• Mich wundert ja auch schon lange, warum diejenigen, die sich dafür aussprechen, den Flüchtlingen in ihrer Heimat zu helfen, nicht längst in Syrien oder Libyen sind.

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  • Tirola Bua

    Für mich ist das Heuchelei.

    Wohltätigkeit auf Kosten anderer ist nichts anderes als pure Heuchelei.

    Er fordert, leistet aber selbst keinen Beitrag. Er zahlt Steuern. Gut. Aber warum sollen Steuergelder für die Versorgung von Ausländern aufgewendet werden, während einheimische Rentner selbst nichts haben?

    Wenn er schon die Ansiedlung von Ausländern will, soll er doch sein Geld, Haus, Nahrung geben.

    Ich bin übrigens für die Privatisierung im Bereich Flüchtlingsansiedlung. Jeder kann in einen öffentlichen Fond einzahlen und ausschließlich dieses Geld wird für Flüchtlinge verwendet. Und jeder, der einzahlt, bekommt eine Quittung als Beweis. Natürlich ist das nicht von der Steuer absetzbar.

    Das löst dann mehrere Probleme: 1. Kein Steuergeld wird mehr verwendet. Dann wird nicht mehr rum gejammert, dass Geld, verschwendet wird. 2. Leute, die mehr Flüchtlinge wollen, können selbst ihren Beitrag leisten, nicht immer nur fordern. Dazu fallen mir folgende Leute ein: alle großen Wirtschaftsvertreter, SVP, PD, Grüne, Antifa, Lobis und Co. Kirchenvertreter, usw. 3.Man sieht sofort, wer ein Heuchler ist. Wer vorher immer mehr Flüchtlinge wollte, jetzt aber kein Geld mehr hat, ist ein Heuchler.

    Vielleicht kennt jemand die Geschichte von Sankt Martin? Er hat einen frierenden Mann gefunden und dann die Hälfte SEINES Mantels dem Mann gegeben. Das ist echte Wohltätigkeit.

    Armin Wolf hätte wahrscheinlich einen Mantel für alle gefordert, aber seinen bestimmt nicht geteilt. Tja, Heuchler halt.

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    • Sie sind mehreren Unwahrheiten und Fehlschlüssen aufgesessen:

      warum sollen Steuergelder für die Versorgung von Ausländern aufgewendet werden, während einheimische Rentner selbst nichts haben

      Ist Humbug, aktuelle Situation in Österreich:
      Für die Grundversorgung der 28.000 Asylwerber werden in etwa 150 Millionen Euro pro Jahr ausgegeben.
      2014 waren im Budget Österreichs für Soziales und Gesundheit 3,9 Milliarden Euro veranschlagt; für Jugend und Familie 6,8 Milliarden; für den Bereich Arbeit sieben Milliarden; für Pensionen 19,2 Milliarden; für Bankenhilfe 1,8 Milliarden.

      Und um einen perfekt passenden Summenvergleich anzuführen: 150 Millionen Euro – so viel wird pro Jahr in etwa für Regierungsinserate ausgegeben.

      Quelle: http://orf.at/stories/2283553/2283554/

      Wenn er schon die Ansiedlung von Ausländern will, soll er doch sein Geld, Haus, Nahrung geben.

      Seit wann sind Einzelpersonen für essentielle Dinge wie Unterkunft und Nahrung zuständig? Dies ist eindeutig die Aufgabe des Staates.
      Und Armin Wolf fordert keineswegs die Ansiedlung (ein sehr unschöner Begriff) von Ausländern, er fordert lediglich dass man Menschen in Not hilft.

      Ich bin übrigens für die Privatisierung im Bereich Flüchtlingsansiedlung.

      Eine Privatisierung ist z.B in Traiskirchen schon gegeben und grundsätzlich abzulehnen, außer sie erfolgt an Organisationen wie dem Roten Kreuz.
      Eine Privatisierung bedeutet ja nicht automatisch das nun nicht mehr der Staat dafür zahlt.

      1. Kein Steuergeld wird mehr verwendet. Dann wird nicht mehr rum gejammert, dass Geld, verschwendet wird.

      Ich höre nur intolerante Rechte jammern, und um die ist es mir nicht schade.

      2. Leute, die mehr Flüchtlinge wollen, können selbst ihren Beitrag leisten, nicht immer nur fordern.

      Ich kenne keine einzige Person die mehr Flüchtlinge will. Und auf menschenwürdige Behandlung zu pochen betrachte ich als Mindestmaß, und keine übertriebene Forderung.

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      • Eine Privatisierung ist z.B in Traiskirchen schon gegeben und grundsätzlich abzulehnen

        liberte, was ist denn mit dir heute los? so kenn ich dich gar nicht 🙂

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      • Tirola Bua

        @Libertè

        Sind diese 150 Mio. keine Steuergelder?

        Den Rest, den Du geschrieben hast, hat mit meinem Kommentar nix zu tun.

        Aber Du hast gezeigt, dass Du auch immer von anderen (Staat) forderst, aber niemals bereit bist, einen eigenen Beitrag zu leisten.

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    • oh mann. das hat doch nichts mit wohltätigkeit auf kosten anderer zu tun.

      1. mindestrentner gegen flüchtlinge ausspielen ist unterste schublade. da geht es doch nicht um entweder oder sondern um sowohl als auch
      2. menschen auf der flucht zu helfen ist nicht bloß “freiwillige wohltätigkeit”. es gibt da auch sowas wie internationale vereinbarungen, die auch die europäischen staaten unterschrieben haben. wenngleich viele dinge diesbezüglich widersprüchlich sind. ganz zu schweigen von einer moralischen verantwortung und “tiroler werten”.
      3. noch einmal. die hilfe und betreuung dieser menschen ist sehr wohl aufgabe des öffentlichen gemeinwesens. und es ist legitim, dies einzufordern. so wie ich – wie auch herr wolf richtig schreibt – für eine ordentliche pflege alter menschen bin, jedoch gleichzeitig nicht bereit bin, einen alten menschen bei mir aufzunehmen und zu pflegen (es sei denn, es ist meine mutter oder mein vater). dafür zahl ich steuern (unter anderem).

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      • Tirola Bua

        @Harald

        1.Zuerst versorge ich MEIN Volk, dann kommen andere, wenn die Bevölkerung dafür ist.

        Es ist wieder mal typisch, dass jetzt gleich wieder ein Argument kommt, dass Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. Besseres hast Du wohl nicht, oder?

        2.Papier kann man zerreisen. Warum sollen wir das Völkerrecht einhalten, wenn alle anderen das nicht tun? Ich bin einzig und allein MEINEM Volk verpflichtet. Warum sollte ich eine moralische Verpflichtung haben? Weil vor 70 Jahren Tiroler für Hitler gekämpft haben?

        3.Seit wann muss ein Staat für Ausländer zahlen. Habe ich in der Türkei Anspruch auf Leistungen des Staates, nur weil ich dorthin flüchte?

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      • MEIN Volk

        Du hast ein Volk? Bist du Monarch oder sowas Ähnliches?

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      • Tirola Bua

        @pérvasion

        Du weißt genau, was ich meine. Bitte mach Dich nicht lächerlich.

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      • Nein, erklär mir doch mal, was DEIN Volk ist. Ich hab keins. Wie definierst du es denn? Hautfarbe? Gene? Religion? Intelligenzquotient? Geburtsort? Gehören VerbrecherInnen auch dazu?

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      • Tirola Bua

        In erster Linie ist es die ethnische Abstammung. Dazu kommen aber auch Taten und Einstellung.

        Ethnische Abstammung ist allerdings nicht mehr recht zeitgemäß, deswegen spielen Taten und Einstellung eine immer wichtigere Rolle.

