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Eine Frage für Herrn Schedereit.

Sehr geehrter Herr Schedereit,

auf die Frage “Ist die Selbstbestimmung ein für Südtirol gangbarer Weg in die Zukunft?” antworten Sie in ff 21/09 folgendes:

Ja, aber nur unter Mitwirkung und in Übereinstimmung mit jeweils der Mehrheit von jeder der drei Sprachgruppen; oder falls ein neuer Faschismus über uns käme.

Diese Ihre Auffassung deckt sich fast zur Gänze mit jener der Plattform “Brennerbasisdemokratie”, die sich für eine Loslösung von sämtlichen Nationalstaaten und die Schaffung einer mehrsprachigen, multikulturellen “Willensnation” als EU-Region im Konsens aller Sprachgruppen einsetzt.

Meine Frage im Vorfeld der EU-Wahlen an Sie:

Ist die oben wiedergegebene Aussage eine passive Auffassung, oder werden Sie sich in irgendeiner Form auch aktiv dafür einsetzen, dass ein konstruktiver Dialog im Lande einsetzt, der schlussendlich — in Übereinstimmung mit europäischen Grundwerten — zu diesem Ziel führen kann? Welche Maßnahmen halten Sie in diesem Sinne für zielführend, um auch “Europa” für eine derartige Entwicklung zu erwärmen?

Besten Dank im Voraus für Ihre kurze Stellungnahme, über die ich sehr erfreut wäre.

Diese Anfrage wurde an Herrn Georg Schedereits Emailadresse geschickt.
Er ist EU-Kandidat der Liste Italia dei Valori.

Wichtiger Hinweis: Herrn Schedereits Antwort befindet sich in den Kommentaren.

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23 replies on “Eine Frage für Herrn Schedereit.”

Herr Schedereit wird die Frage sicher klar und deutlich beantworten und zwar so, dass jede der beiden Antwortmöglichkeiten zu 100 % zutrifft!

Man muss differenzieren, differenzieren und nochmal differenzieren. Wer noch immer pauschal von Selbstbestimmung spricht, ohne wahrzunehmen, dass es Modelle gibt, die sich grundlegend unterscheiden, ist einfach nicht mehr ernstzunehmen.

Es ist ein Fehler, den Günther Pallaver neulich in seiner Einschätzung für die ff gemacht hat, und es ist ein Fehler, den auch der Autor des oben verlinkten Artikels macht.

Bisogna differenziare, è vero. Ma non ti sembra strano, caro pérvasion, che questa esigenza di differenziare sia così poco avvertita, soprattutto nei confronti di un tema così centrale (direi: così inutilmente centrale) all’interno del discorso pubblico sudtirolese? Chiediamoci: perché un tema del genere (del quale discutono tutti) è affrontato sempre e comunque in modo così brutalmente superficiale, in modo così ripetitivo, in modo così pedestre?

A mio avviso è uno schematismo a cui tutti gli attori si sono ormai abituati, e che quindi se agli uni consente una posizione di rendita, senza dover spremere le meningi (che a volte non hanno), agli altri da una certa sicurezza — vedasi Riccardo Dello Sbarba, che per i pochi giorni che ha fatto lo sforzo di riflettere su questa opzione si dev’essere sentito un pesce fuor d’acqua. Non appena la controparte ha ripreso a muoversi nella propria metà  campo anche lui ha pensato bene di ritirarsi nel suo cassetto abituale, dove è più facile distinguerlo dalle destre. Insomma, penso che sia un meccanismo che, in gran parte per comodità , si autoriproduce.

Fino a un certo punto mi sta anche bene che la politica si fossilizzi pigramente sulle proprie posizioni. Ma esigo anche una presa di coscienza su quello che è avvenuto negli ultimi mesi, non solo grazie a bbd; tanto più da chi viene qui a parlare di Selbstbestimmung facendo finta che tra me e Sven Knoll non vi sia differenza.

tanto più da chi viene qui a parlare di Selbstbestimmung facendo finta che tra me e Sven Knoll non vi sia differenza.

A chi alludi, scusa?

