Categories
Autorinnen und Gastbeiträge

Gnadenlose Schwächung des Gesundheitssystems.

von LA Paul Köllensperger

Volle Solidarität mit den Primaren, die sich von Thomas Schael keinen Maulkorb verpassen lassen. Reinhold Perkmann, Hubert Messner und all die anderen. Schael spielt den starken Mann, aber ein Redeverbot zeugt eher von Schwäche als von Führungsqualität. Überhaupt scheint der neue Generaldirektor keinen Respekt zu haben, weder vor den Ärzten, noch vor den Patienten. Mich wundert, dass Landesrätin Stocker sich dazu ausschweigt, dass ein Direktor den Primaren verbietet, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Wohin soll die Reform des Gesundheitswesens führen, wenn die neue Leitung des Betriebes die Patienten und deren Gesundheit nur als Kostenfaktor sieht, selbstherrlich milionenschwere Investitionen im Informatikbereich absegnet, ohne kostengünstigere Varianten in Betracht ziehen zu wollen, wenn die besten Ärzte als aufmüpfige Querulanten behandelt werden?
Auf diese Art werden unsere Probleme im Gesundheitswesen nur noch verstärkt werden, angefangen beim Ärztemangel… der Gesundheitsbetrieb stellt sich ja derzeit nicht gerade als der perfekte Arbeitgeber für Jungärzte dar, und bestehende Fachkräfte werden wohl verstärkt ins Private abwandern wenn der »Doktor Gnadenlos« (ff) so weitermacht. Aber vielleicht will jemand ja genau das erreichen?

Gesundheit Politik Service Public | | Paul Köllensperger | ff | Südtirol/o | 5SB/M5S SVP | Deutsch

6 replies on “Gnadenlose Schwächung des Gesundheitssystems.”

Wohin soll die Reform des Gesundheitswesens führen, wenn die neue Leitung des Betriebes die Patienten und deren Gesundheit nur als Kostenfaktor sieht, selbstherrlich milionenschwere Investitionen im Informatikbereich absegnet, ohne kostengünstigere Varianten in Betracht ziehen zu wollen, wenn die besten Ärzte als aufmüpfige Querulanten behandelt werden?

Kurz vor Weihnachten habe ich mit einem Spitzenbeamten des Landes unter anderem über das Gesundheitswesen gesprochen. Er hat die Situation so beschrieben:

Die Landesrätin befindet sich im Tunnel und gräbt in der irren Annahme, dass sie irgendwo wieder Licht findet, wo doch die einzige sinnvolle Entscheidung zurück zum Tunneleingang zu gehen wäre, wo man sicher ist, dass es Licht gab.

Mache mir wirklich langsam Sorgen, wo das Ganze hinführt. Bin der Meinung, dass die Sanität auf lange oder vielleicht sogar kurze Sicht komplett an die Wand gefahren wird.
Warum eigentlich werden die Zahlen in der Sanität, sei es Kosten wie Qualität bis hin zu den Wartezeiten, immer mit Italien verglichen? Bei den Wartezeiten sind wir dann die Besten, bei der Qualität sowieso und Kosten haben wir natürlich die höchsten und müssen diese auf ital. Verhältnisse herunterschrauben.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *