I probably would have voted for Trump …

… if I were an unemployed WASP (White Anglo-Saxon Protestant) industrial worker from Detroit who now lives in a run-down suburb infested with gang violence and drug abuse. Poorly educated but hardworking, yet without a promising perspective in life, I was among the first ones to be laid off during the crisis of the automobile industry. Seeing my job being shipped overseas while being bombarded by Fox News with an imminent islamic terrorist threat.

Don’t get me wrong. Trump is a racist, xenophobic, narcissistic sociopath who is totally unsuitable to hold this office and is a disgrace for the entire American people. I’m not trying to justify anything that happened during this mediocre campaign and fateful ballot. I’m rather looking for an explanation and someone to blame for the mess we are in right now. And the blame neither goes to the people who voted for Trump nor to Trump himself – at least not entirely. Or could you be a hundred percent sure you would not have voted for this mad man without your educational background that enables you to differentiate, without your job that pays you a decent living?

How outlandishly desperate, disillusioned, angry and left-behind do you have to feel, that you really believe a ruthless and abusive billionaire who inherited a great share of his wealth, could be your hero and the savior of the working poor? A man, who has proven tremendous lack of respect for about every minority group there is (including poor people), should be the unifying altruistic figure who cares not for himself and his interests only – but for you?

It is a fact that for an unbelievably large number of Americans a flip-flop lunatic uncapable of controlling even his own temper is a better choice to be in control of the mightiest country (and military) on earth than a supposedly well respected, reputable, experienced professional politician. This says a lot more about the ”well respected, reputable, experienced professional” political elite than it says about Trump and his supporters. They are just a product, a result, a symptom.

Politics is mainly about creating a just society where everyone has got fair and equal opportunities. The ”well respected, reputable, experienced professional” elite has not only failed to achieve or maintain this goal, but – while they did manage to improve things in many areas – have worsened the situation regarding what is probably the most decisive ratio for a functioning and healthy society – the wealth gap. Full time employment (no matter what sort of job) has to guarantee a proper living standard. Period.

So the problem is not that Trump got elected. The real challenge is to correct things like that (about which Trump will not do anything by the way, sorry):

Top CEOs make more than 300 times the average worker
In between 1978 and 2014, inflation-adjusted CEO pay increased by almost 1000%, according to a report released on Sunday by the Economic Policy Institute. Meanwhile, typical workers in the U.S. saw a pay raise of just 11% during that same period.
Fortune Magazine

We live in times with the highest efficiency of production ever. And still there are more and more people unable to afford a living. An out of touch political elite, who is so shocked and in ”how-could-this-ever-happen”-mode now, not only did not stop this sort of madness, they willingly assisted in creating it, thereby undermining democratic principles such as participation, solidarity and fair taxation. Economic inequality – which equals opportunity inequality – has apparently produced a meanwhile almost uncontrollable anti-establishment mob. A mob who has lifted a man into power who will only make things worse while the media establishment is still trying to figure out what’s going on. What a shame that they all did not feel the Bern.

Siehe auch:
Bildung Democrazia Feuilleton Medien Politik Soziales Ungehorsam+Widerstand Wirtschaft+Finanzen | | | | | | English

104 replies on “I probably would have voted for Trump …”

jemand, der als unternehmer über leichen ging (fahr mal nach schottland und sag den namen trump)?
jemand, der – wenn es stimmt – heute mehr geld hätte, wenn er das erbe seines vaters einfach angelegt hätte?
jemand, der vier mal bankrott anmelden musste und dabei viele andere schädigte?
jemand, dessen firmen reihenweise hops gingen?
jemand, der als milliardär keine steuern zahlt?
jemand, der unzählige leute mit klagen eindeckte und sie aushungerte?
jemand, der lügt, dass sich die balken biegen? (siehe http://www.politifact.com/personalities/donald-trump/)
… ist also der „kandidat der menschen“? (ja, schon verstanden. das glaubst nicht du, sondern nur norbert hofer)

übrigens: wo ist eigentlich die große wahlverschwörung geblieben, von der trump immer gesprochen hat und die auch dein super-seriöser autor von schallundrauch noch vor wenigen tagen herbeigeschrieben hat? (siehe http://alles-schallundrauch.blogspot.it/2016/11/trump-wird-nicht-erlaubt-zu-gewinnen.html)
bin gespannt, ob er die wahl anfechten wird :-)

Trump war glaubhaft. Clinton nicht. Darum hat er gewonnen. Und weil die Amerikaner die Schnauze voll haben von der elitären Politklasse in Washington.
Der einzige Grund, warum ich Trump den ganzen anderen Kandidaten vorziehen würde, ist, dass nun die Chance besteht, dass sich etwas ändert. Clinton hätte genauso weiter gemacht wie alle Präsidenten seit JFK, nämlich Krieg gegen die gesamte Welt führen.

trump glaubhaft?
ein milliardär, der in seiner unternehmerischen laufbahn skrupellos über menschen hinweggefahren ist und keine steuern zahlt? der eine politik machen möchte, von der die, die ihn gewählt haben, als letztes profitieren? er wird sich auch davor hüten, eine politik zu machen, die seiner klientel zugute kommt. er lebt davon, dass seine wähler das gefühl haben, übervorteilt zu werden. dafür gibt er ihnen einen sündenbock, an dem sie ihre aggressionen ablassen können. das ist alles, was er tun muss.
das ist wie mit fpö und afd. deren „record“ ist auch geprägt von stimmverhalten gegen die schwachen und für die starken.
der bock zum gärtner.
alles was trump getan hat war, die schwachen gegen die noch schwächeren aufzuhetzen.

und die haben trump doch nicht gewählt, weil er keine kriege führen möchte. hätte er gesagt: „let’s bomb the hell out of the middle east“ hätten sie ihm zugejubelt.
und dass trump nicht vernetzt wäre, ist auch so ein mythos.