[Chiediamoci: perché un tema del genere (del quale discutono tutti) è affrontato sempre e comunque in modo così brutalmente superficiale, in modo così ripetitivo, in modo così pedestre?]
Wenn man sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt hat weiß man worum es geht. Von höchster Stelle wird die Selbstbestimmung immer in ein rechtes Licht gerückt werden, egal von wem die Modelle kommen. Sobald die Selbstbestimmung sogar sprachgruppenübergreifend als etwas nicht mehr so negatives angesehen wird, finden sofort Aktionen statt, bzw. es werden Verbände oder Personen dazu benutzt die Diskussion in ein radikales Licht zu werfen (siehe Link der Schützen, oder meint ihr es war Zufall von stol?). Außerdem werden sofort ethnische Probleme herbeigeredet (die es m.M. nach in dieser Form nicht gibt). Ich denke es gibt in Südtirol und in Italien viel zu viele Mächtige, die dieses Thema nicht haben wollen, schon gar nicht von politisch neutraler oder gar alternativer Seite.
Diese Organisationen wollen mit aller Vehemenz ein rechtsradikales Bild von Selbstbestimmung vermitteln (obwohl dies an sich kompletter Blödsinn ist) und werden es sicher nicht so schnell zulassen, dass jetzt auch noch alternative Leute sich mit dem Gedanken anfreunden. Dies ist die Antwort auf die Frage, es wird also von höchster Stelle vermieden, Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen der SB zu machen, weil es so gewollt ist. Die Menschen in Südtirol merken gar nicht, wie sehr sie schon zum Spielball (besonders durch die öffentliche Meinungsmanipulation der Medien) einiger Mächtigen geworden sind und wie nahe man dem “Modell” DDR schon ist…

die “frage an herrn schedereit” beantwortet dieser hiermit ausführlich wie folgt:

gadilu, pérvasion, hello und auch dedebebe haben m.E. ausnahmslos alle recht:

so provokant, aber m.E. denkfaul und auch verantwortungslos wie es in den letzten wochen so manchem auf der einen wie der anderen seite gefallen würde, ist das reizwort selbstbestimmung

– weder mit JA oder NEIN zu beantworten,
– weder vom tisch zu wischen
– noch auf “rechts” oder “links” zu reduzieren,
– noch zum allheilmittel für kollektive und individuelle frustrationen aller art hochzustilisieren.

für mich hat der begriff selbstbestimmung einen sehr positiven klang, vor allem deshalb, weil das “selbst” an “selbstbestimmung” mich nicht nur an unsere multiple kollektive identität gemahnt, sondern vor allem auch an unsere unverwechselbare ganz persönliche identität und menschenwürde, an die wunderbare möglichkeit, in der demokratie (auch in der, die am heutigen tag ihren geburtstag feiert!) immer noch mit dem eigenen kopf und charakter denken und SELBST MIT BESTIMMEN zu können: gelebte persönliche eigenverantwortung, vorbildwirkung, kompromiss- und und konsenssuche mit anderen statt nur “habgierige missachtung aller regeln”, wie der große Europäer und Staatspräsident Giorgio Napoletano es treffend formjuliert; grenzüberschreitende visionsfähigkeit statt ausschließlich staats-, partei- und lobby-räson, die immer nur fragt: “wem ghearsch’n du?, statt “wos denksch’n du?”. und dann immer noch diese meine meinung nach unsäglich selbstbeschränkte statt selbstbestimmte fixierung auf eine angeblich “heilige grenze” oder auf ein angeblich “heiligen land”! wie langweilig!

von der heutigen brennergrenze(danke, schengen!) lassen mündige menschen sich doch nicht abhalten(oder?), alle freiheiten zu beanspruchen und zu nutzen, die wir als europäische staatsbürger auch in italien noch haben – einschließlich der freiheit, genauso laut und deutlich wie viele andere im in- und ausland den gar nicht mehr mal schleichenden, sodern nun offenen refaschistisierungsversuchen dieses sonst z.t. ja wunderbaren landes paroli zu bieten, und dabei auch die einander hochschaukelnden lokalen “opposti estremismi nazionalismi e vittimismi” einfach auszulachen wie es sich gehört.

