Ortsnamen: Unerhörte Stellungnahme.

Ich sehe mich hiermit in kurzer Zeit zum zweiten Mal veranlasst, einen Artikel der Tageszeitung A. Adige zu kommentieren. In deren heutiger Ausgabe ist ein völlig inakzeptabler Bericht erschienen, in dem es um die fehlende Verwendung der deutschen Südtiroler Ortsnamen durch den Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) geht. Den Vorfall nimmt das Blatt nicht etwa zum Anlass, die Zweinamigkeit zu verteidigen — wie immer dann, wenn die italienischen Toponyme in Frage gestellt werden. Vielmehr wird mit reichlich Sarkasmus der Vorrang der erfundenen tolomeischen Ortsnamen selbst in deutschen Publikationen (!) gerechtfertigt.

Zunächst hatte die Tageszeitung Dolomiten in ihrer gestrigen Ausgabe den Umstand kritisiert, dass in den neuen ADAC-Publikationen viele deutsche Tal- und Ortsnamen fehlen. Da habe sich der Automobilclub wohl der Majestätsbeleidigung schuldig gemacht, ätzt der A. Adige, und setzt noch einen drauf: Es sei doch logisch, dass im Ausland die Ortsnamen in der staatssprachlichen Version benutzt werden — für Südtirol also Italienisch.

Ausschnitt Alto Adige.
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Für den Missstand selbst kann indes nur die SVP verantwortlich gemacht werden, die in den bald 40 Jahren seit Verabschiedung des zweiten Autonomiestatuts ununterbrochen an der Macht war — und es dennoch verabsäumt hat, das Problem einer effektiven Lösung zuzuführen. Die Nachgiebigkeit und die Passivität vieler Südtiroler haben ein weiteres dazu beigetragen. Und jetzt beugen wir uns progressiv der normativen Macht des Faktischen, wenn wir nicht rasch gegenlenken.

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45 replies on “Ortsnamen: Unerhörte Stellungnahme.”

Schuld ist und bleibt die SVP!!! Das sollten sich auch alle klar sein. Diesen geldgeilen Machtpolitikern sind solche Anliegen ehrlich gesagt völlig wurscht, die haben das ganze letzte Jahr mit Postenschacher, Streitereien u.ä. verplempert. Die seit langem liegen gebliebene Toponomastik macht da keine Ausnahme, sondern bestätigt nur die Regel.

Der ADAC ist natürlich daneben und lässt jedes Feingefühl missen, macht aber nicht anderes als was Google und unzählige Navi Systeme schon lange machen, nämlich die OFFIZIELLEN Karten zu verwenden und die führen nun mal die tolomeischen Fantasie-Namen an, welche heute immer noch die einzig gültigen sind. Eine Schande sondergleichen und höchste Zeit dass diese erfundenen Namen endlich eliminiert werden.

Von der AltoAdige, einer Zeitung welche selbst nach einem erfundenen Namen benannt ist, kann man sich freilich nichts anderes erwarten.

Positiv ist das ganze nur, weil es hoffentlich den Südtirolern zeigt, es ist höchste Zeit das endlich anzugehen!

Also ganz stimmt das nicht. Online sind sehr wohl die Bezeichnungen auf Deutsch (auch auf Italienisch). Beispiel:

http://www.adacreisen.de/portal/adac/app/ibe/service/transfer/art/xboxHotel/resource/hotel

Da kann man sich alles aussuchen (ganz in Deutsch). Italien, Südtirol & Trentino….

Klickt dann mal auf ein Hotel und dann daneben auf die (google)-Karte, dort sind die deutschen und italienischen Namen drauf. Ich habe sogar deutsche Namen von Weilern gesehen, auch Fraktionen und dergleichen.

Auch in der ADAC-Mitgliedszeitschrift sind Reisebeschreibungen nach Südtirol mit deutschen Namen angeführt (soweit ich mich erinnern kann).

L’Alto-Adige più che un giornale è un esperimento sociologico. Dovrebbero intitolarlo “il mondo visto dalla prospettiva della pancia del bolzanino medio”… l’ultima volta che l’ho aperto, pochi giorni fa, parlavano ancora della marcia degli Schuetzen del 2008 e ci dedicavano ben 2 pagine. Il tutto per spiegare che in realtà  alla maggior parte della popolazione tedesca, secondo una loro ricerca, i monumenti fascisti non dispiacciono affatto… vabbè…

Mir bleibt die Spucke weg, so ein Revolverblattl… Schon mal angefangen mit der subtilen Unterscheidung zwischen “altoatesini” und “sudtirolesi”, als ob man der deutschen Rechten im Abgrenzen auch noch sekundieren möchte. Obendrein eine Frechheit, wenn man bedenkt, wie scheinheilig-hinterfotzig sich diese postfaschistische Journaille sonst für die doppelsprachige Schule einsetzt. Sind doch alles Banditen…

es sei doch logisch, dass im Ausland die jeweiligen Orte der Staatssprache benutzt werden — für Südtirol also Italienisch.

Diese Einstellung ist gängige Mainstream-Meinung. Das Deutsche und das Ladinische sowieso, ist nur lokal, also innerhalb Südtirols zu verwenden. Deshalb ja häufig in italienischen Publikationen oder Reiseführern die Bezeichnung “le tradizioni locali” usw. Es handelt sich nicht um gleichberechtigte Kulturen und Sprachen, sondern um etwas Lokales, ein folkloristisches Biotop, das in einigen Gebirgstälern verwendet wird. Die Außendarstellung über die Grenzen Südtirols hinausgehend hat natürlich auf Italienisch zu erfolgen. Die Italianità  nach außen ist nicht in Frage zu stellen. Dass diese Einstellung weit verbreitet ist und uns, über das politische Rechtsspektrum hinausgehend, auf lokal-kulturelle Eigenheiten reduzieren möchte, ist ein Beleg, dass der mehrsprachige Charakter Südtirols innerhalb des Nationalstaates Italien nie gesichert sein wird. Dessen müssen wir uns bewusst sein. Es reicht ein Blick nach Friaul, Aosta oder Sardinien.

Der eigentliche Skandal ist effektiv, dass unsere Regierungspartei diesen Problemen gegenüber überhaupt keine Sensibilität zeigt. Solange SÜDTIROL in der Außendarstellung nicht bewusst und systematisch sichtbar gemacht wird, existieren wir international nicht. Daraus resultiert eine Serie von kulturpolitischen und wirtschaftlichen Fehlentwicklungen und Nachteilen, die den Pfeffersäcken der SVP nicht einmal bewusst sind. Warum glauben die denn, dass Südtirol vor etllichen Jahren bei einer Ermittlung der 1000 weltweit bekanntesten Tourismusdestinationen im Gegensatz zu (Nord)Tirol nicht erwähnt wurde? Weil mit Alto Adige, Bolzano province oder Trentino AA kein Mensch etwas anfangen kann, geschweige denn eine Assoziation zu dem herstellt was unser Land ausmacht und ist.