Das multikulturelle Gender-Österreich/Deutschland/Europa ist entsetzt …
Schauspieler wollen die USA verlassen (De Niro)
http://oe3.orf.at/stories/2808396/
oder zumindest die US-Staatsbürgerschaft zurücklegen (Luna und Dana Schweiger)
http://www.bz-berlin.de/leute/luna-und-dana-schweiger-wollen-us-staatsbuergerschaft-abgeben
Oder sind einfach nur entsetzt, wie der Herr Waltz live im ORF:
http://www.krone.at/stars-society/waltz-geschockt-von-trump-sieg-ein-desaster-ende-ist-erreicht-story-538670

Eine fassungslose ARD-Korrespondenten live aus New York zugeschalten:

» Für Trump haben die alten weißen Männer, die Arbeitslosen und Ungebildeten gestimmt. Für Hillary Clinton die Schwarzen, die Hispanics, die Gebildeten und die Frauen.«

Und der dt. Außenminister Steimeier:
» Selbstverständlich werden wir dieses Wahlergebnis akzeptieren. Wir akzeptieren es! «

Was wollte Steinmeier damit sagen? Dass er das Wahlergebnis nicht vor einem Gericht anfechten wird? Einem Gericht, wo die selbsternannten Guten und Anständigen den Vorsitz führen?

Und jene Frau Merkel, die sich vergangenen Jahres über sämtliche Gesetzte stellte …
… hat Trump nach seinem Wahlsieg ermahnt, Recht und Gesetzte der Demokratie zu achten …
Merkel:
» Deutschland und Amerika seien “durch Werte verbunden”, dazu gehörten “der Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen, unabhängig von Herkunft, Haarfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung. «
Auf der “Basis dieser Werte”, so die Kanzlerin, biete sie “dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten eine enge Zusammenarbeit an”.

Auf eine solche Ermahnung und Belehrung hatte nicht nur der künftige Präsident der USA, sondern das ganze amerikanische Volk gewartet. Vergesst nicht unsere gemeinsamen Werte! Gell!! Sonst … ja was sonst???
Werden sonst Trump Sanktionen auferlegt, so wie gegen Putin? Oder gegen Österreich im Jahre 2000? (nicht zu vergessen wären da noch jene Sanktionen von 1938)

Was wird jetzt Frau Merkel jetzt machen?
Wird sie die Sanktionen gegen Trumps Freund Putin verschärfen?
(Deutsche Leopard Panzer stehen jedenfalls wieder an Russlands Grenzen … )
Wird Merkel Trump auffordern, den Krieg in Syrien zu verschärfen?
(Frau Clinton hat das angekündigt … Trump wird wohl eher das Gegenteil machen … )

Steinmeier nannte Trump noch kurz vor der Wahl einen Scharfmacher und Hassprediger.
(Wird sich Steinmeier entschuldigen, wenn Trump nach Deutschland auf Besuch kommt?)
Gleichzeitig will derselbe Meier die Beziehungen zur Türkei, die sich unter Erdogan immer mehr zur islamischen Diktatur entwickelt, weiter ausbauen … und die Beitrittsverhandlungen zur EU weiterführen …

Dem politischen Establishment (das sind die moralisch Überlegenen) das sich immer mehr als eine nach Weltherrschaft strebende Kaste sah, wurde der Stinkefinger gezeigt. Vorerst nur in den USA …
Am 4. Dez. auch in Österreich?

LG

Beim nächsten Mal schreibe ich ‚Kandidat der einfachen Menschen‘, so wie es Hofer mMn auch gemeint hat.

Späte Erkenntnisse eines Grünen, am 13. Nov. 2016, auf FB

Efgani Dönmez,
Ehemaliger Bundesrat der Grünen:

Mit dem Sieg von Trump ist das mächtigste Land der Welt nun unter der Kontrolle eines Populisten. Und es gibt kaum ein westliches Land, welches nicht potentiell von so einem Wechsel bedroht ist oder schlimmer noch, wo der Wechsel schon vollzogen ist.
Und jedes Mal zeigen wir uns überrascht, erschüttert und ungläubig, wir wollen es nicht wahr haben. Aber es ist an der Zeit der Wahrheit ins Auge zu schauen, die anderen 50% haben die Macht ergriffen und sie werden immer mächtiger.
Wir haben uns jetzt jahrelang über diese Leute lustig gemacht, haben sie als dumm bezeichnet, wenn sie in den Qualitätsmedien einen auf den Deckel bekommen, dann war das amüsant, wenn sie wieder irgendein Blödsinn erzählen irgendwo im TV, dann hat man das freudig mit seinen Freunden geteilt.
Der Strache wieder…. hast du gehört, was der Trump. Man hat sie einfach nicht ernst genommen, man hat sich ihnen geistig und moralisch überlegen gefühlt.
Diese Arroganz wird nun unser Untergang.
Wir lesen keine Kronenzeitung, Bild oder Österreich, stattdessen nehmen wir den Falter aus unserer Tasche. Online lesen wir öon, derstandard und erfreuen uns an der Satire auf derTagespresse. Da befinden wir uns in unserer eigenen Filterblase in der wir uns immer wieder beweihräuchern.
Wir müssen da endlich raus und die anderen 50% verstehen, wir dürfen sie nicht den anderen überlassen, die sich um ihre Anliegen kümmern (eigentlich ein Lüge, aber die Menschen glauben es). Wir müssen ihnen endlich die Alternative bieten! Dazu müssen wir uns ihnen stellen, wir müssen ihnen die Hand reichen, wir müssen uns ihre Wut und ihre Angst anhören, auch wenn es uns Angst macht, das zu hören.
Wir müssen ihnen dort Recht geben, wo sie Recht haben und ihnen dort neue Blickwinkel und Argumente liefern, wo sie sich fehlinformiert haben, wo Rattenfänger und postfaktische Thesen sie beeinflusst haben. Das ist die Aufgabe der Politik, aber es ist auch unsere Aufgabe.
Das bedeutet auch vor FPÖ-Anhängern zu sprechen oder wenn es sein muss, sich auch einem Martin Sellner in einer Talkrunde zu stellen und ihm die Argumente zu stehlen. Dabei muss man diese Leute ernst nehmen, weil die anderen 50% sie ernst nehmen. Aber wir müssen sie konterkarieren, ihre Unwissenheit aufdecken, ihren Aussagen aufnehmen und sie ins richtige Licht stellen.
Wir müssen jetzt damit anfangen: Aus uns und den anderen 50% müssen wieder 100% werden!

