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Engiadina.

Eindrücke aus dem Engadin.

Wenn man durch den rätoromanischen Teil der Schweiz fährt oder dort urlaubt, entgeht einem nicht, dass hier eine andere, eine besondere Sprache gesprochen wird.

Infuormaziun. Societats.

Am Tourismusamt steht »Infuormaziun« und »Büro da Trafic«. Der anspruchsvolle Tourist, der an seinem Urlaubsziel interessiert ist, weiß zu schätzen, dass er nicht irregeführt oder für blöd verkauft, das ihm nichts vorgemacht wird. Sprache kann an und für sich schon Interesse wecken.

In Südtirols ladinischen Tälern glauben Tourismusfürsten dagegen offensichtlich, Besucherzahlen durch billige Anbiederung und Selbstverleugnung erreichen zu können, und vermarkten ihre schönen Ortschaften fast durchwegs als »San Cassiano«, »La Villa« und »Colfosco«. Geködert und irregeführt wird der anspruchslose Gast, der nicht Authentisches sucht — oder gar Tiefgründiges über die besuchte Region erfahren will — sondern oberflächlich leicht Aussprechbares und Merkbares. Ettore lässt grüßen.

Lataria. Beck.
Coiffeur. Furnaria.

In Graubünden verwenden auch Privatbetriebe die örtliche Sprache. Was wir hier bewundern, sollte gemäß Hausverstand selbstverständlich sein.

Banca Chantunala.

Die Kantonalbank Banca Chantunala.

BP Tankstelle.

Und sogar die Tankstelle (hier: in St. Moritz/San Murezzan) eines internationalen Ölkonzerns wie BP »spricht« die Sprache des Ortes*. Man sieht, dass sich auch große ausländische Betriebe — selbst in Tourismushochburgen — an den herrschenden Geist anpassen. Und an die Rechte einer Minderheit von wenigen 10.000.

*) Zum Vergleich: In Südtirol ist selbst Deutsch an Tankstellen so gut wie inexistent, geschweige denn Ladinisch; nicht einmal die international geläufige Bezeichnung »Diesel« hat sich durchgesetzt, stattdessen verkaufen die meisten Betreiber »Gasolio«. Absurd.

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28 replies on “Engiadina.”

Ja, das ist eine ganz andere Realität: Die Rätoromanen Graubündens stehen mit Selbstbewußtsein hinter der Sprache, der Toponomastik, der Kultur, während sich viele Ladiner hierzulande fast genieren und ihre Sprache am liebsten vor den Fremden und vor sich selbst verstecken würden. Dazu beigetragen hat auch eine Jahrzehnte lange Kampagne der mal offenen, mal verschlüsselten Verachtung für die Sprache.
Das Beispiel Grischuns/Graubünden wird ja auch von den Medien im Lande gerne verschwiegen, noch mehr schweigt darüber die Politik, denn dass es anders geht als hier und besser, sollte niemand wissen.

Stimme Dir zu, Mateo.
Auch wenn es fraglos ein gewisses Revival des Ladinischen gibt: Ich glaube, mittlerweile mehr ladinische private Bezeichnungen erkennen zu dürfen als noch vor wenigen Jahren. Aber es gibt auch Negativbeispiele: so zwei dominante Hotels im Zentrum von Urtijei.
Ein weiterer Hinweis von Pe scheint mir besonders interessant zu sein: sein Passus über die Art des Tourismus. Mein Eindruck ist, das im “Engiadina” doch ein etwas sanfterer Tourismus “gefahren” wird als in Ladinien. Ortest Du da auch einen Zusammenhang? Anpassung (in Ladinien) versus ladinische Demonstration (im Engiadina)? PS: Die Hitliste meiner persönlichen Negativbeispiele führt die Homepage des Tourismusvereins Al Plan. Ich habe keinen Hinweis darauf gefunden, dass sich diese Ortschaft in Ladinien befindet!!!

“Sein Passus über die Art des Tourismus. Mein Eindruck ist, das im ”Engiadina” doch ein etwas sanfterer Tourismus ”gefahren” wird als in Ladinien. Ortest Du da auch einen Zusammenhang?”

Nicht direkt – verantwortlich dafür ist (bis auf St. Moritz/San Murezzan) auch die andere Urbanistik in Graubünden/in der Schweiz: Es wurde viel weniger verbaut und zugebaut. Also haben auch weniger Touristen Platz.

