Nordkatalanische Sozialistinnen gegen Repression.
Bloßstellung der PSC

Die nordkatalanischen Sozialistinnen werden sich an einer Großkundgebung für die Freilassung der politischen Gefangenen und gegen die Repression beteiligen, die am Sonntag in Barcelona stattfinden wird. Dies kündigte Hermeline Malherbe-Laurent, Präsidentin des Consell General dels Pirineus Orientals (Nordkatalonien, zu Frankreich) gestern in einer Pressekonferenz in Perpinyà an. Die »Verletzung von Grundrechten und die widerrechtlichen Festnahmen« gingen Volksvertreter- und Bürgerinnen gleichermaßen etwas an, es gehe hier nicht »um Unabhängigkeit oder nicht«.

Wen die nordkatalanischen Sozialistinnen, die im Département die Mehrheit stellen, in Barcelona nicht treffen werden, sind ihre örtlichen Brüder und Schwestern. Die Sozialistinnen der PSC, deren Mutterpartei (PSOE) in Madrid die Minderheitsregierung von Mariano Rajoy (PP) und die Zwangsmaßnahmen gegenüber Katalonien stützt, ziehen es seit Monaten vor, mit PP und Ciutadans (Cs) gemeinsame Sache zu machen. Die häufige Anwesenheit rechtsextremistischer Kräfte bei gemeinsamen Demonstrationen scheint sie nicht weiter zu stören.

Aufgrund ihrer Haltung im Konflikt zwischen Madrid und Barcelona kündigte Barcelona en Comú die Koalition mit der PSC in der katalanischen Hauptstadt auf.

Die Teilnahme der nordkatalanischen Sozialistinnen an der geplanten Großkundgebung stellt eine nie dagewesene öffentliche Bloßstellung dar, da es historisch eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden Parteien dies- und jenseits der Grenze gab.

Siehe auch: [1] [2] [3] [4]