https://www.facebook.com/efgani.doenmez/?hc_ref=NEWSFEED&fref=nf

Solche und ähnliche Kommentare haben die Guten und Anständigen von den Grünen veranlasst,
Efgani Dönmez aus allen politischen Ämtern zu entlassen …

Wenn man sich anschaut, wieviel Millionen Hillary Clinton alleine durch Vorträge (!) bei Goldman Sachs (wir erinnern uns wer alles bei Goldman Sachs war) eingesackt hat, wundert mich nicht, dass die US-Arbeiterschicht und Mittelklasse der Elite den Stinkefinger in Form von Trump gezeigt hat. Gott sei Dank hat es bei dieser Wahl die Wahrheit in Form von Wikileaks gegeben, sonst hätte der einfache Mann diese und andere „Sauereien“ der Clinton-Familie nie erfahren.

https://twitter.com/wikileaks

Der Artikel spricht natuerlich einige wichtige Punkte an, die den Aufstieg von Rechtspopulisten (auch in Europa) erklaren helfen. Im vorliegenden Fall der US-Wahl muss man aber einen wichtigen Punkt beruecksichtigen, der die Wahl Trumps noch irrationaler erscheinen laesst: Praesident Obama hat die USA im Jahr 2009 am Hoehepunkt der Finanzkrise uebernommen. Damals haben Millionen von Amerikanern um ihre Haueser und die Pensionsvorsorge gebangt, die Autoindustrie war kurz vor dem crash, die Arbeitslosigkeit auf Rekordhoehe. In den 8 Jahren seither haben sich praktisch alle wirtschaftlichen Parameter verbessert, von Finanzkrise spricht keiner mehr, der Immobilienmarkt hat sich stabilisiert, die Arbeitslosenrate wurde stark gesenkt, eine erste allgemeine (natuerlich nicht perfekte!) Krankenversicherung eingefuehrt, der traditionellen Autoindustrie gehts relativ gut, im Bereich Elekto- und selbstfahrende Autos sind die USA sogar Trendsetter, der high tech Bereich boomt wieder, Truppen wurden aus dem Irak und Afghanistan abgezogen. Dazu wurden Umweltstandards verbessert und die Abhaengigkeit von Oelimporten aus dem arabischen Raum stark vermindert, erste Schritte zur Energiewende (Solar-, Wind-) gesetzt etc etc. Obamas Bilanz ist sicher durchwachsen (zum Grossteil bedingt auch durch die erbitterte Gegnerschaft der Republikaner), aber mMn stehen die USA heute eindeutig besser da als 2008. Interessanterweise ist Obamas Zustimmungsrate auch ziemlich hoch (ca. 55%, nicht schlecht im Vergleich zu vielen anderen Praesidenten im letzten Amtsjahr). Hillary Clinton steht in vielen Bereichen fuer die logische Fortsetzung dieser Politik (generell gilt sie politisch als eher leicht links von Obama). Laut Meinungsumfragen war ein wichtiger Punkt zur Wahlentscheidung fuer Trump der Wunsch nach ‚change‘. Ich befuerchte nur, der Wunsch geht nach hinten los.
mit freundlichen Gruessen aus einem fassungslosen San Francisco

mit obamas bilanz hast du recht. die usa sehen bei weitem nicht so schlimm aus, wie es uns viele glauben machen wollen. aber ein faktor – den ich vergessen hatte – ist die komplette faktenresistenz, die diese neue politische bewegung auszeichnet. das bauchgefühl ist ausschlaggebend, und dieses wird so lange bearbeitet, bis es sagt: „alles geht den bach runter“.

wobei es schon auch stimmt, dass eine relativ große zahl an menschen durch den rost fällt und der wealth-gap nach wie vor auseinander- statt zusammengeht.

Lieber Change als Regime-Change wie bei Obama. Einige scheinen die Rolle der USA unter Obama (Stichwort Ursachen der Flüchtlingswelle) in der Außenpolitik vergessen zu haben, die zu den Flüchtlingsbewegungen geführt hat. Der Mensch ist ein vergessliches Wesen.

das ist jetzt schon ein bissi schräg, oder? obama jetzt allein das chaos im mittleren osten anzulasten und ihm die schuld an der flüchtlingskrise zu geben. ich denke, da haben seine vorgänger schon auch ein wenig anteil. man kann ihm vorwerfen, dass er die situation nicht wirklich verbessert geschweige denn gelöst hat. aber dass er sie verursacht habe ist blödsinn.

Aber das ist doch klar Harald, wir haben doch schon oft genug über Bush hier diskutiert und dass er und Blair (und Sarkozy) in ihrer Amtszeit den Grundstein für das jetzige Chaos gelegt haben, das steht doch gar nicht zur Debatte und du weißt genau, dass ich nicht ganz so naiv bin zu glauben dass das alles auf Obamas Kappe geht.
Aber der jetzige Flüchtlingsstrom ist doch ganz klar erstmal aus der Lybien-Intervention unter Obama-Clinton (und Hillary war hier wirklich eine destruktive Kraft, siehe E-Mails die heuer geleakt wurden) entstanden. Und auch der Maidan-Putsch fällt in die Obama-Administration mit Clinton. Dann das Befeuern des Syrien-Konfliktes, indem man ausländische Dschihadisten finanziert hat um den Diktator Assad zu stürzen, die dann bei uns als Rebellen durchgingen. Und vom Drohnenkrieg ganz zu schweigen. Also ich weiß nicht, wenn jemand hier so tut als wäre Obama viel besser als Bush nur weil er netter wirkt, muss er sich schon beide Augen zuhalten.

Für mich als Nicht-Amerikaner ist es ausschlaggebend, dass die USA endlich aufhören, Krieg, Krise, Destabilisierung, „Regime-Wechsel“, Tod, Leid und Unheil in die gesamte Welt zu exportieren.

das klima ist in einem ständigen wandel begriffen, das stimmt.
aber das, was im moment passiert, hat nichts mit den natürlichen kälte- und wärmeperioden, zwischeneiszeiten usw. zu tun.
wobei trump ja meint, dass dieser von menschen verursachte klimawandel eine erfindung der chinesen ist um die amerikanische wirtschaft zu schwächen. willkommen unterm aluhut.

die größte gefahr, die von trump ausgeht, ist, wenn sich amerikas innenpolitische lage (wirtschaftlich und gesellschaftlich) verschlechtert – was zu befürchten ist.
denn dann wird sich trump sündenböcke suchen. sowohl im inland (latinos, muslime usw.) als auch draußen. und dann hast du deinen krieg schneller als du blaubeerpfannkuchen sagen kannst.