allerdings: selbst wenn wir nicht mehr zu italien gehörten, wären wir immer die nächsten. also sollten wir schon aus geografischen und eigennutz-gründen in jedem fall an der bestmöglichen “europeizzazione dell’italia”(buchtitel des hervorragenden trentiner politikwissenschaftlers sergio fabbrini) mitarbeiten, statt wieder mal zu meinen: was sich da unten in rom zusammenbraut, das berühre uns nicht, das gehe uns nichts an, da genüge es, den kopf in den sand zu stecken, oder in den eigenen bauchnabel.

fazit: max webers ethik der verantwortung des mehr gewissensbegabten als obrigkeitshörigen individuums ist mir als ökosozialliberalem zehnmal näher als die historisch verhängnisvolle fixierung auf ausschließlich kollektive identitäten, egal ob schwarz, braun oder rot durchtränkt.

p.s. eine ausführlichere und noch etwas ernsthaftere stellungnahme zum begriff selbstbestimmung hat der unterfertigte vor zwei wochen allen wichtigen printmedien in südtirol geschickt; sie wurde jedoch bis dato total ignoriert, ganz im gegensatz zu den offensichtlich viel wegweisenderen gedankengängen der mitkandidatin biancofiore zum selben thema.

siehst Du dedebebe? alles ist so und auch immer ganz anders!
Der Kreis ist rund und hat keine Ecken!

Eine glasklare Nichtpositionierung im besten Politikerstil, ohne auf die Idee der bbd auch nur im geringsten einzugehen.

(Man muss differenzieren, differenzieren und nochmal differenzieren. Wer noch immer pauschal von Selbstbestimmung spricht, ohne wahrzunehmen, dass es Modelle gibt, die sich grundlegend unterscheiden, ist einfach nicht mehr ernstzunehmen.)

Ich habe in meinen Ausführungen nicht auf die BBD Bezug genommen, sondern auf die öffentliche Diskussion des Themas Selbstbestimmung in den letzten Wochen. Wie glaubt Ihr wirken diese Diskussionen auf unsere italienischen Mitbürger?
Über den verschiedenen Links, die ich angeführt habe, steht “verschiedene Sichtweisen zum Thema”. Ich habe mich einer differenzierten Interpretation der einzelnen Standpunkte enthalten und den Lesern überlassen. Ich habe überhaupt keine Positionen gleichgesetzt (Schon gar nicht BBD mit SF), sondern mich zu den öffentlichen Diskussionen (insb. in den Medien) – so wie sie geführt wurden – geäußert.

@PV: Du schreibst aber grundsätzlich “nein zur Selbstbestimmung” und begründest es mit einer einseitigen Betrachtung. Natürlich bist du frei, dies zu tun, doch als Diskussionsgrundlage mit mir/uns kann das nicht dienen — denn deine Argumente greifen in unserem Falle nicht.

@Pito: Deiner Meinung. Georg Schedereit schert nicht nur ebenfalls alle SB-Modelle über einen Kamm, sondern widerspricht auch noch seiner eigenen Formulierung, wie sie in der ff (falsch?) wiedergegeben wurde.

In and Out. Vi propongo una formula: l’autodeterminazione è in Sudtirolo un tema “in” per quei movimenti politici che sono “out”. È “in” occuparsi di autodeterminazione finché lo spazio pubblico di discussione che argomenta in questo senso rimane fuori dai circuiti effettivi di potere (che per l’appunto non sono interessati a mettere in questione sé stessi come sarebbe implicato da un’adozione costruttiva del tema dell’autodeterminazione). La verità  è questa. Inutile girarci intorno. Non è un caso, peraltro, che i gruppi marginali che si avvicinano allo spazio del potere (almeno in prospettiva, e penso qui ai Freiheitlichen) riducono drasticamente il volume argomentativo sull’autodeterminazione perché sanno che si avventurerebbero in un terreno mai davvero seminato.

@gadilu
Das heisst, bbd muss in den öffentlichen, +/- machtbehafteten Raum austreten. Der Raum im (elitären) Internet ist nicht weit genug.
Frage: Wann tritt bbd ins Licht der Öffentlichkeit? (Ohne sich in den dort vorhandenen Fallschlingen von STF, Schützen, F, etc. zu verfangen?)