@regulus

Auch in der ADAC-Mitgliedszeitschrift sind Reisebeschreibungen nach Südtirol mit deutschen Namen angeführt

Das mag im deutschen Sprachraum ja noch halbwegs zutreffen. Außerhalb des deutschen Sprachraumes braucht es in den entsprechenden Verlagen oder Redaktionen schon einen versierten Politologen oder Historiker um diese Dinge zu berücksichtigen. Der Normalfall ist, dass dort deutsche und ladinische Ortsnamen nicht zu finden sind und Südtirol nicht existiert. Ich hab häufig in Indien oder sonst in irgendwelchen Weltgegenden in Buchhandlungen Landkarten oder Reiseführer über Europa studiert. Die offiziellen Namen sind eben nur die tolomeischen Erfindungen, obwohl das Land Südtirol in dieser Materie die primäre Zuständigkeit hat.

Die Werbefritzen von der SMG verwenden und empfehlen sie doch auch! Die italienischen Namen. Wo es werbetechnisch vorteilhaft erscheint, werden auch in fremdsprachigen Publikationen die italienischen Namen verwendet. Die Suppe haben wir/sie uns schon selber eingebrockt…

Richtig, SMG verwendet sie auch, und auch Hersteller benutzen die Namen auf Ihren Produkten bei der Herkunft.
Das ganze wurde hier im Blog schon mehrmals diskutiert. Und wird es noch oft werden, solange die Versager der SVP die Sache nicht langsam in Angriff nehmen. Oder sie warten noch ein paar Jahre, dann erledigt sich das Problem von alleine, weil bald nur mehr gilt was in Google & Co. steht.
Die deutschen Namen stehen – wenn überhaupt – nur noch klein daneben. Wie lange noch?

Vorrei un vostro parere su quello che mi è capitato ieri.
Vivo all’estero da qualche anno e ieri nella posta ho trovato una sorpresa: la pubblicazione “Heimat & Welt”, edita dall’ufficio della Provincia per i sudtirolesi nel mondo (un ufficio di cui nemmeno conoscevo l’esistenza). La pubblicazione, per altro molto stile “Blut und Boden”, era completamente in tedesco, non una sola frase in italiano o ladino. Decido di andare a fondo alla questione e chiamo il fantomatico uffico “Südtiroler in der Welt” e chiedo di parlare con la redazione del foglio. Mi risponde una gentile signora che in un italiano primitivo (ma il patentino non è obbligatorio per chi lavora nel settore pubblico?) alla mia domanda sul perché di una pubblicazione in sola lingua tedesca finanziata col danaro pubblico, candida, mi fa notare che tanto “la maggior parte dei sudtirolesi che vive all’estero é di madrelingua tedesca”. Come dire che anche in provincia, allora visto che la maggioranza parla tedesco si può benissimo abolire il bi(tri)linguismo. Simpatica, no?
Ora secondo voi cosa dovrei fare?

@ Enrico: Ein bedauerlicher Vorfall, vor allem für einen, der zum kleinen italienischsprachigen Grüppchen von Interessenten für derlei Vereine gehört (würde ich jetzt mal frech vermuten).
Sollten sich im Zuge der erhofften mentalen und kulturellen Öffnung der italienischsprachigen Gemeinde Südtirols gegenüber dem deutschsprachigen Teil ähnliche Anfragen häufen, dann wird man sich sicher bemüßigt zeigen, den mehrsprachigen Service in bester kosmopolitischer Tradition so schnell als möglich zu gewährleisten.

Eine Sache würde mich aber doch sehr interessieren: Was hat diese Begebenheit mit der tolomeischen Toponomastik beim ADAC und der süffisanten Berichterstattung des AA zu tun? Möchtest Du vielleicht darauf hinweisen, dass es neben den zigtausenden Fällen von italienischer Einsprachigkeit auch einen vereinzelten Fall von deutschsprachigem Monolinguismus gibt? Und vielleicht die beiden Dinge gegenseitig aufwiegen? Was genau bezweckst Du mit Deinem Post?

@enrico
Wenn mir ein ital. öffentlicher auf meine frage in deutsch wenigstens versucht in deutsch zu antworten, bin ich meistens so überrascht, dass ich sage: “va be, ci ha provato, andiamo avanti in italiano, sarà¡ meglio”. aber wenn mir einer gleich mit italienisch kommt, dann kann ich richtig stur sein!! und was bringts? nichts als ärger!!

@enrico
ancora io,
a te é mai successo, che in un’uffico pubblico ti hanno risposto in tedesco a una tua domanda in italiano, e te hai continuato a parlare in tedesco. e il tipo o la tipa ti risponde: wir sind hier in Südtirol, hier spricht man deutsch!!

a me é succeso tante volte viceversa, per quello ti consiglierei di non prendertela troppo. la signora almeno ha provato, ed é già¡ molto di piú di quello che fanno tanti dei tuoi compaesani

Non posso parlare per Beppi e Jonny, ma certamente per me l’italiano è importante quanto il tedesco ed il ladino. Sei tu invece ad aver dimostrato di fregartene di un articolo sfottente e sarcastico, nel quale si afferma l’inferiorità  della toponomastica storica rispetto a quella inventata ed imposta con la forza. L’appunto che fai a Jonny e Beppi dunque lo rispedisco tranquillamente al mittente.

Tra l’altro, se Heimat & Welt fosse edito dall’assessorato alla cultura tedesca sarebbe più che legittimo pubblicarlo solamente in tedesco. Come l’assessorato alla cultura italiana distribuisce regolarmente pubblicazioni monolingui italiane. Questo, nell’autonomia della separazione etnica sarebbe più che legittimo.

Premesso ciò ho fatto una breve ricerca sul web ed ho scoperto che Heimat & Welt è la pubblicazione di «Sudtirolesi nel mondo», un’associazione autonoma nel KVW. Essendo il KVW un’associazione privata (pur cofinanziata pubblicamente) non ha nessun obbligo di bi- o trilinguismo, anche se convengo che sarebbe più bello se Heimat & Welt tenesse conto del plurilinguismo sudtirolese. La tua critica dunque cade nel vuoto, il tuo intervento non è altro che un odioso ed inutile pretesto.

***

Per quanto riguarda la domanda di Jonny, consiglio di osservare il diagramma pubblicato con questo articolo.

Il tuo intervento non è altro che un odioso ed inutile pretesto.

addirittura! Stressato pervasion?

Comunque, se preferite, continuate pure a darvi pacche sulle spalle tra sudtirolesi oppressi…

Ancora una volta non hai nulla da dire: Non commenti né l’articolo né l’affondamento della tua storiella su Heimat & Welt. Già  che ci sei mi piacerebbe sapere quali articoli di tale rivista definisci «molto stile “Blut und Boden”», visto che in rete si trova la versione in PDF.