“PS: Die Hitliste meiner persönlichen Negativbeispiele führt die Homepage des Tourismusvereins Al Plan. Ich habe keinen Hinweis darauf gefunden, dass sich diese Ortschaft in Ladinien befindet!!!”

Meine Hitliste wird immer noch angeführt vom Webautritt der Gemeinde Wengen: bis auf wenige Sätze alles nur Deutsch. Ist nicht Tourismus, dennoch.

lg
m

Mateo, bzgl. Gemeinde La Val (Wengen) – dein Schlachtross: Hast du den Artikel gelesen, der jüngst über deren Web-Auftritt in den Dolomiten erschienen ist?

Al Plan kann meine (meine!) negative Hitliste nicht anführen, weil es zusammen mit La Val die einzige ladinische Ortschaft ist, die sich mittlerweile einigermaßen konsequent mit dem ladinischen Toponym »vermarktet«. Unbeschadet der Mängel, die hier genannt wurden.
Alta Badia ist da schon resistenter – es wird sogar noch fleißig weiter italianisiert.

Und in Gherdëina wird zwar auf zwei Sprachen gesetzt, Ladinisch ist jedoch nicht dabei.

ja, den kleinen Artikel habe ich gelesen. Die Ausrede ist lächerlich. Da muss sich die Gemeinde nur einen freien Übersetzer suchen, die Übersetzungen dürften 1.500-Euro-Grenze im Jahr überschreiten. Es fragt sich aber auch, ob jene, die von der Gemeinde sitzen und dafür die Dreisprachigkeitsprüfung machen mussten (und dafür auch kassieren), kein Ladinisch können …
Der Name, mit dem die Ortschaft touristisch beworben wird, ist wieder eine andere Angelegenheit.

Die Hitliste dürfte in vielen Fällen auch das Bautenassessorat anführen. War heute wieder auf der Straße von Val Badia unterwegs, glaubst Du, da findet man (Ortsschilder ausgenommen) ladinische Aufschriften?

Es ist freilich nicht erfreulich, wenn die Privaten knausrig sind, doch die öffentlichen Ämter wären gesetzlich dazu verpflichtet.

Muss gestehen, dass ich die Seiten der Gemeinden bzw. der Tourismusverbände nicht systematisch durchsehe, sondern eher zufällig darauf stoße; und zwar dann, wenn ich auf der Suche nach Wandervorschlägen bin.
Die Tourismus-HP Gherdeina ist zwar zweisprachig (bzw. dreisprachig: englisch), aber immerhin wird mehrfach darauf hingewiesen, dass es sich um ein ladinisches Tal handelt. Wäre natürlich auch schön, wenn das Logo nicht nur italienisch-deutsch wäre und auch in erster Linie die ladinischen Ortsbezeichnungen benützt würden.

Dass eine ladinische Gemeinde keine ladinische Webseite betreibt, halte ich in der Tat für skandalös. Alle drei Gemeinden Gherdeinas haben dreisprachige HPs, wenngleich die Domains deutsch sind: Gemeinde.deutsche Bezeichnung.bz.it.

ich sehe diese Seiten ja auch nicht systematisch durch, aber da sucht man dann nach einer Info, nach einem Namen …

Die Dolomiten hat ja überaus nachsichtig geschrieben zu La Val, es ist ein Artikel, der die fehlende ladinische Version im Grunde entschudligt.
Stell Dir vor, die HP der Gemeinde Ulten z.B. wäre nur Italienisch, da würde diese Zeitung wochenlang hämmern und sicherlich auch den Faschismus bemühen undsoweiterundosofort. Aber die Rechte der Ladiner sind eben nur halb so viel wert, oder besser, ein Zehntel. Während jeder fehlende deutsche Buchstabe der Dolomiten einen Artikel wert ist, um es etwas überspitzt zu formulieren, sind ganze Schwadronen von gänzlich fehlenden ladinischen Aufschriften keine Zeile wert.

Dafür ist diese Zeitung vorbildlich bei den Ortsnamen.

Hallo liebe Forumsteilnehmer. Ich melde mich zur Diskussion an. An alle die in Südtirol näher dran sind. Mein letzter Beitrag im Volksparteiforum hat wohl großes Missfallen erregt. Wer kennt sich aus? Wer hat so was schon mal erlebt oder gehört. Seit dem letzten Beitrag wurde dieser Topic für mich gesperrt. Wenn ich dafür etwas schreibe: pitsch isses weg!!! Wer übt hier Zensur aus? Welche Person ist dafür verantwortlich! Bitte lest alle diesen Beitrag und führt die Diskussion weiter! So etwas können sich die Selbstbestimmungsfreunde doch nicht bieten lassen. Ich bitte um Solidarität.