Ich würde das etwas anders bewerten als Valentino: Die öffentliche Debatte um die ff-Titelgeschichte war meines Erachtens eine äußerst positive Erfahrung, obschon sie gleichzeitig auch einmal mehr die Unfähigkeit (und den mangelnden Willen!) zahlreicher gesellschaftlicher und politischer Akteure offengelegt hat, zwischen grundlegend unterschiedlichen Projekten zu unterscheiden. In jedem Fall war es aber ein ganz entscheidender Schritt nach vorne.

Katastrophal war hingegen das Management dieser Situation vonseiten der Grünen, deren Jugend sich wenige Tage zuvor für die Selbstbestimmung ausgesprochen hatte, und die ohne eine abgesprochene politische Linie voll und ganz in den Strudel der ff-Titelstory gezogen wurde. Dabei ist Valentino wohl als einzigem kein Vorwurf zu machen, er hat seine Rolle in der gesamtgrünen Hysterie und hat sich wunderbar geschlagen — obgleich auch er z. T. von den Medien in die rechte Schublade gepresst wurde.

Hallers Frage würde ich dagegen umformulieren: Wann tritt ein politischer Akteur, der sich den Idealen der bbd verpflichtet fühlt (oder zumindest daran inspiriert), an die Öffentlichkeit? Die bbd selbst ist nämlich bewusst kein tagespolitisches Projekt, sondern eine Art Denkfabrik, deren Aufgabe sich mehr oder minder in der bereits wahrgenommenen erschöpft — und die im Kleinen bereits einige Ergebnisse erzielt hat. Man darf nicht ob der Südtiroler »Ressourcenknappheit« erwarten, dass ein einziger Akteur die gesamte Verantwortung übernimmt. Valentinos persönliches politisches Engagement würde ich jedoch bereits als einen Schritt in diese Richtung sehen.

Sinceramente, a distanza di qualche mese, non vedo cosa sia rimasto di quell’interessante dibattito “um die FF-Titelgeschichte”. Secondo me non ne è rimasto nulla.

Sull’impegno diretto di BBD in politica. Nessuno qui (nemmeno Valentino) ha la forza di proporre un tema del genere. Si naviga a vista, nell’attesa che spunti un “messia” capace di togliere dalle sabbie mobili dei soliti luoghi comuni qualcosa di utile a costruire qualcosa di nuovo. Utopia pura.

Sinceramente, a distanza di qualche mese, non vedo cosa sia rimasto di quell’interessante dibattito ”um die FF-Titelgeschichte”. Secondo me non ne è rimasto nulla.

Siehe: http://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=2210

Si naviga a vista, nell’attesa che spunti un ”messia” capace di togliere dalle sabbie mobili dei soliti luoghi comuni qualcosa di utile a costruire qualcosa di nuovo. Utopia pura.

Ich jedenfalls warte auf keinen Messias, sondern versuche in mühevoller Kleinarbeit ein allmähliches Umdenken herbeizuführen und eine Idee zu etablieren. Das ist m. E. auch ansatzweise gelungen, es gibt aber immer wieder grobe Rückschläge. Siehe erneut http://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=2210

@hello
Wenn man sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt hat weiß man worum es geht. Von höchster Stelle wird die Selbstbestimmung immer in ein rechtes Licht gerückt werden, egal von wem die Modelle kommen. Sobald die Selbstbestimmung sogar sprachgruppenübergreifend als etwas nicht mehr so negatives angesehen wird, finden sofort Aktionen statt, bzw. es werden Verbände oder Personen dazu benutzt die Diskussion in ein radikales Licht zu werfen (siehe Link der Schützen, oder meint ihr es war Zufall von stol?). Außerdem werden sofort ethnische Probleme herbeigeredet (die es m.M. nach in dieser Form nicht gibt). Ich denke es gibt in Südtirol und in Italien viel zu viele Mächtige, die dieses Thema nicht haben wollen, schon gar nicht von politisch neutraler oder gar alternativer Seite.

