Die Gewichtung von Sprachrechten – 1:10.

Wieviel sind Sprachrechte wert? Hier ein Versuch, dies über die Höhe der bei Sprachverstößen auszustellenden Strafen zu ermitteln.

Halten sich öffentliche Betriebe und Konzessionäre öffentlicher Dienste nicht an die in Südtirol geltende Zweisprachigkeitspflicht, droht ihnen eine Buße in Höhe von maximal 2.500 Euro. Ob und in welchem genauen Ausmaß eine solche Strafe verhängt wird, entscheidet die Regierungskommissärin, also eine Beamte des römischen Innenministeriums.

Halten sich öffentliche oder auch private Unternehmen nicht an die Pflicht, die italienische Sprache zu benützen, wie das staatliche Konsumentenschutzgesetz, Artikel 9, vorschreibt, so sind gemäß Artikel 12 Strafen in Höhe von bis zu 25.823 Euro zu verhängen. Eine analoge Pflicht, den Konsumentinnen gegenüber die deutsche Sprache zu benutzen, existiert nicht.

Siehe auch:
Discriminaziun Minderheitenschutz Plurilinguismo Recht Verbraucherinnen Vorzeigeautonomie Wirtschaft+Finanzen | | | | | |

5 replies on “Die Gewichtung von Sprachrechten – 1:10.”

… und wenn die Autonomie noch so „voll“ ist oder wird, – die Nationalsprache und nationales Interesse wird immer Vorrang haben!
Den sog. Autonomie-Konvent betrachte ich als reine Makulatur!
Die Autonomie hat ihre Aufgabe erfüllt, indem diese einen halbwegs zivilisierten Zustand herbeiführte, jetzt ist Ende der Fahnenstange!
Eine natürliche Weiterentwicklung unseres Landes ist die EuropaRegion und zwar OHNE Bevormundung einer Nation!
So wie die Entwicklung Europas ebenfalls am Ende der Fahnenstange angelangt ist, – mit dem gerade derzeitigen Nationengehabe!
Ich weiß, die Nationen werden sich nicht abschaffen! – Vielleicht greift der „oberste Souverän“ irgendwann in die Speichen …

Die Autonomie hat ihre Aufgabe erfüllt, indem diese einen halbwegs zivilisierten Zustand herbeiführte

Du willst wohl sagen, die Autonomie hat ihre Aufgabe erfüllt um den Dampf pro Unabhängigkeit aus dem Kessel zu nehmen – nun kann sich die sanfte Assimilierung manifestieren.
Wohl auch deshalb scheinen sich die Chinesen am Modell Südtirol-Autonomie zu interessieren – zumindest laut Eurac soll da ja ein Interesse bestehen. Wozu denn Gewalt in Tibet, ginge doch auch sanft und subtil und die Weltöffentlichkeit applaudiert auch noch. Wenn das nicht ein toller Exportschlager wäre.

Wobei jedoch auch Interesse vonseiten der tibetischen Exilregierung bestanden hat, zumindest noch bis vor einigen Jahren. Etwa seit Durnwalders letzter Amtszeit hat man aber kurioserweise diesbezüglich nichts mehr vernommen. Noch kurioser finde ich, dass jetzt die Chinesen interessiert sein sollten. Das gibt mir ernsthaft zu denken.

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