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Ladinische Ortstafeln: Corvara.

Zum Thema der ladinischen Ortstafeln ist soeben eine Mail der Gemeinde Corvara bei mir eingegangen. Anders als der BM der Gemeinde Sëlva zeigt sich jener von Corvara an einer Änderung des status quo interessiert:

Ortstafeln in den ladinischen Gemeinden

Mir [sic] einer Email vom 15. September 2006 haben Sie, mit Bezug auf einen Vortrag [sic] des Parlamentariers DDr. Karl Zeller, daraufhingewiesen [sic], dass die ladinischen Gemeinden unseres Landes eigenständig über ihre Ortstafeln befinden können.

Um dies näher zu überprüfen und zwecks Erlass der dazu erforderlichen Maßnahmen, ersuche ich höflich um die Angabe bzw. Bereitstellung der entsprechenden juridischen Unterlagen.

Mit freundlichen Grüßen

Der Bürgermeister
Dr. Francesco Pedratscher

Allerdings bin ich z.Z. leider außerstande, dem BM die geforderten juridischen Unterlagen zu liefern. Ich werde versuchen, mich zu diesem Zwecke mit Herrn Karl Zeller in Verbindung zu setzen.

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6 replies on “Ladinische Ortstafeln: Corvara.”

Sehr geehrter Herr DDr. Zeller,

jüngst haben Sie im Rahmen eines Vortrags verlautbart, die ladinischen Gemeinden Südtirols könnten als einzige im Lande bereits jetzt eigenständig über die Abschaffung der italienischen und deutschen Ortsnamen befinden.

Könnten Sie mir die juridische Grundlage nennen, aufgrund derer Sie diese Äußerung getätigt haben?

Besten Dank im Voraus.

MfG […]

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrter Herr Dr. Clara [Sachbearbeiter, Anm.],

sehr geehrte Damen und Herren,

mit Bezug auf Ihr Schreiben vom 14.11.2006, in dem Sie mich auffordern, Ihnen die juridischen Unterlagen zu den Aussagen des Parlamentariers DDr. Karl Zeller bereitzustellen, die er während eines Vortrags in der Cusanus Akademie zu Brixen getätigt hat und wonach die ladinischen Gemeinden Südtirols eigenständig über die Regelung ihrer Ortsnamen, insbesondere die Abschaffung der italienischen und deutschen Erfindungen und Exonyme betreffend, befinden können, muss ich Ihnen leider mitteilen, dass ich dazu leider außerstande bin. Ich kann lediglich die Feststellung Herrn Zellers bestätigen und bezeugen.

Ich ersuche Sie jedoch, den direkten Kontakt zum Parlamentarier der Volkspartei zu suchen. Dazu übersende ich Ihnen seinen offiziellen Emailkontakt (zeller_k@camera.it) so wie er auf der Webpräsenz des Abgeordnetenhauses zu finden ist.

Möchten Sie uns bitte über den Fortgang der Angelegenheit am Laufenden halten, u.a. damit wir allfällige Informationen ggf. auch anderen Gemeinden zur Verfügung stellen können.

MfG – […]
Plataforma per l’autodeterminaziun.

http://www.brennerbasisdemokratie.eu

Soeben eingegangen:

Sehr geehrter Herr […],

die Verpflichtung zur Zweisprachigkeit ist im Pariser Vertrag und im Autonomiestatut (Art.8 Nr.2; 101) nur für deutsche und italienische Ortsnamen vorgesehen. Für die ladinischen Gemeinden ist die Zwei- oder Dreisprachigkeit bei der Ortsnamengebung nirgends vorgeschrieben. Dies ist auch der Grund, weshalb z.B. im Fassatal (Trentino) z.T. rein ladinische Ortsbezeichnungen zu finden sind.

Mit freundlichen Grüßen

K.Abg.Karl Zeller

Habe die Information bereits an die Gemeinde Corvara weitergeleitet.

Vor wenigen Tagen hat die Tageszeitung Dolomiten berichtet, dass in den ladinischen Gemeinden des Trentino knapp die Hälfte der italienischen Ortsnamen abgeschafft wurde. Amtlich sind nun rund 6200 ladinische und 60 italienische Toponyme. Gesetzliche Grundlage waren u.a. genau die von Herrn Zeller genannten Punkte des Pariser Vertrags.

»Vor wenigen Tagen hat die Tageszeitung Dolomiten berichtet, dass in den ladinischen Gemeinden des Trentino knapp die hälfte der italienischen Ortsnamen abgeschafft wurden.«

Ho letto… tipico stile Dolomiten: richiamo in prima pagina fuorviante (con errore: “Fassatal u. FLEIMSTAL”), contenuto dell’articolo pressoché inconsistente. Cancellati o corretti 55 toponimi italiani su 115 esistenti? Dove sta la notizia? I nomi di comuni e frazioni (p.es. “Alba di Canazei”), dei principali gruppi montuosi (“Marmolada” etc.) nonché “Passo Sella”, “Passo Pordoi”, “Avisio” e “Strada delle Dolomiti” restano in vigore. Sai che conquista.

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