Militarismus hinterfragen.

Auf Betreiben der Südtiroler HochschülerInnenschaft — und unter Mitwirkung des Bozner Stadtarchivs — wird am Freitag, 4. Mai an der Uni in Bozen eine Tagung stattfinden, bei der der Militarismus kritisch durchleuchtet werden soll. Anlass ist der demnächst stattfindende Alpiniaufmarsch in der Landeshauptstadt. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Kulturstadträtin Patrizia Trincanato.

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8 replies on “Militarismus hinterfragen.”

Natürlich ist zu hoffen, dass bei der Veranstaltung der Unterschied zwischen einem offiziellen Heer und einem historischen Verein (und deren jeweiligen politischen Ambitionen) berücksichtigt wird, die niwo gut dargelegt hat.

Und selbstverständlich ist auch die Frage legitim, ob dieselben Akteure bei einer schützenkritischen Veranstaltung (etwa im Vorfeld des Landesfestumzuges) im Sinne der Äquidistanz auch auf die Alpini verwiesen hätten/haben. Nichtsdestoweniger halte ich die Konferenz für eine exzellente Sache und für eine ausgezeichnete Gelegenheit, um das Problem zu beleuchten.

Se non fosse che ho già  da fare andrei a vedere che dicono…
Boh… così sulla carta un’associazione privata (e pacifica) come gli Schützen, che si rifà  ad una milizia popolare del passato che combatteva SOLO ed unicamente per autodifesa (o che resisteva alle invasioni) non dovrebbe uscirne poi tanto male… ma fin dalla locandina vien accostata ad un esercito regolare moderno, che,per quanto ne sappia, non ha invece mai combattuto in difesa!
Mah… sarà  che il suono è quello, ma i nostri fucili da parata non possono, nemmeno volendo, uccidere nessuno: questa differenza essenziale, pare essere sfuggita ai più! :dunna:

gia´ il manifesto la dice lunga….Trincanato, quella che non risponde neanche alle mail del SSB ;) e poi li paghiamo pure questi qui…mah….

Liebe Leute,

hier tun einige Richtigstellungen not:

1. die Veranstaltung wurde nicht von P. Trincanato oder den Grünen initiiert, sondern von der Südtiroler HochschülerInnenschaft, das Stadtarchiv haben wir als Partner ins Boot geholt, es hat konzeptionell und organisatorisch mitgearbeitet. P. Trincanato übernimmt als Stadträtin für Kultur eine Art Schirmherrschaft.

2. Ist das Ziel unserer Veranstaltung, alle Formen von öffentlichen Militarismus kritisch zu beleuchten. Jede auch nur halbwegs historisch interessierte Person dürfte die wissenschaftliche Reputation der Referenten und Referentinnen kennen, die alleine schon einen hohen Grad an Seriosität und Objektivität garantiert.

3. Wer aus dem Plakat, den einzelnen Vorträgen bzw. deren Titel eine “schützenkritische” Tendenz herausliest, scheint mir, gelinde gesagt, unter Verfolgungswahn zu leiden. Das Bild – wer kennt es nicht? – ist über 40 Jahre alt, es ziert die Erstausgabe eines der wichtigsten Bücher über Südtirol. Wir bedienen uns der wohl ältesten Kulturtechnik der Kritik und des Widerstands: Des Humors…
Wir wollen niemanden angreifen, weder Alpini noch Schützen – kritisch über deren Symbolik und den Bildern von marschierenden Militärkorps nachzudenken, wird wohl in jeder freien Gesellschaft erlaubt und legitim sein.

wir hoffen, dass die Sache nun etwas klarer ist. Und ja: Sie sind alle herzlichst eingeladen, um mit uns mitzudiskutieren.

sh.asus

@ Florian Huber:

1. Danke, ich habe das korrigiert. Frau Trincanato hatte vor einiger Zeit medienwirksam angekündigt, dass sie eine Veranstaltung ins Leben rufen möchte, um — im Hinblick auf das Alpinitreffen — eine kritische Auseinandersetzung mit dem Militarismus zu fördern. Dass ihr nun die SH zuvorgekommen ist (und sie selbst »nur« die Schirmherrschaft übernimmt), wusste ich nicht. Ich entschuldige mich für die Fehlinformation.

2. Niemand hat die Seriosität der Referenten angezweifelt.

3. Jede kritische Auseinandersetzung mit dem Militarismus ist mir als Pazifisten willkommen, genauso wie ich die »älteste Kulturtechnik« grundsätzlich gutheiße. Trotzdem soll es mir gestattet sein, (auch aufgrund der gewählten Bilder und des Titels einiger Vorträge) meine Hoffnung darüber auszusprechen, dass der Unterschied zwischen einem offiziellen Heer und einem historischen Verein berücksichtigt wird.

Ich wiederhole aber:

Nichtsdestoweniger halte ich die Konferenz für eine exzellente Sache und für eine ausgezeichnete Gelegenheit, um das Problem zu beleuchten.

No, non ho manie di persecuzione, anche perchè sono diventato piuttosto immune alle critiche di questo genere. Il problema quì è il seguente: si mette a confronto un militarismo formale con un militarismo sostanziale, senza mettere in chiaro che si tratti di due esempi completamente distinti.
Per quel che riguarda l’indagine storica, tutti dovrebbero sapere, tanto le Musikkapellen che le Schützenkompanien si sono evolute a partire dallo stesso nucleo, ovvero le Schützenkompanien vetero-tirolesi (cos’erano i pifferi ed i tamburi che accompagnavano le marce degli antichi eserciti se non gli antenati delle moderne bande?). Nessuno però oggi si permetterebbe di criticare i comandi militari (sono gli stessi) o quelle che a torto si usa chiamare “uniformi” di una sfilata di bande.
Le armi da parata? Quelle sono una conquista che ha poco più di 10 anni (ed in molte manifestazioni non vengono neanche impiegate)… però come anche tu dici, la critica al militarismo degli Schützen tiene banco da oltre 40 anni, come indica l’immagine sopra…
Dunque? temo che la scusa del militarismo e la costante critica che vorrebbe la politica totalmente estranea alle associazioni siano da sempre ottimi alibi per respingere delle richieste politiche non gradite…

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