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Google Earth.

Auch mit der letzten Aktualisierung der Google-Earth-Daten wurde für Südtirol weitgehend eine »tolomeische« Einnamigkeit beibehalten. Schuld an diesem Desaster ist zwar vordergründig die Landespolitik, die es 60 Jahre nach Kriegsende (!) noch immer nicht geschafft hat, den deutschen und ladinischen Ortsnamen die Amtlichkeit wiederzugeben. Andererseits hindert dieses Versäumnis Google ja nicht daran, es anderen gleichzutun, die die Realität seit Jahren zur Kenntnis nehmen.

Hier ein Beispiel:

Google Earth 1.

Außerdem gibt es wenigstens bei den Straßenbezeichnungen keine Ausrede, denn die sind tatsächlich in zweisprachiger Fassung amtlich.

Google Earth 2.

Für diese Bilder verantwortlich ist das Unternehmen Europa-Tech, welches Google die Daten zur Verfügung stellt, die dann auf die Satellitenbilder gelegt werden. Über folgende Seiten ‹1 ‹2 können entsprechende Hinweise an Google Earth geschickt werden [eine Anleitung]. Je mehr Menschen dies tun, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sich mit der nächsten Aktualisierung endlich etwas ändert.

Es steht außerdem ein Google-Forum zur Verfügung, das eigens für Diskussionen über Datensätze eingerichtet wurde.

Siehe auch ‹1 ‹2 3›

Nachtrag: Die Teilnahme an dieser Aktion ist stets sinnvoll, auch wenn Sie erst Monate nach Veröffentlichung auf diesen Artikel stoßen.

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10 replies on “Google Earth.”

GANZ EINFACH GEMACHT!

1) Gehe zu dieser Seite
http://earth.google.com/support/bin/request.py

2) Wähle bei: Please select the bug you’re having *:
My search results are incorrect
(Deutsch: Meine Ergebnisse bei der Suche waren falsch)

3) Gib deine E-Mail Adresse ein

4) Schreib deinen Text, wie in etwa:
———————————————————————————-
The town, village and street names of South Tyrol are only in italian. The correct names are the hystorical original german and ladin names.

http://en.wikipedia.org/wiki/South_Tyrol
http://en.wikipedia.org/wiki/Prontuario_dei_nomi_locali_dell%27Alto_Adige

On these sites is listed the history from South Tyrol and why the hystorical original names are translated in italian. So i ask to improve this and display also the german and ladin names.

best regards
a South Tyrolean
———————————————————————————-

Ich galube dass wir das Recht dazu haben…
Bei allen Routenplanern ist das gleiche…

Alle möglichen Routenplaner:
http://portale.web.de/Auto/Routenplaner/

Hallo, vielleicht weist noch jemand darauf hin, dass die Mehrheit der Bevölkerung hier Deutsch (und in den ladinischen Tälern Ladinisch) spricht und dass demnach die vernachlässigten Ortsnamen gerade jene sind, die gebräuchlicher sind. Ganz einfach aus dem Grund, dass die Verantwortlichen sonst glauben könnten, wir sind eine vernachlässigbar kleine Minderheit deren Ortsbezeichnungen in einem Welt-Atlas nichts zu suchen haben.

Und vielleicht wäre es auch wichtig, nicht nur als “ein Südtiroler” sondern mit Emailadresse, Vor- und Zuname zu signieren. Andernfalls wird der Hinweis womöglich nicht ernstgenommen, jedenfalls nicht so sehr.

Da ich nicht so gut Englisch beherrsche werde ich jedoch deine Mitteilung als Vorlage nehmen und leicht abändern. Vielleicht sollte die Brennerbasisdemokratie ein Muster zur Verfügung stellen!?

Hoffentlich machen viele mit, ich finde die Idee sehr gut…

Der Brief von scizer ist gut, doch die Einwände von Bine finde ich richtig. Außerdem wäre vielleicht der Hinweis angebracht, dass gedruckte Straßen- und Landkarten i.d.R. beide (alle drei) Bezeichnungen führen, und zwar in der Reihenfolge Ladinisch (wo vorhanden)/Deutsch/Italienisch. Das gleiche gilt für amtliche Ortstafeln und Straßenschilder.