        Um auf das Beispiel von oben zurückzukommen: jemand, der herkommt und nie im Leben etwas geleistet hat, ist nicht Teil des Volkes, nur weil jetzt in SüdTirol ist.

        Andererseits sind Leute, die zwar ethnisch einer Volksgruppe angehören, ihr eigenes Volk aber hassen (Antifa, Grüne, SVP-Elite, Wrtschaftsbonzen) für mich kein Teil davon. Warum soll jemand Teil eines Volkes sein, der es am liebsten vom Erdboden auslöschen würde.

        Wenn sich ein “Außenstehender” zum Volk und deren Werte bekennt, kann er immer ein Teil davon werden. Ethnisch zwar nicht, aber mir ist ein anständiger “Außenstehender” lieber als ein verräterischer “Indigener”

        Beantwortet das Deine Frage?

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      • hunter

        @tiroler bua

        du spielst gruppen gegeneinander aus. du sagst: erst müssen mal die rentner versorgt sein, dann können wir uns (evtl.) um andere kümmern.
        wie gesagt: ich bin der meinung, es muss sowohl als auch gehen.
        wie kommen wir denn dazu, schützenfeste zu feiern, solange es noch armut in südtirol gibt? wäre dieses geld, das für feierlichkeiten, gipfelkreuze und dergleichen ausgegeben wird, nicht besser zum wohle armer menschen investiert?

        wer ist denn bitte “DEIN” volk? gehör ich da auch dazu. denn zumindest laut pass bin ich nicht teil des volkes, von dem ich glaube, dass es das deine ist.

        und wo leitest du eine verpflichtung deinem volk gegenüber her? könnte ich nicht genauso sagen: was gehen mich all die leute an, die in einem umkreis von 50 kilometern zufällig mit mir in einem land leben. ich kümmere mich nur um mich und höchstens noch meine familie.

        übrigens: die türkei hat es mit mehr flüchtlingen zu tun als ganz europa. die lage dort ist zwar drastisch, aber dass der türkische staat nichts tun würde kann man auch nicht sagen.

        wie gesagt. ich bin auch ausländer und bekomme in südtirol dennoch leistungen des staates/landes. ich hab aber kein wahlrecht.

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      • Ein beängstigendes Bild malst du da, Tirola Bua. Grünen und Antifaschisten sollten keine öffentlichen Sozialleistungen zustehen? Wer stellt den die Übereinstimmung mit deinen Kriterien dann fest? Brauchen wir sowas wie Ahnenpässe und Führungszeugnisse?

        Und nicht zuletzt: Warum eigentlich ist ethnische Abstammung deiner Meinung nach »nicht mehr recht zeitgemäß«?

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      • Tirola Bua

        @pérvasion

        Ich habe nie behauptet, dass Grünen und Anti(deutschen)faschisten keine Sozialleistungen zustehen. Sie gehören für mich persönlich nicht zum Tiroler Volk.

        Das, worauf Du dich beziehst, ist Staatsbürgerschaft. Und das hat nix mit dem zu tun.

        Ethnische Abstammung ist nicht mehr zeitgemäß, weil das Handeln der Person wichtiger ist.

        Wenn die Antifa den Volkstod fordert und ein Ausländer mit mir die Antifa “bekämpft”, dann ist mir der Ausländer lieber, obwohl er nicht ethnisch zum Volk gehört.

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      • Ich habe nie behauptet, dass Grünen und Anti(deutschen)faschisten keine Sozialleistungen zustehen. Sie gehören für mich persönlich nicht zum Tiroler Volk.

        Doch. Das hast du behauptet, denn das war der Ausgangspunkt der Diskussion. Du würdest nur »deinem Volk«, was auch immer das sein mag, helfen. Und je mehr Menschen so denken wie du, desto eher werden Ander(sdenkend)e ausgegrenzt, von Sozialleistungen ausgenommen, dann als staats- und volksfeindlich eingestuft und ausgestoßen, womöglich gar physisch beseitigt.

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      • Ich habe nie behauptet, dass Grünen und Anti(deutschen)faschisten keine Sozialleistungen zustehen.

        wie jetzt?

        Zuerst versorge ich MEIN Volk, dann kommen andere, wenn die Bevölkerung dafür ist.

        Andererseits sind Leute, die zwar ethnisch einer Volksgruppe angehören, ihr eigenes Volk aber hassen (Antifa, Grüne, SVP-Elite, Wrtschaftsbonzen) für mich kein Teil davon.

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    • @tiroler bua

      etwas lesestoff:
      http://www.unhcr.at/unhcr/international.html
      http://www.unhcr.at/unhcr/in-oesterreich.html

      alles privatsache? dann können wir’s auch gleich bleiben lassen und führen wieder das faustrecht ein.

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    • jonny

      Ich finde die Diskussion sehr, wie soll ich sagen, austauschbar?! Alles was hier seit Steffl’s Post um 17.03 geschrieben wurde, fast alles, kann ich überall lesen, bei Spon, Salto, oder sonstwo.
      Aber wie hier die radikalen, völkischen und rassistischen Kommentare von “Tiroler Bua” kommentiert wurden, ist einfach nur blamabel!
      “Tiroler Bua”, du bist ein Rassist, mindestens! Und deine Kommentare erinnern mich an eine schlimme Zeit, von der mein Vater mir oft erzählt hat. Auch damals wurden Menschen in “Unser Volk” und die anderen unterteilt, und wie das “Problem” gelöst wurde, wissen wir ja alle.

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      • hunter

        obwohl es hoffnungslos erscheint, bin ich doch dafür, sachlich zu bleiben und selbst auf unsachliche – ja rassistische – kommentare besonnen zu reagieren. alles andere ist kontraproduktiv.

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  • a&a&a

    Wie mit den Kernkraftwerken oder den Autobahnen oder den Flughäfen…
    Jeder hat es gern schnell und billig, doch daneben wohnen will man halt auch wieder nicht.
    Aber egal, wer sich einsam fühlt, dem empfiehlt sich:
    http://www.fluechtlinge-willkommen.at/

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  • Steffl

    Ich hab selbst schon öfters zu dem Thema Stellung genommen. Es fällt bei diesem Thema immer wieder die ideologische Ausrichtung auf, ohne es eingehend zu analysieren bzw. an der Wurzel anzupacken. Besonders auffällig sind die gut gemeinten Aussagen von Leuten, die selbst sehr wohlhabend sind und im Elfenbeinturm leben. Meinen Respekt verdienen deshalb v.a. Leute, die nicht viel besitzen und anderen Leuten in Not von sich aus helfen, ohne dies an die große Glocke zu hängen.
    Zum Thema aktueller Flüchtlingsstrom. Dieser wurde eindeutig von der Politik der USA ausgelöst und wir Europäer müssen dafür bezahlen. Und wir und unsere Kinder müssen eindeutig dafür bezahlen, denn wir werden in eine völlig neue Situation kommen. Wir werden noch miterleben, dass man abends nicht mehr aus dem Haus kann, Überwachungskameras an jeder Ecke stehen und unsere bürgerlichen Rechte immer weiter eingeschränkt werden. Schuld an dem ganzen Schlamassel haben nicht die Menschen (Flüchtlinge), sondern ein System, das nunmal die USA in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben. Meiner Meinung müsste man vonseiten der EU die USA zur massiven Unterstützung beim Flüchtlingsproblem auffordern, denn sie haben das Kriegschaos in den islamisch geprägten Ländern ausgelöst, zusammen mit Israel und Saudi-Arabien. Ich möchte nochmal betonen, dass ich mit meiner Kritik an den USA, Israel usw. NIE die Bevölkerung dieser Staaten meine sondern deren Administrationen, die in meinen Augen nicht in deren Sinne arbeiten. Deshalb erstmal die Wahrheit über das Flüchtlingsproblem erkennen, aussprechen, helfen aber dann nach Lösungen -auch mit den USA- für die kriegsgeplagten Länder suchen, ohne sie auszubeuten. Dann müssen die Leute nicht flüchten, aber die Mächtigen wollen ja das Chaos, damit sie über die Ressourcen weiterhin verfügen.