Also Trump ist gefährlich, obwohl er noch nichts getan hat?

Ich glaube alles erst, wenn ich Taten sehe. Worte zählen nix.

Hillary hingegen hat als Außenministerin gewütet und jetzt leere Worthülsen geschwungen.

Mord und Hetze sind schon a bissl unterschiedliche Tatbestände. Aber dass du den kommenden Präsidenten der USA mit jemandem vergleichst, der einen Mord in Auftrag gibt, sagt trotzdem einiges.

Es geht nicht um Mord. Das war ein Beispiel. Worum es geht, ist, dass für Dich der Auftraggeber schlimmer ist, als der, der mordet, foltert, vergewaltigt, raubt oder sich eben aufhetzen lässt. Sind für Dich Worte schlimmer als Taten?

Worum es geht, ist, dass für Dich der Auftraggeber schlimmer ist, als der, der mordet, foltert, vergewaltigt, raubt

Das habe ich nirgends gesagt, das ist eine freie Erfindung von dir. Bei der (Volks-)Verhetzung ist es aber anders.

Es tun hier jetzt auf einmal alle so, als wäre Obama irgendwie keine Enttäuschung gewesen und der Heilsbringer schlechthin. Dabei wird er von vielen pol. Beobachtern als Wolf im Schafpelz und Drohnenkrieger in die Geschichte eingehen, in dessen Amtszeit die amerikanische Mittelschicht einen Niedergang sondergleichen erlebt hat und die Lobby der Wall-Street in jeder Hinsicht gestärkt wurde.
Es ist fast scon bizarr. Es scheint jetzt jemand ins weiße Haus einzuziehen, der gegen TTIP ist, sich international nicht mehr überall einmischen will, die Führungsrolle der USA in der Nato hinterfragt, nicht der Finanzlobby um Goldman Sachs angehört, die EU zu mehr Selbständigkeit und Emanzipation von der USA anregt und eine Kooperation mit Russland in Aussicht stellt und somit nicht ein Kriegsfalke wie Clinton zu sein scheint. Stichwort Lyben und Irak. Ich weiß nicht, irgendwie schaffe ich es nicht, angesichts dessen traurig zu sein.

nocheinmal. die probleme der amerikanischen mittelschicht obama anzulasten ist grotesk.
und du glaubst wirklich, dass trump zu seinen versprechen steht? die größte fahne im wind überhaupt. der tut doch nur das, was gerade günstig für ihn ist. ist ein notorischer lügner. ein opportunist.

Es kann sein wie du sagst, ich gebe ihm aber Zeit seine Versprechen bzgl. TTIP, Russland, Nato und all die andere n positiven Punkte einzulösen. Wenn er dann der Soziopath, Rassist und Populist bleibt wie er sich im Wahlkampf teilweise gegeben hat, werde ich auch dazu klar kritisch Stellung beziehen. Vorerst warte ich ab und sage, Trump könnte eine große Überraschung werden.

… und über Trumps offen zur Schau getragenen Rassismus und Sexismus haben wir noch gar nicht geredet …
… und das hat nichts mit seiner Weigerung „politisch korrekt“ zu sein zu tun. Ich bin auch nicht unbedingt „politisch korrekt“.

Und eines wird hier völlig außer Acht gelassen. Es gibt eine neue eurasische Macht (Russland, China), die es -direkt oder indirekt sei mal dahingestellt- geschafft hat, erstmals in der Geschichte das Chaos in die USA zu tragen und sie massiv zu schwächen. Bisher war es immer so, dass die USA das Chaos durch Regime-Changes und Propaganda in die Welt getragen haben, siehe die ganzen Regenbogen-Revolutionen, im Iran oder auch in Moskau damals. Jetzt stellt sich so langsam wieder ein Gleichgewicht her, es gibt Chaos, Demonstrationen und eine ungewisse pol. Zukunft für die USA. Eine Hegemonialmacht bröckelt.

Im Prinzip erleben wir gerade einen kalten Krieg zweier Systeme. Das eine System ist der Kapitalismus (der sog. „Westen“, allen voran die USA, Saudi, Arabien, Katar, Teile der EU), das andere System die Nationalstaaten (allen voran Russland, China, Iran, zunehmend Teile der EU). Durch den Sieg Trumps hat das System der Nationalstaaten extrem Boden gutgemacht gegenüber dem Kapitalismus.
Es liegt jetzt an Europa, dass vielleicht ein ganz neues System von uns ausgeht, das wir in die Welt tragen können. Man könnte das jetzt auch als Chance sehen, dass wir uns profilieren und Russland und USA sich gegenseitig bekämpfen lassen, während wir als lachende Dritte ein neues System in die Welt bringen. Nur dann müsste man halt selbstständiger werden.

Trump selbst ist reiner Kapitalist, seine Politik steht aber in einer Reihe mit Putin, Orban und China. Das System der Natinalstaaten gegen den Kapitalismus. Es liegt an uns Europäer, ein neues System zu lancieren.

Es liegt jetzt an Europa, dass vielleicht ein ganz neues System von uns ausgeht, das wir in die Welt tragen können. Man könnte das jetzt auch als Chance sehen, dass wir uns profilieren und Russland und USA sich gegenseitig bekämpfen lassen, während wir als lachende Dritte ein neues System in die Welt bringen. Nur dann müsste man halt selbstständiger werden.

Ganz richtig erkannt. Nur habe ich mehr als nur ganz große Zweifel, dass „unsere“ Politiker das auf die Reihe kriegen.

