, und der Sommer nicht verregnet und natürlich auch nicht zu heiß ist … sonst raunzt der vollgefressene Fratz weiter und geht allen auf die Nerven

Verzeihung, aber mir viel keine bessere Übersetzung ein …

In Südtirol sei das Autonomiegefühl nur sehr schwach ausgebildet, bemängelte Journalist Florian Kronbichler. “Wer sich heute zur Autonomie bekennt, gilt vielfach als ‚Verzichtler’”, so Kronbichler, der für mehr Autonomiegeist und Autonomiepatriotismus plädierte.

Ich möchte nach den vielen Kommentaren doch noch kurz auf das Eingangs-Zitat von flo eingehen.
Wenn in Südtirol das Thema Unabhängigkeit nicht an Zustimmung gewonnen hätte, würde von Leuten wie flo niemand den Begriff Autonomiepatriotismus in den Mund nehmen. Aber selbst den Begriff Autonomiepatriotismus sollte uns der Herr flo näher erklären. Wenn es um wichtige Kompetenzen geht, sind Leute wie der Herr flo ja interessanterweise immer dagegen. Zumindest habe ich von Kronbichler noch nie ein offenes Bekenntnis für eine Südtiroler Landespolizei, die Zuständigkeiten im Bereich der Einwanderung, ein autonomes Gerichtswesen oder eine umfassende Sportautonomie, um nur einige Bereiche zu erwähnen, gehört. Wenn Leute, wie Kronbichler in Zeiten einer sich intensivierenden Unabhängigkeits-Diskussion von Autonomiepatriotismus sprechen, ist es eigentlich nur eine von vielen Varianten um im Bereich Unabhängigkeit oder ernsthaftem Ausbau der Autonomie, kräftig auf die Bremse zu treten.

Verzeihung, ich habe den faden ein wenig verloren:

Ich sitze anno 2009 im Wiener Museumsquartier, und lasse den gestrigen Festumzug in Gedanken noch einmal Revue passieren. Die Kellnerin (eine dt.Studentin) macht mich darauf auf Landsleute aufmerksam, die ein paar Tische weiter sitzen. Ich freue mich, gehe hin und lade die 5 Studenten (alle aus Bozen bzw. dem Südtiroler Unterland) zu einem Heurigenbesuch nach Mauer in Liesing ein. Mit 2 Taxis führen wir sogleich dorthin. Obwohl es hier um ein uraltes und ausgesprochen renommiertes Lokal handelte, war es dem einen zu klein, dem anderen zu primitiv, dem dritten zu teuer (obwohl alles ich bezahlte) usw … Ich dachte mir nichts weiter. Der Zitherspieler spielte das Südtiroler Bergseigerlied und gute Stimmung kam auf, obwohl der Wein in Südtirol natürlich besser ist als der Heurige in Wien, und die Zitherspieler natürlich auch. Hier musste ich mich zum ersten Male etwas zurückhalten, handelte es ich bei dem Zitherspieler um eine Koryphäe, um einen Meister seines faches.
Um etwa 22 Uhr kam Dr. Gusenbauer zu einem Kurzbesuch ins Lokal, das er immer dann aufsucht, wenn er seinem Genossen und heutigen Bundeskanzler (der in unmittelbarer Nähe wohnt) die Leviten liest, oder einfach nur aus Lust auf ein gutes Flascherl Wein in lustiger Gesellschaft. Meist kommt er mit einem großen Anhang, heute nur mit Frau und einem großen Hund. Offensichtlich war er doch nicht bei seinem Genossen. ”Schautes der Gusi!” meine Landsleute kannten den ehemaligen österr. Bundeskanzler! ”Was macht der Gusi in einer solchen Bruchbude” war noch so ziemlich die harmloseste und dümmlichste bemerkung. Gusenbauer ist und war Stammgast in dem Lokal, so wie fast der ganze Wiener Hochadel. Dem Wirt entging natürlich nicht was hier vorging, und machte gute Mine zum bösen Spiel. Ist ja sein Job.
Endlich, um etwa 23 Uhr machten wir uns auf den heimweg. Als wir gingen, hielt mich ein Mann an der Theke fest, und fragte mich, warum wir seine Einladung zu einem Glas Wein nicht angenommen haben. Ich entschuldigte mich für dieses und vieles andere mit der Ausrede, meine Landsleute hätten nur Heimweh, seien schlechter Laune und auch schon etwas betrunken usw …
”Ach so, das sind wir doch alle Mal, das geht wieder vorbei …” und auf Wiedersehen!
Letzteres war mit Sicherheit nicht ehrlich gemeint! ”Haut’s eich über die Heiser” hat zwar niemand gesagt, aber die meisten haben genau das gemeint!
Ein Einzelfall? Ja, sicher! Nur wie erkläre ich das meinen Freunden die über das Auftreten meiner Landsleute doch etwas irritiert waren …
Ist das am ende doch alles nur eine erlogene Geschichte? leider nein …
Wir sehen an diesem kleinen Beispiel, wie eine kleine Gruppe von durchgeknallten Knallfröschen einem ganzen (kleinen) Land eine Duftmarke verpassen können, das durchaus zur Verallgemeinerung verleiten könnte.