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    • Ganz so unschuldig – wie du hier tust – ist Europa hier nicht zum Handkuss gekommen. Das sollte man fairerweise schon dazusagen. Wir haben in dem Spiel (weniger aber doch auch kriegerisch, aber vor allem wirtschaftlich) ganz groß mitgespielt. und daran sind nicht die usa schuld.

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      • Hubert Trocker

        Sie haben recht Herr Harald.
        Europa ist absolut nicht unschuldig, aber auch die USA nicht – dieses Zusammenwirken ist einfach nur noch abstossend.

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    • libertè

      Das was Putin in Syrien abzieht hat natürlich 0 Auswirkungen?

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      • Hubert Trocker

        @liberté

        nein sicher nicht, aber was hier angesprochen wurde, ist die Ursachenfindung und die liegt mit Sicherheit nicht (oder nicht hauptsächlich) bei Putin, das sollte man schon auseinanderhalten. Dazu gibt es viele interessante Berichte von der wissensmanufaktur, von Schachtschneider, Popp und Anderen. Bitte einfach lesen und nicht allein die mainstreampresse nachpappeln, oder?

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    • Steffl

      @Harald Knoflach
      Ich habe in dem Moment v.a. an den Nahen bzw. Mittleren Osten gedacht, und dort sind m.E. nach großteils die drei genannten Staaten für das Chaos verantwortlich. Wenn wir aktuell dann nach Lybien schauen, war es unter Federführung der NATO natürlich v.a. Frankreich, andere Länder der EU und die USA die die Bombardierung herbeigeführt haben. Ich hab mich in meiner Ausführung auch auf die letzte Zeit und auf kriegerisches Chaos beschränkt. Dass in Europa früher die Kolonalmächte waren und viele Probleme noch von dieser Zeit stammen ist mir klar. Aber seit einigen Jahrzehnten wird hauptsächlich die Geopolitik der USA durchgeführt, in der Europa nur ein “tributpflichtiger Vasall” ist (Zbigniew Brzezinski in seinem Buch “The Grand Chessboard”) und als solcher natürlich auch Mitschuld an dem Chaos trägt, das wir nun haben. Europa macht das Spiel der USA mit. Nur, dass wir hier in Europa jetzt durch die geopolitischen Spielchen der USA -und mit Verlaub, es ist nix anderes- mit Flüchtlingen (großteils leider sehr verzweifelte Menschen) überrannt werden, darf und muss auch mal kritisch angesprochen werden.
      Was das Wirtschaftliche anbelangt, bin ich ja sowieso für ein anderes System als das Aktuelle. Das könnte z.B. die sog. Postwachstums-Ökonomie mit erneuerbaren Energien, Regionalisierung, Vollgeld, neben Exekutive usw. auch Monetative, bedingungsloses Grundeinkommen, Drosselung der Arbeitszeiten pro Woche, Drosselung des Fleischkonsumes uvm. sein. Das was die EU wirtschaftlich in diesen Ländern an Schaden macht, könnte man dadurch drosseln. Nur ist das Problem wie immer, die Mächtigen der Welt wollen kein neues System, da muss es schon krachen bis es zum Reset kommt. Bis dahin radeln wir gemeinsam weiter im Hamsterrad der Geschichte.

      @libertè
      Es gibt unzählige Leute, die genau das Gegenteil von dem glauben was du hier schreibst.
      Putin wird von zahllosen Politexperten als ein Stabilitätsfaktor im Syrienkonflikt (auch in Punkto Iran) gesehen, da er den säkulären Staat von Assad (so brutal sein Regime leider sein mag, ich hab zuwenig Infos darüber) unterstützt und somit eine noch größere Flüchtlingswelle vorerst verhindert hat. Auch in Libyen hätte er sicher nicht Gadaffi bombardiert wie die USA/EU/NATO. Das Chaos sehen wir ja jetzt, IS und Terror breiten sich überall aus.

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      • libertè

        Interessante Vorstellung man solle nichts gegen Diktaturen Unternehmen, sicher kein Zufall dass Putin dieser Meinung ist.

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      • Steffl

        @libertè + Manni
        Bezüglich Diktatoren und Afrika hatte ich kürzlich die Gelegenheit dem Ex-Botschafter und Buchautor von Libyen und anderen afr. Staaten, Volker Seitz, einige Fragen zu stellen. Hier seine antworten, die v.a. libertè erstaunen könnten. Er schreibt hier wörtlich auf meine Fragen im Zusammenhang mit Gaddafi und dem Nato-Angriff auf Libyen:
        …”dass die Bombadierung zu dem Chaos geführt hat und viele Staaten um Libyen herum destabiliert wurden. Manchmal muß man mit den “Teufel” paktieren , um Schlimmeres zu verhindern…”
        Aus der Ferne und als Laie der sich seine eigenen Gedanken über Geopolitik macht würde ich dies unterschreiben und es ist weiter unten im Link nochmal nachzulesen. Seine Aussagen dürften auch für dich interessant sein Manni, weil es um Afrika geht und er viele Jahre Botschafter der BRD in diesen Ländern war. In den Kommentaren unter dem Artikel von Oktavia Brugger habe ich ihm einige Fragen gestellt, bin gespannt auf eure Reaktion:

        http://salto.bz/article/07072015/afrika-hilfe

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      • hunter

        schon. aber in deinem eingangspost hast du europa nicht einmal erwähnt und somit als opfer dargestellt.

        die eu ist zudem der größte waffenexporteur der welt. noch vor den usa und russland.

        aber lt. deutscher bundesregierung gibt es zwischen waffenexporten, kriegen und flüchtlingen ja keinen zusammenhang.

        https://www.facebook.com/jungundnaiv/videos/1076741772337770/?pnref=story

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      • Steffl

        Die EU ist sicher kein Opfer, da es im Rahmen der NATO unter Führung der USA Waffenexportweltmeister ist und Kriege führt. Die EU ist aber geopolitisch betrachtet nicht autonom und handelt im Sinne der USA, die in jeder Hinsicht federführend sind. Das entbindet die EU natürlich nicht von ihrer Verantwortung, aber die EU ist wie gesagt Mitläufer und nicht tonangebende Kraft.

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    • Manni

      Auch ich muß dir widersprechen, Steffl. Einen Lesetipp vorweg: ich empfehle dir das Buch “Afrikanische Totenklage” von Peter Scholl Latour. Er kritisiert ganz offen die Globalisierung und die Geschäftspraktiken der internationalen Konzerne sowie die Fehler der USA und Europas. Gleichzeitig weist er ohne “politische Korrektheit” auf das Eigenverschulden der Afrikaner hin zB. archaische Stammeskonflikte, Korruption usw.
      Und das Kriegschaos in den islamischen Ländern haben vor allem die islamischen Länder selbst zu verantworten. Man kann den Amerikanern ein langes Sündenregister vorhalten, aber Phänomene wie IS, Boko Haram, Al Nusra und wie sie alle heißen, kann kein amerikanischer Präsident wollen. Aussagen wie jene von Jürgen Todenhöfer, daß nicht der Islam, sondern der Westen an allem Schuld ist, halte ich milde ausgedrückt für vereinfachend.

      PS: Den Flüchtlingen helfen und die Menschen in diesen Ländern an das eigene Verschulden zu errinnern ist übrigens kein Widerspruch.

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      • Man kann den Amerikanern ein langes Sündenregister vorhalten, aber Phänomene wie IS, Boko Haram, Al Nusra und wie sie alle heißen, kann kein amerikanischer Präsident wollen.

