Napolitano und Fußballsiege.

Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano stellt neuerdings einen Zusammenhang zwischen Erfolg bei der Fußball-EM und der Fähigkeit einer Nation zur Krisenbewältigung her.

Die Wirtschaftskrise und die Fußball-EM sind zwar im Grunde zwei verschiedene Dinge — ist aber ein Land in Krisenzeiten auf dem Fußballplatz erfolgreich, so ermutigt das die Bevölkerung und das ganze Land bei der Krisenbewältigung.

Dass Fußball-Großereignisse gesellschaftlich zentrale Veranstaltungen sind, beweist schon die Tatsache, dass sämtliche Ministerpräsidenten bzw. Staatsoberhäupter ihren Nationalteams die Aufwartung machen. Napolitano bildet hier keine Ausnahme. Die Medien befeuern ihrerseits die nationalstaatliche »Sache« mit teils archaisch, militärisch anmutendem Vokabular. Eine von mir geschätzte Oberschullehrerin beschrieb Fußball-Großereignisse als Ersatzkriege. Wie dem auch sei, die Faszination Fußball begeistert und beschäftigt die Massen. Ein Spiel mit simplen, leicht verständlichen Regeln, das im afrikanischen Hinterhof ebenso gespielt werden kann, wie in einer modernen Arena. Ein Spiel, das trotz Korruptionsskandalen und knallhartem wirtschaftlichen Business den Traum von der Durchlässigkeit der Gesellschaft nährt. Hier zählen zumindest theoretisch weder Hautfarbe noch soziale Herkunft, sondern einzig Können und Talent.

Zurück zu den Aussagen Napolitanos: Für ein Minderheitengebiet entwickeln derartige Verknüpfungen eine besondere Brisanz. Aus verfassungspatriotischer Logik müssten SüdtirolerInnen nun wohl ebenfalls der italienischen Mannschaft den Daumen drücken? Nach derselben Logik wurde ja vor einem Jahr eine gebührende Teilnahme Südtirols an den 150-Jahr-Feiern Italiens gefordert. Auch von Leuten, die sonst gerne vom grenzenlosen Europa philosophieren.

Wer sich diesem nationalstaatlichen Druck widersetzt, muss sich jedenfalls rechtfertigen — nicht umgekehrt. In Zukunft werden sich (zahlreiche) SüdtirolerInnen, die nicht der italienischen Nationalmannschaft den Daumen drücken, wohl auch für die Wirtschaftskrise und die erhöhten Steuern rechtfertigen müssen. Laut Napolitano gibt es da ja einen Zusammenhang. Leute, die noch immer vom Alpinitreffen schwärmen, wie ein Pubertierender vom ersten Alkoholexzess, werden dem Staatspräsidenten wohl sekundieren. Schließlich fördern nächtelange Hupkonzerte und grün-weiß-rote Autokorsos durch Südtirols Dörfer den gesellschaftlichen Zusammenhalt und neuerdings auch die wirtschaftliche Genesung des Landes. Eigenartig nur, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt in Südtirol häufig über die Symbole und Logik des Nationalstaates definiert wird. Eine wirklich funktionierende Autonomie sollte hier eigentlich Alternativen anbieten und einen gesellschaftlichen Zusammenhalt in einem Kontext abseits der nationalstaatlichen Logik garantieren. Südtirols Autonomie ist dazu nicht imstande — einer der gravierendsten Konstruktionsfehler unserer Autonomie, der im Rahmen eines Nationalstaates wohl auch schwerlich zu überwinden ist.

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46 replies on “Napolitano und Fußballsiege.”

Ich versteh diesen Artikel nicht. Ausgangspunkt ist ein recht aussageschwaches Zitat von Napolitano und das was folgt kann ich am ehesten noch als stark emotionale Assoziationkette verstehen … aber sonst …

– ??? “Verfassungspatriotische Logik”
– ??? “Wer sich diesem nationalstaatlichen Druck widersetzt, muss sich jedenfalls rechtfertigen — nicht umgekehrt.”

auf der anderen seite fahren dann autos mit südtiroler nummernschild und deutschlandfahne am fenster durch die dörfer und städte. bizarrer “ersatzkrieg” in südtirol.

aber napolitanos aussage eine art hypernationalistische und minderheitenfeindliche note anzudichten halte ich für gewagt. ich orte auch nicht viel druck, unbedingt tifoso für die azzurri sein zu müssen.

wobei ich die kritik am prinzip “nation” dennoch teile. ich glaube nur, dass man nicht zu aggressiv jenen gegenüber sein sollte, die noch nicht auf die idee gekommen sind, dass ihr verinnerlichtes jedoch nicht übersteigertes nationalgefühl ein problem sein könnte.

