Respekt?

Toscani Sensibilisierungskampagne.

Das Land hat bei Starfotograf Oliviero Toscani, bekannt durch seine kontroversen Benetton-Plakate, eine Sensibilisierungskampagne gegen Mobbing unter Jugendlichen in Auftrag gegeben. Diese ist Teil einer breiter angelegten Initiative des Ressorts von LR Tommasini zugunsten von Legalität, Mehrsprachigkeit und gegenseitigem Respekt. Einmal vom Motiv abgesehen, das ich angesichts der Zielgruppe — beileibe nicht aus moralischen Gründen — nicht unbedingt passend finde, frage ich mich, wo denn bei der Anzeige die Mehrsprachigkeit, und somit der Respekt geblieben ist. Welche Glaubwürdigkeit vermittelt eine Kampa, die den Plurilinguismus vermitteln soll, dann aber sogar selbst die elementarsten Gebote der Zweisprachigkeit verletzt?

Die landesweit angebrachten Plakate gibt es nämlich nur auf Italienisch. Somit ist die Mitteilung einem großen Teil der Bevölkerung gar nicht zugänglich. Ich selbst (der ich mich der italienischen Sprache einigermaßen mächtig fühle) dachte ursprünglich, dass »Bullo« mit »Macho« zu übersetzen wäre, was meiner Ansicht nach auch besser zum Motiv gepasst hätte.

Oder soll hier gar suggeriert werden, dass die Problematik nur eine Sprachgruppe — und außerdem nur ein Geschlecht — betrifft?

Toscani :bbd:.

Discriminaziun Nationalismus Plurilinguismo Sprachpfusch | | | | | PD&Co. |

11 replies on “Respekt?”

Danke für die Aufklraerung – frage mich, trotz einigermaßen ordentlichen Ital.-Kenntnissen, seit Tagen, worum’s dabei geht.

La traduzione di “bullo” con “Macho” mi lascia perplesso. Peraltro, i dizionari offrono soluzioni sempre parziali.

bullo
I
s.m.

1 (teppista) Rowdy m., Halbstarke m.

2 (gradasso) Prahler m., Großmaul m.

Christian [Tommasini] ha perso la ragione. Ormai in giunta vale la regola ferrea secondo cui gli assessorati PD si rivolgono solo agli italiani (affrontando ogni tematica da un punto di vista esclusivamente italiano), quelli SVP solo ai tedeschi (e un po’ di ladini). Anzi, no. E’ persino più aperta la Volkspartei…

@gadilu: Die korrekte Übersetzung für Bullo wäre in diesem Fall sicher »Halbstarker«. Ich habe mich — wie ich im Text beschrieben habe — jedoch für »Macho« entschieden, weil das meiner Meinung nach besser zum Bild passt. Ist aber auch egal, denn ich wollte nur »zeigen«, dass es auch dreisprachig geht…

@pervasion

Ich würde nicht so weit gehen den Begriff Macho als “false friend” zu bezeichnen, er hat aber in den beiden Sprachen eine etwas andere Konnotation. Während im deutschen Macho als ausschließlich negativ besetzt ist, gibt es durchaus Italiener die sich gerne als Macho bezeichnen um mit ihrer (vermeintlichen) Männlichkeit zu protzen.

Ich finde Halbstarker auf alle Fälle treffender und auch humoriger.

Während im deutschen Macho als ausschließlich negativ besetzt ist, gibt es durchaus Italiener die sich gerne als Macho bezeichnen.

Questo è un esempio di errore logico. Spieghiamolo.

a. Nell’uso tedesco l’espressione “macho” ha significato esclusivamente negativo.

b. Ci sono italiani che si definiscono volentieri come dei “macho(s)”.

Non è possibile paragonare l’uso generale di un termine (ovvero la sua percezione sociale) all’interno di una lingua con l’uso che ne fanno esponenti di un’altra lingua. Il paragone dovrebbe essere tra uso linguistico e uso linguistico e tra parlanti di una e dell’altra lingua. Dunque, la domanda è: NELL’USO ITALIANO l’espressione “macho” ha una connotazione positiva? Risposta: NO. Esistono italiani che si fregiano dell’eventuale titolo di “macho”? Non è da escludere. Possiamo escludere che qualche tedesco faccia altrettanto e tenda a definire se stesso come “macho” senza per questo provare vergogna? Anche questo non mi sentirei di escluderlo. Inoltre: l’espressione “macho”, in italiano, è molto diffusa? No. Forse anche per questo si possono trovare persone che si definiscono “macho” senza storcere troppo la bocca.

ottimo intervento, gadilu!

Sbaglio o si tratta della tenacia e pazienza tipiche dell’insegnante? Che è chiamato, giorno dopo giorno, a combattere la montagna di luoghi comuni, banalità  e superficialità  attraverso cui le persone “vedono” ciò che è diverso da sé, anche perché cercare di approfondire con la propria testa è tanto più faticoso.

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