        Um bei Scholl-Latour zu bleiben, den ich ehrlich gesagt nicht besonders hochschätze: Bei Wikipedia wird er so zitiert, dass Amerika (die USA) seiner Meinung nach

        den gewalttätigen Islamismus gefördert habe und weiter fördere.

        Quelle: Der Fluch der bösen Tat, S. 32ff.

        Wie wir Europäer den AfrikanerInnen nach wie vor die Lebensgrundlagen entziehen, hat Harald auch in seinem Beitrag Not und Elend beschrieben.

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      • Steffl

        @Manni
        Deine Aussagen kann ich nicht teilen und “Afrikanische Totenklage” steht bei mir schon ein Weilchen in der kleinen Hausbibliothek ;).
        Beantworte mir nur eine Frage: Warum um alles in der Welt gab es vor der Erfindung “des Krieges gegen den Terror” der USA praktisch nur eine handvoll Terroristen weltweit?
        Und Scholl-Latour ist mit Verlaub jener fachkundige Islamkenner, der genau dies immer wieder betonte. Dass die Amerikaner den Terror geradezu gezüchtet haben, seit sie die Taliban gegen die Russen aufgerüstet haben, v.a aber nach 9/11.
        Eigenes Verschulden dieser Staaten stimmt schon, genauso wie “wir” Europäer auch daran Schuld sind, wenn wir Merkel und andere transatlantische Politiker wählen und uns dann wundern wenn uns die Banken regieren. Nur gibt es einen kleinen Unterschied: die Staaten der sog. dritten Welt – die “wir” auch aufgrund ihrer eigenen Fehler noch besser ausbeuten konnten- bombardieren uns nicht und stürzen uns auch nicht ins Chaos um einen geopoltischen Vorteil für sich rauszuholen.
        Dass das Kriegschaos von den islamischen Ländern selbst verursacht entspricht m.E. keinesfalls den Tatsachen.
        Der sog. arabische Frühling wurde wie auch der Putsch in der Ukraine (und die ganzen Kriege von Irak bis Libyen) von CIA und anderen westl. Geheimdiensten und NGOs geradezu befeuert und mit Milliarden US-Dollar unterstützt, u.a. Stichwort George Soros. Ich weiß nicht ob dieses “kleine” Detail wissentlich übersehen wurde…

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      • Manni

        @pervasion
        Ich schätze PSL sehr, weil er jahrzehntelange Erfahrung hatte und mit seinen Prognosen aufgrunddessen so gut wie immer richtig lag. Ganz anders als die sogenannten Experten in den europäischen Medien.Wie dem auch sei:
        Amerika hat aus Naivität und Egoismus Golfstaaten unterstützt, die wiederum ihrerseits islamische Terrorgruppen fördern. Ohne fruchtbares geistiges Terrain in der islamischen Welt hätten diese Gruppen allesamt keinen Erfolg gehabt. Den Konflikt zwischen Sunniten hat es schon gegeben, als Amerika noch allein den Indianern gehörte. Den Wahabitismus hat es bereits gegeben, als Amerika noch eine englische Kolinie war. Anstatt eine Demokratisierung hat es in vielen Ländern eine Reislamisierung gegeben. Daran haben weder die USA, noch Israel oder die EU ein Interesse. Wie ich schon in einem Kommentar zu einem anderen Artikel gesagt hatte, gibt es in der islamischen Religion einen dringenden Reformbedarf. Dort liegt in diesem Teil der Welt das eigentliche Problem.

        Die Globalisierung und ihre negativen Auswirkungen möchte ich nicht bestreiten. Auch PSL hat sie richtigerweise in dem zitierten Buch angesprochen. Die Leute in armen Ländern dürfen aber nicht alles auf den Westen schieben.

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      • Steffl

        Diesen Post kann ich (wie sonst auch vieles von dir, das ich schätze) nur unterschreiben.

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      • Manni

        Steffl, erlaube auch mir eine kleine Frage. Die USA haben in Süd und Mittelamerika viele Fehler gemacht und Verbrechen begangen. Nicht zu vergessen der Vietnamkrieg. Warum gibt es dort keine Phänomene wie den IS ? Außerdem gab es schon vor dem Krieg gegen den Terror genug Terroristen. Denken wir nur an die verschiedenen palästinensischen und tschetschenischen Gruppen. Gegen letztere führt Putin einen mindestens ebenso rücksichtslosen Krieg wie Amerika und dieser Kampf gegen den Terrorismus wurde schon unter Jelzin geführt – also lange vor 9/11. Es gab sogar schon in den Balkankriegen “heilige Krieger”, die aus den Golfstaaten kamen. Die Amis haben den Terror höchstens indirekt gefördert, indem sie religiös reaktionäre Systeme unterstützt haben, die ihrerseits die Ausbreitung des wahabitischen Islam vorangetrieben haben. Die natürliche Folge dieses Fanatismus sind dann Terrorgruppen wie der IS. Ohne die Saudis gäbe es beispielsweise kein Boko Haram. Die Türkei hat IS-Kämpfer so gut wie ungehindert nach Syrien ziehen lassen. Man könnte noch endlos weitere Beispiele machen. Die Behauptung, daß islamische Länder teilweise -ich sagte nicht ausschließlich- selbst Schuld sind ist gar nicht so abwegig.
        Welches Interesse hätten übrigens die Amis an den Umstürzen in Ägypten und Tunesien haben sollen ? Ben Ali und Mubarak waren zwar Despoten, aber aus der Sicht Washingtons auch Stabilitätsfaktoren und nützliche Helfer.
        Steffl, ich gebe dir in vielen Dingen Recht, nur finde ich deine Kritik oft zu einseitig und vereinfachend. Der Westen ist halt nicht an allem Schuld und Moskau und Peking sind genauso rücksichtslos wie Washington, wenn es um die Durchsetzung ihrer eigenen Interessen geht. Auch bei der (berechtigten) Kritik an der Globalisierung bin ich eher zurückhaltend. Mein Smartphone hat nicht ein Südtiroler Handwerker gebaut und das darin enthaltene Coltan stammt auch nicht von hier. Ich esse Bananen und auf meinem T-Shirt steht “Made in Bangladesh”.
        Wetten, daß es hier noch mehr Menschen gibt, die so böse sind wie ich 🙂

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      • m.gruber

        Die Amis haben den Terror höchstens indirekt gefördert, indem sie religiös reaktionäre Systeme unterstützt haben, die ihrerseits die Ausbreitung des wahabitischen Islam vorangetrieben haben. Die natürliche Folge dieses Fanatismus sind dann Terrorgruppen wie der IS.

        “höchstens indirekt”? Ist dir das zu wenig? Möchtest du gerne Lohnstreifen sehen, oder wie soll ich dich verstehen?

        Ohne die Saudis gäbe es beispielsweise kein Boko Haram.

        Und wer unterstützt die Saudis militärisch? Und wer hat ein Interesse daran die Saudis zu unterstützen?
        http://books.sipri.org/files/FS/SIPRIFS1503.pdf

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      • Steffl

        Ich muss heute abends schauen ob ich es schaffe auf diese komplexen Fragen zu antworten, das braucht mehr Zeit. Vorweg kann ich wieder einige Dinge gleich bejahen die du sagst. Du vergisst aber m.E. nach das Verhältnis Terror/Chaos genau in jenen Regionen wo das meiste Öl ist. Und dass die weitaus größte Ansammlung und Ausbildung von Terror genau in Saudi-Arabien liegt, dem Partner des Westens. Ich bin der Meinung, dass sich der Mensch am meisten entwickelt, wenn er zu seinem eigenen größten Kritiker wird. Die teils einseitige Kritik gegen den Westen (gegen uns, wobei ich mir eigtl. ein unabhängiges Europa wünsche) ist auch eine Gegenreaktion auf die NATO-Berichterstattung.
        Dass China und Russland auch teils sehr egoistisch und rücksichtslos regieren ist klar, aber sie sind ein Gegenpol zum Imperium USA. Was deine Aussagen zu Tschetschenien und dem Balkan betrifft, so kann man sich die Rolle westl. Geheimdienste, um Russland zu destabilisieren, im Internet nachschauen. Zu guter letzt, Südamerika ist heute unabhängiger von den USA als noch vor einiger Zeit. Folter, Verschleppungen, Drogenkartelle und Diktatur (Pinochet) sind zwar kein Terror, aber auch nicht gerade positiv. Mehr dazu später.