ich glaube nur, dass man nicht zu aggressiv jenen gegenüber sein sollte

Das glaube ich auch. Aber es hängt halt schon davon ab, wer sowas verzapft: Ein Staatspräsident könnte trotz seines Amtes die nötige Sensibilität aufbringen — und wenn nicht, dann darf man ihn m.M.n. wenigstens kritisieren und auf die Widersprüchlichkeit seiner Äußerungen hinweisen. Schließlich sehen sich die Anhänger des Nationalstaats gerne als die Weltoffenen und als die wahren Europäer und merken gar nicht, wie wenig das häufig der Fall ist.

p.s.: vielmehr ist man ja bisweilen in erklärungsnotstand, wenn man völlig unpolitisch einer italienischen mannschaft die daumen drückt. unterstützt man hingegen england oder spanien fragt keiner: “wos bischn du für oaner?”
ist es nicht auch ausdruck einer entnationalisierung, wenn man einfach zu einer mir sympatischen mannschaft hält? bis zum wm-finale in südafrika (wo sie sämtliche sympathien verspielt haben) hab ich mich z. b. immer gefreut, wenn die holländer gewonnen haben. oder auch nigeria hab ich immer gern gemocht.

vielmehr ist man ja bisweilen in erklärungsnotstand, wenn man völlig unpolitisch einer italienischen mannschaft die daumen drückt.

Das hängt freilich vom Umfeld ab. Aber man »muss« sich ja rechtfertigen, weil Sport und Politik gewöhnlich nicht getrennte Bereiche sind. In Südtirol lässt das Fanverhalten vermeintlich Rückschlüsse auf die politische Einstellung und sogar auf den gesellschaftlichen Status bzw. den Intellekt zu. [1]

Als ich in der Schweiz lebte, habe ich sehr wohl häufig aus sportlichen Überlegungen den Italienern die Daumen gedrückt. Seit ich wieder zurück bin, bleibt mir eigentlich gar nichts anderes übrig, als ein frühzeitiges Ausscheiden zu erhoffen — und das hat ausschließlich damit zu tun, dass Siege der Azzurri regelmäßig das Klima im Lande vergiften (Dux-Flaggen vor dem Siegesdenkmal, Autokorsi mit provokativen Exkursionen in die Dörfer etc.). Wenn es zutrifft, dass es ähnliche Provokationen auch von Deutschlandfans gibt, was ich in meiner Umgebung nicht bestätigen kann (obschon hier viele zu Deutschland halten), gilt das natürlich auch umgekehrt.

Wenn man zu Holland oder Nigeria hält, hat das hierzulande freilich keinerlei politische Bedeutung, es sei denn, sie spielen gerade gegen Deutschland oder Italien. Deshalb auch der entsprechend geringere bzw. nicht vorhandene Rechtfertigungsdruck.

schon weit weit weg vom thema… die besagte volksschullehrerin hätte wohl mit ‘thema verfehlt’ den aufsatz bewertet!

Interessant finde ich, dass Diskussionen um die Sportautonomie immer wieder mit der Begründung abgetan werden, man solle Sport und Politik bitte nicht vermischen. Dabei wären gerade eigene Mannschaften dazu angetan, den Ersatzkrieg in einen Katalysator für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu verwandeln – wie in der Schweiz.

Ob ein Sportereignis aber jetzt, wo es darum geht, handfeste wirtschaftliche Probleme zu lösen, von Nutzen sein kann, wage ich zu bezweifeln. In Italien ist Fußball ja vor allem Ablenkung, panem et circenses. Dass der kürzlich aufgedeckte, abermalige Fußballskandal eine korrupte Realität offenbart hat, trägt wohl auch nicht unbedingt zum Vorbildcharakter der Jungs bei.