Der Tisner Ander

naja, Tisnser Ander, Deine Aussagen sind mehr oder weniger aus einem Lehrbuch, das mit der Reatlität nur bedingt zu tun hat und dementsprechen viel Unwahrheit enthält.

“Die Carabinieri sind eine italienische Militäreinheit, die mit der Bevölkerung auf Italienisch herum kommandiert.”

Stimmt so nicht, viele Carabinieri sind deutsche Südtiroler, auch “kommandieren” sie nicht herum, da sitzt Du doch einem eindeutig “walschenfeindlichen” Klischee auf.

“Wenn Sie nun nach der Rechte Dritter fragen, so meinen Sie sicher die Rechte der Italiener.”

Stimmt einfach nicht.

“In Deutschland zum Beispiel haben Minderheitenrechte nur die Sorben, die Friesen und die Dänen. Nicht jedoch die Türken in Kreuzberg, obwohl sie zahlenmäßig viel bedeutender wären.”

Dann zähl mir mal die real existierenden Minderheitenrechte für die Sorben auf – etwa die, dass ihre Schulen gesperrt und ihre Dörfer weggebaggert werden??

“Meiner Meinung nach könnten in einer Freistaatlösung die italienische Volksgruppe weitgehende Rechte erhalten.”

Etwa wie die Slowenen in Kärnten, gell.

Solidarität – ich habe mir Deine Beiträge ein wenig durchgelesen, ganz koscher sind sie nicht.

Also Mateo, das hätte ich nun nicht erwartet, dass du zum eigendlichen Problem, nämlich des Ausschlusses von der Diskussion gar nichts sagst. Findest Du es nun gut oder findest Du es nun nicht gut, dass Zensur nach Wohlverhalten ausgeübt wird. Zu Deinen einzelnen Kritkpunkten an meinen Beiträgen. Bei Minderheitenfragen gibt es immer Probleme im Alltag. Die Schließung EINER Schule in Panschwitz- Kuckau/ Pancicy- Kukow wegen Kindermangel und die Abbaggerung EINES Dofes Hornow/ Rogow wegen Braunkohlenabbau als Aktion gegen die Sorben hinzustellen geht völlig daneben, denn es trifft auch deutsche Dörfer und Schulen. Es ist aber wenig sensibel. Da ich IMMER auf der Seite der Minderheiten bin, bin ich aber selbstverständlich dagegen. Denn man muß die Minderheiten aktiv fördern. Willst Du etwa bestreiten, dass die Carabinieri eine italienische Militäreinheit sind? Der Gebrauch der deutschen Sprache ist ein Recht, das oft nur auf dem Papier steht. Das Beispiel der Carabinieri- Einheit am Stausee ist kein Einzellfall, sondern nur ein Beispiel pars pro toto. Mit der Behandlung der Kärntner Slowenen bin ich auch nicht einverstanden. Die 25%- Lösung ist kleinherzig, die 10%- Lösung des Verfassungsgerichtshofes ist fair. In Südkärnten sind die Deutschen die Zuwanderer, wie in Südtirol die Italiener. Alle die in ein Land einwandern sollten die Sitten und Gebräuche, ebenso wie die Sprache der Einheimischen beachten und sich nicht als Herren aufführen.

“Also Mateo, das hätte ich nun nicht erwartet, dass du zum eigendlichen Problem, nämlich des Ausschlusses von der Diskussion gar nichts sagst. Findest Du es nun gut oder findest Du es nun nicht gut, dass Zensur nach Wohlverhalten ausgeübt wird.”

Also, dann gehe ich darauf ein. Ich bin gegen Einschränkungen der Meinungsfreiheit. Deine Postings enthalten Unwahrheiten und auch Beleidigungen. Und da muss schon die SVP wissen, was sie auf Ihrer Homepage dulden will und was nicht.

“Die Schließung EINER Schule in Panschwitz- Kuckau/ Pancicy- Kukow wegen Kindermangel und die Abbaggerung EINES Dofes Hornow/ Rogow wegen Braunkohlenabbau als Aktion gegen die Sorben hinzustellen geht völlig daneben, denn es trifft auch deutsche Dörfer und Schulen.”

voll daneben ist hier Deine Argumentatin. erstens muss es heißen “einer weiteren Schule”. Dann könnte man sagen: Ja, die Italiener/Faschisten haben ja auch nur ein Dorf unter Wasser gesetzt … Und selbst ein Dorf und eine Schule sind bei einer Minderheit zuviel. Eine deutsche Schule von Zehntausenden schließen ist das eine, auch nur wenige Schulen einer Minderheit schließen nagt an ihrer Existenz. Du scheinst den Unterschied zwischen Minderheit und Mehrheit nicht zu kennen.