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      • m.gruber

        @Manni:
        Da muss ich widersprechen.

        Und das Kriegschaos in den islamischen Ländern haben vor allem die islamischen Länder selbst zu verantworten. Man kann den Amerikanern ein langes Sündenregister vorhalten, aber Phänomene wie IS, Boko Haram, Al Nusra und wie sie alle heißen, kann kein amerikanischer Präsident wollen.

        Du vergisst, woher diese Organisationen größtenteils ihre Waffen haben. Und dass es Hinweise (keine Belege) dafür gibt, dass der ISIS vor Jahren von der CIA ausgebildet wurde. Bei al-Qaida ist das ja mittlerweile common consens.

        http://www.spiegel.de/politik/ausland/cia-in-afghanistan-million-dollar-fuer-al-qaida-a-1023581.html

        http://books.sipri.org/files/FS/SIPRIFS1503.pdf
        Seite 8-9:

        Arms imports by states in the Middle East increased by 25 per cent between 2005–2009 and 2010–14. During 2010–14, 23 per cent of arms transfers to the region went to Saudi Arabia, 20 per cent to the UAE and 16 per cent to Turkey. The USA accounted for 47 per cent of tota
        l arms supplies to the region, Russia for 12 per cent and the UK for 10 per cent.

        Und wenn du schon von islamischen Ländern sprichst, und diese im Subtext untrennbar mit kriegerischen Auseinandersetzungen verknüpfst, dann möchte ich dich darauf hinweisen, dass der Überwiegende Teil der Muslime friedlich lebt (Indonesien). Ich möchte hiermit klarstellen, dass die kriegerischen Auseinandersetzungen nicht auf Religion zurückzuführen sind. Das wird nur in unseren Medien immer so dargestellt.

        https://krautreporter.de/597–ist-die-cdu-mit-einer-islamistischen-partei-vergleichbar (CRTL +F Indonesien)

        https://en.wikipedia.org/wiki/Islam_by_country

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      • Die Globalisierung und ihre negativen Auswirkungen möchte ich nicht bestreiten.

        Aha, und die wären etwa die gesunkenen Armut weltweit:
        http://ourworldindata.org/data/growth-and-distribution-of-prosperity/world-poverty/

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      • Manni

        @m.gruber

        Und wer hat ein Interesse daran die Saudis zu unterstützen?

        Wir alle. Weil wir leider alle vom Erdöl abhängig sind. Wenn “wir” die saudische Dynastie fallenließen, würden noch schlimmere Fanatiker die Macht übernehmen. In diesen Ländern muß sich zuerst einmal eine demokratische Kultur etablieren. Und das geht nicht ohne eine Kritik an der eigenen muslimischen Gesellschaft. Dazu braucht es z.B. eine historisch-kritische Beschäftigung mit der islamischen Religionsgeschichte, mit dem Koran und ebenso eine historisch-kritische Auseinandersetzung mit Mohammed. Vergleiche mal seine Biografie mit den Untaten des IS -sehr aufschlußreich ! Trotzdem wollen selbst moderate Moslems keine Kritik an ihrem Propheten zulassen.

        Du vergisst, woher diese Organisationen größtenteils ihre Waffen haben.

        Diese Organisationen sind zum größten Teil mit Kalaschnikows ausgerüstet und was Syrien betrifft handelt es sich um erbeutete Waffen von Assads Militär -das zu einem guten Teil aus russischen Beständen stammt. Ich kann mir übrigens kaum vorstellen, daß der IS von der CIA ausgebildet wurde. Warum sollten die Amis wollen, daß diese Organisation weite Teile des Irak kontrolliert, in dem sich amerikanische (und europäische) Firmen eine goldene Nase verdienen ? Du sagts ja selber, daß es keine Belege dafür gibt. Und ich glaube, du verwechselst Al Quaida mit den Taliban. Die wurden allerdings von Washington unterstützt, nicht aus Sympathie, sondern um gegen die Sowjets zu kämpfen, die ihrerseits Leute unterstützten, die um keinen Deut besser waren (Nadschibullah). Die CIA hat hier wieder einmal einen gewaltigen Bock geschossen, weil sie die Taliban “nur” für religiöse Spinner hielt. In dem von dir verlinkten “Spiegel”-Artikel steht übrigens deutlich, daß die “Unterstützung” durch Missmanagement , Versäumnisse und Lösegeldzahlungen zustande gekommen ist.
        Wenn die Länder des Nahen Ostens Waffen kaufen, dann sind sie ebenso Schuld wie die Amis. Ich kann auch nicht einem Drogendealer die Schuld geben, wenn ich Heroin kaufe.

        Ich möchte hiermit klarstellen, dass die kriegerischen Auseinandersetzungen nicht auf Religion zurückzuführen sind.

        Auf was dann ? Wenn allein der Westen -vor allem Uncle Sam- schuld ist, wieso werden dann im Irak Christen und Jesiden umgebracht ? Die wollten den Irakkrieg genausowenig wie die Moslems und sie litten unter den Sanktionen genauso wie alle anderen Iraker. Die Nichtmoslems, die Boko Haram entführt und tötet leiden unter den Folgen der Globalisierung genauso wie die Moslems.

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      • libertè
      • Obervinschger

        Hallo. Die “Afrikanische Totenklage” gehört zu meiner sogenannten Hausbibliothek. Habe das Buch einige male schon gelesen und lese es gerne immer wieder, wann ich dazu Zeit habe (Herbst- / Wintermonate). Peter Scholl-Latour, beileibe kein “Linker”, kritisiert hier die Globalisierung und auch den “Raubtierkapitalismus”. Er hat aber auch im Buch “Der Fluch der bösen Tat”, explizit dargelegt, dass die USA (ab Seite 91 ff – “War by proxies”) Rebellen anwerben und damit Aufruhr erzeugen. Und meiner Meinung nach kommen die durch diese kriegerischen Auseinandersetzungen heimatlos gewordenen Leute nach Europa…… sie werden zu Flüchtlingen. Nur stellt sich mir die Frage: Wer hat denn das “angestiefelt”…..

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      • Steffl

        @Obervinschger
        “Der Fluch der bösen Tat” sollten wirklich einige Leute lesen, um gewisse Zusammenhänge zu sehen! Der aktuelle Flüchtlingsstrom ist ohne jeden Zweifel weder Hauptschuld von Europa, den islamischen Staaten, Russland oder China. Diesen größten Flüchtlingsstrom seit dem 2. Weltkrieg haben wir eindeutig “unseren” Freunden in Übersee zu verdanken. Sie hetzen die Russen gegen uns auf, zerstören unsere Wirtschaft seit Lehman Bros., hören uns ab und bringen uns durch ihre kriegerischen Interventionen auf der ganzen Welt das Flüchtlingschaos nach Europa. Wer solche Freunde hat braucht wahrlich keine Feinde mehr.

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    • Libertè

      Steffl, Strache zeigt aktuell das sie mit den Rechten auf einer Linie sind, sie solltend das einmal überdenken.

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      • Steffl

        Liberté, du vergisst dass Sarah Wagenknecht auch auf meiner Linie ist. Du solltest deine Meinung überdenken.