Einige Klarstellungen zum Artikel:
1. Das Zitat Napolitanos mag zwar schwach sein und es mag gewagt sein, obige Interpretation vorzunehmen. Aber immerhin handelt es sich um ein gewähltes Staatsoberhaupt und da sind Aussagen nun mal generell sensibel.
Ich persönlich bezweifle auch, dass ein Fussballereignis imstande ist konkrete wirtschaftliche Probleme zu lösen. Aber Napolitano hat mit seiner Aussage zumindest eine Stärkung des nationalen Zusammenhalts aus einem Fussballereignis abgeleitet. Und hier greift m.E. der soziale Aspekt von Sportereignissen. Damit es einen Sieger gibt, braucht es einen Verlierer. Es kann nur jemand erster sein, wenn es einen zweiten, dritten, vierten usw. gibt. Wenn also ein Sieg einer Fussballmannschaft im KO System, frei nach Napolitano, den nationalen Zusammenhalt steigert, dann müßte im Umkehrschluss der nationale Zusammenhalt im Land des Verlierers geschwächt werden. Wollen wir dies? Da glaube ich ist es doch besser man läßt Sport ein Spiel sein und strapaziert das Nationale nicht über. Dessen sollten sich Staatsoberhäupter bewusst sein. Viele Fans feiern im Vor- und Umfeld von Turnieren ja sowieso gemeinsam.
2. Es wäre oberflächlich zu behaupten, dass große Fussballereignisse in Südtirol nicht immer wieder das Klima vergiften. Es geht ja häufig nicht darum einen Sieg zu feiern sondern, denjenigen, die nicht mitfeiern zu zeigen wo der Hammer hängt. Ein ausschließender Nationalismus. Je nach Umfeld sind diejenigen, die sich diesem ausschließenden Nationalismus widersetzen, Rechtfertigungen ausgesetzt. Für diese Aussage gibt es vielleicht keine wissenschaftlichen Beweise, aber aus persönlichen Erfahrungen kann ich diese Behauptung bestätigen.
Nun gibt es in Südtirol eine nationalstaatliche Antwort auf ein nationalstaatliches Phänomen. Die Community der Südtiroler Deutschlandfans antwortet einem nationalstaatlichen Faktum mit derselben Logik. Dass diese Logik zu keinem gesellschaftlichen Zusammenwachsen führt ist klar.
3. Deshalb wäre es mehr als aktuell in Südtirol laut über eine vollständige Sportautonomie nachzudenken. Mal vom immensen Werbeeffekt abgesehen, würden gesamtsüdtiroler Sportgruppen mehrere Dinge lösen.
a) den Zusammenhalt zwischen den verschiedenen Sprachgemeinschaften fördern.
b) Förderung der Integration von neuen SüdtirolerInnen. Im Sport zählt Leistung, weder Hautfarbe, Religion oder sonstwas.
c) Für Südtirol ergäbe sich ein Werbeeffekt, der im zweistelligen Millionenbereich einzuordnen ist. Wir müssen da nicht nur von den Sportarten reden in denen Südtirol Weltniveau hat. Auch eine Südtiroler Fussballmannschaft würde in den Qualifikationsbewerben mitspielen und regelmäßig, je nach Auslosung, auf große Fussballschwergewichte treffen. In diesen Ländern bekäme man dann sozusagen beinahe zum Nulltarif große redaktionelle Berichte über unser Land. Im Falle der Färöer Inseln (Teil von Dänemark, aber mit eigener Fussballmannschaft) trifft dies voll ein.
d) Auch mit einer Sportautonomie ist es natürlich allen SüdtirolerInnen freigestellt, seine Sympathien SportlerInnen oder Mannschaften außerhalb Südtirols entgegenzubringen oder dies zu feiern. Aber im Gegensatz zu heute, würde der nationalstaatliche Stachel gezogen. Institutionell vertreten dann ja Südtirols SportlerInnen offiziell unser Land. Ein Italienfan oder Deutschlandfan bekommt dann schrittweise die Bedeutung die heute ein Brasilien- oder Hollandfan hat.

Auf Telepolis ist vor wenigen Tagen ein interessanter Artikel zu genau diesem Thema erschienen. Dabei wird ein Buch zitiert, welches sich mit Fußballpatriotismus in Krisenzeiten auseinandersetzt. Die Autorin kommt dabei zum Schluss, dass gerade in Krisenzeiten der Fussballpatriotismus neue Höhenflüge erlebt und erklärt es so: “Die Nation hat in Krisenzeiten den psychologischen Vorteil, dass Zugehörigkeit nicht verloren gehen kann. Während eine Stelle gekündigt und ein Vermögen verschwinden kann, bleibt die Zugehörigkeit zur Nation für die bereits Zugehörigen bestehen” Ihre Untersuchung wurde in Deutschland gemacht, ich glaube aber, die Ergebnisse lassen sich auch auf andere Länder ummünzen. Insofern hat Napolitano geschickt die allg. Stimmung in Italien ausgenutzt. Auf Südtirol gemünzt, könnte es bedeuten, dass bei vielen deutschsprachigen Südtirolern eigentlich der Deutschnationalismus gestärkt werden müsste. Da weder Südtirol noch Österreich bei der EM teilnehmen, ist zu erwarten, dass eine Rückkehr zu Österreich bzw. ein unabhängiges Südtirol nicht durch die EM beflügelt wird.

Der Artikel von Telepolis ist höchst aufschlussreich, man kann nur allen empfehlen, ihn zu lesen.

