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Südtirol lässt sich testen.

Zwischen dem heutigen Freitag und Sonntag findet in Südtirol ein Corona-Massentest statt, zu dem die gesamte Bevölkerung eingeladen ist.

Trotz der selbstverständlich und legitimerweise bestehenden Zweifel und Unsicherheiten sind wir der Meinung, dass bei aktuellem Wissensstand die Chancen dieser Initiative die Risiken klar überwiegen, weshalb auch wir zur möglichst geschlossenen Teilnahme aufrufen.

Das ist nicht eine Frage der Eigen-, sondern eine der Mitverantwortung und der Solidarität.

Aktuelle Informationen gibt es auf den Internetseiten des Landes, des Gesundheitsbetriebes (Sabes) und der jeweiligen Wohnsitzgemeinde.

Bitte verhalten Sie sich nach einem negativen Test nicht so, als könnten Sie niemanden anstecken: Die Schnelltests sind dazu geeignet, mit ausreichend hoher Genauigkeit einen großen Teil der Positiven zu ermitteln und daran zu hindern, das Virus weiterzuverbreiten. Im Einzelfall sind sie jedoch zu ungenau, um als zweifelsfreier Gesundheitsnachweis zu dienen.

Siehe auch:

Engagement Gesundheit Solidarieté Termin | Coronavirus | | | Südtirol/o | Land Südtirol Sabes | Deutsch

10 replies on “Südtirol lässt sich testen.”

Bisher 1,5 Prozent positiv getestet bei ca. 100.000, und das in der laut Medien und Sanitätsbetrieb schlimmsten Zeit seit Coronabeginn. Von diesen 1,5 Prozent werden ca. 95% höchstens Symptome einer mittelschweren Grippe entwickeln. Wer jetzt noch auf eine Einschränkung sämtlicher Grundrechte (und wahnwitzigen Maßnahmen wie eine Maskenpflicht in freier Natur) pocht, meint es nicht gut mit der Menschheit.

Ich denke, die Maßnahmen lassen sich wennschon mit einem Blick in die Krankenhäuser (insbesondere die Intensivstationen) rechtfertigen. Der sogenannte Massentest — an dem Symptomatische gar nicht teilnehmen sollen — ist nicht dazu gedacht und auch nicht dazu geeignet, etwas über die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen auszusagen. Sein Zweck ist es, möglichst viele der positiv Asymptomatischen herauszufiltern und an einer weiteren Verbreitung der Infektion zu hindern.

Das ist klar, nur nachdem man in letzter Zeit nur noch von horrenden Zahlen in den Medien gelesen hat, hätte man meinen können jeder 2. in Südtirol sei mit dem Virus infiziert. Das wirkt sich natürlich auf die Menschen aus, wenn auf diese Weise Panik verbreitet wird. Man distanziert sozial noch mehr und das hat wahrscheinlich auf Dauer Auswirkungen auf uns alle, Kinder, Erwachsene und Ältere. Und diese Entwicklung bereitet mir persönlich Sorgen.
Auch was die Spaltung der Gesellschaft anbelangt. Ich denke es ist Zeit, dass man, sei es die Sorgen derjenigen, die Angst vor dem Virus haben, als auch diejenigen die eine Art “Gesundheitsfürsorgismus” bzw. digitale Überwachung befürchten, ernst nehmen sollte. Wenn heute im Tagblatt ein Kommentator etwa wieder von “Covidioten” spricht, so finde ich das contraproduktiv. Das gilt natürlich auch für die Gegenseite, die im Netz auch öfters einen unangemessen Ton trifft.
Wenn sich Zwei streiten, dann freut sich öfters der Dritte. Auf alle Fälle werden Bezos, Gates, Blackrock, Vanguard und alle Pharmariesen sowie Lebensmittelriesen wie Nestlè (wo wiederum Teile dieser voher genannten große Anteile besitzen bzw. Sponsor sind) und wie sie alle heißen wohl eher nicht zu den Verlierern der Coronakrise werden, wohl eher werden viele ärmer und sie reicher.

diese logik verstehe ich nicht ganz. der niedrige prozentsatz ist doch im prinzip eine schlechte nachricht. obwohl weniger menschen als erwartet, das virus in sich tragen (und potenziell weitergeben können), ist die situation in den krankenhäusern kritisch.

Kritisch ist nicht nur die Situation in den Krankenhäusern, sondern auch im Krematorium in Bozen. Vielleicht sollte sich der Herr Steffl einmal die Kühlcontainer mit den Leichen vor dem Krematorium anschauen, bevor er solchen Unsinn von sich gibt.

Ich werde meine Meinung zu bestimmten Themen sagen, auch zu den Corona Maßnahmen, bis jetzt sind die Gedanken auch hier in Südtirol noch frei. Herr Staffler kann sich ja mal die Situation in den Familien, in den Altersheimen wo die Leute elendig und alleine sterben, in den Betrieben die schließen mussten, der Leute die den Job verloren haben und in den Psychiatrien (auch eine erhöhte Selbstmordrate) ansehen, um nur einige der Folgen der Maßnahmen zu nennen. Was aber wirklich nicht geht aus meiner Sicht sind bestimmte Widersprüchlichkeiten. Wieso darf der Profifußballer spielen und mein Sohn nicht usw.?
Wie gesagt, es gibt die verschiedensten Meinungen zu den Corona-Maßnahmen. Aus heutiger Sicht ist ein Weg irgendwo zwischen totalem Lockdown wie in Wuhan und dem lockeren Umgang wie in Schweden wohl schwierig, da kein Ende in Sicht. Jedenfalls bis jetzt. Ich bin zum Test hingegangen aus Solidarität und in der Hoffnung, dass diese Endlosschleife doch irgendwann ein Ende hat.
Dass dann nur knapp 1 Prozent bis jetzt positiv sind, hätte ich mir nicht gedacht. Ich glaube kaum, dass ein ewiger Lockdown mit diesen Zahlen zu rechtfertigen ist. Die Menschen müssen ja leben auch noch, vor allem die Jugend und die Kinder, die die sozialen Kontakte noch mehr brauchen. Ewig wird auch das Argument mit den Krankenhäusern, es stimmt ja natürlich, nicht ziehen. Ich hoffe für uns alle, dass diese Zeit bald vorbei ist…

Medien wieder einmal in Höchstform.

Alle schreiben sinngemäß diesen Satz:

Bei den Corona-Massentests haben an den ersten beiden Tagen mehr als 254.408 Bürger teilgenommen. Das entspricht 46 Prozent der 536.667 in Südtirol ansässigen Personen.

254.000 haben sich testen lassen

https://www.stol.it/artikel/chronik/corona-massentest-es-wird-wieder-getestet

https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/articoli/2020/11/tag-Massentest-Corona-Suedtirol-dd01f9a1-cba8-4adf-b69e-c085af106ce4.html

https://www.suedtirolnews.it/chronik/suedtirol-testet-ueber-254-000-personen-in-zwei-tagen-getestet

254.408 Personen von 536.667 sind aber 47,41 und nicht 46 %. Keinem fällts auf. Alle copy&paste. Ich hoffe, dass bei den sonstigen Zahlen etwas präziser zu Werke gegangen wird.

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