Comunque, se preferite, continuate pure a darvi pacche sulle spalle tra sudtirolesi oppressi…

Le critiche sono sempre benvenute, ma non quelle gratuite ed infondate. Poi qui nessuno parla di oppressione.

Pérvasion, irgendwo passt enricos Beitrag auch zu Deinem anderen “Thread” “Perzeptive Schieflage”: obwohl er irrtümlicherweise Zweisprachigkeit am Telefon einfordert und man dennoch bemüht ist, in seiner Muttersprache mit ihm zu kommunizieren, mokkiert er sich über das “primitive Italienisch”.

Es ist nicht Sinn und Zweck dieses Blogs, die Anschuldigungs- und Kritikasterarbeit rechter Südtiroler Oppositionsparteien zu übernehmen, doch kann ich mir’s nicht verkneifen, hierzu etwas zu sagen:

Würde ein italienischer Beamter im öffentlichen Dienst versuchen, mit mir Deutsch zu sprechen, ja, ich würd mich riesig freuen! Auf alle Fälle würde ich Hochdeutsch parlieren, überhaupt nicht auf Fehler oder dergleichen achten, ihm vielmehr auf die Sprünge helfen usw. Denn so ein Fall hätte absoluten Seltenheitswert und er würde mir nachgeradezu den Tag versüßen^^

Wer muss sich denn dann in dieser speziellen Frage (!) an die eigene Nase fassen? Dass ich nicht allein den Italienern Südtirols in Punkto Zusammenleben ein schlechtes Zeugnis ausstellen würde, ist hoffentlich klar – es gibt 100.000 Dinge auf “deutscher” Seite, die absolut beklagenswert sind und einer Besserung bedürfen.

Wenn man den Idealen dieses Blogs folgt, dann könnte man sagen, dass er die Unstimmigkeiten in der Südtiroler Alltagswelt und darüber hinaus aufzeigt. Dabei wird nicht ethnisch unterschieden, die Schützen und andere Gruppierungen bekommen genauso ihr Fett weg.
Deswegen finde ich es auch so schade, wenn Leute wie Enrico, die von sich selbst sagen, sie seien “links” und den deutschen Bedürfnissen durchaus aufgeschlossen, den tatsächlich existierenden Missstand nicht als solchen anerkennen und vielleicht (z.B.) Überlegungen anstellen, wie man denselben beseitigen könnte…

***

Noch kurz was zum Artikel: Vielleicht könnte man den süffisanten Tonfall auch verstehen, wenn man ihn als Retourkutsche auf die Polemik um die einsprachige AVS-Beschilderung vom letzten Sommer einordnen würde (?)

Enrico ist als Hetzer entlarvt, auf pervasions Fragen wird er wahrscheinlich nicht antworten. Ich habe mich im Web auch über Heimat & Welt informiert: die Zeitschrift wird nur an Auslandsüdtiroler in deutschsprachigen Ländern verschickt. Trotzdem finde ich schon auch dass es schön wäre wenn sie einige Artikel auf Italienisch und Ladinisch enthalten würde.

@Beppi:

Ich schätze deinen Willen zu Selbstkritik aber da wird nicht retourkutschiert sondern eher weiterkutschiert. Der AA hatte im Sommer gehetzt und hetzt jetzt weiter. Von der (teilweise berechtigten) Kritik an der Einsprachigkeit über die geforderte Übersetzung von Almen und Bächen bis zur extremistischen Einstellung des hier von pervasion zitierten Artikels.
Die anscheinend gemäßigte Forderung von Zweisprachigkeit ist für den AA wahrscheinlich nur ein Kompromiss zur eigentlich gewünschten vollen Italienisierung.

@Enrico:

hai davvero toccato un nervo scoperto: le pubblicazioni private fanno un po’ quello che vogliono col bilinguismo, lo so per esperienza. Pochi giorni fa mi è arrivato il calendarietto delle attività  2010 degli Schuetzen; pensa che non c’era nemmeno una parola in italiano: ti immagini? è quasi uno scandalo! Comuque non credo che protesterò per questo: almeno le figure sono carine.

Vabbè, scherzi a parte; tu invece potresti seriamente mandare una proposta al KVW di aggiungere una rubrica in italiano e magari anche una in ladino. Magari non incazzandoti e magari non dicendo che parlano italiano da schifo, magari sforzati di scrivere tu stesso una lettera in tedesco.
Di sicuro non sarai l’unico che si rallegrerà  a leggere una tale rubrica: se sarà  interessante la leggeranno volentieri anche gli altri. Invece che incazzarti, proponi, chissà  che la cosa non dia i suoi frutti.

“Non sarà  che per Beppi e jonny quando è l’italiano la lingua ”dimenticata” il problema è meno grave?”

Nein, das ist ganz und gar nicht so, und ich erkäre dir auch warum und schreibe dir meine Zukunftsvorstellungen oder Wünsche oder Träume für dieses Land:
1. Die Toponomastik muss zweisprachig geregelt werden, alle deutschen Namen müssen Gültigkeit haben und den Italienischen rechtlich mindestens gleichgestellt werden.

2. Im Landtag wird die Übersetzung abgeschafft, denn wer die zwei Hauptsprachen dieses Landes nicht in Wort und Schrift beherrscht, hat im Landtag nichts verloren.

3. In der Schule werden die beiden Hauptsprachen gleichwertig unterrichtet, natürlich ist Ladinien da ausgenommen.
4. Die Zweisprachigkeitsprüfung, die Sprachgruppenzugehörigkeitserklärung und der Proporz werden abgeschafft.
Wer eine öffentliche Stelle will, muss bei dem Wettbewerb einen zweisprachigen Test, angepasst an die zu vergebende Stelle, machen. Die gute Zweisprachigkeit ist eine Kriterium wie andere zu Vergabe der Stelle, und wer die Zweite Sprache nicht ausreichend beherrscht, schafft den Wettbewerb nicht.

Und 5. Wenn wir mal soweit sind, müsste eigentlich jeder Südtiroler “felice” und jeder Altoatesino “glücklich” sein. oder?

Und wem das nicht passt, der kann ja in seiner patriotischen einsprachigen Höhle weiterleben.

Jonny

@pérvasion
Il KVW finanzia la pubblicazione con soldi pubblici: non lo ha negato nemmeno la redattrice.
E poi non sei tu che monti un piagnisteo ogni volta che un semplice commerciante dimentica il tedesco nel suo esercizio?
Quanto al “Blut und Boden” a te la scelta: nel numero di novembre 2009 (a me hanno mandato quello!) c’é un patetico saluto del nostro padre della patria L. D. oppure un articolo (compiaciuto) sul fallimento dei referndum. Oppure ancora un testo sulle sorti magnifiche e progressive dell’euregio in chiave autodeterministica.

