Was Widmanns Wort wert war.

Orar Gherdëina.

Im Februar dieses Jahres hatte ich mich an die Landesregierung gewandt, um in Erfahrung zu bringen aus welchem Grund ladinische Sprache und Ortsnamen im öffentlichen Nahverkehr unberücksichtigt bleiben. Daraufhin hatten sowohl der Landeshauptmann als auch Landesrat Widmann versprochen, in dieser Angelegenheit für Besserung zu sorgen.

Nun hat Widmanns Mobilitätsabteilung vor wenigen Tagen den neuen Herbstfahrplan herausgegeben — ein ladinisches Wort sucht man darin aber immer noch vergeblich. Dabei hätte sein Amt rund ein halbes Jahr Zeit gehabt, die Situation zu ändern.
Es ist also davon auszugehen, dass in der Landesverwaltung Wille und Sensibilität fehlen, den Ladinern auch nur einen Teil des Respekts zukommen zu lassen, der für die beiden größeren Sprachgruppen so selbstverständlich ist.

In seiner Antwort hatte Widmann damals festgestellt, es gebe (laut DPR. 574/88) zwar keine rechtliche Handhabe, die SAD und andere Konzessionsnehmer zur Dreisprachigkeit zu verpflichten — man werde sich jedoch dafür einsetzen, eine Lösung herbeizuführen.
Im eigenen Ressort hätte der Landesrat jedoch sehr wohl die Möglichkeit gehabt, eine sofortige Änderung durchzusetzen. Doch offenbar fehlt sogar dafür jegliches Engagement. Eine Schande.

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