Südtirol und Österreich »profitieren« zwar im Fußball (!) nicht vollständig von der zusammenschweißenden Wirkung der EM, doch ich kann von meiner Erfahrung in der Schweiz — die ja im Fußball ebenfalls nicht erfolgsverwöhnt ist — dass sehr viele Tessiner kein Problem haben, gleichzeitig zur Schweiz und zu Italien zu halten und daraus auch keine nationalistische Frage machen. Deutsch- und Welschschweizer halten eher weniger zu Deutschland oder Frankreich. Aber es ist selbstverständlich, dass alle gemeinsam den Schweizer Teams die Daumen drücken, selbst dann, wenn gar kein Spieler aus dem eigenen Sprachgebiet vertreten ist. So gesehen glaube ich schon, dass eigene Mannschaften, unabhängig von ihrem Erfolg, wesentlich dazu beitragen würden, die Angelegenheit zu entschärfen und der nationalistischen Logik zu entziehen. Niwo übertreibt vielleicht ein wenig, wenn er sagt, dass Italien und Deutschland dann die gleiche Bedeutung hätten, wie heute Brasilien oder Holland, aber es wäre sicherlich ein Schritt in die Richtung einer solch »laizistischen« Entwicklung.

Im Übrigen zeigt sich ja schon heute, besonders in Individualsportarten wie dem Ski, dass Südtiroler aller Sprachgruppen es schaffen, den einheimischen Sportlern unabhängig ihrer Muttersprache die Daumen zu halten. Das ist ein positiver Moment, der immer dann unterbrochen wird, wenn Südtiroler Athleten zum Beispiel — mehr oder (vermutlich: ) weniger freiwillig — die italienische Staatsfahne schwenken.

Welche Folgen ein solches unbedingtes Freund-Feinddenken haben kann, zeigte sich bei der letzten WM in Hannover, als ein deutscher Fußballfan zwei Italiener erschossen hat, mit denen er zuvor in Streit geriet, weil einer ein Trikot des italienischen Teams trug.

naja – wenn einer wegen eines fußballtrikots zwei leute erschießt, dann hatte er schon vorher gehörig einen an der waffel – egal was die bildzeitung im vorfeld dazu schrieb. freilich befeuert dieses blatt genanntes denken, aber einen kausalen zusammenhang zu einem mord herzustellen halte ich doch für etwas gewagt.

Auch die »Zeit« befasst sich mit der von Telepolis genannten Studie. Einige Auszüge:

Während der Turniere zeigten sich Anzeichen verstärkter Fremdenfeindlichkeit. Es sei in dieser Zeit, und nur in dieser Zeit, völlig akzeptabel, die Mannschaft und das Land des Gegners zu beschimpfen. Das ist nicht schwer zu erklären. Sozialpsychologisch, schreibt Schediwy, sei der Stolz auf die eigene Gruppe immer mit der Abwertung anderer Gruppen verknüpft.

Unterstützt wird diese These von der Langzeitstudie Deutsche Zustände des Instituts für Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld. Sie weist nach, dass die Befragten nach der WM 2006 nationalistischer eingestellt waren als frühere Befragte. Und: “Die Vermutung, dass es sich dabei um eine neue, offene und tolerantere Form der Identifikation mit dem eigenen Land handelt, lässt sich nicht bestätigen.”

[…]

Ein Wettkampfsport wie Fußball basiert auf der Abgrenzung zwischen Fremd- und Eigengruppen, auf dem Kampf um Sieg und Niederlage. Das allein schon verfestigt die kollektive Identität mit den jeweiligen Mannschaften. Bei Länderspielen aber, schreibt Schediwy, werde diese gemeinsame Identität zusätzlich durch die nationale Zugehörigkeit verstärkt. Die fuße ebenfalls auf der Konstruktion “Wir gegen euch”.

Welche Auswirkungen das in einem Land wie Südtirol hat, wissen wir ja alle.

Leider wird viel zu oft vergessen, dass eine Sportmannschaft nicht eine Nation (also ein homogenes Volk, z.B. die “Deutschen”, die “Italiener”) sondern einen (oftmals heterogenen) Staat repräsentiert. Ich bin der Meinung, dass bei den Sportveranstaltungen immer der korrekte Name des Staates verwendet werden sollte, z.B. Repubblica Italiana, Schweizerische Eidgenossenschaft …
(2) wäre es gut, wenn jeder Sportler, der Teil einer Minderheit ist, das Recht hätte den Staatsnamen in seiner Sprache bzw. zweisprachig auf das Trikot, Skianzug usw. zu schreiben. Damit würde der Staat zeigen, dass er seine Minderheiten respektiert und umgekehrt. Natürlich würde es anfänglich Polemiken geben, Pfiffe des eigenen Publikums, rechtsnationale Sprüche usw., aber die Politiker wären gezwungen Stellung zu beziehen. Längerfristig würde es die Sprachminderheiten sicherlich aufwerten.