Nur eines sollte wirklich zum denken anregen: Warum treten meine (ex) Landsleute aus Südtirol so oft nur im Rudel auf? Haben sie Angst? Fühlen sie sich im Rudel stärker? Überlegenheitsgefühl? Minderwertigkeitsgefühle? Letzteres auch hier mit Sicherheit nicht! Und noch eine Frage: Warum betonen meine Landsleute so gerne das SÜDtirol?
Wollen sie damit ihre Überlegenheit gegenüber ihren Nord- und Osttiroler Landsleuten demonstrieren? Wollen sie damit vielleicht sogar sagen, dass sie überhaupt keine Tiroler mehr sind, sondern SÜDtiroler? Österreicher wollen die allermeisten mit Sicherheit keine mehr sein, auch wenn der Durnwalder immer wieder gerne von einer österr. Minderheit in Norditalien spricht … (meist dann, wenn er wieder einmal in Wien um etwas ”bittet.”)
Den Witz: ”lieber Landsreicher als Österreicher” habe ich zuletzt vor vielen Jahren gehört … anno 2009 in Wien- Liesing beim Heurigen … aber da waren wir alle betrunken und voller Heimweh …

LG und servus Tirol!

was will er uns damit sagen und worin liegt der bezug zum thema dieses threads? ich versteh’s leider nicht. tut mir leid.

Auch wenn die Frage nur so von Rhetorik trieft versuche ich eine Antwort :
Das das nichts mit “Andersartigkeit” (in deinem Verständnis) zu tun hat sollte wohl von vornherein klar sein.

Ich meine, das hat damit zu tun, dass es sich um ein sog. bewegliches Kirchenfest handelt. Würde man es genau nehmen sollte man evtl. schon am Freitag feiern (dritter Freitag nach Pfingsten). Der Ursprung und damit auch der Termin dieses Festes ist ein heidnisch-christlicher Brauch. Demnach bestimmt die Kirche, wann diese Feierlichkeiten abgehalten werden. Der Einheitsgedanke steht dabei nicht primär im Vordergrund. Das Herz Jesu-Fest ist immer noch in erster Linie ein kirchliches Fest und keine politische Demonstration.

Und ich erlaube mir noch eine Kritik, weil mir deine totalitäre Haltung widerspricht:
Es gibt immer nur Recht ODERUND Unrecht. These ODERUND Antithese, Freiheit ODER UND keine Freiheit, Schwanger ODERUND nicht Schwanger … und das sogar alles gleichzeitig und in Farbe.

Naja, ob es schon schwanger (kleingeschrieben) und nicht schwanger gibt? Also gleichzeitig, meine ich… denn darum geht es ja bei der strapazierten Formulierung ein bisschen schwanger gibt es nicht. Im Übrigen kann man dir nur zustimmen!