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  • Waltraud Astner

    Ich glaube dass alle jene mit der Aussage die Flüchtlinge doch bei sich zu Hause aufzunehmen, ganz etwas anderes sagen wollen. All die Neunmalklugen, die ja so gut über die Flüchtlingsfrage Bescheid wissen und noch (anderen) gute Ratschläge geben, sollen konkret zum Nachdenken gebracht werden, was sie selbst zur Problemlösung beitragen könnten, wo doch ganz Europa in dieser Frage kläglich versagt. Wir sehen dass die Staaten verzweifelt nach Lösungen suchen, aber was viele Menschen ärgert ist die Tatsache, dass in dieser Frage nur reagiert, nicht agiert wird, dass den Menschen nicht die Wahrheit gesagt wird und dass zunehmend das Recht gebrochen wird und dies allmählich zur Normalität wird. Erstes Beispiel ist das Asylrecht an sich. Es steht nur politisch Verfolgten zu, die aufgrund ihrer Anschauungen unmittelbar an Leib und Leben bedroht sind. Bürgerkrieg oder andere katastrophale Zustände gehören nicht dazu. Außerdem muss jeder im nächsten sicheren Land um Asyl ansuchen und das wird von Zentralafrika aus gesehen doch nicht Europa sein, wobei dies wahrscheinlich ohnehin nur einen geringen Prozentsatz aller Flüchtenden betrifft. Für jene die aus Kriegsgebieten, Hungersnot oder Naturkatastrophen fliehen ist ein humanitäres Bleiberecht auf Zeit vorgesehen, das mit Asyl nichts zu tun hätte. Hier kommt die nächste Unwahrheit ins Spiel, es gäbe keine legalen Wege nach Europa. Das stimmt nicht. Es gibt im Rahmen des UNHCR Neuansiedlungaprogramme, die Menschen aus Kriegsgebieten gezielt abholen und herbringen, was auch schon vereinzelt gemacht würde. Das wäre der Weg der zu gehen wäre, nämlich der legale. Da sind aber nicht nur Europa sondern auch Russland, China, die Golfstaaten usw. gefragt. Solange aber jeder, auf eigene Faust einfach aufbrechen und über das Asylrecht oder halt sonst illegal nach Europa kommen kann, kann ja nur ein Chaos entstehen (Stichwort: Balkanflüchtlinge). Die derzeitige Praxis fördert das Schlepperwesen nicht nur im Mittelmeer, sondern in ganz Europa, was ein Skandal ist, dass bestimmte Länder die Schlepper einfach gewähren lassen.
    http://kurier.at/politik/inland/fluechtlinge-in-ungarn-budapest-kapituliert-vor-den-schleppern/146.623.995
    Herr Wolf muss sich auch die Frage gefallen lassen, wie in der Presse z.T. über bestimmte Situationen berichtet wird. Beispiel Eurotunnel in Calais. Die Migranten, die Züge entern, de facto Piraterie betreiben, also eine Straftat begehen, werden meist als Menschen beschrieben, die einen langen Weg hinter sich haben und nun von Bösmenschen gehindert werden, nach Großbritannien zu gelangen, als ob sie nicht schon in der Eu wären. Ebenso jene, die mit Scheren Grenzzäune durchschneiden, wobei Grenzsicherung völlig legitim ist. Ja glaubt wirklich jemand, dass längerfristig dauernde Verstöße gegen die Gesetze im Rahmen der sog. Menschlichkeit gerechtfertigt sind und von den Menschen toleriert werden? Es ist nun mal so dass nicht jeder, jederzeit aus jedwedem Grund in jedes Land kommen darf.
    Ich bleibe dabei, der australische Weg ist der richtige, illegal wird niemand genommen, legal nimmt Australien z.B. am meisten Einwanderer auf. Ich habe nämlich die “altmodische” Auffassung, dass Gesetze da sind um eingehalten zu werden; wenn sie nicht mehr passen, müssen sie geändert werden.
    Zu Afrika ist zu sagen, dass zuerst einmal die ärgsten Diktaturen beseitigt gehören, Gelder für Bildung nicht für bewaffnete Milizen verwendet werden müssen, dann wird dieses an sich reiche Land auch die Herausforderung der offenen Märkte und der Globalisierung meistern, wie es auch Asien und Südamerika versuchen. Dass Afrika davon weit entfernt ist, zeigt u.a. die Stellung der Frauen, explizit zu nennen sind die fast flächendeckenden Genitalverstümmelungen, die immer noch stattfinden. Vor einem solchen Hintergrund, weit entfernt von Demokratie und Menschenwürde, stabile wirtschaftliche Situationen zu verlangen, ist wirklich vermessen. Dieser Zustand wird sich auch so schnell nicht ändern, längerfristig wird aber auch Afrika diesen Weg gehen müssen.
    Und Herr Wolf möge sich hinter die Ohren schreiben, dass jene, welche sich hauptsächlich auf den Staat verlassen, wirklich verlassen sind. Weiß nicht ob ich das darf, aber an dieser Stelle sei auf die Organisation “Plan” hingewiesen, die professionell Menschen in aller Welt, Hilfe zur Selbsthilfe bietet. Mit wenig Geld ist man dabei.

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    • du hast recht, dass die situation und auch die diskussion darüber unerträglich sind. dass mit halbwahrheiten operiert und auf der einen seite beschönigt auf der anderen seite schwarzgemalt wird.

      auch hast du recht, dass frankreich zweifelsfrei ein “sicheres drittland” ist und es kein verbrieftes recht gibt, nur in einem ganz bestimmten land um asyl ansuchen zu dürfen.

      der hauptfehler wird meines erachtens bereits bei der ankunft der flüchtlinge gemacht. die müssten alle vor ort um asyl bzw. bleiberecht ansuchen, sonst gibt’s kein weiterkommen. sie als uboote durch europa zu schicken gereicht weder den flüchtenden menschen, noch europa zum vorteil, denn das risiko, dass tausende in der illegalität landen – sprich nie einen legalen aufenthaltstitel haben – ist sehr groß. was wiederum zu ausbeutung und prekären situationen führt.

      in der tat wird auch immer alles vermengt. es wird nicht zwischen asyl und zuwanderung unterschieden. genaugenommen – wie du richtig sagst – trifft das asylrecht ja gar nicht einmal automatisch auf kriegs- geschweige denn wirtschaftsflüchtlinge zu. oder anders gesagt: nur weil in meinem land krieg herrscht, bekomm ich nicht automatisch asyl. wobei die quote für syrer im moment schon enorm hoch ist.

      siehe: http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/recht-a-z/21849/asylrecht

      andererseits – und das kehrst du etwas unter den tisch – hat jeder das recht, um asyl anzusuchen und dass der fall individuell geprüft wird – wenn ich richtig informiert bin auch dann, wenn er illegal ins land gekommen ist bzw. kann er nicht in ein unsicheres drittland abgeschoben werden (was ganz nordafrika zur zeit wohl ist – die deutschen schieben ja nicht einmal mehr nach griechenland ab). legal einen asylantrag in europa zu stellen, ist jedoch verdammt schwer. und einen legalen weg in is-gebieten zu installieren stell ich mir auch schwierig vor. ich kann dort doch nicht ein büro aufstellen, wo sich alle melden können, die raus wollen.

      zudem gibt es da nach meinem dafürhalten schon auch noch eine moralisch-menschliche dimension, die einem in extremfällen einen gewissen – auch rechtlichen – interpretationsspielraum geben muss.

      was sich herr wolf “hinter die ohren schreiben” und “gefallen lassen” muss, steht meines erachtens überhaupt nicht im zusammenhang zu dem, was er geschrieben hat.