@Lex
prima di darmi del provocatore, informati: “Heimat & Welt” per stessa ammissione sempre della gentile signora viene spedito in tutto il mondo, non solo in Germania e Austria.

@ fabivs
La proposta di almeno una rubrica in italiano l’ho fatta: mi hanno risposto che non hanno collaboratori italiani… Vorrà  dire che mi rassegno.

@enrico

Allora smettiamola di lamentarci per ogni piccola cazzata. e cerchiamo di andare avanti costruendo qualcosa di meglio per il futuro, tutti insieme!!

Der KVW ist ein in der deutschen Sprachgruppe verankerter Verein. Er wendet sich in deutscher Sprache an seine Mitglieder, in diesem Falle Heimatferne. Das italienische Pendant dazu heißt Acli. Meines wissens gebrauchen die richtigerweise die italienische Sprache wenn sie ihren Mitgliedern schreiben. Und weil vor kurzem die Alpini hier im Forum ein Thema waren: Ruft mal einer die Seite der Ana Bozen auf. Bekommt man vielleicht dort ein deutsches Wort zu lesen?

– AlexK hat in dieser Hinsicht Recht. In all diesen Fällen wäre es zwar besser, wenn die Vereine mehrsprachig agieren würden. Das hat aber mit meinem Einsatz für Mehrsprachigkeit im Konsumentenschutz rein gar nichts zu tun — wie Enrico hingegen nahelegen möchte. Hier werden Themen bewusst vermischt, um abzulenken. Zum Eingangsartikel hat sich Enrico bis jetzt noch nicht geäußert, auch nicht zur Tatsache, dass er Heimat & Welt als öffentliche Publikation verkauft hatte, die es nicht ist.

– Jedenfalls ist alles sehr einfach: Staatliche Konumentenschutzgesetze schreiben die italienische Sprache bei Produkten vor. Sie tun dies aber weder bei privaten Vereinen noch bei Medien wie Zeitungen, Radiosendern usw.
Was ich hier über die BBD fordere ist lediglich die Gleichberechtigung aller Landessprachen. Punkt.

– Es ist nicht mein Interesse nachzuforschen welche Sprache ein Verein aus den italienischen Bozner Vierteln benutzt, selbst wenn er öffentliche Gelder bezieht.
Im Gegenteil: Wie ich schon geschrieben habe ist es (leider) sogar absolut in der Logik dieser Autonomie, dass selbst öffentliche Kulturabteilungen (Landesamt für deutsche und Landesamt für italienische Kultur) ihre Publikationen nicht zweisprachig machen.

– A propos Auslandserfahrungen: Ich habe ebenfalls lange Zeit im Ausland gelebt und habe immer wieder unfreiwillig mit dem AIRE (Anagrafe Italiani Residenti all’Estero) und damit assoziierten Vereinen zu tun gehabt. Ich habe mich nie eingeschrieben, weil ich mich nicht als “Auslandsitaliener” fühle. Jedenfalls wurde ich da sogar in Berlin (!) von Leuten kontaktiert, die kein Wort Deutsch konnten.

– Was haben ein Grußwort des Landeshauptmanns und ein Artikel zu den Referenden (selbst wenn er den knappen Misserfolg begrüßt) mit der Blut-und-Boden-Ideologie zu tun?

wer bis jetzt noch nicht erkannt hat dass Enrico ein Hetzer und Provokateur ist und Argumentation nicht die Stärke ist, hat bisher wohl geschlafen. Meistens entwicklen sich die Diskussionen doch in eine andere Richtung und fruchten nicht. Selbst schuld wer sich darauf einlässt (hab die Erfahrung auch schon gemacht).
Man siehst auch hier: über Belanglosigkeiten wird gestritten, das eigentliche Thema (siehe Artikel) geht unter. Gezielte Verwässerung.

Blut und Boden? Grußwort des Landeshauptmanns in der von Enrico erwähnten Novemberausgabe von »Heimat und Welt«:

Das Gedenkjahr 09, jenes Jahr also, an die Tiroler Freiheitskämpfe von 1809 erinnern, geht schon langsam zu Ende. Wir haben zahlreiche Veranstaltungen erlebt, in denen über unsere Geschichte, über die Gegenwart und die Zukunft des historischen Tirols nachgedacht wurde. Mitte Oktober wurde dem 200. Gedenkjahr auch ein besonderer politischer Rahmen gewidmet. In Innsbruck haben sich die Landesregierungen von Südtirol, dem Bundesland Tirol und des Trentino zu einer gemeinsamen Sitzung getroffen. An deren Ende konnten wir auf ein ganzes Paket konkreter Maßnahmen verweisen, das wir geschnürt hatten, um der Europaregion unserer drei Länder ein ganz neues Gesicht – und vor allem Gewicht – zu geben. Dieses Paket umfasst gemeinsame Projekte in zahlreichen gesellschaftlichen Bereichen. In der Bildung etwa soll in allen drei Ländern auf einen Ausbau des Deutsch- und Italienisch-Unterrichts hingearbeitet werden, in der Kultur schreiben wir einen Preis für junge Künstler aus. Im Bereich der Energie setzen wir auf den Zusammenschluss der Gas- und Stromleitungen über den Brenner, in jenem des Verkehrs auf einschränkende Maßnahmen, etwa durch ein Nachtfahrverbot für den Güterverkehr und eine Harmonisierung der Maut. Doch damit nicht genug: Wir planen auch regelmäßige Klimakonferenzen, gemeinsame Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge, die Schaffung einer “Forschungsallianz Euregio Tirol” und eine gemeinsame Bewerbung der Euregio als Wirtschaftsstandort. All diese Projekte sollen der Euregio zu neuem Schwung verhelfen, sollen ihr ein neues politisches Profil geben und ihre Sicht- und Spürbarkeit bei den Bürgern erhöhen. Schließlich ist die Euregio kein Selbstzweck, sondern soll den Bürgern neue Chancen und neue Möglichkeiten bringen. Und sie soll uns helfen, durch Synergien Kosten einzusparen. Die handfesteste Neuerung, die diese gemeinsame Landesregierungssitzung mit sich bringt, ist ein gemeinsames Büro der Euregio, das in Bozen aus der Taufe gehoben und mit je einem Vertreter aller drei Länder besetzt wird. Das neue Büro soll das, was wir als Politiker beschließen, konkret umsetzen. Es soll unsere gemeinsamen Initiativen bearbeiten, den Informationsaustausch fördern, die Landesregierungen in allen Fragen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit beraten und nicht zuletzt eine Anlaufstelle für alle entsprechenden Fragen sein. Die Euregio nimmt damit, auch nach außen hin, Gestalt an.

Luis Durnwalder, Landeshauptmann

Hervorhebung von mir.