@pervasion: hehe, stimmt :)
Die Wissenschaft macht mir einen Strich durch die Rechnung.

Um das Ganze noch ein wenig weiter zu verwirren :
Ich kann mir vorstellen, dass es sicherlich einer längeren Diskussion bedurfte um eine außerhalb des Körpers der Mutter befruchtete Eizelle nicht der Schwangerschaft (wikipedia) zuzurechnen. Vielleicht gab es ja da eine kurze Zeitspanne, wo es Schwanger und nicht Schwanger gleichzeitig gab, oder vielleicht sieht es ja der Gesetzgeber, oder die Kirche noch heute anders …
Alles eine Frage der Differenzierung, des Blickwinkels und des Wissensstandes. So und jetzt weck mit dem Thema ;)

Angenommen, Südtirol wird Republik:
Die Kosten für den Brennerbasistunnel könnte ST noch locker aus der (eigenen) Portemonnaie Tasche bezahlen … aber
Autobahn, Eisenbahn, Kraftwerke, Staatstraßen etc wurden das alle nur mit Steuergeldern aus Südtirol finanziert?
Wird Italien auf all das verzichten und sich mit einem Dankeschön zufrieden geben?
Wie stellt sich das die BBD vor?
Dieselbe Frage habe ich den Freiheitlichen und der STF gestellt. Antwort habe ich noch keine bekommen …

Hallo Bruno, wenn Südtirol ein unabhängiger Staat wird, dann muss mit Italien der Südtiroler Anteil an den Staatsschulden verhandelt werden. In einem worst case Sezanarium wird davon ausgegangen, dass Südtirol einen Anteil von ca. 15 bis knapp 18 Milliarden Euro schultern müßte. Wie gesagt ein worst case Szenarium. Es kann auch ein weit besseres Verhandlungsergebnis rauskommen, da Italien in Südtirol ja über Jahrzehnte quasi zum Nulltarif Strom gewinnen durfte bzw. Südtirol für sehr weit zurückliegende Staatsschulden nicht verantwortlich gemacht werden kann.
Ein weiterer wichtiger Punkt dieser Verhandlungen muss der Pensionstopf sein. Es muss garantiert sein, dass Südtirols Pensionen auch in Zukunft geschultert werden. Beispiel: wenn alle SüdtirolerInnen in die staatlichen Pensionskassen 1000 eingezahlt haben und der Anteil der verhandelten Staatsschulden 4000 beträgt, ist es opportun, dies vom Südtiroler Anteil an den italienischen Staatsschulden abzuziehen. Denn, wer garantiert uns sonst, dass morgen der Staat Italien noch die Südtiroler Pensionen ausbezahlt? Hier gilt es einen klaren Kassensturz zu machen.
Nach der Verhandlung der Staatsschulden hat Italien selbstverständlich keine Forderungen mehr über Staatsstraßen (werden eh seit über 10 Jahren vom Land bezahlt), Autobahn oder Eisenbahninfrastruktur usw. Warum? Diese Infrastrukturen wurden ja mit Steuergeldern finanziert und gewartet. Da steckt also schon Südtiroler Steuergeld drinnen.

Ein Anteil von 15 Milliarden Euro ist hoch. Aber in diesem Falle kann ein seriöser Plan erstellt werden, wie man diesen Schuldenberg in 20 Jahren abbaut.
Solange Südtirol bei Italien verbleibt, können wir beim Schuldenabbau kräftig und wie es derzeit aussieht überproportional mitzahlen, ohne dass wir die gesamtwirtschaftliche Entwicklung selbst steuern können. Also, zahlen müssen wir in jedem Falle, dann aber lieber ein geplantes und selbstbestimmtes Zahlen mit einer gesicherten Zukunft, als ein fremdgesteuertes Zahlen mit ungewissem Ausgang.

