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Tag+Nacht: Bürgerbeteiligung.

Gegenüberstellung zweier Aufmacher der Südtiroler Tageszeitung. So objektiv ist Berichterstattung — und so unterschiedlich wird die Stimme der Bürgerinnen gewichtet, je nachdem, ob das Ergebnis genehm war oder nicht.

TAZ (kreuzweise)

Siehe auch:

Medien Mitbestimmung Selbstbestimmung Tag+Nacht | STF-Befragung | Eva Klotz | TAZ | Südtirol/o | STF SVP | Deutsch

6 replies on “Tag+Nacht: Bürgerbeteiligung.”

Das Thema Selbstbestimmung scheint in Südtirol das letzte große Tabuthema zu sein. Nicht gerade schmeichelhaft, dass ein wesentlicher Teil unserer in den vermeintlich progressiven und alternativen Medien, hofierten Vorzeige-Intellektuellen, die Tabuisierung dieses Themas befeuern, anstatt sachlich und ergebnisoffen darüber zu diskutieren. Gängiges Instrumentarium dieser Tabuisierung: Verwendung von Totschlagargumenten, Lächerlich machen, Ignorieren, moralische Überlegenheit vorgeben usw.

“lächerlich machen” und “moralische überlegenheit vorgeben”…

machst du nicht genau das, indem du den begriff “vorzeige-intellektueller” verwendest?
du willst diese leute lächerlich machen und stellst dich gleichzeitig auf ein podest.

auch die aussage “vermeintlich progressive – und alternative medien” schlägt genau in diese kerbe.
oder gibt es da interpretationsspielraum?

Eigentlich war Ausgrenzung Andersdenkender in der gesamten Geschichte der Menschheit kein guter Ratgeber. Denn das ist der einzige Begriff, der mir zum Thema Selbstbestimmung in Südtirol einfällt: Ausgrenzung. Wir haben drei größere Printmedien (“ff”, “Tageszeitung”, “Dolomiten”) auf deutschsprachiger, und zwei (“Corriere dell’ AA”, “Alto Adige”) auf italienischsprachiger Seite. ALLE diese Printmedien schreiben explizit GEGEN die Selbstbestimmung und jegliches Unabhängigkeitsstreben in Südtirol an, teilweise auf diffamierende und unfaire Art und Weise. Oder aber sie schweigen es tot bzw. bagatellisieren sehr erfolgreiche Initiativen, siehe Bsp. STF-Umfrage). Damit klammern sie zehn- bis hunderttausende Südtiroler jeder politischer Coleur komplett aus (konkrete Daten gibt es keine, bis auf die 56.000 die bei der Abstimmung der STF mitgemacht haben, es ist anzunehmen es sind viel viel mehr), die für die Unabhängigkeit Südtirols von Italien sind. Ob man das noch demokratisch nennen kann, weiß ich nicht, jedenfalls scheint in Südtirol mediale Manipulation und Ausgrenzung eines großen Teils der Bevölkerung an der Tagesordnung zu sein. Ob dies noch demokratiepolitisch in Ordnung im Sinne der EU ist, weiß ich auch nicht. Das “System Südtirol” existiert scheinbar leider wirklich und ist nicht wie z.B. R. Theiner das auszudrücken pflegt, mit dem “Modell Südtirol” zu verwechseln. Die Frage ist nur, wie kommt man von so einem System los?

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.

Mahatma Gandhi

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