Freiheitliche Homophobie.

Eine Pressemitteilung von Pius Leitner zu diesem Thema — zerstückelt und kommentiert:

Es ist erschreckend zu sehen, wie linke Homoaktivisten bereit sind, Kinder für ihren einseitigen, ideologischen Kampf zu missbrauchen. Da versuchen einzelne Aktivisten, aus dem jüngsten Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte im Fall der Adoptionswünsche eines lesbischen Pärchens politisches Kapital zu schlagen.

Versuchen sie das? Oder versuchen sie, die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung abzubauen? Vielleicht will ja Leitner als rechter »Aktivist« politisches Kapital aus dieser Angelegenheit schlagen.

Im Urteil ist klar festgehalten, dass das Kindeswohl an erster Stelle stehen muss.

Es ist darin aber auch festgehalten, dass dieses Kindeswohl nicht zwingend damit zusammenhängt, welchen Geschlechts die Eltern sind.

Kinder haben ein Anrecht auf ihre Eltern und das sind eine Frau und ein Mann.

Das steht nicht im Urteil. Und: Was ist mit Alleinerziehenden? Die entsprechen dieser Leitner’schen Anforderung ja genausowenig.

Es wäre mir nicht bekannt, dass Homosexuelle Kinder zeugen und damit zu Eltern werden können.

Das hat niemand behauptet. Sie können aber auf anderem Wege zu Eltern werden, nämlich durch Adoption. Darum geht es in dem Urteil und in der daraus hervorgegangenen Debatte. Ist Leitner auch gegen das Adoptionsrecht zeugungsunfähiger heterosexueller Paare? Denn das müsste man davon ableiten.

Wie wichtig beide Elternteile – eine Mutter und ein Vater – für das Kindeswohl sind, lässt sich aus zahlreichen Studien zu diesem Thema entnehmen.

Wirklich? Dies entspricht nicht dem aktuellen Forschungsstand. Außerdem werden meist nicht Kinder adoptiert, die natürliche Eltern haben, sondern solche, die sonst im Waisenhaus wären. Leitner müsste uns also wennschon beweisen, dass Kinder in Waisenhäusern besser aufgehoben sind, als bei homosexuellen Eltern.

Die jetzige Kampagne linker Aktivisten ist ein weiterer Versuch, die Institution der Familie anzugreifen und zu zerstören. Familie ist für diese linken Aktivisten eine reaktionäre Einrichtung, die es zu zerschlagen gilt.

Finde ich ein klein wenig über das Ziel hinausgeschossen. Hielten die Linken die Familie für eine reaktionäre »Einrichtung«, würden sie wohl kaum dafür plädieren, noch mehr Menschen (nämlich auch Homosexuellen) zu gestatten, eine Familie zu gründen. Es geht nicht um Zerschlagung, sondern um Erweiterung — und zwar in völligem Einklang mit dem, was in der gesamten westlichen Welt (mit Ausnahme Italiens und Polens…) geschieht.

Diesen Versuchen werden wir Freiheitlichen uns mit allen Mitteln entgegenstellen. Die Familie ist schließlich die wichtigste Keimzelle unserer Gesellschaft.

Viel Spaß.

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