Dänische Resolution.

Auf Antrag der Rotgrünen (Enhedslisten, EL) hat sich das dänische Parlament mit der Selbstbestimmung Kataloniens befasst. Aus einer Anfrage an den Außenminister ist im Folketinget eine angeregte Debatte entstanden, die sich über zwei Sitzungen (am 12. und 19. Mai) erstreckt und zu einer Resolution geführt hat, die mit 64 Stimmen (bei 41 Enthaltungen und keiner Gegenstimme) verabschiedet wurde. Darin ruft das dänische Parlament die Regierungen in Madrid und Barcelona auf, über die Unabhängigkeit der Region in Verhandlungen zu treten. Erstmals wird damit der Grundsatz aufgegeben, sich in eine »interne Angelegenheit« Spaniens nicht einzumischen. Madrid weigert sich bislang strikt, mit der katalanischen Regionalregierung Gespräche über die Loslösung zu führen.

Laut Albert Royo-Mariné, Generalsekretär der katalanischen Diplomatie, anerkennt die Resolution und somit das dänische Parlament Spanien und Katalonien als gleichwertige Verhandlungspartner. In der Debatte, der Royo persönlich beiwohnte, hätten sich zahlreiche Abgeordnete ausdrücklich für die Ausübung der Selbstbestimmung ausgesprochen und gefordert, dass auch die Europäische Union geeignete Rahmenbedingungen schaffe.

Dänemark selbst hat bereits die Voraussetzungen geschaffen, die es den Färöer-Inseln und Grönland gestatten, die Eigenstaatlichkeit zu erlangen, sobald es die jeweilige Bevölkerung wünscht.

Einmal mehr sind es linke und grüne Kräfte, die sich in Europa für das Recht auf demokratische Selbstbestimmung starkmachen. Und wiederum beweist sich, dass die Druckausübung der Katalanen (und Schotten) erst zu neuen Positionen führt. Abwarten und Tee trinken, bis uns die Unabhängigkeit »von alleine« in den Schoß fällt — wie es die Mehrheitspartei in Südtirol praktiziert — fördert hingegen nichts als Stillstand.

Siehe auch:

Politik Recht Selbstbestimmung | | | | Catalunya Färöer Grönland | EU Vërc |

6 replies on “Dänische Resolution.”

speziell der letzte Absatz Ihres Artikels beschreibt unwiderruflich die Situation in Südtirol.

Lieber Steffl,
nachdem ich einen grandiosen yourope Beitrag über Verschwörungstheorien sah möchte ich den ebenso grandiosen Herrn Rayk Anders daraus zitieren:

[…] man kann gegen sie (anm. die Verschwörungstheretiker) nicht gewinnen […] aber der Kampf adelt und nicht der Sieg

Deshalb werde ich nicht länger zusehen wie Sie hier totalen Blödsinn verbreiten, eigentlich ist mir meine Lebenszeit zu schade, Ihnen ja anscheinend nicht, aber es kann nicht angehen das durch Ihre dümmlichen Kommentare und Sichtweisen der ganze Blog in ein schlechtes Licht gerückt wird. Auch Ihrer permanenten Kritik am freiesten System das die Menschheit zustande brachte, den Kapitalismus und Liberalismus, kann ich als freiheitsliebender Mensch nicht länger mitansehen, sehen Sie es als eine “Kriegserklärung” an Ihren Verstand und seiner Unfähigkeit sich von totalitären Systemen (Russland) und Ideen (Kommunismus, Enteignungen usw.) loszusagen und dabei Volksverhetzung gegen alles “amerikanische” zu betreiben!
Damit es nicht heißt ich würde nicht auf Sie und Ihre Denkweise eingehen widmete ich heute den ganzen Nachmittag RT Deutsch und Konsorten (und ja dies war einer der Momente in denen ich mir die Legalisierung von bewusstseinsverändernden Substanzen wünschte, ich werde so nämlich heute schlecht schlafen) , eine meiner Entdeckungen die ich unbedingt teilen möchte, da sie aufzeigt wessen Geistes Kind Sie sind :
https://www.youtube.com/watch?v=wFfvoK8vJyE

Mit Grüßen,
Libertè
P.S ich empfehle Ihnen folgende Lektüre:
https://criticusnixalsverdruss.wordpress.com/2015/04/23/wenn-das-groshirn-zum-kleinhirn-wird/
Und folgendes Video von Rayk Anders: https://www.youtube.com/watch?v=Ny3_PWsxofY

Ich fühle mit Ihnen!

Und wiederum beweist sich, dass die Druckausübung der Katalanen (und Schotten) erst zu neuen Positionen führt. Abwarten und Tee trinken, bis uns die Unabhängigkeit »von alleine« in den Schoß fällt — wie es die Mehrheitspartei in Südtirol praktiziert — fördert hingegen nichts als Stillstand.

L’han dimostrato gli scozzesi, l’han dimostrato i catalani… quanto tempo ci vorrà  prima che Kompatscher & co se ne rendano conto?

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