Per favore, non facciamola tanto lunga sul calcio. Napolitano fa quello che ci si aspetta da lui e dai suoi equivalenti di altri paesi in occasioni del genere: un pò di retorica, un pò di buoni sentimenti, tanti appelli alla coesione nazionale, e il calcio si presta a questo come poche altre cose. La Spagna nel 2010 è diventata campione del mondo con una squadra composta in buona parte da catalani, in quell’occasione mi ricordo la loro grande “fiesta”, dove si mescolavano fierezza per la vittoria sportiva e orgoglio nazionale, e in un in certo senso le tematiche catalaniste sembravano messe in sordina. La Grande Crisi era già  cominciata, ma si manifestava soprattutto in America e la Spagna sembrava un paese economicamente e culturalmente vincente, alla moda, in procinto di sorpassare l’Italia in molti campi, per dire. Oggi, al campionato europeo, è considerata tuttora la squadra più forte e forse vincerà  ancora (io credo di no, ma non importa), ci sono sempre parecchi catalani dentro, ma la Spagna è nelle condizioni che sappiamo, con i 100 milioni di euro in prestito alle sue banche, e il sistema bancario della Catalogna da questo punto di vista è tra quelli messi in condizioni peggiori, ma le pulsioni indipendentiste si sono risvegliate e “mordono” come raramente prima. In realtà , quando il gioco si fa duro contano le cose importanti, e il calcio non è fra queste. Per quanto riguarda l’Italia la verità  l’ha detta il premier Monti qualche giorno fa, quando in pubblico si è augurato che venga messa una moratoria al calcio per due o tre anni nella speranza di risanarlo da tutti i suoi scandali, ma ovviamente la cosa non ha avuto altro seguito che il bu-bu mediatico di un giorno. Ma poi, chi è che si aspetta o addirittura esige dai sudtirolesi che incrocino le dita a favore della nazionale italiana? Ma figuriamoci, ognuno tifa per chi gli pare…..

Im heutigen Morgentelefon des Rai Sender Bozen wurde Florian Kronbichler zum heutigen Spiel Deutschland – Italien befragt. Ziemlich überraschend, der flo ist Deutschland Fan. Dafür hat er sich beinahe entschuldigt und erwähnt, dass in seiner Generation das gesamte linksliberale Etablissement natürlich zu Italien hält.
Kronbichler dürfte somit einer der prominentesten Vertreter sein, die einem subtilen Rechtfertigungsdruck ausgesetzt sind, wenn man nicht zur Mannschaft des Nationalstaates hält.

Ich bin heute bei »la Repubblica« (online), einem seriösen linksliberalen Blatt, auf folgenden Kommentar gestoßen:

Fratelli d’Italia

Sul secondo canale tedesco, Zdf, ieri sera talk-show in vista di Italia-Germania, e tutti sono ammirati per come i nostri azzurri cantano l’inno: a squarciagola, con slancio patriottico. ”Quando li vedi capisci benissimo che ci metteranno l’anima e pensi: questi vinceranno la partita”. Al contrario della Germania, i cui campioni immigrati di seconda generazione se ne stanno perlopiù inespressivi. Lothar Matthaus sostiene che anche ai suoi tempi era così, e ricorda che a metà  degli anni Ottanta il ct Franz Beckenbauer consegnò a tutti un biglietto con il teso dell’inno, imponendo alla nazionale di studiarlo a memoria, visto che solo in due o tre sapevano recitarlo. Ora, veramente è solo da poco tempo che i nostri cantano l’inno; nel ’98 erano celebri i francesi per come celebravano a gran voce la Marsigliese, Thuram su tutti, mentre Vieri e Baggio non aprivano bocca, e la cosa veniva sottolineata con fastidio. Indietro col tempo l’indifferenza era addirittura esibita. Nel ’70 durante l’inno di Italia Germania 4-3Nando Martellini continuò imperterrito a spiegare ai telespettatori come le due squadre erano arrivate in semifinale, e quali erano le condizioni climatiche all’Azteca: oggi si griderebbe allo scandalo. Non lo cantavano nemmeno gli eroi del Mundial spagnolo. Se qualcosa è cambiato – sul rispetto del tricolore, sull’amore per i simboli della nazione – lo si deve principalmente ai presidenti della Repubblica Ciampi e Napolitano che hanno ridato agli italiani la fede nella religiosità  civile. Non è poco. Oggi l’inno viene cantato dappertutto, non c’è convention politica, di destra o di sinistra, nella quale non si cominci a intonare ”Fratelli d’Italia”. E’ una base da cui ricominciare, un segno di appartenenza, specie in tempi così difficili, così incerti. Fateci caso: la notte di Italia-Inghilterra è stato il primo bagliore di gioia collettiva dell’anno, dopo una sequela deprimente di brutte notizie. Vai Balotelli!

Ein Kommentar erübrigt sich.

Die Südtiroler sind schon ein sonderbares Völkchen. Als Angehöriger einer Minderheit zur Mannschaft des Nationalstaats zu halten ist ja durchaus legitim, bei einem Sieg in großem Stil auf die Straße zu gehen, finde ich schon weniger angebracht.

