Piusbruder verurteilt.

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Der katholische Bischof Williamson wurde vom Amtsgericht Regensburg wegen Volksverhetzung zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. In einem Fernsehinterview mit einem schwedischen Sender, das in der bayrischen Stadt aufgezeichnet wurde, hatte der Geistliche Ende 2008 den Holocaust bestritten. Williamson gehört der umstrittenen Piusbruderschaft an, deren irregulär geweihte Bischöfe der Papst 2009 zurück in den Schoß der Kirche holte, indem er ihre Exkommunikation aufhob.

Im Oktober 2009 hatte das Amtsgericht Regensburg einen Haftbefehl und eine Geldstrafe in Höhe von EUR 12.000,- gegen Williamson erlassen, gegen welche der Geistliche Einspruch einlegte. In der daraus resultierenden Verhandlung, der Williamson fernblieb, wurde die Strafe geringfügig auf EUR 10.000,- reduziert.

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3 replies on “Piusbruder verurteilt.”

Ich finde den Begriff irregulär problematisch, weil die Weihen nach dem Ritus und in der Apostolischen Sukzession stattfanden. Für die Weihe von einem Geistlichen, sei es Diakon, Priester oder Bischof ist die Zustimmung des Papstes nicht notwendig.

Der Bischof der diese Weihen aber vornimmt wird aber automatisch Exkommuniziert, weil er damit das Primat des Papstes implizit mißachtet. Die Weihen selbst müssen aber vom Papst anerkannt werden, weil sie ja in der apostolischen Sukzession stattfinden, so wie die der orthodoxen Kirche auch.

Als der Papst die Exkommunikation aufhob, hat Williamson seine Aussagen zum Holocaust nicht zurückgenommen, das ist auch nicht notwendig weil der Holocaust nicht Teil eines Glaubensdogma ist, so wie die unbeflekte Empfängnis Mariä. Für einen Bischof der den Holocaust nicht leugnet, aber das Dogma der unbeflekten Empfängnis verwirft könnte die Exkommunikation gar nicht aufgehoben werden.

So ist halt der Katholizismus. Dieser Papst gibt ihn die Konturen zurück die ihn wieder authentisch machen. Wenn das einem nicht passt, weil er seine humanistischen Werte nicht mehr in einem verschwommenen Bild hineinprojiezieren kann, sollte besser austreten, anstatt auf dem Sankt Nimmerleinstag zu warten, in der Hoffnung, dass sich irgendwann etwas ändern könnte.

Ich finde den Begriff irregulär problematisch, weil die Weihen nach dem Ritus und in der Apostolischen Sukzession stattfanden. Für die Weihe von einem Geistlichen, sei es Diakon, Priester oder Bischof ist die Zustimmung des Papstes nicht notwendig.

Der Regensburger Diözesanbischof nennt die Weihe sogar »illegal«.

So ist halt der Katholizismus. Dieser Papst gibt ihn die Konturen zurück die ihn wieder authentisch machen. Wenn das einem nicht passt, weil er seine humanistischen Werte nicht mehr in einem verschwommenen Bild hineinprojiezieren kann, sollte besser austreten, anstatt auf dem Sankt Nimmerleinstag zu warten, in der Hoffnung, dass sich irgendwann etwas ändern könnte.

Einverstanden. Es gibt aber auch gesellschaftliche Implikationen, weshalb ich Kritik trotzdem durchaus angebracht finde.

Williamson bezieht sich übrigens ausdrücklich auf den sogenannten Leuchter-Report, der von Fachleuten längst widerlegt wurde.

Daher ist auch »die Verbreitung des Leuchter-Reports […] in der Bundesrepublik Deutschland als Volksverhetzung strafbar.«

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