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»EU-Ausschluss Kataloniens undenkbar.«

Dass Katalonien nicht von der EU ausgeschlossen werden könne, wenn es sich von Spanien loslöst, haben wir während der letzten Monate schon öfter vernommen. Interessant ist diesmal jedoch, dass diese Feststellung von einem ausgewiesenen Fachmann kommt, der ausdrücklich darauf hinweist, gegen die Unabhängigkeit zu sein. Wie das katalanische Nachrichtenportal Vilaweb berichtet, warnte der Franzose Vincent Laborderie, Professor an der belgischen Universität Löwen (Louvain), in einem einschlägigen Vortrag davor, das Sezessionsszenario in Katalonien zu unterschätzen — die Katalanen wüssten nämlich genau, dass man sie nicht aus der EU ausschließen könne. Er ging so weit, die EU und die OSZE zu einer Mediation zwischen dem spanischen Staat und Katalonien aufzurufen, um die Entwicklung noch aufzuhalten.

Laborderie gilt als absoluter Experte: Seine universitären Forschungsbereiche betreffen die Anerkennung neuer Staaten, Vergleichsstudien von Unabhängigkeitsprozessen (Tschechoslowakei, Montenegro und Québec) sowie die politischen Entwicklungen zwischen den belgischen Landesteilen.

Siehe auch:

Medien Recht | | | | Catalunya Québec | EU OSZE | Deutsch

3 replies on “»EU-Ausschluss Kataloniens undenkbar.«”

Ma dio, wos bildets enk iaz nu ein? Es geaht decht nitta… wenn dr Zeller des schun hundert mol gsogg hot, dasses nit geaht, wos tiats nr ollweil nu diskutieren… isch jo nix!
Miar schaugn iaz brav Romtreu die Vollautonomie zu kriagn und ferti, so dass im Foll es ollz schiaf geaht niamat in Brüssel eine Mediation versuachn wert: in dei geahtsn dechtersch nit oun.

Das bestätigt nur was hier schon oft gesagt wurde. Ehrlich gesagt kann es sich die EU im Moment auch nicht erlauben ein Land auszuschliessen, müssen sie doch eher zittern ob noch alle freiwillig bleiben wollen.
Die Katalanen zeigen einmal mehr was man mit Beharrlichkeit, Besonnenheit und selbstbewusstem Auftreten erreichen kann. Das extreme Gegenteil davon zeigt die Volkspartei mit ihrem Wischi-Waschi Schleuderkurs. Die Selbstbestimmung dient höchstens noch als stumpfes Drohmittel, wenn man mal nicht bekommt was man sich wünscht. Das nimmt in Rom schon lange niemand mehr ernst.
Die Aussagen des Professors Laborderie werden von den unverbesserlichen Unionisten aber sicher wieder ignoriert oder klein geredet. Das gilt auch für den einen oder anderen Höflichkeitsbesucher ;)

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