Ich bin ja einer der wenigen, der nicht von Trennung zwischen Sport und Politik schwafelt, weil ich sehr wohl glaube, dass das eine eng mit dem anderen verbandelt ist: In Südtirol fahren sogar SVPler grün-weiß-rote Autokorsi. Mit welcher Glaubwürdigkeit will man dann noch für unabhängige Südtiroler Mannschaften arbeiten? Wie kann man dann noch verlangen, dass unsere Sportler nicht die Staatsflagge schwenken? Und überhaupt: Warum gehen diese Leute denn nicht auch mal gegen die Beschneidung der Autonomie auf die Straße?

Vielleicht wollen jetzt die paar Südtiroler überhaupt keine Selbstbestimmung mehr, sondern eine noch engere Beziehung zu Italia? Schon einmal darüber nachgedacht? Dann müsste dieser Blog allerdings umbenennt werden ….

Ich würde durchaus einmal etwas genauer hinterfragen, ob die Südtiroler ernsthaft über einen Freistaat ST nachdenken, oder ob das momentane Getue nur eine vorübergehende Liebesentziehung ist!!

Nachtrag:
Warum sollen wir uns nicht einfach damit zufriedengeben bzw. abfinden, dass Südtirol nun mal zu Italien gehört und das die Mehrheit der Südtiroler offensichtlich nichts dagegen einzuwenden haben?
Für viele Tiroler endet Tirol am Brenner. Wer oder was hindert uns daran, diese Grenze endgültig in Stein zu meißeln? Lohnt es sich wirklich, für etwas mehr Demokratie in ST zu arbeiten?

Seien wir doch einmal ehrlich:
Ist der Status quo nicht ausreichend, ein nettes und angenehmes Leben führen zu können, und Pensionsgarantie noch dazu? Dem neuen BMW vor der Haustüre stört es bestimmt nicht, wenn er ein italienisches Hoheitszeichen verpasst bekommt….

Große Polemik — noch während des EM-FInalspiels gegen Spanien — auf der Homepage der linksliberalen »Repubblica«: Monti hat im Stadion die Nationalhymne nur bruchstückweise mitgesungen.

:gaehn:

jetzt diskutieren sie auch noch bei markus lanz darüber, dass die deutschen (inter)nationalspieler die hymne nicht gesungen hätten und die italiener schon und die deutschen deswegen verloren hätten.

Selbst in der Schweizer Diskussionsrunde (SF zwei) wurde vor dem heutigen Spiel gesagt, die Italiener sängen die Hymne so eifrig mit, dass sie psychologisch schon 1:0 vorn seien. Der Moderator hat zum Glück darauf hingewiesen, dass das kein Gesangsbewerb sei und die Spanier sehr erfolgreich seien, obwohl die spanische Hymne gar keinen Text besitzt.

Hab die Lanz Sendung auch gesehen. War schon einigermaßen verwundert bzw. verärgert, dass einigen Ex-Sportkommentatoren nicht besseres einfällt, als die deutsche Niederlage über ein lasches Mitsingen bei der Nationalhymne zu erklären. Ich fand es immer angenehm, dass ein Özil oder Khedira in keiner Weise danach beurteilt werden und sich auch nicht rechtfertigen müssen, dass sie eben nicht bei der Hymne mitsingen. In Südtirol haben wir da noch die demütigende Szene in Erinnerung als zwei Rodler vor laufenden Kameras brüskiert wurden.
Dann noch das Sahnehäubchen, die italienische Hymne, ein europa-inkompatibles Kriegslied, wird noch fast als musikalisch/ ästhetisch hochwertig befunden.
Lanz war, zumindest mein Eindruck, nicht sehr amused, zumindest nicht überzeugt, dass inbrünstiges Mitsingen bei der Nationalhymne sportliche Leistungen fördert. Die Spanier mit ihrer textlosen Hymne haben das Gegenteil sowieso eindrucksvoll untermauert.

ob der zweifelhaften nähe vieler italienischer fußballprofis zu noch zweifelhafteren politischen ideologien, allen voran der derzeitige kapitän und sein vorgänger, ist die inbrunst wenig verwunderlich.

Schon nur deshalb kann man glücklich sein, dass die Spanier gewonnen haben. Was für ein Unterschied… feiern ihren Sieg ausgelassen mit den eigenen Kindern — wie ein Familienfest. So sollte Fußball sein.

Vielleicht schießt jetzt jemandem der Gedanke, dass es doch nicht darauf ankommt, mit möglichst viel Inbrunst eine martialische Hymne (»siam’ pronti alla morte«) hinzuschmettern.