@enrico

Kannst du uns höflichkeitshalber erklären wo sich in besagtem Artikel die Blut und Boden Passagen befinden?
Könnte es sein, dass bestimmte Gruppen Begriffe wie Euregio usw. mit Blut und Boden verwechseln?
In diesem Falle wäre es eine arge Beleidigung von Personengruppen, die tatsächlich Opfer der Blut und Boden Ideologie geworden sind.

Ganz allgemein muss aber festgehalten werden, dass das Thema ziemlich off topic ist – auch eine Möglichkeit Diskussionen zu verzerren und zu verwässern.

Trotzdem noch zwei Feststellungen zum Thema SüdtirolerInnen im Ausland:
1) Es gibt zwei Arten von Auswanderungen:
a) Auswanderungswelle in den 50er und 60er Jahren. Hauptgrund: Die Kinder von Südtiroler kinderreichen Bauernfamilien fanden in der öffentlichen Verwaltung und in der Industrie keine Jobs, waren also zum Auswandern gezwungen. Dieser Trend hätte sich ohne 2. Autonomiestatut fortgesetzt, was von den damaligen italienischen Regierungen ja durchaus erwünscht war oder als Problem ignoriert wurde. Die Jobs in besagten Bereichen waren beinahe ausschließlich italienischen Einwanderern vorbehalten.
b) SüdtirolerInnen jüngerer Generationen der letzten 2 Jahrzehnte. Sind häufig Akademiker und finden in großen Ballungsgebieten interessantere Jobs als in Südtirol. Der Verein Südwind ist beispielsweise ein Sammelbecken dieser SüdtirolerInnen.

Die Auswanderungswelle der 50er und 60er Jahre ist wissenschaftlich noch sehr wenig untersucht worden. Wär ein lohnendes zeitgeschichtliches Thema.

Zurück zu Enrico: Du lebst im Ausland. Ich stelle nun mal die Gretchenfrage, die uns SüdtirolerInnen ja gerne gestellt wird. Fühlst du dich da mehr als Südtiroler im Ausland oder als Italiener im Ausland? Oder trifft beides zu?
Warum diese Frage? In diesem Blog wird sehr viel darüber diskutiert welche Möglichkeiten es gibt, eine sprachgruppenübergreifende Südtirol-Identität zu schaffen. Wenn du nun als italienischsprechender Auslandssüdtiroler bemängelst, dass eine Südtiroler Publikation nur auf Deutsch erscheint, kann man dies durchaus als konstruktiven Ansatz bewerten um derartige Broschüren in Zukunft effektiv für SüdtirolerInnen aller drei Sprachgruppen zu öffnen.
Wenn du dich im Ausland in erster Linie eh als Italiener fühlen solltest fehlt die identitätsstiftende Klammer. In diesem Falle verstehe ich deine Kritik am Verein Südtiroler im Ausland in keiner Weise, da du dich davon ja sowieso nicht angesprochen fühlen dürftest.

Cosa non va nell’articolo del nostro padre della patria L.D?
Beh, vediamo un po’: dopo che ce l’hanno fatto a peperini (come dicono a Roma) per un anno intero con l’anno hoferiano, ritrovarsi il panegirico di Andreas Hofer anche nel giornalino per gli emigrati è una bella provocazione. E attenzione, non una provocazione a me come italiano, figuriamoci. Bensì una provocazione all’intelligenza, visto che pretendere che l’esempio di un talebano ante litteram (come era Hofer che si batteva per Dio, patria e Kaiser contro gli ideali della Rivoluzione francese) possa essere fruttuoso per il futuro dell’Euregio ha per me addirittura un che di minaccioso.
So che molti di voi sbavano a sentire parole come “Tiroler Freiheitskämpfe” o “Zukunft des historischen Tirols”, per me rappresentano un passato alla “sangue e suolo” che non mi appartiene e che non mi interessa, e che anzi, per dirla tutta, non apprezzo per niente.
Speriamo che almeno l’anno hoferiano sia servito a gente come anonym per imparare che a fucilare Hofer a Mantova non furono gli italiani. Scherzi a parte, questa era la convinzione di alcuni alunni di una scuola professionale tedesca di Merano dove insegna un mio amico.

@niwo
l’uno e l’altro: cioè mi sento italiano e altoatesino o, se preferisci, sudtirolese di lingua italiana. Non vedo la contraddizione. Tu sì?
E, in quanto sudtirolese/altoatesino all’estero deisdero essere coinvolto in ogni progetto che nella mia terra d’origine (chiamiamola pure Heimat) si pensa di rivolgere a chi è emigrato. E se lo si fa con i soldi pubblici – perché la KVW in definitiva lo fa con i soldi dei contribuenti (capito pervasion?) – esigo che ciò avvenga in maniera bilingue.

@pervasion
siccome ci tieni tanto ad un parere sul tuo compitino riguardo all articolo dell’AA, ti dico come la penso. C’é nel pezzo del quotidiano un’ironia sicuramente fuori luogo, non è però colpa dell’AA, né dell’ADAC se i nomi ufficiali sono tuttora quelli italiani. Per le proteste in merito devi rivolgerti al tuo amato Landesvater. Fosse per me, oggi stesso darei carattere di ufficialità¡ alla toponomastica storica (tedesca italiana e ladina), come proponeva jonny nel suo post. Io però non ho la maggioranza in Consiglio provinciale.

@anonym
ricevere del provocatore da un compagno di merende di Sven Knoll è quasi un onore. Però adesso che ti ho spiegato che non siamo stati noi italiani a fucilare Hofer, puoi darti una calmata.

@ Lex: danke für Dein Lob.
Ja, dem Alto Adige ist viel anzulasten in dieser Beziehung. Seine Redaktion scheint durch und durch revanchistisch und an manchen Stellen latent autonomiefeindlich.
Wenn ich mir denke, was dieses Publikationsorgan in den Jahrzehnten nach 1945 in der italienischsprachigen Gemeinde Südtirols verzapft hat, dann sind Dinge wie der Ausgang des Referendums Friedensplatz / Siegesplatz durchaus verständlich.
Auch in Dingen wie der Ortsnamenregelung versteckt man sich hinter falsch aufgefassten oder vermitteltem Toleranzdenken. Es ist ein verdammter Jammer, da man mit den Italienern hierzulande überhaupt nicht vorurteilsfrei über dieses (historische) Spezifikum diskutieren kann. Um überhaupt rational darüber sprechen zu können muss man sich zunächst durch ein Dickicht an “disagio”-Vorurteilen und Anschuldigungen kämpfen. Und immer heißt es: “Ja, was wollt ihr denn, ihr habt ja bereits alles von Rom bekommen, Siegesdenkmal und ital. Toponomastik zu ertragen ist daher doch wirklich nicht zuviel verlangt” … so kommt es mir manchmal vor, wenn ich mit Boznern spreche.