hello hat nicht ganz unrecht, wenn er einen Automatismus beschreibt, der sich in Südtirol in Gang setzt, wenn das Thema Selbstbestimmung in den Mund genommen wird.
Wer allerdings geglaubt hat, ein sprachgruppenübergreifendes Selbstbestimmungsprojekt würde automatisch Jubel hervorrufen, ist ein politischer Narr. Politische Paradigmenwechsel rufen immer den Widerstand des establishments hervor. Die Staatsräson ist gegen uns, das Haus Athesia ist plötzlich dagegen, die SVP will die Meinungshohheit über ein Thema zum Ziel des Machterhaltes, aber vorläufig sicherlich nicht eine Korrektur ihrer Politik…….
Die Titelstory der ff war trotzdem ein Lichtblick. Immer mehr Leute denken im bbd Sinne, auch wenn das Projekt politisch noch verwaist ist. Gut Ding braucht eben Zeit.
Mit dem Erfolgsmodell Autonomie verhält es sich wohl so ähnlich, wie mit dem Ölzeitalter. Dass dieses zu Ende geht wissen wir schon seit 30 Jahren, spätestens seit der Club of Rome, das Ende des Wachstums voraussagte. Trotzdem unterstützt das establishment noch heute Abwrackprämien für Autos und verlangt Atommeiler. Das solare Zeitalter…unmöglich, den Menschen ist der Umstieg nicht zuzumuten. Gefährdet den Frieden zwischen den vollgefressenen Nationen, die wie Junkies am Ölhahn hängen.

non è un caso, peraltro, che i gruppi marginali che si avvicinano allo spazio del potere (almeno in prospettiva, e penso qui ai Freiheitlichen) riducono drasticamente il volume argomentativo sull’autodeterminazione perché sanno che si avventurerebbero in un terreno mai davvero seminato.

Wer gestern (6.06.2009) die Tagesschau gesehen hat wird mit Erstaunen festgestellt haben, dass die F bei ihrem Meeting in Issing das Thema Freistaat zum Ziel definiert haben und zwar O Ton Pius Leitner “das ist nur in Zusammenarbeit mit den im Lande lebenden Italienern möglich”

Diesbezüglich einige Feststellungen:
1) Die F haben sich in der teils hitzigen Debatte der letzten Wochen verhältnismäßig zurückgehalten
2) Leitner hat schon mehrmals öffentlich erklärt, dass ein Freistaat (und sie sprechen in diesem Zusammenhang immer von Freistaat niemals von Rückkehr zu Österreich) nur im Konsens mit allen Sprachgruppen zu erreichen sei.
3) Leitner hat zudem gestern gesagt, das Modell sei noch nicht ausgereift, aber die Richtung sei diese. (ist ja schon positiv, wenn jemand nicht vorgibt von vornherein die Lösung zu haben).

Sollten hier die F ein Thema besetzen, das andere verschlafen (Grüne, SVP)? Wir wären wohl wieder bei Menasse. Sehen Politologen wie beispielsweise Palaver die Diskussion über die Selbstbestimmung nicht schon lange zu einseitig, da voreingenommen?

Ich sehe das sehr ähnlich. Inhaltlich kann ich mit den Freiheitlichen wenig bis gar nichts anfangen, das ist bekannt. Formal hat sich die Mannschaft um Pius Leitner jedoch zum Thema Selbstbestimmung tatsächlich in eine Position gebracht, die SVP und Grüne in den Schatten stellt. Die beiden letzteren hätten eigentlich weit größere Kompetenz, die Materie im gesamtgesellschaftlichen Sinne zu besetzen und ein zukunftsfähiges Modell auf die Beine zu stellen — doch aufgrund von alten Vorurteilen (und da ist der Hinweis auf Menasse passend) finden sie keinen Weg dorthin.

Ich selbst glaube nicht, dass das Unabhängigkeitsprojekt der Blauen auch nur im Geringsten dem der bbd entspricht — selbst wenn jetzt davon die Rede ist, es sprachgruppenübergreifend zu verfolgen. Irgendwann aber werden die Leute doch zum Schmiedl gehen, wenn weit und breit kein Schmied in Sicht ist.

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