Was für ein Unterschied… feiern ihren Sieg ausgelassen mit den eigenen Kindern — wie ein Familienfest

Das war wirklich beeindruckend. Dass dann noch mehrere Fahnen der autonomen Regionen, allen voran Xavis Katalonien-Flagge, zu sehen waren – ohne Polemik – war das Sahnehäubchen. Hier hat gestern verdient ein bunter Haufen sympathischer Spieler gewonnen und so wurde zum Glück auch nicht jenes Land Europameister, das u.a. mit seinen Wettskandalen, oder der Nähe zu rechtsextremen Gedankengut, dem Fussball immens schadet.
Man sieht auch hier den Unterschied. Italien zwängt seine Minderheiten beim Sport in militärische Korps (Carabinieri, Finanzer) und somit wird es schwierig zu seinem Land zu stehen, z.B. zu Tirol. Aber hier hat sicher nicht nur Italien schuld, ein Xavi traut sich halt zu dem zu stehen was er ist -auch symbolisch mit Flagge usw. – und die Südtiroler Sportler nicht. Sicherlich auch deshalb, weil man sich dann immer Nachteile von der italienischen Seite erwartet, weil man weiß wie empfindlich diese reagiert bei solchen Sachen.
Das Pendant zum Fussball wäre in Südtirol das Skifahren, wo Italien ohne die Südtiroler nicht mal die Hälfte gewinnen würde. Hier könnten Südtirols Fahrer z.B. im Zielbereich Farbe bekennen.

Schon nur deshalb kann man glücklich sein, dass die Spanier gewonnen haben. Was für ein Unterschied… feiern ihren Sieg ausgelassen mit den eigenen Kindern — wie ein Familienfest. So sollte Fußball sein.

Attenzione alle generalizzazioni. Ciò che è successo ieri nella capitale (dove il neofascismo è piaga assai nota) rappresenta l’espressione di una minoranza esigua, sebbene pericolosa. Anche moltissimi italiani (la stragrande maggioranza) festeggiano pacificamente – compresi coloro i quali si fanno trasportare da sfottò ed espressioni colorite verso l’avversario, tipiche dell’indole calcistica italiana. Non riduciamo un intero paese ai commenti cervellotici di qualche giornalista (quotidiani e media televisivi più diffusi sono espressione di ristrette élite pseudo-erudite o economiche che si credono custodi di determinati valori “nazionali”, allo scopo di “imporre” una visione patriottica unitaria) e ai saluti romani, consegnando l’immagine dell’Italia nelle loro mani. Credimi: non mancano famiglie italiane spensierate e senza alcun proposito nazionalista anch’esse felici (come lo sono io) dei successi della squadra azzurra – come di ogni altro sportivo, atleti sudtirolesi compresi. Non solo gli spagnoli restano umani.

Purtroppo quelle esigue minoranze e quelle élites patriottiche, oltre alle tensioni che le vittorie di Italia e Germania possono provocare in Sudtirolo, mi portano a gioire per la vittoria degli spagnoli — pur sapendo, come è ovvio, che la stragrande maggioranza degli italiani è «spensierata» (fintroppo, a volte).

La differenza, comunque, la fanno anche i giocatori stessi… quelli italiani non sono proprio tutti campioni di antifascismo e tolleranza. E scusa se questo, per me, incide.

A prescindere dal fatto che in questo sport probabilmente non ci saranno sudtirolesi in nazionale mi chiedo quale possa essere il ruolo di una minoranza in tutto questo. Gli italiani che cantano «siam’ pronti alla morte» e Xavi che sventola la bandiera catalana… due immagini paradigmatiche.

Gli italiani cantano «siam’ pronti alla morte» perché negli ultimi anni s’è diffuso un retorico e forzato esercizio patriottico (che con Napolitano ha avuto un picco): perlopiù aria fritta, priva di autentiche connotazioni nazionaliste, pur condita dalle simpatie di qualche giocatore (alla fine parliamo di Buffon, tutt’altro che popolare per le sue qualità  politiche). Non mi stupisce che qui si chieda ai giocatori azzurri prove di antifascismo, perché il campionato italiano non dà  un buon esempio. Ma se parliamo di qualità  sportive e tifo calcistico per la nazionale, epurato da giudizi un po’ sommari sul patriottismo del momento (come detto: un esercizio di retorica o l’espressione di qualche facinoroso) l’antipatia a priori per la squadra italiana è comprensibile sino a un certo punto.

@ val
ich stimme dir zu, dass man von solchen fällen natürlich nicht auf die mehrheit schließen darf. auch auf deutschen fanmeilen kam es laut presseberichten immer wieder zu rassistischen und neonazistischen ausfällen. und ich befürchte, dass derartiges in ganz europa anzutreffen ist und rechtsextreme die em-bühne für ihre zwecke missbrauchen.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-06/em-rassismus-fanmeile

ich kann aber auch pèrvasions argumentation sehr gut nachvollziehen. er wollte meines erachtens mit dem posting keinesfalls die masse der tifosi verunglimpfen. was man aber – im gegensatz zu vielen anderen ländern – schon beobachten kann, ist eben eine art offizielle apologie für derartiges verhalten, da es von manchen spielern wenn nicht offen nach außen, dann wenigstens indirekt mitgetragen wird.