Amerika ist und bleibt ein Phänomen. Seit dem Bestehen war vor allem eines für Amerika prägend, nämlich der amerikanische Traum es hier irgendwie zu schaffen. Es ist diesem Land, das im Grunde nur aus Einwanderern besteht, gelungen alle neu hinzugekommenen als Teil dieses Landes zu machen indem sie am amerikanischen Traum mitwirkten. Da gab es nie Stillstand und Verfettung, alles war und ist (positiv und negativ) immer im Fluss. Das zeigt sich auch im Verhalten der amerikanischen Wähler. Die politische Ausrichtung wird stets ausgewechselt, einmal sind Demokraten dann wieder Republikaner am Ruder. Deshalb war es jetzt nicht die große Überraschung, dass nach acht Jahren Demokraten wieder die Republikaner ans Ruder kommen. Das macht eben Amerika aus, der ständige Wechsel verhindert Stillstand, die gegensätzlichen Ansichten kommen zum Zug. Jetzt mit Trump den Untergang herbeizureden ist grotesk. Amerika hat anders gewählt als wir es uns vorgestellt haben. Na und? Um das auszuschließen muss man die Demokratie abschaffen. Die Amerikaner haben schon mehrere Krisen, Konflikte und Präsidenten überstanden, weil eben der amerikanische Traum stark und allgegenwärtig vorhanden ist. Was hat man bei der Wahl Ronald Reagens doch gelästert: Die Wahl eines politisch unerfahrenen Schauspielers sei der Untergang. War es nicht. Wie sagte ein Schwarzamerikaner gestern im Fernsehen: Amerikas Demokratie sei so stark verankert, dass nichts sie erschüttern könne, er jedenfalls verfalle nicht in Panik.
Henryk Broder bringt es im Interview auf den Punkt, wobei ich hier nicht unbedingt den Artikel selbst sondern das Interview mit Broder verlinken möchte:

https://www.welt.de/kultur/article159413004/Amerikas-Fremdenfeinde-sitzen-bald-in-der-Regierung.html
(Wobei meiner Meinung nach Broder einmal anstatt Trump fälschlicherweise Obama nennt)

Um Amerika und die Welt unter Trump mache ich mir keine Sorgen. Sorgen sollte man sich eher um Europa machen.

Die ersten Signale die Trump aussendet sind überraschend gut und sein Außenministeriums-und Verteidigungsteam lassen hoffen. Sein wahrscheinlich neuer Verteidigungsminister Flynn, ein großer Trump-Unterstützer, ist jedenfalls ein Hoffnungsschimmer. Er meint im Spiegel-Interview dass die Interventionskriege in Afghanistan, Irak und Lybien große Fehler der USA waren! Auch TTIP legt die EU wegen Trump derweil auf Eis. Also bisher kann man wirklich nicht meckern:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ex-us-geheimdienstchef-mike-flynn-ueber-den-is-wir-waren-zu-dumm-a-1065038.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ttip-eu-stoppt-freihandelsabkommen-wegen-trump-a-1120955.html

Natürlich, gerne. Wenn wir hier schon anfangen auf grammatikalische Fehler hinzuweisen (den „Fehler“ mit Libyen mach ich meistens automatisch, es wird auch noch öfters vorkommen), dann einigen wir uns doch bitte auch darauf, dass wir bestimmte vermeintlich „elitäre“ und politisch korrekte Theorien nach einer gewissen Zeit immer wieder abgleichen und schauen wer Recht behalten hat was gewisse pol. Voraussagen betreffen. Das wäre auch interessant.
Zwei Lieblingssprichwörter von mir, nämlich „Hochmut kommt vor dem Fall“ und „veritas filia temporis“ treffen auf das heutige Establishment (die pol. korrekte „Elite“) genauso zu wie etwa dazumal für die Monarchien oder andere Systeme die gescheitert sind.

@pervasion
Wenn es hier und anderswo in vermeintlich „elitären“ Kreisen um kleine Rechtschreibfehler geht oder um minimale falsche Formulierungen wie es beim schnellen Abtippen mal passieren kann, um oberlehrerhaft seine Überlegenheit „dem gemeinen Volk“ (das ja wohl ich in diesem Falle dann repräsentieren dürfte) gegenüber zu präsentieren, dann hoffen wir doch sehr, dass Trump und die weitere Entwicklung zu einer neuen gerechteren und politisch weniger korrekten Welt führen wird. Somit verabschiede ich mich aus der Diskussion und wünsche noch viel Spaß in eurem elitären Kreise wo man wieder ganz unter sich sein kann.

@Libertè
Das ist mein vorläufig letzter Post in diesem Forum. Es geht mehr um die Arroganz die hier teilweise herrscht und dieses Oberlehrerverhalten, auch wenn ich BBD natürlich nach wie vor als wichtig erachte für die Meinungsvielfalt in Südtirol. Deshalb verabschiede ich mich mit einem letzten Link, der genau das Problem der „Eliten“ (sie meinen hauptsächlich sie seien Eliten, aber was ist das schon?) beschreibt und in welcher weltfremden Blase diese leben.

http://www.focus.de/politik/experten/gastbeitrag-von-roger-koeppel-trumps-sieg-ist-eine-ohrfeige-fuers-establishment_id_6194899.html

@astner
ich finde den cicero-artikel erstaunlich, weil er genau das macht, was er „den anderen“ vorwirft.

1. trump kann keine gefahr für die demokratie sein, da er – against all odds – demokratisch gewählt wurde
viele „demokratiegefährder“ und auch „demokratiezerstörer“ sind demokratisch an die macht gekommen. auch erdogan wurde demokratisch gewählt. erdogan ist nach gängigen demokratischen maßstaben aber sehr wohl eine gefahr für die demokratie in der türkei – stichwort pressefreiheit usw.

2. trumps wahl und seine wähler dürfe man quasi nicht kritisieren
man kann das ergebnis einer wahl gleichzeitig anerkennen und dennoch scharf kritisieren. das hat nichts mit arroganz oder demokratieverachtung zu tun.

3. weil trump gegen ttip ist, und nato und globalisierung hinterfragt, müsste er eigentlich ein held der linken sein
das ist hanebüchen, dass es hanebüchener nicht mehr geht. nur weil jemand gewisse dinge ablehnt, die ich auch ablehe – zumal aus anderen motiven – muss ich noch lange nicht für ihn sein. h.c. strache ist auch gegen atomkraft. ich finde ihn trotzdem nicht gut. tierschutz steht bei vielen neonazis hoch im kurs. bei mir auch. ich habe dennoch nichts mit ihnen gemein. und ich weigere mich nach wie vor, trumps xenophobie, seinen sexismus, seinen rassismus und seine notorischen lügen auf kosten anderer (http://www.politifact.com/personalities/donald-trump/) als „erfrischenden tabubruch“ und legitimen angriff auf die politische korrektheit zu sehen.

