Prämie trotz Sprachverhunzung.

Schon seit mehreren Jahren laufen in Südtirols Trenitalia-Regionalzügen automatische Durchsagen, die jeder Beschreibung spotten. Obwohl auch ranghohe Mitarbeiter des Landesmobilitätsressorts regelmäßig diese Verbindungen nutzen und somit Zeugen des Missstands sind, hat sich daran nie etwas geändert. Eine Kostprobe:

 


Transkription: »Guten Abend, willkommen a en Bord des Zuges 10950. Der Zug hält in Waidbruck, Klausen, Brixen u en de erreicht Franzensfeste um 21 Uhr 13 Uhr. Trenitalia wünscht Ihnen eine angenehme Fahrt.«

Doch seit einiger Zeit handelt es sich bei den Zügen technisch nicht mehr um reine Trenitalia-Regios. Es ist jetzt das Land Südtirol, welches die Staatsbahnen mit der Durchführung der Fahrten beauftragt und somit eigentlich die Auflagen und Bedingungen diktieren könnte. Offensichtlich besteht aber gar kein Interessen, durch straffe Verträge für diesbezügliche Verbesserungen zu sorgen. Im Gegenteil: Trenitalia werden vom Land sogar jährlich hohe Effizienzprämien aus Südtiroler Steuergeldern ausbezahlt — unter anderem dafür, dass wir uns Tag für Tag diese Sprachverarschung anhören dürfen. Wo außer hier wäre es vorstellbar, dass eine offizielle Amtssprache derart systematisch verhunzt wird?

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