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Über Toastbrot und Wutausbrüche.
Quotation 430

Interessant ist, wie kundig die Briefschreiber sich aus dem Repertoire der zurzeit gängigen Vorwürfe bedienen – Hetze, Populismus, Diffamierung, Demagogie. Sie haben gut zugehört. Alles, was man nicht mag, läuft heute sowieso unter “Populismus”. Wenn mir das nächste Mal im Restaurant etwas nicht schmeckt, werde ich den Kellner rufen und sagen: “Dieses Schnitzel hetzt. Ihre Apfelschorle diffamiert mich.”

In allen möglichen politischen Fragen scheint es nur noch ein “Alles oder nichts” zu geben. Entweder findest du alles toll und stimmst allem zu, oder du bist ein Feind.

Harald Martenstein im ZEITmagazin Nr. 46/2017 über das Thema “Deutschland” im Jahre 2017.

Manches erinnert hier auch an die Diskussionen zum Thema Selbstbestimmung, Doppelpass, Impfpflicht, Migration, Gleichberechtigung usw.
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0 replies on “Über Toastbrot und Wutausbrüche.
Quotation 430

in der tat eine der besorgniserregendsten entwicklungen unserer zeit. alarmismus wohin man schaut. absolutierung der eigenen meinung allerorts. konsensfähigkeit schwindet. sehr wichtig, dass man da gegensteuert.

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