@hunter
Die WAHL Trumps ist demokratisch zustande gekommen und angesichts des geballten Widerstands erstaunlich. Das wurde im Artikel behauptet und nicht dass er, nur weil durch eine demokratische Wahl ins Amt gekommen, kein Demokratiegefährder sei. Das kann er trotzdem sein ist aber angesichts des amerikanischen Systems unwahrscheinlich. Dass er wie Erdogan in der Türkei die demokratischen Grundprinzipien auszuhebeln vermag, also relativ unwahrscheinlich.
Natürlich kann man Ergebnisse zur Kenntnis nehmen und trotzdem kritisieren. Aber die völlig unangemessene Hysterie, das Heraufbeschwören von Horrorszenarien und das Gegeifer der Medien haben mit normaler Kritik aber schon gar nichts mehr zu tun. Da erdreisten sich doch die Menschen in den USA jemanden zu IHREM Präsidenten zu wählen der UNSEREN Mainstremmedien nicht genehm ist, welch ein Sakrileg. Darüber derart zu wüten kommt schon einer Verunglimpfung der Wähler gleich, die es nicht besser wissen, zu wenig intellektuell daherkommen und therapiert gehören. Es ist diese Überheblichkeit des sog. „Establishments“die nervt.
Und in einem hat der Artikel auch recht: In welcher Welt leben die Medien und das „Establishment“ eigentlich, dass sie das Unbehagen der Menschen nicht wahrnehmen (Käseglocke, Kokon). Die Ansage Trumps war einfach, er versprach den Menschen einen WECHSEL. Amerikaner wollen Wechsel. Das sieht man am Wahlverhalten der letzten Jahre, da ist es ihnen egal ob derjenige der den Wechsel verspricht ein Kotzprocken ist. Lieber Kotzprocken mit klaren Aussagen (im Vertrauen darauf, dass die Suppe nicht so heiß gegessen wie gekocht wird) als das verhasste Establishment, in Gestalt der Kriegstreiberin Clinton. Ob die Versprechungen eingehalten werden können wird sich weisen.
Dass man ein Mann wie Trump trotz seiner „grünkonformen“Aussagen nicht zum Vorbild der Grünen und Linken werden kann ist klar, aber ihn pauschal zum Unmenschen zu erklären ist auch nicht richtig. Der Ausgewogenheit halber hätten die ihnen genehmen Vorschläge Trumps deshalb trotzdem gewürdigt werden können, was nicht geschehen ist. Außer kollektivem Wüten hat man nichts gehört.
Wie gesagt, Sorgen muss man sich um Europa nicht um Amerika machen.

Apropos „aufgehetzte“ Trump-Anhänger: Was machen denn gerade die Clinton-Anhänger? Achja, friedlich und gewaltfrei demonstrieren, andere Meinungen und demokratische Wahlergebnisse respektieren, tolerant sein und voll Liebe, so wie es sich für „Linke“ gehört.

Man kann lang nach Gründen für den Wahlsieg Trumps suchen.

http://www.cicero.de/salon/nach-der-uswahl-thank-you-mr-president

http://www.cicero.de/weltbuehne/deutschland-und-die-usa-trumps-werk-und-merkels-beitrag

Etwas davon wird schon dran sein. Ich glaube aber dass es eher der „normale“ Wechsel zwischen Demokraten und Republikanern ist, den die Amerikaner stets vornehmen.
Übrigens ist Panikstimmung völlig unangebracht. Trump wird nicht alles was seine Vorgänger erreicht haben, zurücknehmen können. Das ist wohl klar. Ich halte Bush jr. jedenfalls für wesentlich gefährlicher als Trump. Der ist wohl eher ein Pepe Grillo.

Das war eine Niederlage der ganzen Finanzelite rund um George Soros, die die ganzen Regenbogenrevolutionen gegen Russland/China/Iran/Syrien und den sog. arabischen Frühling finanziert haben. Soros hat mit seiner Foundation Clinton massiv gesponsort und finanziert auch jetzt die Proteste gegen Trump. Ich sag ja es geht hier im Prinzip um Nationalismus gegen Kapitalismus. Man sieht wie stark Putin inzwischen vernetzt ist und wie weit die eurasische Machtkonzentration mittlerweise ist. Diese Wahl war eindeutig ein großer Sieg Putins und aller Menschen die ein Gleichgewicht sehen wollen. Also nochmal, lancieren wir Europäer ein neues nachhaltiges System und werden endlich selbständiger von Russland/China und v.a. den USA oder ist der gute alte Kontinent mittlerweile nix mehr wert?

https://www.heise.de/tp/features/Dear-Hillary-Politik-und-Philanthropie-in-den-Soros-Leaks-3338632.html

zwei drei Beobachtungen:
– trump macht offenbar steve bannon (breitbartnews) zu seinem chefstrategen. das ist schon eher heftig. wie auch einige weitere personalentscheidungen.
– trump hat von einem phänomen profitiert – nämlich dem der weak parties/strong partisanship. das heißt, die parteieliten in den usa haben ihre apparate und wähler kaum noch unter kontrolle (was nichts schlechtes sein muss), gleichzeitig ist die loyalität, wenn dann ein kandidat feststeht, ungebrochen groß. ja viel größer als noch vor 20 jahren.
– trumps sieg ist natürlich nicht ausschließlich auf die durch die globalisierung zurückgelassenen weißen arbeiter zurückzuführen (eine klientel, die bisher eher demokratisch gewählt hat). sondern eben auch auf die loyalität – bei aller kritik – der traditionellen republikaner (weißer mittelstand, ländlich, reiche unternehmer usw.). die republikaner haben einen schritt gemacht, den viele rechtspopulisten in europa schon längst gemacht haben. sie sind zur arbeiterpartei geworden, ohne dass sie gleichzeitig die stammwählerschaft (eher wohlhabende) vergraulen, indem sie politik für sie machen.
– trump mag keine schulden, möchte aber die steuern senken und die staatsausgaben erhöhen. bin gespannt. die laffer-kurve lässt grüßen.
– dass trump auf seine entschädigung verzichtet, werten manche als noblen zug. als milliardär hat er die 400.000 bestimmt nicht nötig. gleichzeitig kann er durch die angekündigte steuerpolitik millionen rausholen, von denen seine unternehmen profitieren. politik kann und darf was kosten. ansonsten können nur noch millionäre in die politik. zudem ist es eben auch eine frage der wertschätzung von politik im allgemeinen. (stichwort: was nichts kostet, ist nichts wert). trump ist nun einmal präsident, hat einen der verantwortungsvollsten posten der welt und die 400.000 stehen ihm daher zu. überdies darf er glaub ich gar nicht verzichten (bereits seit george washington, der das angeblich auch tun wollte und vom kongress daran gehindert wurde, wenns stimmt). auch die beamtengehälter orientieren sich am präsidentengehalt, das somit nicht auf 1 dollar gesetzt werden kann. er wird die summe wohl spenden müssen.

