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CPI besetzt Heim in Bozen.

Immer ungenierter und unverschämter agieren in Bozen die »Faschisten des dritten Jahrtausends« (Eigendefinition) von CasaPound (CPI). So sollen sie heute morgen im Stadtteil Haslach das leerstehende St.-Josefs-Heim illegal besetzt haben. Sie haben angekündigt, es instand setzen und ganz im Sinne ihrer pseudosozialen, pseudohumanitären Ausrichtung nutzen zu wollen: Alleinstehenden Vätern (!) oder italienischen (!) Familien soll Wohnraum zur Verfügung gestellt, andere Räumlichkeiten für den (neofaschistischen) »Zivilschutz« oder für sportliche Aktivitäten genutzt werden.

Mit solchen Aktionen wollen die Faschisten ihrer menschenverachtenden Ideologie ein freundliches Antlitz verleihen und weiteres Personal für ihre politische Arbeit ködern.

Angeblich war im Zuge der illegalen Besetzung auch die Staatspolizei vor Ort, verhindert hat sie den Vorgang aber offenbar nicht.

Nun ist das Land als Besitzer der Immobilie gefordert, die sofortige Räumung zu verlangen und auch durchzusetzen. Schon zu viele Aktivitäten der Rechtsextremisten wurden in Südtirol geduldet, sodass sie sich aus zunächst kleinen Nischen heraus prächtig entwickeln konnten — und nunmehr schon viel zu große Freiräume und Komplizenschaften genießen.

Bozen muss endlich wieder vom Rechtsextremismus befreit werden!

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12 replies on “CPI besetzt Heim in Bozen.”

Erschreckend! Was kommt wohl als Nächstes? Die Besetzung des Rathauses? Wehret den Anfängen …

wenn die Staatspolizei Derartiges nicht verhindert, dann macht sie sich zum Hehler. Ist Hehlerei nicht strafbar?
Vielleich nur nicht, wenn es sich um italienische Faschisten handelt.
Vielleicht entspricht dies einem Vortrag des Dr.Daniele Ganser “Die gefährlichste Mafia der Welt” ?

Was wäre bzw. würde wohl passieren, wenn z. B. die Schützen – ohne sie jetzt mit Casapound zu “vergleichen” – aus irgend einem Grund das Heim besetzt hätten? Polizei und Behörden würden schnell und hart durchgreifen und in den nationalen Medien würde Südtirol auf der erste Seite stehen.

Wahrscheinlich würden wieder 40.000 “Sicherheitskräfte” aus ganz Italien zusammen gezogen werden, um gegen die Terroristen vorzugehen.

Ich bin zwar urlaubsbedingt “basisgechillt”, aber jetzt reg’ ich mich doch – kurz & in Maßen – auf: was soll dieses unsägliche Vergleichen? Ja, ich weiß, es geht hier um die eine und wichtigste aller Missionen: Südtirol muss weg von Italien und dann wirkt nix besser, als zu sagen: sowas kann’s nur hier geben (was nicht stimmt).
Wenn es aber auch um WIRKLICHEN Antifaschismus geht (was ich – che sia detto per inciso – den Blogbetreibern zu 100% abnehme und auch sehr schätze), dann fände ich es weitaus authentischer, das als Haltung *an sich* zu propagieren. Gern auch mit Verweisen darauf, wie Ordnungskräfte mit dem Thema umgehen, aber bitte ohne solch larmoyante Vergleiche mit den Schützen anzustellen, die nur im Aufrechnen enden.
So, und jetzt entspann’ ich mich wieder ;)

Update: Das WOBI hat das Lehrlingsheim inzwischen geräumt und die Zugänge zugemauert, bis voraussichtlich im kommenden Jahr mit dem Bau der Sozialwohnungen begonnen wird.

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