“Da ich IMMER auf der Seite der Minderheiten bin”

Den Eindruck hat man nicht, wenigstens nicht, wenn die Minderheit nicht deutsch spricht.

“Der Gebrauch der deutschen Sprache ist ein Recht, das oft nur auf dem Papier steht.”

Stimmt nicht, du schmiedest Dir Theorien zurecht, die nicht stimmen. Viele Carabinieri sind selbst Südtiroler. Wo lebst Du?

Ich habe als ich auf die Domain “Selbstbestimmung” geraten bin, erwartet, dass ich auf Teilnehmer treffe, die sich für die Selbstbestimmung Südtirols einsetzen, war das ein Irrtum von mir? Statt dessen treffe ich auf einen italienischen Zuwanderer, der mit den jetzigen Verhältnissen zufrieden zu sein scheint. Ich respektiere seine Meinung, teile sie aber nicht. Gibt es denn auch noch Teilnehmer, die sich für die Selbstbestimmung Südtirols einsetzen? Der allgemeine Vorwurf, ich hätte Beleidigungen und Unwahrheiten verbreitet trifft nicht zu. Das müsste schon im Einzelfall nachgewiesen werden und nicht in einer allgemeinen Behauptung. Dass ich mich für alle Minderheiten einsetze, ist schon seit Jahren bekannt. Ich habe dies auch in meinem vorigen Beitrag klar zum Ausdruck gebracht. Vielleicht liegt die fehlerhafte Auslegung meines Beitrags an mangelnden Sprachkenntnissen. Ich habe die Missachtung der deutschen Sprache durch eine Carabinieri-Einheit am Stausee in Ulten pars pro toto nachgewiesen. Ich selbst habe das “parla italiano, siamo in Italia, wiederholt erlebt.

“Ich habe als ich auf die Domain ”Selbstbestimmung” geraten bin, erwartet, dass ich auf Teilnehmer treffe, die sich für die Selbstbestimmung Südtirols einsetzen, war das ein Irrtum von mir? Statt dessen treffe ich auf einen italienischen Zuwanderer, der mit den jetzigen Verhältnissen zufrieden zu sein scheint. Ich respektiere seine Meinung, teile sie aber nicht.”

Ich mag diesen verächtlichen Ton nicht, den Du für die angeblichen “italienischen Zuwanderer” reserviert hast. Die Italiener im Lande sind unsere Mitbürger, sie haben ein Heimatrecht.

Wenn Du eine Ahnung hättest von Sprachen & Co, müsstest Du wissen, dass “Mateo” mit einem T kein italienischer Name ist. Hättest Du in Selbstbestimmung.net genauer nachgelesen, so würdest Du auch wissen, dass ich mit Nachnamen Taibon heiße – auch kein italienischer Name, sondern ein ladinischer Name.
Dass ich Deinen Beitrag nicht ganz verstanden hätte, liegt sicher nicht an den Sprachkenntnissen, auch hier wieder spricht aus Deinen Zeilen Hochmut und Arroganz. Informiere Dich doch ein wenig im Web und siehe nach, was ich so geschrieben habe.
Ich akzpetiere nicht Deine Verallgemeinerungen.

“Ich habe die Missachtung der deutschen Sprache durch eine Carabinieri-Einheit am Stausee in Ulten pars pro toto nachgewiesen.”

Nachgewiesen hast Du gar nichts, schon gar nicht wird ein Beweis pars pro toto erbracht, den Beweis muss man schon ganz erbringen.

“Pars pro toto” ist die Bestätigung, dass Du Verallgemeinerung betreibst, dass Du auf die Festigung von Vorurteilen und Klischees aus bist. Verallgemeinerungen und Klischees sind Unterstellungen. Und Verallgemeinerungen und Klischees sind Ausdruck von Natioanlismus.

“Ich selbst habe das ”parla italiano, siamo in Italia, wiederholt erlebt.”