wenn du meinen artikel gelesen hast, dürftest du erkannt haben, dass ich das „establishment“ und nicht die trump-wähler abgewatscht habe.
heftig ist die personalentscheidung deshalb, weil ich einen vertreter der alt-right, die meiner meinung nach ähnlich wie zum beispiel auch der islamismus nicht mit der freiheitlich-demokratischen grundordnung kompatibel ist, in einer solchen position in einer demokratie nicht für tragbar halte.

Zum Glück entscheidest nicht Du, was für eine Demokratie tragbar ist.
Wahrscheinlich haben wir eine andere Vorstellung von Establishment, Eliten, usw.

Zum Glück entscheidest nicht Du, was für eine Demokratie tragbar ist.

das ist richtig. ich habe aber eine klare meinung dazu.

fundamentalisten, die einer supremacy-ideologie anhängen (wie eben islamisten, nazis, faschisten usw.) muss eine demokratie zwar aushalten können – im sinne, dass es sie wohl immer geben wird – aber sie haben als selbsterklärte gegner menschenrechtlicher grundprinzipien nichts in demokratischen entscheidungspositionen zu suchen. (stichwort bock und gärtner)

ich finde es lustig, dass du dich maßlos (wie ich auch) über urzi und konsorten aufregen kannst, aber kein problem mit jemandem zu haben scheinst, gegen den urzi ein kindergartenbub ist.
das offenbart ganz deutlich das problem rechts-nationaler ideologie. als italiener wärst du wahrscheinlich ein fan von urzi. zumindest ist er von der ideologie her trump und co. recht nahe – wenngleich wahrscheinlich weniger extrem als viele in trumps umfeld. da du aber kein italiener bist, hast du mit urzi ein riesenproblem.

Mit der Herrn Urzì habe ich kein Problem, wenn er Politik für Italiener in Italien macht. Solange er sich aber in einem nicht-italienischen Gebiet wie ein Kolonialherr aufführt, rege ich mich natürlich auf. Das trifft auf DT nicht zu.
Und grundsätzlich ist es mir auch vollkommen gleich, wer in anderen Ländern regiert, welche Gesetze sie haben, welche Abkommen sie schließen, usw.. Ich muss diese Länder nicht besuchen.
DT finde ich nur aus einem Grund gut: Die Eliten hassen Trump, weil er gefährlich für SIE ist.
Deshalb: Der Feind meines Feindes ist mein Freund.

@tiroler bua
naja. die usa sind ein einziges kolonialgebiet. halt ein zwei drei hundert jahre vor südtirol. :-)

Irgendwie scheinen die Sorgen der Arbeiterklasse nur dann berechtigt, wenn sie von reaktionären Gefühlen geprägt sind und nicht die Eigeninteressen der Mächtigen gefährden. Andere Anliegen von Angehörigen der Arbeiterklasse werden hingegen aus irgendeinem Grund einfach einer «liberalen Elite» angeheftet: die Anliegen von Frauen, die Selbstbestimmung über ihren Körper einfordern; die Anliegen von Minderheiten, die sich dagegen wehren, dass PolizistInnen straffrei auf sie schiessen dürfen; die Anliegen von Transmenschen, die nicht mehr in öffentlichen Toiletten verprügelt werden wollen.

Es ist nicht elitär, dem Faschismus ins Auge zu blicken und ihn zurückzuweisen. Es ist nicht antidemokratisch, weiterhin an eine Gesellschaft zu glauben, die Platz für alle hat. Es ist weder albern noch vergebens, für Würde, Gerechtigkeit und Toleranz gegenüber Frauen, Queers und Menschen dunkler Hautfarbe zu kämpfen. Wer hat überhaupt entschieden, dass es das ist? Wer hat entschieden, dass nur jene, die ihren Mitmenschen lieber mit Angst als mit Vertrauen begegnen, die echten, rechtmässigen BürgerInnen sein sollen, deren Stimmen etwas zählen? Dies ist keine rhetorische Frage. Ich will es wissen. Nennt mir Namen.

Ich habe auch keine Lust mehr, meinen liberalen FreundInnen dabei zuzuhören, wie sie sich verrenken, um den Ansichten dieser «weissen Arbeiterklasse» Beachtung zu schenken. Was soll das überhaupt heissen? Wie kamen wir zum feigen Konsens, dass die «weisse Arbeiterklasse» eine homogene Masse tobender FanatikerInnen sei, denen man nachgeben muss wie einem Kleinkind, das am Rand eines Abgrunds einen Trotzanfall hat? Viele Weisse, die alles andere als reich sind, wehren sich gegen genau diesen herablassenden Hang zur Selbstgeisselung innerhalb der Linken. Jede Menge nicht reiche Weisse schaffen es nämlich, für ihre Probleme nicht den Feministinnen, Migranten oder dunkelhäutigen Nachbarinnen die Schuld zu geben. Auch diese Leute sind echte AmerikanerInnen.