Noch ein Aspekt. In vielen EU Staaten wird nur von Abbau der Neuverschuldung gesprochen, nie aber über einen nachhaltigen Abbbau der angehäuften Staatsschulden. Südtirol hätte die Möglichkeit schrittweise über 20 Jahre die gesamten mit Italien verhandelten Staatsschulden abzubauen. Ein schuldenfreies Staatswesen würde ungeahnte Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen und wäre ein immenser Standortvorteil.

  • Als die Brennerautobahn gebaut wurde, gab es noch kein zweites Autonomiestatut, Südtirol hat damals also volens nolens mitgezahlt. Die Autobahn wurde auch sicher nicht aus Anthropophilie gebaut, sondern weil der italienische Nordosten (und ganz Italien) für seine wirtschaftliche Entwicklung einen Anschluss an Deutschland und den resten Europas brauchte(n). Für Südtirol allein wäre sie sicher nicht gebaut worden, dazu braucht man sich nur die Infrastruktuen in anderen italienischen Alpenregionen ansehen. Übrigens zahlen auch die Südtiroler Mautgebühren, mit denen der Bau amortisiert und die Instandhaltung finanziert werden.
  • Die Kraftwerke dürften sich durch die ersatzlose Abschöpfung von Südtiroler Wasserkraft ebenfalls mehr als amortisiert haben, und dass wir die Naturressource Wasser nicht abgelten müssen, wenn wir uns von Italien lösen, dürfte wohl selbstverständlich sein.

Alles andere — einschließlich der großteils zu k&k-Zeiten realisierten und seitdem ziemlich heruntergekommenen Bahnhöfe — müsste in einen Kassensturz, wie ihn niwo beschrieben hat, einfließen.

Die Südtiroler Freiheit hat zwar schon öfters auf diese und ähnliche Fragen gewantwortet, aber wenn es gewünscht wird kann man die Antworten wiederholen.
Ob sich ein selbstständiges Südtirol an den Kosten des Brennerbasistunnels beteiligen sollte und gegebenenfalls in welcher Höhe, das müsste erst entschieden werden. Eine Verpflichtung dazu gäbe es nicht, wohl aber ein gewisses Interesse, um bei Bau und Führung mitreden zu können.
Die Autobahn ist eine Aktiengesellschaft und wird von dieser betrieben, so lange die Konzession gültig ist. Die Baukosten sind durch die Einnahmen längst amortisiert worden. Das Gleiche gilt für die Kraftwerke. Wer daran interessiert ist, ein Kraftwerk zu führen, muss sich um die Konzession bewerben und eine Ablöse zahlen.
Wenn Südtirol einen zu verhandelnden Anteil der Staatsschulden übernimmt, wären damit pauschal die vom Staat in Südtirol getätigten Investitionen bezahlt. Möglich, aber komplizierter, wäre ein genaues Nachrechnen, wie viel der Staat investiert hat zusätzlich zum Anteil an den unteilbaren Staatsausgaben.
Wenn die Auflösung der Sowjetunion und Jugoslawiens in verschiedene Staaten, die Aufteilung der Tschechoslowakei in zwei Staaten, der Übergang des Saarlandes von Frankreich an die Bundesrepublik Deutschland und der Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes gelungen sind, dann dürfte auch die Abtrennung Südtirols von Italien keine unüberwindbaren Probleme aufwerfen.

… Ein weiterer wichtiger Punkt dieser Verhandlungen muss der Pensionstopf sein. Es muss garantiert sein, dass Südtirols Pensionen auch in Zukunft geschultert werden….

