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Cosa rimane.

A differenza della quasi totalità del mainstream mediatico sudtirolese su non abbiamo rinunciato a segnalare con forza le criticità e le problematicità dell’adunata degli alpini. Al contrario di altri, però, abbiamo anche cercato di «tenere la barra al centro», evitando di cadere nelle esagerazioni. Riconosciamo pure al raduno di avere avuto, almeno per molti versi, un carattere popolare e festoso. La maggior parte dei veterani sono venuti in questa terra non per provocare, ma per celebrare una loro — pur discutibile — esperienza di vita. I problemi, semmai, stanno a monte.

Ma è molto più interessante chiedersi quale possa essere il significato di questo evento per Bolzano e per il Sudtirolo. Durante le ultime settimane e, con maggiore insistenza, negli ultimi giorni, abbiamo sentito dire che l’adunata sarebbe stata non solo una prova, ma perfino un sostegno, un catalizzatore per la convivenza. Abbiamo letto che «i bolzanini» hanno «finalmente sdoganato» il tricolore e l’inno di Mameli.

Non voglio derubare nessuno dei suoi simboli o della libertà di identificarsi con ciò che vuole. Ma proprio questo ragionamento mi porta anche ad avvertire che chi sogna una società unita e coesa sotto i simboli di una sola parte entra in un vicolo cieco. La bandiera della nazione italiana o quella della nazione tedesca non possono rappresentare la complessità di una società come la nostra, che si pone al di fuori degli schemi nazionali — se non a costo di assimilarne una larga fetta. A una concezione della coesione al ribasso voglio contrapporre, ancora una volta, l’idea che caratterizza la nostra proposta: cercare ciò che ci unisce — senza rinnegare ciò che ci contraddistingue — e di cercarlo tra di noi. Gli alpini che vengono da tutta Italia, ma che dopo qualche giorno se ne vanno, possono creare un’illusione, ma ovviamente non danno risposte ai problemi che dobbiamo risolvere qui.

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8 replies on “Cosa rimane.”

Guter Artikel. Prinzipiell hat niemand etwas gegen ein Volksfest einzuwenden und viele Alpini sehen in diesem Treffen wohl in erster Linie ein nostalgisches Volksfest – wobei, wie im Artikel aufgezeigt wird, der militärische Charakter, der hinter einem Alpinitreffen steht, nicht sehr geeignet ist, daraus ein Fest des Friedens zu konstruieren.
Besonders fatal ist der nationalstaatliche Ansatz in der Symbolik, der sich als roter Faden durch das gesamte Treffen zieht. Diese Symbolik ist für einen Teil der SüdtirolerInnen immer mit Zwang bzw. Druck zur Assimilierung verbunden. Würde dieser Symbolik ein deutsches Pendant gegenübergestellt, wäre dies ein Fahnenmeer aus deutschen Flaggen, im Sinne einer pangermanistischen Idee.
Beides, italienischer Nationalismus und deutscher Nationalismus, ist für Südtirol schon etliche Male fatal gewesen. Dieser Tatsache sollten sich alle Akteure bewusst sein – ein Spaziergang durch Bozen beweist, dass diesbezüglich jegliches Feingefühl gefehlt hat und fehlt.
Der inklusive Nationalismus der Alpini, wie es Hans Heiss formuliert, ist für Südtirol keine Basis, wie auch ein einschließender deutscher Nationalismus keine Basis wäre.
Was Südtirol notwendig hat ist eine Abrüstung an nationalstaatlichen Symbolen und Begehrlichkeiten.

Ich stimme Niwo absolut zu, eine Abrüstung bei nationalstaatlicher Symbolik wäre angesagt, in ganz Europa. Bei allem Volksfestcharakter der “adunata” bleibt der Grundtenor des Aufmarschs ein patriotisch-militärischer, gleich ob die Alpini in Triest, Latina oder Bozen einfallen. Abgesehen davon, dass die Losung “Un popolo – una nazione – Dalla Sicilia all’Alto Adige” wohl den meisten Südtirolern sauer aufstößt, sie passt nicht in den anschließend beschworenen “unpolitischen” oder gar europäischen Geist der Alpini. Es erinnert vielmehr an China, das alle 54 Minderheitenvölker als zur “chinesischen Nation gehörig” betrachtet, aber halt mit anderem ethnischen Charakter.
General Primicerj hat im RAI Sender Bozen in hervorragendem Deutsch den völkerverbindenden Charakter im europäischen Geist der adunata betont und Südtirols Brückenfunktion zu den deutschsprachigen Nachbarn. In den Medien waren allerdings keine Europa-Fahnen oder irgendwelche Zeichen und Symbole für mehr Europa-Bewusstsein zu sehen. In anderen Kommentaren bleibt von den Alpini überhaupt nur mehr der opferbereite Zivilschützer übrig. Verbal lässt sich das ganze rückwärtsgewandte Spektakel beliebig drehen, überhaupt beliebig Mehrdeutigkeit pflegen: das Militär ist eigentlich zivil, ein patriotisches Fest eigentlich international-europäisch, die Najoni alle Friedenshelden. Verbal geht alles zusammen.

Grossartig auf den punkt gebracht. mir kommt vor, dass man manche floskeln (europäisch, zusammenleben), egal wie unpassend der kontext ist, einfach oft genug wiederholen muss, damit sie die menschen glauben. durch die biblische wiederholung werden sie offensichtlich wahr. eine begründung, warum martialisches marschieren europäisch und gut fürs zusammenleben, vielleicht sogar modern statt rückwärtsgewandt ist, bleiben sie freilich schuldig, da es sie nicht gibt.

Verbal lässt sich das ganze rückwärtsgewandte Spektakel beliebig drehen, überhaupt beliebig Mehrdeutigkeit pflegen:

Ganz so wie Klaus Runer, Bürgermeister von Terlan, der in der Sendung pro und contra (RAI BZ), das Alpinispektakel mit Mehrsprachigkeit und Offenheit in Verbindung brachte.

Oceanic society rests ultimately on the belief that Big Brother is omnipotent and that the Party is infallible. But since in reality Big Brother is not omnipotent and the Party is not infallible, there is need for an unwearying, moment-to-moment flexibility in the treatment of facts. The key-word here is blackwhite. Like so many Newspeak words, this word has two mutually contradictory meanings. Applied to an opponent, it means the habit of impudently claiming that black is white in contradiction of the plain facts. Applied to a Party member, it means a loyal willingness to say that black is white when Party discipline demands this.

george orwell, 1984

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