Die “perzeptive Schieflage” ist wirklich enorm. Sogar “gemäßigte” Italiener verlangen dass alles auf Italienisch übersetzt wird (sogar Mikrotoponomastik und private Publikationen u.s.w.) während die deutsche Sprache sogar in vitalen Bereichen ignoriert und gesetzlich diskriminiert wird. So wird die Ungleichberechtigung noch mehr vergrößert.

Ho qualche parente ed alcuni amici che vivono all’estero nell’area dei paesi di lingua tedesca.
Esistono varie associazioni che s’interessano di curare un legame con la propria terra d’origine e offrire consulenza e sostegno in vari ambiti come previdenza sociale, edilizia residenziale sociale, cittadinanza, imposizione fiscale, istruzione e formazione, rientro etc.
Tra queste appunto ”Südtiroler in der Welt” l’associazione autonoma confederata al KVW, ”Südstern” il sito dei sudtirolesi all’estero, l’associazione studentesca ”SüdtirolerInnen Hochschülerschaft” e varie altre.
Il network dei sudtirolesi all’estero ”Südstern” è basato sull’idea di facilitare e promuovere la comunicazione e l’interazione fra sudtirolesi residenti all’estero e personaggi di rilievo in Sudtirolo.
Il network è finalizzato allo scambio di contatti, alla creazione di rapporti professionali ed al reciproco aiuto in campo lavorativo. Inoltre vuole rappresentare un’interfaccia tra il sudtirolese residente all’estero ed il Sudtirolo.
I Sudtirolesi di lingua italiana molti dei quali emigrati in Austria o Germania, che non hanno una buona padronanza di tale lingua, hanno una vastità  di scelte, possono rivolgersi ad innumerevoli associazioni che curano gli interessi dei propri concittadini, dall’associazione che tutela gli emigrati del Trentino http://www.trentininelmondo.it alla CNE – Consulta Nazionale delle Associazioni d’Emigrazione nella quale confluiscono le Associazioni Nazionali
ACLIAssociazioni Cristiane Lavoratori Italiani
AIEAssociazione Italiani Emigrati
AITEFAssociazione Italiani Tutela Emigrati e Famiglie
ANFEAssociazione Nazionale Famiglie Emigrati
AZZURRI NEL MONDO
CSERCentro Studi Emigrazione
CTIMComitati Italiani nel Mondo
FERNANDO SANTI
FILEFFederazione Italiana Lavoratori Emigrati e Famiglie
MCLMovimento Cristiano Lavoratori
MIGRANTESFondazione della CEI
UCEMIUnione Cristiana Enti Migranti Italiani
UIMUnione Italiani nel Mondo
UNAIEUnione Nazionale Associazioni Immigrati Emigrati .

Il bollettino in lingua tedesca edito appunto dall’associazione ”Südtiroler in die Welt”, è di molto aiuto a quei sudtirolesi residenti all’estero da molti anni se non da generazioni, che hanno perso l’uso della lingua italiana e che hanno grosse difficoltà  nel districarsi in questioni burocratiche. Spesso, gli impiegati che lavorano ai vari consolati italiani all’estero, non hanno una buona padronanza della lingua tedesca ed i nostri emigrati di lingua tedesca, hanno grosse difficoltà  per comprendere le varie pratiche. Per un sudtirolese di lingua italiana tutto ciò è reso più semplice. Perciò non comprendo la polemica artificiosa. Conosco alcuni sudtirolesi di lingua italiana, tra i quali insegnanti, forze dell’ordine distaccate ai consolati o personale impiegatizio presso autorità  consolari o militari che si sono trasferiti all’estero. I più mi raccontano degli ottimi stipendi, sproporzionati rispetto ai loro colleghi, dovrebbero essere i primi a riflettere, quando tacitano d’ingiustizie o di sperpero di risorse pubbliche, una qualunque associazione che si limita ad informare alcuni cittadini emigrati all’estero, nella lingua nella quale hanno più padronanza.

E se lo si fa con i soldi pubblici – perché la KVW in definitiva lo fa con i soldi dei contribuenti (capito pervasion?) – esigo che ciò avvenga in maniera bilingue.

Allora non hai capito cosa ho scritto?! Vuoi che te lo ripeto in italiano?
Fammi sapere.

Was du hier schreibst, ist genau das Gegenteil von dem was ich mir wünsche oder erträume, denn solange ein grosser Teil(die Mehrheit??)der altoatesini oder sudtirolesi oder italà­ani dell’alto adige solche Dinge von einem privaten deutschen Verein verlangt, und es deshalb ein italienischen Pendant für alles und jeden braucht, solange braucht es auch den Proporz und alles andere was uns trennt, um unsere Sprache und Kultur zu schützen. Warum kannst du sowas nicht positiv sehen, ein deutscher Verein hat einen italienischen Südtiroler angeschrieben, in der Hoffnung und im Vertrauen, dass dieser Südtiroler der deutschen Sprache mächtig ist, was hoffentlich ja auch stimmt. Und wenn dem nicht so wäre, wende dich doch bitte ans ACLI, das schreibt dir dann bestimmt nur in deiner Sprache, und das wäre dann auch falsch, oder??

Und zum Abschluss noch mal zun Artikel von der AA, solche Artikel werden für Menschen wie dich geschrieben, die immer und überall einen Verrat an der Italianità¡ in diesem Land sehen, sobald irgendwo ein kleines Wort in deiner Sprache fehlt, aber umgekehrt?? Nie was gehört von einem Italiener, dass ihm irgendwo ein deutsches Schild fehlt, und das, genau das ist der Unterschied zwischen dir und den Betreibern dieses Blogs.
Nei tuoi interventi manca la coerenza, punto e basta!

Ja ja, den Splitter im Auge des anderen erkennt man, aber den Balken im eigenen nur allzu selten.

Enricos Aussage ist um Grunde typisch für einen “Altoatesino D.O.C.”, der, sozialisiert vom “Alto Adige” und seinen “disagio” kultivierend, in allem Tiroler Brauchtum (Achtung: nicht Südtiroler, sondern gesamttiroler) etwas Verachtenswertes, Rückständiges findet. Anders kann ich mir diese vernichtende Verachtung für Andreas Hofer nicht erklären. Denn wenn es um die Verehrung von italienischen “Helden” geht, Garibaldi, Oberdan(k), Battisti und dergleichen, da legt ihr wohl ein anderes Maß an.

Andreas Hofer wird m. E. auch nicht vom Großteil der deutschen Seite ob seiner reaktionären Werte und patriachalisch-fundamentalistischen Ansichten gefeiert (die man in diversen Forschungsprojekten und Publikationen offenlegte und dem geneigten Museumsbesucher im Sandhof oder im Ferdinandeum präsentierte), sondern weil er als gesamttiroler Identifikationsfigur verstanden wird. Es mag wahr sein, dass im 19. Jh. eine aus heutiger Sicht fragwürdige nationalistische Popularisierung vollzogen und eine äußerst wirkungsmächtige Tradition geschaffen wurde. Was uns Heutige aber interessiert ist, wie man mit dieser immer noch eminent bekannten Figur umgeht, welche Ideale man ihr abgewinnen, wie man sie sozusagen “modernisieren” kann etc.
Und dass man ihr nicht unbekümmert begegnet, sondern durchaus auch Helden”dekonstruktion” betreibt, mag als Beleg für diese zeitgemäße Einstellung gelten.

