Thaler gegen Deutsch vor Gericht.

Am Donnerstag wurde vom Landesgericht in Trient beschlossen, den Politrentenprozess gegen Rosa Thaler Zelger (SVP) und andere von Trient nach Bozen zu verlegen. Kurz zuvor jedoch wurden noch sämtliche Einlassungen von Nebenklägern abgewiesen.

In den Chor der Politrentenskandalisierten haben wir nie eingestimmt — im Gegenteil. Trotzdem ist das, was in Trient nun vorgefallen ist, wahrlich unerhört.

Da hat der Anwalt einer ranghohen VP-Politikerin wie Thaler Zelger doch glatt das Statut des »Forum Politikerrenten« beanstandet, weil es auf Deutsch verfasst und somit ungültig sei.

Ob diese Tatsache für die Abweisung des Forums relevant war, konnte ich nicht herausfinden. Dass eine SVP-Politikerin die Gleichstellung der deutschen Sprache in Südtirol zum Abschuss freigibt, wenn es ihrer Verteidigungslinie nützt, ist aber hanebüchen. Umso mehr, als die Autonomie alles andere als in guter Verfassung ist und die deutsche Sprache gerade vor Gericht einen schweren Stand hat. Wo bleibt da die politische Kohärenz?

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