In seiner arroganten Dankesrede versprach Trump all seinen WählerInnen, dass sie nun die Chance erhielten, ihre Träume zu verwirklichen. Diese Versprechen wird er nicht einlösen können. Aber der Moment, in dem dies klar wird, wird Trump und seine Anhängerschaft nicht demütig machen. Es wird der Moment sein, in dem sie anfangen, sich nach Sündenböcken umzuschauen.

https://www.woz.ch/-7494

Ob Eiche oder Brennnessel beide haben es nicht in der Hand dass die Sau sich UNGEFRAGT an ihnen reibt.

Am interessantesten finde ich die Kommentare von bloody-nine, vor allem diesen:

aber gut, ganz offensichtlich hat die neoliberale, sozialdarwinistische

rechte gewonnen. jetzt schaffen sie es, der liberalen und halbwegs anständigen minderheit einzureden, dass sie an allem schuld seien, nur weil sie es wagen, rassismus zu kritisieren.
jetzt bekommt man die schuld am rechtspopulismus und schlimmerem in die schuhe geschoben, wenn man einfach seine meinung sagt, und sich nicht jedesmal eine stunde oder zwei zeit nimmt für eine „diskussion“, wenn einem jemand irgendwelche internet-wuchteln über die gratis-smartphones für flüchtlinge oder die jüdische weltverschwörung unter die nase reibt.
bildung ist arroganz. menschlichkeit ist böse. denken ist dumm. skepsis ist verrat.

und an den realen machtverhältnissen muss nix geändert werden (darum gehts nämlich der rechten in wahrheit…)

Im politischen Spektrum hat die Rechte genauso die gleiche Daseinsberechtigung wie die Linke. Wenn jetzt mal die sog. Rechte gewinnt ist das also nichts besonderes. Wenn aber alle die rechts wählen pauschal mit Rassisten Nazis usw. bezeichnet werden ist das einfach nur unseriös. Es sind unter den Rechten genauso ehrenhafte Leute wie die Linken selbst von sich behaupten zu sein. Links sein heißt nicht per se menschenfreundlich sein und rechts sein heißt nicht pauschal menschenverachtend zu sein. Das ist aber die Abgehobenheit mit der Linke oft daherkommen. Sie zeigen sich zwar oft einsichtig, indem sie sagen man müsse mit Andersdenkenden reden um einen „Rechtsruck“ zu verhindern. Mit anderen Worten heißt das aber, dass die eigene Meinung stets die richtige ist und man andere davon überzeugen will. Es wird ignoriert, dass es eben eine unterschiedliche Sicht der Dinge gibt wo weder die eine noch die andere Anspruch auf absolute Wahrheit haben. Gerade deshalb finde ich dass es amerikanische Wähler gut machen. Sie sorgen für einen regelmäßigen Wechsel in der politischen Ausrichtung, sodass die verschiedenen Ansichten zum Zug kommen (wobei den Aussagen des Ekelpakets Trump nicht zuzustimmen ist). Linke sehen sich aber gerne als diejenigen die den Humanismus gepachtet haben und DIE Strömung darstellen die (im Gegensatz zu anderen) die Menschenrechte vertreten. Der kleine Mann mit niedriger Bildung (was stets betont wird), kann solch elitäre Gedankengänge natürlich nicht nachvollziehen. Hausverstand und einfache logische Folgerungen oder gar Lebensumstände die ihn selbst betreffen erscheinen unwichtig im Vergleich zu den hehren Zielen und Ansichten der sog. Künstler-und Bildungselite.
Ein Beispiel:
Die angeblichen Gratissmartphones der Flüchtlinge sind vielleicht nicht diskutierenswert, die undurchdachte Flüchtlingspolitik wäre es aber schon. Dass Europa nämlich Menschen direkt von der Mafia übernimmt, ihnen zwar Asylverfahren zukommen lässt, die aber wirkungslos sind, weil ohnehin jeder hierbleibt, dann mit den nächsten die die Mafia anschleppt dasselbe tut, ohne nachhhaltigen Lösungsansatz, verbunden mit den Gefahren des Terrorismus und der hohen Kriminalitätsrate der abgelehnten Asylbewerber, verbunden auch mit der Umkrempelung der Gesellschaft durch viele Menschen die unseren Wertvorstellungen fern stehen oder sie ablehnen, verbunden mit dem einseitige Überhandnehmen von Männern, der mangelnden Kontrolle durch den Staat, der Tatsache dass nur junge gesunde und männliche Menschen eine Chance auf ein Verfahren bekommen, die anderen bleiben sollen wo sie sind, u.v.m., all das versteht der einfache Mann auf der Straße, offenbar im Gegensatz zu den sog. linken „Eliten“, denen das abstrakte Gutmenschentum offenbar wichtiger ist als pragmatische Lösungsvorschläge. Wer aber in dieser Frage für das australische Modell ist, das Flüchtlingen ein Verfahren und Schutz gewährt, solange eben Gefahr besteht, aber eben nicht inmitten der austr. Gesellschaft, dafür aber vor Wirtschaftsflüchtlingen verschont bleibt (die ohnehin kein Bleiberecht haben), und das Ertrinken beendet hat, der keine Illegalität haben will, der Einwanderung nicht unter dem Deckmantel des Asylrechts duldet, der ist ein „Bösmensch“, rechts, und Australien ist ein Verbrecherstaat. Dabei ist es lediglich ein anderer Zugang zum selben Problem mit anderen Lösungsansätzen und Menschen wählen eben den einen oder den anderen Ansatz, zunehmend ohne den Mainstream zu beachten. Das ist es und nichts anderes.

In der Amtszeit von Obama ist Zahl der Lebensmittelkartenbezieher um gut 15 Millionen auf über 47 Millionen gestiegen. Diese 11 Millionen neuen „Jobs“ müssen wohl echt gut bezahlt sein😊

logisch ist nicht alles super. im gegenteil. dennoch ist deine obige aussage – wenngleich überspitzt – blödsinn.
die jobsituation kann man natürlich nicht losgelöst von der finanzkrise sehen. auch wurden die zugangsvoraussetzung zum Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP), den lebensmittelmarken, gelockert und mehr leute sind jetzt berechtigt.

wenn du mir jetzt schnell noch erklärst, inwiefern die arbeiter unter trump profitieren, wenn an der börse nun wieder auf glücksspiel-modus geschaltet wird?
http://orf.at/stories/2373833/2373832/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.