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Bonjour les clichés.
Quotation 272

Barfuss hat ein Interview mit den beiden jüngsten Mitgliedern im Forum der 100 (F100) des Südtirolkonvents geführt. Johanna Mayr und Giacomo Fabris sind 17 Jahre alt — und teilweise schon perfekt mit den Reflexen der Alten vertraut.

Die Hinterwäldler:

Mayr: Die Südtiroler, besonders die deutschen, sind nicht offen genug. Viele wollen nicht mal die andere Sprache lernen.

Die Selbstbestimmung:

Fabris: Ich bin in erster Linie Südtiroler. Südtirol ist ein wunderschönes Land, aber wir sind klein und die Welt ist beängstigend groß. Ein Freistaat Südtirol mit 500.000 Einwohner in einer Welt, in der selbst die EU wenig zählt, ist anachronistisch. Und vergessen wir nicht, auch die Verfassung lässt es nicht zu. Reden wir also lieber über Autonomie, bewegen wir uns lieber nach Europa als nach Österreich. In fünfzig Jahren werden wir ein vereinteres Europa haben und keine mittelalterlichen Grafschaften.

Mayr: Schwieriges Thema. Ich bin nicht dafür. Uns geht es mit unserer Autonomie gut.

Es gibt aber auch Lichtblicke. Wie diesen:

Fabris: Wieso soll eine Italienerin mit tunesischen Wurzeln die Italiener nicht repräsentieren? Oder ein Italiener, der ein Tiroler Verdienstkreuz bekam? […] Ich habe deutsche Kandidaten mitgewählt, die mich viel mehr überzeugten als manche Italiener. So ging es auch umgekehrt.

Siehe auch: 1/ 2/ 3/ 4/ 5/ 6/

Medien Mitbestimmung Selbstbestimmung Vorzeigeautonomie | Quote Südtirolkonvent | | Barfuss | | EU | Deutsch

3 replies on “Bonjour les clichés.
Quotation 272

… man sieht wieder wie wir aneinander vorbei-denken-reden: – was die “Kleinheit” anbelangt, – siehe Luxemburg! – Was das zukünftige Europa anbelangt, – wir wollen wohl alle nicht in alle Ewigkeit die EU aus lauter Ego-Nationen (die meisten Nationen halten sich für wichtiger als die ganze EU zusammen! – Damit sind wir bei drittens, – wir brauchen eine selbstbewusste EU die in der Welt ernst genommen wird! – Als Gegenpendel brauchen wir das überschaubare Gemeinwesen (wie Südtirol, idealerweise wie die Euregio) wo die Bürgerin/der Bürger sich einbringt und auch weiß wofür sie/er sich einbringt …

wobei ich es schön finde, dass sich junge menschen einbringen und in politischen angelegenheiten aktiv sind.
daher mein danke an johanna und giacomo für engagement.

Sie sind nicht selber schuld, sie sind indoktriniert (in SVP Land geboren und groß geworden) !

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