Meine Oma in Mühlbach wird schwer davon zu überzeugen sein, dass die Pensionen auch bei einer Loslösung Südtirols pünktlich ausbezahlt werden. Sollte es zu einer Volksabstimmung kommen, würde meine Oma eher die sichere Variante (Italien) wählen.
Sehr viel Überzeugungsarbeit wäre notwendig, um nicht nur meine Oma zu überzeugen!
Generell würde wesentlich mehr Aufklärungsarbeit dem ganzen Projekt nicht schaden!!
Es ist ganz nett zu lesen, wie sich die Südtiroler Elite die Zukunft ohne Italien vorstellt. Dabei vergessen sie aber das einfache Fußvolk, der Sicherheit über alles geht, jedenfalls mehr als Selbstbestimmung, Selbstverwaltung und Freiheit!
Wurde je auf einer Podiumsdiskussion dies zur Diskussion gebracht? Wenn ja, dann auf einem Niveau, das meine Oma nicht verstehen würde … und deren Bruder im hintersten Ahrntal auch nicht!
Ich hoffe, ihr vergesst das nicht, sollte es je zu einer Volksabstimmung kommen! Und ich hoffe auch, dass ihr von eurem Projekt überzeugt seit! Sonst ist alles ein lustiger und netter Zeitvertreib für gelangweilte ….

…Die Südtiroler Freiheit hat zwar schon öfters auf diese und ähnliche Fragen gewantwortet …

Ach ja??
Etwa auf einer dieser … Podiumsdiskussionen?
Wann kapiert ihr endlich, dass die Mehrheit der Bevölkerung nicht aus Akademiker etc besteht, auch nicht aus Zeitgenossen, die täglich im Internet div. Fach-Webseiten durchwühlen, sondern aus einfachen Leuten wie eben meine Oma samt Bruder!!
Es wird langsam Zeit mit dem Projekt an die Öffentlichkeit zu gehen, sonst kann man euch nicht (mehr) erst nehmen! Und es wird auch langsam Zeit zu wissen, was ihr eigentlich wollt!!
Die STF will dies, die Freiheitlich etwas anderes, und wieder andere irgendetwas dazwischen…so genau weiß das niemand …
In spätestens 3 Jahren ist es zu spät … dann ist das Zeitfenster wieder zu- und zwar für immer!

Was heißt hier “an die Öffentlichkeit gehen”? Sollen wir auf die Straße gehen und uns als Wanderprediger versuchen? Die Südtiroler Freiheit hält regelmäßig Pressekonferenzen ab, zu denen die “Dolomiten” regelmäßig nicht erscheinen. Wenn sie dann doch etwas veröffentlichen, stimmt es normalerweise mit dem Gesagten überhaupt nicht überein. Aus Pressemitteilungen wird meistens nur ein Satz, und der meistens vollkommen verdreht, zitiert. Von den anderen Medien ganz zu schweigen. Podiumsdiskussionen, Fernsehdiskussionen und Internet-Blogs sind praktisch die einzige Möglichkeit, die “Öffentlichkeit” zu erreichen. Aus diesem Grund ist auch dem Blog brennerbasisdemokratie zu danken, der zur Meinungsvielfalt in Südtirol beiträgt.

… ich glaube, Omas mit Brüder im Ahrntal, welche Pensionshoffnungen an Italien festgezurrt haben ist wohl auch eher eine seltene Spezies!