P.S.: Mir kommt Enricos Kritik an der einsprachigen KVW-Publikation wie Korinthenkackerei vor – um von der absolut beschämenden Wirklichkeit im Umgang mit (deutscher u. ladinischer) Mehrsprachigkeit hierzulande abzulenken, findest Du ein angeblich deutschnationales Haar in der Autonomiesuppe, das sich bei näherer Betrachtung als “normale” exklusivistische Nudel herausstellt!!! Pérvasion kann man da nur zustimmen!!!

@Sandro: Es ist beruhigend dass es italienische Südtiroler wie dich gibt. Leider hat Enrico sogar in diesem Blog geschafft den Akzent auf den ethnischen Konflikt zu setzen.

@Enrico

Boh, da parte italiana non ho visto tutto questo tormentone su Andreas Hofer. Ti dico cosa mi è sembrato, poi vediamo se la mia impressione corrisponde alla tua. Si trattava di un anno in cui ricorrevano forse le più grandi celebrazioni della storia tirolese e quindi, non volendo del tutto ignorare la cosa molte associazioni si sono messe a fare qualcosa in proposito. Non si è trattato di un contributo soverchiante, anche se non è del tutto mancata la buona volontà .
Per quanto riguarda la partecipazione effettiva in carne ed ossa alle celebrazioni, da quel che ne so, è stata quasi inesistente. Non mi risulta che l’anno scorso all’apertura delle celebrazioni si siano recate masse di bolzanini al Sandhof, la partecipazione al Landesfestumzug è stata una diserzione malriuscita, le commemorazioni a Mantova di oggi sono state anche “marinate” (Artioli a parte, ma a Mantova la Lega gioca in casa) ed ora vedremo domani alla chiusura ufficiale sempre al Sandhof se sarò sempre e ancora l’unico o se ci sarà  anche qualche nostro rappresentate o singolo che si guadagnerà  il gettone della presenza. Da notare che a mancare non sono stati gli italiani, intesi come parlanti italiano, ma solo quelli che vivono quì. I Trentini quest’anno hanno stupito tutti col loro entusiasmo, la popolazione di Mantova, un po’ sorpresa, un po’ incuriosita, ha preso parte alla spicciolata alla commemorazione, dove tra il resto i bambini della scuola elementare del quartiere hanno cantato la canzone “Zu mantua in Banden” nella versione italiana.

Ma non è affatto vero che il gruppo italiano non ha dato contributi: si è con largo anticipo distinto nelle critiche; non è stato risparmiato nè Hofer stesso, nè alcun aspetto delle celebrazioni. Per carità , la critica può essere anche utile, ma in questo caso quelli che ne hanno sofferto di più sono proprio quelli che hanno cominciato anzitempo a criticare. E’ come andare al cinema e cominciare a dire continuamente “che schifo” ancora prima di salire in macchina: figuriamoci quando si esce dalla sala che due maroni che ci si è fatti. Credo che sia questo il tuo caso. Tu in che modo hai partecipato alle celebrazioni di Hofer? Non verrai mica per caso a dirci che ti lamenti per una vicenda a cui non hai nemmeno preso parte? Di sicuro ti sei esercitato nella critica. Critica di cosa, alla fine? di un simbolo? di una figura storica o semplicemente critica del fatto di guardare ad un passato che non senti tuo?

Ma questo non è possibile, dato che ti definisci sudtirolese italiano; come potresti essere geloso del passato di questa terra? come potresti sentirti totalmente estraneo a Hofer? Sarà  anche un parente acquisito, può non essere la massima aspirazione (e non lo è per molti più di quelli che immagini), ma parlare di lui non può essere una provocazione per nessun sudtirolese (italiano, tedesco o ladino), perchè si tratta di un personaggio di spicco della nostra terra ed un suo simbolo, quasi quanto l’aquila, lo Speck o la bandiera bianco-rossa. Se non riuscirai ad accettare il passato e le peculiarità  di questa terra, hai voglia a scrivere articoli sul bilinguismo mancato e parlar di convicenza… sarà  tutto inutile!

Sinceramente,
fabio

@Johnny schreibt:

denn solange ein grosser Teil(die Mehrheit??)der altoatesini oder sudtirolesi oder italà­ani dell’alto adige solche Dinge von einem privaten deutschen Verein verlangt, und es deshalb ein italienischen Pendant für alles und jeden braucht, solange braucht es auch den Proporz und alles andere was uns trennt…

Ich frage mich, für was braucht man überhaupt deutsche, italienische oder Ladinische Vereine?
Nach Sprachgruppen getrennte Vereine, sollte nur für solche Vereine möglich sein, deren Zweck hauptsachlich darin bestehen sollte die eigene Sprache und Kultur zu pflegen.
Auf allen andern Gebieten, wie Sport-, Alpen-, u.s.w., sollte keine nach Sprachgruppen getrennte Vereine erlaubt sein.

Besser wäre es wenn einen Verein wie z.B. der KVW für alle Sprachgruppen offen wäre, so dass man nicht noch zusätzlich eine italienischen, beziehungsweise ladinische Variante dafür bräuchte!
Eine gemeinsame Publikation geschrieben in allen drei Sprachen, würde auch den Vorteil haben dass alle im Ausland lebender Südtiroler die gleichen Inhalte zu lesen bekämen.
Dies würde erstens eine Verzerrung der Sichtweisen, wie sie z.b. durch den Alto Adige oder die Dolomiten in Richtung eigener Sprachgruppe praktiziert werden, erfolgreich verhindern.
Und zweitens die im Ausland lebenden Südtirol, könnten sich etwas mehr als gemeinsamen Bürger des Landes Südtirols wahrnehmen, anstatt sich immer nur als Angehörige einer Sprachgruppe in Südtirol sehen zu müssen.

Der wohl größte Schaden für die Entstehung einer Gemeinschaft, der sich alle Sprachgruppen/Volksgruppen in Südtirol/ Alto Adige zugehörig fühlen könnten, wird wohl durch die in Sprachgruppe getrennte Berichterstattung verursacht! [Oder vielleicht doch durch so Typen wie Lorenz Puff ?]