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    • Ich glaube dass alle jene mit der Aussage die Flüchtlinge doch bei sich zu Hause aufzunehmen, ganz etwas anderes sagen wollen. All die Neunmalklugen, die ja so gut über die Flüchtlingsfrage Bescheid wissen und noch (anderen) gute Ratschläge geben, sollen konkret zum Nachdenken gebracht werden, was sie selbst zur Problemlösung beitragen könnten, wo doch ganz Europa in dieser Frage kläglich versagt.

      Das wollen sie sagen? Und warum sagen sie es dann nicht einfach? Ausdrucksschwierigkeiten?

      Ich glaube vielmehr, sie wollen genau das sagen, was sie sagen: Wer dafür ist, dass wir (menschenrechtskonform) Flüchtlinge aufnehmen, sollen sie bei sich selbst aufnehmen. Wer Flüchtlinge lieber in Kriegsgebieten oder im Meer sterben lässt, kann sich hingegen aus der Verantwortung nehmen. Er/sie sorgt ja mit seiner/ihrer Haltung dafür, dass das Problem quasi nicht existiert.

      Wie ist es eigentlich mit den vielen Neunmalklugen, die — und da zähle ich mich dazu — dafür sind, dass die Bezirkskrankenhäuser geöffnet bleiben? Müssen wir als Hebammen oder Chirurgen nach Sterzing oder Innichen gehen?

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  • a&a&a

    Der Satz mit den “Flüchtlingen aufnehmen” hat irgendwo schon seine Berechtigung. Auch wenn Wolf gut geantwortet hat bleibt, die Frage im Raum was kann ich selber dazu beitragen? Steuern zahlen natürlich, aber das ist keine Frage des Wollens… So einfach ist es nicht.

    Ich will eine saubere Stadt- und werfe deswegen meinen Müll in den Mülleimer.
    Ich will eine sichere/angenehme Stadt- und pöbel deswegen nicht rum.
    Einfach oder?

    Schwieriger wird es bei Umständen die in Konflikt stehen.
    Ich will mobil sein, aber eine ruhige Nacht bei offenem Fenster verbringen.
    Ich will Wasser sparen (unabhängig von der Sinnhaftigkeit), aber trotzdem täglich Duschen.

    Bei Konflikten ist der (ungerechte?) Status Quo jener, dass Menschen mit Geld es sich richten können.
    Ich bin mobil und wohne im ruhigen Gratsch/Obermais/Gries.
    Ich wohne zentral und habe trotzdem einen großen Garten.

    Und da greift die berechtigte Kritik, dass von dieser Seite sehr sehr oft die lehrerhafte Aufforderung kommt “Gutes” zu tun, obwohl diese Gruppe die Möglichkeiten hätte selbst anzusetzen, es aber nicht tut da es eben doch nicht so toll ist.

    Siehe:
    Viele Kulturen sind so toll, aber meine Kinder sollen keine Abstriche in der Qualität ihrer Bildung hinnehmen müssen. Stichwort: Privatschulen.
    Bioprodukte sind so nachhaltig und lokal, wenn alle Bio kaufen würde ginge es uns allen besser. Stichwort: Preise dieser Produkte.

    Und diese Gruppe, welche effektiv die Möglichkeite hätte aktiv zu werden mit der Frage zu konfrontieren “warum nicht?” ist legitim.

    Vor einiger Zeit wand sich eine sehr grün-liberale salto-Bloggerin wie eine Anaconda um die Antwort auf die Frage “Wieso sie denn nicht in ihrer Kastelruther Pension Flüchtlinge aufnehmen wolle?”

    Klar stellt man eine solche Frage keiner 4-köpfigen Familie, welche im Europaviertel auf 70qm lebt, aber in diesem Fall ist die Frage legitim.

    Die ehrliche Antwort wäre auch legitim: “Weil ich keine Einbuße meines Lebens- und Vermögensstandard hinnehmen will.”

    Das ist die einzige ehrliche Antwort, auch wenn sie schwer über die Lippen kommt.

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    • Steffl

      Das ist ein Beitrag der der Wahrheit sehr nahe kommt. Ich habe schon öfters auf die Korrelation von sog. Gutmenschen (mag den Begriff absolut nicht, aber ihr wisst was ich meine) und Mitglieder der Grünen mit Wohlstand und Reichtum hingewiesen. Bei den Grünen finden sich auffällig häufig Leute die sich nie Gedanken um Geld machen müssen und die im Elfenbeinturm leben. Aus dieser Position kann man aber unmöglich sämtliche Facetten des Lebens begreifen, man ist also ziemlich einseitig in seiner Sichtweise. Wie gesagt, vollen Respekt haben besonders jene Leute verdient, welche in bescheidenen Verhältnissen leben und trotzdem tolerant sind, dafür aber weniger abgehoben als die Leute aus dem Elfenbeinturm.

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      • Man muss also in bescheidenen Verhältnissen leben, um glaubwürdig zu sein? Und wenn nicht, muss man wenigstens einen Flüchtling bei sich aufnehmen? Da bin ich anderer Auffassung.

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      • Steffl

        Weder noch, aber je mehr Facetten jemand kennt, umso mehr Eigenerfahrung und Einfühlungsvermögen besitzt man in der Regel.

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  • Jetzt fordert Andreas Pöder (BU) schon populistischerweise die Einführung einer — wie er es nennt — »Gutmenschenabgabe«, die jene zahlen sollen, die sich für die Aufnahme von Flüchtlingen aussprechen. Diesen Vorschlag werde er bei der Besprechung des Nachtragshaushalts einbringen. Bei Pöders Vorstoß handelt es sich um die »Weiterentwicklung« der dümmlichen Aufforderung, diejenigen, die Flüchtlinge nicht abweisen wollen, sollten sie bei sich zuhause aufnehmen. Vielleicht sollte sich Pöder, der sich ja sonst auch nicht ungern auf internationales Recht beruft, mal die Flüchtlingskonvention ansehen. Es geht hier nicht darum, Flüchtlinge zu wollen oder nicht zu wollen — sie sind eine Realität, sie haben, wenn der Flüchtlingsstatus anerkannt wird, Anrecht auf eine menschenwürdige Behandlung und das ist Aufgabe aller BürgerInnen. Im Übrigen gibt es schon viele mithelfende Freiwillige, weil Staat und Land ihre Pflichten nicht oder nur unzureichend erfüllen.

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    • Steffl

      Auch diesem Beitrag kann ich nur beipflichten. Ich glaube es muss einen Weg der goldenen Mitte zwischen dummen Sprüchen wie von Pöder und den sog. Gutmenschen die im Elfenbeinturm leben geben. V.a. sollte man menschlich bleiben und sich an geltende Gesetze wie die Flüchtlingskonvention halten.

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    • Ortler

      Wird auch eine Schlechtmenschenabgabe gefordert um den Menschen in ihrer Heimat zu helfen, Herr Pöder?