Ich frage mich, wie Du gegenüber den Carabinieri auftrittst, denn mir und meiner Frau (die aus Deutschland kommt) ist das noch nie passiert, im Gegenteil (auch als ich einmal mit dem Auto so ganz und gar nicht in Ordnung war).

weißt Du, pérvasion, wieviele Geschichten von prügelden Polizisten man in anderen Staaten findet? Nicht um die Prügelgeschichte hier zu rechtfertigen, sondern um diesen Verallgemeinerungen zu widersprechen.
Wenn, dann bitte gerecht sein und alle gleich behandeln, sonst erinnerst Du mich an jene hier im Land, die immer nur gegen die “Walschen” schimpfen, und sonst gewinne ich den Eindruck, dass deine Selbstbestimmung-Aktion nicht einem Sinn für Gerechtigkeit entspricht und entspringt, sondern einer antiitalienischen Haltung.

Weißt Du, wie oft die österreichische Polizei prügelt?

http://derstandard.at/?url=/?id=2503262
http://derstandard.at/?url=/?id=2274021
http://no-racism.net/article/1138/
http://mayday.widerstand.org/presse26.htm
http://www.afrikanet.info/index.php?option=com_content&task=view&id=20

Ja, ich weiß wie oft die österreichische Polizei prügelt und ich werde das mit keinem Wort verharmlosen. Polizeien nutzen weltweit – in bestimmten Ländern mehr, in anderen weniger – ihre Autorität aus, um Gewalt an sozialen Randgruppen auszuüben. Das ist nicht hinnehmbar.

Warum es in diesem Blog jedoch vordergründig um staatlich-italienische Ordnungskräfte geht, ist ganz einfach zu beschreiben: Damit haben wir es zu tun. Und für Südtirol wäre eine autonome Polizeigewalt vielleicht kein Allheilmittel, doch m. E. eine Möglichkeit, ethnisch bedingte Spannungen abzubauen und eine direkte Kontrollfunktion vor Ort auszuüben. Dafür gälte es, die nötigen Mechanismen zu entwickeln.

[1] [2]

Im Übrigen ist die Haltung der Brennerbasisdemokratie zum Thema Zusammenleben ganz klar: Gleiches Bleibe- und Heimatrecht für Bürger sämtlicher Sprachgruppen, ob es nun die drei offiziell anerkannten sind oder nicht. Inklusivistischer Ansatz. Keine ethnische Diskriminierung. Entschiedene Intensivierung der Kontakte, Zusammenarbeit im Sinne einer gemeinsamen Zukunft, möglichst dezentralisierte, bürgernahe Selbstverwaltung auch innerhalb des Landes.

“Warum es in diesem Blog jedoch vordergründig um staatlich-italienische Ordnungskräfte geht, ist ganz einfach zu beschreiben: Damit haben wir es zu tun. Und für Südtirol wäre eine autonome Polizeigewalt vielleicht kein Allheilmittel, doch m. E. eine Möglichkeit, ethnisch bedingte Spannungen abzubauen und eine direkte Kontrollfunktion vor Ort auszuüben. Dafür gälte es, die nötigen Mechanismen zu entwickeln.”

ja, in diesem Blog, den ich schätze, geht es darum.

Doch habe ich auch schon einmal meine Skepsis formuliert.
Wenn ich sehe, mit welcher Arroganz immer wieder die Bozner Stadtpolizei handelt, dann habe ich diese Hoffnung nicht, im Gegenteil.

Also, wenn ich zwei von Mateos Punkten bezüglich der Sorben aufgreife, dazu die Begründungen der deutschen staatlichen Stellen anführe und mich aber persönlich GEGEN diese Maßnahmen ausspreche, er mir dann aber beweisen möchte, ich sei gegen “nicht deutsch sprechende” Minderheiten, dann weiß ich auch nicht was ich darauf sagen soll. Ich habe zu seinen Gunsten angenommen, vielleicht seien das mangelnde Sprachkenntnisse. Sollte das nicht der Fall sein, müßte ich ja annehmen es sei mangelnde Auffassungsgabe. Er unterstellt mir ich würde mit Verallgemeinerungen, ja mit Beleidigungen und Unwahrheiten arbeiten. Als Dipl.-soz.-päd. verbitte ich mir das. In der Psychologie nennt man so was Projektion. Er ist es ja gerade der Vorwürfe erhebt, ohne dass dafür eine einzige Textstelle angefürt wird. Ich möchte nochmal feststellen, dass ich auf diese Domain gelangt bin, weil mich der Begriff Selbstbestimmung.net interessiert hat. Bisher habe ich davon noch nichts gelesen. Daher war dies mein letzter Beitrag. Einen allgemeinen Multikulti- Quatsch findet man überall.