Den Vorschlag, einen Musterbrief bereitzustellen werde ich beherzigen. Diesmal kann vielleicht noch der Text von scizer kopiert und so abgeändert werden, wie Bine vorschlägt, ab der nächsten Aktion werde ich nach Möglichkeit selbst eine Vorlage zur Verfügung stellen. Möglicherweise publizieren hier noch andere ihre Texte, um sie anderen zur Verfügung zu stellen.
Es freut mich jedenfalls, dass die Initiative Anklang findet. Vielleicht war es nur nötig, den Stein ins Rollen zu bringen. Je mehr wir sind, desto eher gelingt es uns, uns Gehör zu verschaffen.

und prompt finde ich “Mareo” nicht, und nicht La Ila und nicht Al Plan und nicht San Ciascian ….

es wäre i.ü. angebracht, dass man mit Verbesserungen vor Ort beginnt.
Das Land verwendet so gut wie nie die ladinischen Ortsnamen. Nicht der öffentliche Verkehr, nicht die Verkehrsmeldungen/Straßeninformationen … Ladinien gibt es nur bei der Politpropaganda.

Ich finde es angebracht… dass man mit den Verbesserungen beginnt. Wo auch immer, vor Ort und auch nicht. Wir können nicht darauf warten, dass das Land nach Jahren tätig wird, bevor wir anderweitige Initiativen (bspw. gegenüber Google Earth usf.) ergreifen.

Dennoch wäre es wünschenswert, dass jemand in dieser Angelegenheit etwa den Landeshauptmann anschreibt und die Untätigkeit des Landes anprangert. Andernorts arbeiten öffentliche Institutionen mit kartographischen Instituten zusammen und intervenieren auch im Falle von eklatanten Fehlern oder Unterlassungen wie im Falle von Google Earth und Routenplanern. Gleichzeitig sollte auch auf die Säumigkeit des Landes in Sachen ladinische Toponomastik hingewiesen werden. Auch hier gilt, wie immer: Je mehr und je breiter Druck ausgeübt wird, desto größer sind die Erfolgschancen.

Was die Liste von http://www.suedtirol-altoadige.it betrifft so ist das ganz einfach das unkritisch übernommene »Prontuario« von Tolomei:

Digitalisierung der Daten: Mori – Casanova

Die Ortsnamen, auch die deutschen und italienischen, sind die bereits veralteten Schreibweisen von anno dazumal, Ladinisch hat er wohl ohnehin nicht besonders ernst genommen. Ich finde es allerdings schändlich, dass noch heute jemand dieses Werk allen Ernstes als Ortsnamenbibel veröffentlicht und somit selbst unbekannte und ungebräuchlich gebliebene Erfindungen unter die Leute bringt. Und das noch dazu mit folgendem, haarsträubenden Argument:

Südtirolern passiert es oft, dass sie auf die Frage wie denn jener Berg, jener Gipfel oder jene Ortschaft heisse keine eindeutige Antwort geben können. Diese Verwirrung kommt daher, dass alle Orte, Strassen, Berge zwei- und in den ladinisprachigen Tälern auch dreisprachig bennant sind.

Den Südtirolern passiert wohl eher selten, dass sie einen Berg oder eine Ortschaft nicht benennen können. Höchstens kennen sie den erfundenen Zweitnamen nicht, und das ist beileibe nicht schändlich. Gerade wenn, und das ist gerade bei kleineren Orten oft der Fall, dieser gar nicht gebräuchlich ist.

es wurde geschrieben, es wurde in der Presse berichtet, im Fernsehen; allein es nützt nichts: bei ladinischen Ortsnamen ist das Land stur.

Hallo!

Ich wollte nur sagen, dass Google mir noch nie zurückgeschrieben hat. Ich glaube hier sollten mal mehr Leute google eine Mail schreiben. Nicht vergessen eine Kopie den Parteien zu schicken.

Erfahrungsgemäß dauert das etwas länger. Manchmal gibt es auch gar keine Antwort, weil es zu aufwändig wäre, jede Mitteilung einzeln zu beantworten. Dafür gibt es gerade dann, wenn viele Hinweise zu ein- und demselben Thema eingehen, einfach eine »faktische« Reaktion, indem die Inhalte den Vorschlägen angepasst werden. Ergo: Nicht gleich entmutigen lassen… und weitermachen!

Aktualisierung: In letzter Zeit hat sich im Datenbestand von Google Earth etwas getan. Südtiroler Ortschaften sind vermehrt mit ihrem deutschen Ortsnamen präsent, seltener mit zweinamiger Bezeichnung. Die Regel bleibt allerdings – insbesondere bei größeren Ortschaften und Städen – die alleinige Benutzung des italienischen Toponyms. Es könnte also sein, dass unsere Aktion ihre ersten positiven Auswirkungen zeigt, es reicht aber bei weitem nicht. Der status quo ist eher eine chaotische Zwischenstufe.

Mitmachen lohnt sich also weiterhin!

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