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  • Waltraud Astner

    Es ist wohl überall so üblich, dass wenn man etwas bestimmtes überdeutlich hervorheben will, sich einer Metapher, Umschreibung oder Übertreibung oder mitunter auch des Gegenteils davon, was man ausdrücken will, bedient, und dies nicht aus Sprachschwierigkeiten heraus. Schaut man dem Volk “aufs Maul”, hört man öfters Sätze wie “jo nocher tuas holt du selber” in versch. Situationen. Dies bekommen meist Leute zu hören, die zwar alles besser wissen, Umstände kritisieren, aber selbst kaum oder nie aktiv dazu beitragen, damit sich eine Situation verbessert. Deshalb, pervasion, wenn Ihnen die Bezirkskrankenhäuser am Herzen liegen, brauchen Sie nicht als Arzt oder Hebamme dort arbeiten, es gibt in allen Strukturen Möglichkeiten für Freiwillige, sich einzubringen, z.B. beim Weißen Kreuz, da genügt ein Kurs. Anderen liegen die Altersheime am Herzen. Im Altersheim Lana arbeiten mehr Freiwillige als fest Angestellte. Es soll sogar ehrenamtliche Laien geben, die in Sterbehospizen Todkranke betreuen. Oder denken wie an den Zivildienst. An alle freiwilligen Feuerwehren, die vor Ort in jeder Katastrophe ihren Mann/Frau stellen. Aber laut Herrn Wolf regelt dies ja alles der Staat mit den Steuergeldern. Zum Glück ist die reale Welt doch eine andere, wo die unwillkürliche und freiwillige Hilfe täglich erfahrbar ist.
    Herr Wolf möge sich als Mitgestalter eines öffentlich rechtlichen Fernsehsenders die Frage stellen, welche fundamentalen Informationen dieser der Bevölkerung des Vaterlandes Österreich und darüber hinaus zukommen lässt. Wo bleibt die Informationspflicht die bei den Verantwortlichen einzuholen und der Bevölkerung mitzuteilen, seine Aufgabe wäre. Wir hören nicht Konkretes. In der Flüchtlingsfrage geht es immer nur um Verschiebung der Kompetenzen um Aufteilung, Plätze und Asylverfahren. Die Bevölkerung hätte aber das Recht auf Antwort auf ganz andere Fragen. Wie viele Asylanten sollen überhaupt aufgenommen werden, gibt es einen Schlüssel oder ist die Zahl nach oben überhaupt offen? Was passiert mit den vielen untergetauchten Nichtberechtigten, die prozentuell auch immer mehr werden. Steigt die Kriminalität oder verlegen sie sich eher aufs Betteln. Werden illegale Behausungen zunehmen? Wie bringt man Menschen ohne Sprachkenntnisse und meist niedrigem Bildungsstatus, in absehbarer Zeit in Arbeit?
    Wie kann Integration bei so vielen gelingen, bei derart unterschiedlichen kulturellen Auffassungen ohne Parallelgesellschaften zu riskieren. Welche längerfristigen Auswirkungen hat der Männerüberhang (viele junge Männer ohne Frauen). Fragen ohne Antworten, konzept- und planlose Politik, ausgerichtet auf das Reagieren und keine zukunftsweisenden nachhaltigen Strategien.
    Aber da ist ja noch der “Schurkenstaat” Australien, der keine Illegalen Einwanderer aufnimmt, der Asylverfahren außerhalb des Landes abwickelt, der Arbeitsmigration sorgfältig plant und der sich in der Flüchtlingsfrage von den Profis des UNHCR ein geregeltes Resettlement Programm nahebringen lässt, das für die Migranten und die angestammte Bevölkerung verkraftbar und bereichernd ist.
    http://www.unhcr.de/mandat/dauerhafte-loesungen/resettlement.html
    http://www.nzz.ch/wirtschaft/wo-die-massen-willkommen-sind-1.18230241
    Wie human gehen wir hingegen mit den Flüchtlingen um. Wir überlassen sie der Schleusermafia, die sie hierherbringen. Wir können sie dann registrieren und unterbringen. Es gibt da zwar ein paar humanitäre Entgleisungen wie hier und da im Mittelmeer auf Kos oder in Traiskirchen usw. Aber wir nehmen alle, mögen kommen soviele wollen, auch jene die immer wieder aus dem Balkan anreisen um die Grundsicherung zu erhalten. Europa und nur Europa ist für Asylverfahren aus aller Welt, zumindest aus dem nahen Osten oder Afrika, zuständig. Einzelne anarchische Zustände wie in Calais oder Mazedonien muss man halt in Kauf nehmen. Es gibt aber auch in Europa einzelne Schurken, die sich überlegen wen und wieviele sie aufnehmen wollen und mit Illegalität so ihre Schwierigkeiten haben z,B. Großbritannien oder Polen. Also ich bin der Meinung,dass wie früher oder später zwangsläufug alle als “Schurkenstaaten” enden.

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    • Einige der von dir hier aufgezählten Fragen wären es wert, seriös besprochen und wenn möglich beantwortet zu werden. Pauschalisierungen und Trotzreaktionen (»mach es doch selber«…) sind jedoch einer ernsthaften Befassung mit dem Thema abträglich.

      Natürlich ist unsere Gesellschaft auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Das darf aber nicht dazu führen, solches Engagement quasi zur Voraussetzung für politische Mitsprache über staatliche Aufgaben zu erheben. Ich kann, muss mich aber nicht beim Weißen Kreuz oder in der Pflege engagieren, wenn ich über Bezirkskrankenhäuser oder Seniorenheime diskutieren will.

      Bürgerinnen und Bürger haben den Staat — den sie finanzieren — mit wichtigen Aufgaben betraut, gerade weil nicht jede/r selbst für alles sorgen kann, was sie/er für unverzichtbar hält.

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      • hunter

        finde auch, dass viele dieser fragen essentiell sind.
        ich halte es für fatal, dass menschen ohne registrierung/aufenthaltstitel quer durch europa gondeln. es gibt für diese menschen keine legale perspektive. das heißt nicht, dass sie notwendigerweise kriminell im klassischen sinne werden müssen, aber auch schwarzarbeit, illegales wohnen usw. schadet unserer gesellschaft sowie den betroffenen selbst, da sie eventueller ausbeutung hilflos ausgeliefert sind und leicht erpresst werden können.

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    • Die Art und Weise übrigens, wie dieser Herr Abart (nomen/omen?) seine Frage an Armin Wolf formuliert, lässt deine Interpretation als ziemlich unwahrscheinlich erscheinen: Da will jemand tatsächlich wissen, ob Wolf Flüchtlinge bei sich daheim aufnehmen würde… ohne Umschweife, ohne Interpretationsspielraum.

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    • Sabina

      Wenn es um Flüchtlingsfragen (und nicht nur um diese) geht, sollten wir zwei Ebenen klar unterscheiden: die Handlungsebene (was kann konkret wie gemacht werden, um soziale Problemlagen sowohl ursächlich als auch in ihrem unmittelbaren Ausdruck anzugehen) und die normative Ebene (auf welche Werte berufen wir uns, welche Ethik leitet uns).
      Wird Letztere im Namen eines unreflektierten „what works“ ausgeblendet oder bewusst verschleiert, katapultiert uns das – im besten Fall – in prämoderne Zeiten zurück.

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  • Steffl

    Til Schweiger nimmt Stellung zum Flüchtlingsproblem und nimmt dabei kein Blatt vor dem Mund. In meinen Augen hervorzuheben ist bei seinem Beitrag seine klare Aussage zu der Wurzel des aktellen Flüchtlingsstroms: der völkerrechtswidrige Krieg der USA im Jahre 2003 im Irak. Das war die Mutter aller “böser Taten” (Scholl-Latour) in den letzten 15 Jahren. Danach kamen dann noch Libyien, Syrien und u.a. die Ukraine dazu. In Mazedonien will die CIA schon wieder alles aufmischen und putschen, weil auch dort (wie in Griechenland und Ukraine) das russische Gas nach Europa fließt und der mazedonische Präsident dazu ein Abkommen unterzeichnet hat. Genauso wie Tsipras und Janukowitsch vor ihm.
    Immer mehr Leute, zum Glück auch Promis, benennen den wahren Grund hinter den Kriegen und Flüchtlingsströmen immer öfter. Auch wenn sie in Hollywood arbeiten. Das ist gut so.

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  • Steffl

    Ich möchte nochmal betonen, dass nur ich die Politik der USA kritisiere. Ohne die USA gäbe es mich selbst nicht mal, da meine Urgroßmutter (ich durfte sie eine Weile kennenlernen) in Pennsylvania geboren und aufgewachsen ist. Sie war US-amerikanische und italienische Staatsbürgerin Jg. 1915.

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    • Steffl

      Ich meinte, dass ich ausschließlich nur die Politik der USA kritisiere, nicht dass ich der Einzige bin der dies macht :-P.

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