angefangen von berlusconis “inschutznahme” für paolo di canio (römischer gruß und “dux”-tatoo am oberarm) über die wahl der kapitäne der squadra azzurra. sowohl cannavaro (der seinen auftritt mit der rutenbündelfahne mit den worten “links war es sicher nicht” quittierte) als auch jetzt buffon (der faschismus gerne relativiert, mit “boia chi molla”-shirt und keltenkreuz aufgetreten ist und am liebsten mit der nummer 88 spielen würde) haben ein mehr als fragwürdiges verhältnis zur faschistischen ideologie. in den meisten anderen ländern europas würden spieler mit solchem hintergrund nie wieder in der nationalmannschaft spielen und schon gar nicht zum kapitän geadelt werden.

Leggiti quel che ha scritto hunter, lo condivido al 100%. Come ho provato a spiegare anch’io, in Italia sono i giocatori stessi a dare il cattivo esempio, con la connivenza della federazione.

Intendi queste ”tensioni”?

Non proprio. Intendo alcuni canti che ho sentito a Bolzano e ai fatti di Vahrn… per citarne solo due.

nö. eher wohl diese:

enttäuschte deutschland-“fans” in der vahrner voitsberg-bar errichten eine “straßensperre”. autos mit italienischer fahne kommen angefahren. die fahrzeuge werden aufgehalten und durchgeschüttelt. der erste fahrer bekommt panik und steigt aufs gas. verletzt dabei jemanden mit dem rückspiegel. ein anderes auto kommt. der besitzter, ein vahrner italienischer muttersprache, steigt aus und wird attackiert, die scheibe seines autos mit einem bierkrug zertrümmert.

Se qualcosa è cambiato – sul rispetto del tricolore, sull’amore per i simboli della nazione – lo si deve principalmente ai presidenti della Repubblica Ciampi e Napolitano che hanno ridato agli italiani la fede nella religiosità  civile. Non è poco. Oggi l’inno viene cantato dappertutto, non c’è convention politica, di destra o di sinistra, nella quale non si cominci a intonare ”Fratelli d’Italia”. E’ una base da cui ricominciare, un segno di appartenenza, specie in tempi così difficili, così incerti. Fateci caso: la notte di Italia-Inghilterra è stato il primo bagliore di gioia collettiva dell’anno, dopo una sequela deprimente di brutte notizie. Vai Balotelli!

Wohltuend im Gegensatz zur linksliberalen Repubblica, die linksliberale Süddeutsche Zeitung in ihrem gestrigen Kommentar “Der falsche Ton, von Phillipp Selldorf”.
Auch in Deutschland wurde mehr Einsatz beim Singen der Nationalhymne nach italienischem Vorbild von Sportkommentatoren und selbst von etlichen konservativen Bundestagsabgeordneten eingefordert.
Dazu Selldorf in seiner Conclusio:

Das ist nicht nur eine unsinnige, sondern eine verhängnisvoll falsche Diskussion, die da jetzt angestrengt wird. Sie ist intolerant und respektlos gegenüber Nationalspielern wie Özil, Khedira, Podolski mir ihren speziellen, meist komplizierten Biografien und gegenüber den jungen deutschen Spielern mit gemischten Nationalitäten, die sich fragen, ob sie überhaupt dem DFB Team angehören wollen. Unter dem Vorwand des Patriotismus wird der Fußball für den Zweck des Nationalismus missbraucht.

Wo bleiben derartige engagierte Stellungnahmen in Südtirol, wenn es um das Singen der Hymne gar in Schulen geht oder bei Entgleisungen von Lehrpersonen, wie in Welsberg, wo Grundschüler als Nazi bezeichnet werden, da sie sich weigern eine ihnen fremde Hymne mitzusingen.

Bene, gli europei sono finiti, l’euforia della vittoria sulla Germania è stata neutralizzata dalla sconfitta bruciante con la Spagna, le bandiere tricolori sono state debitamente arrotolate e messe in soffitta a fare la polvere e non si rivedranno prima dei mondiali del 2014, Buffon, quello che cantava l’inno petto in fuori e pancia in dentro, dovrà  (forse) dare qualche spiegazione sulle sue scommesse milionarie dal tabaccaio, i sudtirolesi non dovranno avere più conflitti di coscienza per il fatto di tifare Italia e magari essere per la Selbstbestimmung, idem i catalani che prima della partita Italia-Spagna su Twitter hanno cliccato in tantissimi sull’hashtag #joambitalia (io con l’Italia).

i catalani che prima della partita Italia-Spagna su Twitter hanno cliccato in tantissimi sull’hashtag #joambitalia (io con l’Italia)

Ah, bravi! Immaginavo che ce ne fossero. Del resto anch’io tifavo Spagna… ;-)

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