Diese Form der Berichterstattung wird Prinzip bedingt wohl immer dazu tendieren, die Ansichten, Meinungen, Interessen und Ängste der eigenen Leser in diesem Fall der eigenen Sprachgruppe zu bestätigen, zu schützen und gegen äußere Einflüsse zu verteidigen.
Eine Sprach-/ Volksgruppen übergreifende Tageszeitung (die Redaktion am besten gerecht mit allen Volksgruppen besetzt), die für alle Sprachgruppen passende neutrale Berichte und Kommentare gemeinsam erstellt, und diese dann sinngetreu in die drei Sprachen Südtirols übersetzt . So dass man die selbe Zeitung, mit den selben Inhalt und den gleiche Aussagen, in drei Sprachversionen anbieten kann.

Dürfte sicher nicht einfach werden, den Ruf der Neutralität zu erwerben und auch zu behalten bei den Spannungen die es zwischen den Volksgruppen in Südtirol gibt.
Doch wäre dies zu mindestens ein Weg, noch besser wären gemeinsame Schulen für alle Sprachgruppen. Damit man sich schon früh im Leben besser kennen lernen kann, und von Beginn an die verschiedenen Sprachen (natürlich gleichberechtigt) voneinander lernen kann.

Während er die Verwendung der erfundenen Ortsnamen sogar in deutschen Publikationen legitimiert, hetzt der Alto Adige jetzt schon seit Tagen gegen die Gemeinde Barbian, die bei der Einführung 35 neuer Straßennamen 14 unübersetzt gelassen hat, darunter Eigenbezeichnungen wie Briol und Rosengarten. Hätte der Bürgermeister Herrn Tolomei exhumieren sollen, damit der ihm ein paar gute Phantasienamen liefert?

Alle (!) italienischen Parteien sekundieren dem Tagblatt. Urzì ruft den Skandal aus, die UDC ist besorgt, Di Puppo (von der neuen Dellai-nahen Autonomiepartei) fordert die Einhaltung der Zweisprachigkeit (!) und selbst Christian Tommasini (PD) warnt, Durnwalders ohnehin verwaschene Toponomastikregelung sei mit ihm nicht durchzusetzen. Helau, und ich dachte der Fasching sei vorbei.

Lieber Mike, der wohl größte Schaden für die Entstehung einer Gemeinschaft, der sich alle Sprachgruppen/Volksgruppen in Südtirol zugehörig fühlen, ist die Tatsache des Unrechts, dass Süd-Tirol noch immer zu Italien gehört.

Na wieso 35 neue Strassennamen? haben sie so viele neue Wege in Barbian geoeffnet? Ausserdem glaub’ ich “Via Rosengarten – Rosengartenstrasse” sollte alle zufrieden machen. Oder?

Bis jetzt hat es in der Gemeinde Barbian nur Fraktionsnamen gegeben. Die meisten neuen Straßennamen waren aber schon inoffiziell in Gebrauch.

Lieber Laios,

es gibt 2 Möglichkeiten,

1. Die Sprachgruppen kämpfen gegeneinander, die einen so wie du, wollen weg von Italien zu Österrreich, die anderen bei Italien bleiben.

2. Oder man vergisst die Vergangenheit, schaut endlich in Zukunft und versucht nicht mehr in allem und alles gegen einander zu arbeiten.
Vielleicht kann dann endlich eine Gemeinschaft entstehen, in der sich alle Bewohner der Provinz Bozen, vor allem als Bürger der Region Südtirol- Alto Adige empfinden wollen und können.

Diese hätte den Vorteil, dass man gemeinsam mit der italienischen Volksgruppe einen Weg finden könnte im Sinne der BBD.
Ein Weg der dann durch die Mehrheit der Menschen quer durch aller Volk- und Sprachgruppen getragen werden würde.
Mit dem großen Vorteil, dass sich nicht wieder ein Teil der Bevölkerung übergangen und ungerecht behandelt fühlen wird.
Der einzige Unterschied wäre dann, dass die unzufriedenen zum grössten Teil der italienischen Sprachgruppe angehören würden.
Die Spannungen und der Hass zwischen den Volksgruppen würde nicht aus Südtirol verschwinden, die Spaltung der Gesellschaft würde bestehen bleiben.

Man sollte sich vor Augen halten, dass die italienische Volksgruppe in Südtirol sich vorallem deshalb so sehr mit Italien identifiziert, weil sie sich so sehr gehasst, nicht akzeptiert und arg unerwünscht fühlen!
Und es soll keiner sagen dass das nicht so stimmt.
Sogar den italienischen Urlauber fällt sofort als erstes auf, mit welcher Kühle, Unfreundlichkeit sogar Verachtungt sie von den deutschsprachigen behandelt werden, im Gegensatz zu den Urlauber aus Deutschland.

Wenn dass auch verständlich sein mag, doch gerade weil dies so ist, tendieren die Italiener Südtirols reflexartig gegen all dem zu sein was aus der deutschen Sprachgruppe rüber kommt.

Die Annektierung Südtirols an Italien ist sicher ein großes Unrecht gewesen, doch manche Folgen, vorallem die vielen vom Faschismus angesiedelten Italiener, können einfach nicht rückgängig gemacht werden. Auch wenn sich dass sicher viele ingeheim wünschen würden.

Um so wichtiger ist es endlich damit aufzuhören so zu tun als wäre die Selbstbestimmung nur ein deutsche Anfgelegenheit, die man mit allen Mittel nach Sven Knoll oder Lorenz Puff Art , nur erstmal gegen alle Widerstände erzwingen muss.

So gesehen macht alles was ich davor geschrieben habe Sinn.

@Mike
oder 3. Man verarbeitet die Vergangenheit und schaut gemeinsam in die Zukunft als Bundesland Österreichs oder zumindest ohne Italien!

Ps: Punkt 2 deiner Ausführung habe ich nicht ganz verstanden oder zumindest habe ich darin keinen Sinn gefunden!!

Tut mir Leid, lieber Mike. Ich kann dir nicht ganz folgen in deinen Ausführungen. Tatsache ist, dass vorerst das Grundübel, nämlich die ungerechte Zugehörigkeit zu diesem nationalistischen Staat aufgehoben werden muss. Symptombehandlung nützt nichts. Der Begriff ”Alto Adige” mit all seinen Bedeutungen und Auswirkungen muss verschwinden. Die Italiener sind dazu herzlich eingeladen dies zusammen mit den zwei anderen Volksgruppen in diesem Land in Angriff zu nehmen. Das setzt aber voraus, dass auch im Sinne der BBD Unrecht zunächst einmal eingesehen werden muss, um sich auf Augenhöhe zu treffen. Daran hapert es jedoch zur Zeit noch gewaltig wie all die vielen guten Artikel Pervasions zu verschiedenen Themen gut dokumentieren.

Das mit der Gemeinde Barbian stimmt. Auch heute wieder Hetze gegen die 14 “rein deutschen” Namen. Wie war das nochmal mit “Casanova” in Bozen?

Die Ereignisse zeigen doch nur eins: wie einseitig und ganz und gar parteiisch die Sachlage hier gesehen wird!

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