@Hartmuth Staffler,
Sie vergessen, wer ihnen als Gegner gegenübersteht! Das ist die gesamte SVP, hinzu kommen Tourister aller Art und Größe, und natürlich Gewerbetreibende klein und groß, dick und dünn. Also all jene, die von Angst geplagt keine ruhige Nacht mehr durchschlafen können (und wollen), weil der sonst so pünktlich eintretende Urlauberstrom aus dem Süden ausbleiben, und der so beliebte und garantiert echte Südtiroler Speck in den Lagern eventuell unverkauft dahinschimmeln könnte
Von Patriotismus alleine wird man nicht dick und fett, eher dünn und arm. Es waren wahrscheinlich die kleinen Wirtschaftstreibenden, die dafür gesorgt haben, dass das Land um Innichen doch noch an Italien angeschlossen wurde.
Die Wirtschaftstreibenden und Bauern- also die SVP-Wähler Nr.1- müssen überzeigt und beruhigt werden, sonst ist das ganze Unterfangen schon im Vorfelde zum Scheitern verurteilt.
Die Grün-Wähler mit an Bord ziehen, ist ein aussichtsloses Unterfangen.
Warum sollte es unter den ital. sprechenden Südtiroler weniger Opportunisten geben, als auf deutscher seite? Ein reiches wie lohnendes Betätigungsfeld würde ich behaupten! Aber ich glaube nicht, dass diese Zeitgenossen Fernseh- oder Podiumsdiskussionen verfolgen, oder an Internet-Blogs teilnehmen.
Fazit: Lieber Harthmund Staffler, wenn ihr nicht bereit seid, von Bauernhof zu Bauernhof zu marschieren, vom Wohnhaus zu Wohnhaus, von Weinrebe zu Weinrebe, von Wohnung zu Wohnung, von Betrieb zu Betrieb usw dann lasst es lieber bleiben, ihr macht euch lächerlich!! Vergesst bitte die vielen Almhütten nicht, die entschiedenen Stimmen könnten gerade dort oben gefunden werden! Macht es einfach wie der jetzige SP- Landeshauptmann von der Steiermark, der genau das gemacht hat! Aus Mangel an Almhütten durchstöberte er sämtliche Erzgruben im bezirk Leoben. Noch heute sind die dortigen Bergleute stolz, dem Landeshauptmann nicht nur ihre Hand gegeben zu haben …
Sie sehen also, Lieber Hartmunth, ohne Schweiß kein Preis!
Hartmunth, wenn du mit deiner Einstellung jetzt immer noch glaubst der Richtige zu sein, dann trägst du nicht zur Lösung des Problems bei, sondern bist selbst Teil des Problems!

PS: ich habe geschrieben: “Von Patriotismus alleine wird man nicht dick und fett, eher dünn und arm.” … Das ist natürlich Unsinn. Es ist nicht der Patriotismus der die jetzige Freiheitsbewegung bewegt, sondern nichts anders als das liebe Geld … die lieben Euros, die in letzter Zeit vermehrt aus Südtirol Richtung Rom wandern…das war so nicht ausgemacht- mit Rom!

Nachtrag Nr.1:
Ein roter Landeshauptmann in der dunkelschwarzen Steiermark- was unvorstellbar war, wurde durch Fleiß und sehr viel Schweiß war!
Der Arbeiter kommt nicht nach der Arbeit nach Hause, und setzt sich zum Computer um aus dem Internet die neuesten Meldungen der STF zu erhaschen. Ebenso hat der Bauer anders zu tun, als mühsame Diskussionen zu verfolgen.

Nachtrag Nr.2:
wenn die Italiener es verstehen, die Südtiroler noch einmal zu überzeugen, wie gut es ihnen doch geht im sonnigen Italien, wie toll ihr echter Südtiroler Speckt und die echte Südtiroler Milch doch schmeckt, und das (vorerst) doch nicht so viele Euros an Rom abgeliefert werden müssen, ist die ganze Freiheitsbewegung schnell wieder Schnee von gestern und alles knurren und bellen aus Rom (vorerst) wieder vergessen.
Wer aus eigenem Drang seinem kleinen Privatweg einen langen ital. Fantasienamen verpasst, ebenso kleinsten Nebengipfel und winzigsten Bergseen die Ettore vergessen hat, der meint es nicht böse mit den Römern … der warte nur auf einen Liebesbeweis aus dem sonnigen Süden…und alles wird wieder gut … Durnwalder und Freunde wissen, wie solche Liebesbeweise notfalls auch ”erarbeitet” werden können …
Sollte die angezählte ital. Wirtschaft doch noch die kommenden Runden überleben, (wovon natürlich auch ST profitiert) ist auch alles wieder vergessen …
Nachtrag Nr.3:
Am Donnerstag wird wieder diskutiert. Diesmal ist Toponomastik das Thema …
Gute Unterhaltung!

Wo bleibt der Einsatz unserer Autonomie-Patrioten, wenn es wie jetzt ans Eingemachte geht? Glaubt Herr Kronbichler tatsächlich, dass er mit seinen, in Bezug auf die festgefahrene Situation in Rom, peinlich-ironisch-verharmlosenden Glossen der Autonomie einen Dienst erweist?

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