“Als Dipl.-soz.-päd. verbitte ich mir das.”

Nichts verbietest Du mir.

Und werde nicht arrogant, ich verstehe immer mehr, warum die SVP dich aus dem Forum rausgeworfen hat (ich werde mir nicht die Zeit nehmen, alle Deine zahlreichen Beiträge dort durchzulesen).

Die Erklärung, warum Verallgemeinerung betreibst, habe ich Dir geliefert, wenn Du sie nicht lesen willst, ist das nicht mein Fehler. Dass Du die Psychologie bemühst, ist offenbar ein Zeichen dafür, dass Du Andersdenkende als psychisch nicht ok betrachtest. Weil ich eine andere Meinung habe als Du, habe ich i.ü. auch keinen Mangel an “Auffassungsgabe”.
Den “Multikulti-Quatsch” kannst Du gerne für Dich behalten; zum einem kam von mir kein “Multikulti-Qautsch”, zum anderen ist dies ein Terminus, der besonders in rechtslastigen Kreisen oft verwendert wird bzw. bekämpft wird. Südtirol ist mit drei Kulturen (nicht zwei, wie so viele immer schreiben) wenn nicht ein “Multi-“, so soch ein “Pluri-Kulti”-Land. Ich weiß nicht, was daran schlimm sein soll und warum “Multikulti” Quatsch sein soll. Bereits der Begriff verrät Verachtung, sonst sagt man “Multikulturell” oder man spricht von “kultureller Vielfalt”. Diese Vielfalt stört? Was ist das Gegenmodell? Die Italiener raussschmeißen und die Ladiner germansieren? Oder beziehst Du dich auf die Polizisten in Österreich, die Afrikaner prügeln? Umso schlimmer.

P.S. Quod erad demonstrandum! Es reicht bei Mateo einfach von der Sprache her nicht. Es heißt im Deutschen “Quatsch” und nicht “Qautsch”. Ferner habe ich geschrieben, dass ich mir etwas verbitte. Das Verbum lautet im Deutschen “verbitten”. Er aber schreibt “nichts verbietest Du mir” das kommt von dem Verbum “verbieten”. Deutsche Sprak, schwere Sprak!

Dein Wort gilt offenbar nicht viel, bist du immer noch da.

Es ist schon armselig, in pedantischer Manier Tippfehler herausholen zu müssen.

Auf Dich trifft zu:

Se il dito mostra la luna, l’imbecille guarda il dito.

Das ist mühsam. Ich werde an dieser Stelle keine Kommentare mehr veröffentlichen, die eines Inhalts entbehren. Und schon gar nicht solche mit Beleidigungen.

An die Stelle des Tisner Ander ist zu sagen, dass er wohl hierher gekommen ist, weil er sich ein völkisch reines Umfeld erhofft hat. Dem ist nicht so, hier ist für jeden Platz, oder wie du es nennst: Multikulti. Ich wüsste im Übrigen nicht was Selbstbestimmung mit Diskriminierung »anderer« zu tun haben sollte…

ich gestehe Dir das Recht zu, eingesandte Kommentare nicht zu veröffentlichen. Dass Du dabei gerecht vorgehen wird, nehme ich aufgrund bisheriger Stellungnahmen Deinerseits an. Als erstes aber sollte man auf rassistische Kommentare verzichten. Verachtung für Anderssprachige und Andersdenkende kann nicht die Basis sein für ein gemeinschaftlich geführtes Land, in dem nicht eine Ethnie über die andere, sondern alle Ethnien miteinander das Land gestalten.

Ganz deiner Meinung. Rassismus hat hier nichts verloren. In meinem letzten Beitrag habe ich mich jedenfalls auch nicht auf den vorhergehenden bezogen, sondern auf den gesamten Gesprächsverlauf.

Dennoch hoffe ich, dass es erst gar nicht dazu kommt, dass ich einen Beitrag zensieren muss.

Es ist interassant zu lesen, was manche Leute über die Ladiner nur zu wissen glauben (z.B. M.Taibon, Schneeflocke…). Ladiner sind sehr der eigenen Sprache gebunden, und sind villeicht die einzigen der 3 Sprachgruppen hier in Südtirol, die es hemmungslos akzeptieren, die anderen drei Sprachen zu erlernen und praktizieren. Es gibt Südtiroler, die fast nur Wortweise die italienische bzw. die deutsche Sprache kennen, und dies meistens nur, weil es ihre Sturheit nicht zulässt.

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