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Witzgebilde.

zu ff Nr. 02 vom 12. Jänner 2012

In seinem Leitartikel vermischt Norbert Dall’Ò das begriffliche Problem (was ist ein »Freistaat«, was heißt »Vollautonomie«?), welches auch von aufgeworfen wurde, mit der inhaltlichen Frage nach Sinn und Unsinn eines unabhängigen Südtirol. Über die pauschale Verhöhnung von Kleinstaaten als »Witzgebilde« hinaus bleibt er eine Erklärung schuldig, warum wir am Europa der Nationalstaaten festhalten sollten, anstatt es endlich aufzubrechen, um ein bürger- und realitätsnäheres Modell voranzutreiben.

Siehe auch: 1/ 2/

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8 replies on “Witzgebilde.”

dafür trifft er hier (…) den nagel, wie ich meine, auf den kopf

Wie sagt doch schon Magnago so gern: Auch ein blindes Huhn findet manchmal ein Korn. :D

dafür trifft er hier (…) den nagel, wie ich meine, auf den kopf

Da bin ich etwas anderer Meinung, es klingt ja gut wenn er schreibt “Für den Job, den jeder macht, soll es ein angemessenes Gehalt geben”, aber was ist ein angemessenes Gehalt? Ist meine Arbeit als Magazineur wirklich nur ca. 10%(wenn man nur den Gehalt nimmt, über die anderen Spesen besser nicht reden) eine Landeshauptmanns wert? Vor 15 Jahren z.B. war meine Arbeit(selber Arbeitgeber, selbe Arbeit) noch fast 18% wert, im Vergleich! Da läuft doch was falsch!!

@ jonny
prinzipielle zustimmung. um die gehaltsschere ging es in diesem leitartikel aber in erster linie nicht, sondern um den automatismus “politiker verdienen grundsätzlich zu viel” und um die frage nach priviligien, mehrfachbeschäftigungen und dergleichen.
welche gesellschaftliche und damit monetäre wertigkeiten die verschiedensten tätigkeiten dann haben, ist eine andere frage. wobei ich da völlig auf deiner seite bin. die kluft zwischen lagerarbeiter und manager müsste eher weniger anstatt wie derzeit immer größer werden.
höheres gehalt ist meines erachtens durch verschiedene faktoren gerechtfertigt:

unmittelbare gefahr für die gesundheit
physische und psychische belastung
verantwortung (die dann natürlich auch übernommen werden muss)
umfang der und entsprechender aufwand für die ausbildung
besondere (da seltene) fähigkeiten

Um was geht es denn dann, wenn man über ein angemessenes Gehalt spricht? Oder kann ich mir auch meinen “angemessenen” Gehalt selbst aussuchen?
Der LH verdient zuviel, weil viele,viele andere zu wenig verdienen, und da haben wir schon die Gehaltsschere!
Gib einem Busfahrer, oder Magazzineur 2000-2500 Euro, und keiner wird sich über den LH aufregen, oder ist so eine Gehalt für einen Magazzineur/Busfahrer nicht “angemessen”?

man stelle sich vor, dass chefposten des bbt, eine professur in wien sowie die präsidentschaft der uni bozen alles keine vollzeit-jobs sind. sie werden nämlich von einem einzigen mann – einem tausendsassa – ausgeübt.

zwischen 80 und 320 tausend euro jährlich gibt’s für derartige teilzeitjobs. nicht übel.

ich glaub, ich arbeite jetzt auch nur mehr teilzeit.

http://zigorimedia.wordpress.com/2012/01/25/der-reiz-der-nicht-immer-so-privaten-privatwirtschaft-gute-gehalter-auch-fur-teilzeitjobs/

Meine Stellungnahme zum ff-Leitartikel wurde erst in der heutigen ff veröffentlicht, obwohl ich sie schon am 15.01. gemailt hatte. Dafür in abgeänderter Form.

Originalfassung:

In seinem Leitartikel vermischt Norbert Dall’à’ das begriffliche Problem (was ist ein »Freistaat«, was heißt »Vollautonomie«?), welches auch von der Brennerbasisdemokratie aufgeworfen wurde, mit der inhaltlichen Frage nach Sinn und Unsinn eines unabhängigen Südtirol. Über die pauschale Verhöhnung von Kleinstaaten als »Witzgebilde« hinaus bleibt er eine Erklärung schuldig, warum wir am Europa der Nationalstaaten festhalten sollten, anstatt es endlich aufzubrechen, um ein bürger- und realitätsnäheres Modell voranzutreiben.

Simon Constantini, Brixen
http://www.31bbd.eu

Veröffentlicht:

In seinem Leitartikel ver­mischt Norbert Dall’à’ das begriffliche Problem (was ist ein “Freistaat”, was heißt “Vollautonomie”?) mit der inhaltlichen Frage nach Sinn und Unsinn eines unabhängigen Südtirol. Über die pauschale Verhöhnung von Kleinstaaten als “Witzgebilde” hinaus bleibt er eine Erklärung schuldig, warum wir am Europa der Nationalstaaten festhalten sollten, anstatt es endlich aufzubrechen, um ein bürger- und realitätsnäheres Modell voranzutreiben.

Simon Constantini, Brixen

Jeder Hinweis auf BBD — obgleich wohl keine ernsthafte Konkurrenz — wurde entfernt. Anders als Parteien, scheinen Blogs (bzw. Think Tanks) bei Südtiroler Medien nicht willkommen zu sein.

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