TAZ stiftet Rechtsextremisten an.

Unter dem Titel »Die vergessene Vetta d’Italia« wandte sich die Tageszeitung (TAZ) an Vertreterinnen italienischer Rechtsparteien, um nachzufragen, warum auf dem Klockerkarkopf nur ein einfaches Holzkreuz stehe. Und fand im Neofaschisten Donato Seppi prompt einen dankbaren Verbündeten: »Wenn ich das gewusst hätte«, wird Seppi vom Blatt zitiert; und er kündigt sofort an, Gegenmaßnahmen ergreifen zu wollen. Na also: Eine billige Schlagzeile muss es doch wert sein, einen Rechtsextremisten zu unterstützen und etwas ethnischen Unfrieden zu stiften.

Siehe auch: 1/ 2/

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7 replies on “TAZ stiftet Rechtsextremisten an.”

Danke Tageszeitung – so etwas will eine kritische Zeitung sein. Es gäbe derzeit genügend Themen, die man kritisch aufarbeiten könnte, z.B. ein Thema den Zentralisierungswahn des neoliberalen Monti.

Als ob man nicht andere Sorgen hà tte, als das Gipfelkreuz der Klockerkarkopf. Finde solche Diskussionen eindeutig fùr ùberholt.

hätte nicht gedacht, dass dieser tag einmal kommen wird, aber ich muss davide orfino recht geben.
ich verstehe nicht, was eine diskussion zu diesem thema bringen soll. außer dass man einem sinnlosen taz-artikel größere aufmerksamkeit widmet als er verdient.
und warum es unfrieden stiften soll, wenn auf dem klockerkarkopf ein neues gipfelkreuz steht, leuchtet mir auch nicht ganz ein.

Natürlich bin auch ich mit Orfino einverstanden, der hier leichtes Spiel hat, den Gemäßigten zu mimen.

Den Vorstoß der TAZ finde ich aber völlig deplaziert. Warum Unfrieden: Ich hoffe, du glaubst nicht im Ernst, wenn Donato Seppi ein Kreuz anbringen lässt, bleibt die nationalistische Symbolik außen vor!? Dann wird der Gipfel ethnisch aufgerüstet, anstatt die Denkmäler abgerüstet — wir sind dann für weitere Jahrzehnte mit Polemiken versorgt, und das nur, weil der TAZ die Titelstories ausgegangen sind. Ich finde, auch Medien haben eine Verantwortung.

Also ich hab meinen Spaß mit dieser Meldung. Da erkennne ich durchaus satirische Züge. Ich werde demnächst beim Seppi reklamieren, dass mir das Sigesdenkmal zu wenig gut ausgeleuchtet ist, mal sehen, was er da machen kann.

Aber aus den Kommentaren lässt sich lesen, das das nicht jedermanns Humor ist. Eigentlich schade.

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