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Auf Frosch folgt Hirsch.

In einer Pressemitteilung kritisieren die Jungen Grünen die gegenwärtige Ausstellung im Museion scharf. In »Madame Hirsch« porträtiert die Fotografin Brigitte Niedermair das mondäne Leben der Renate Hirsch Giacomuzzi.
»Geschmacklos« nennen das die Jungpolitiker in Krisenzeiten und meinen damit nicht so sehr die Kunst, sondern die Opportunität, eine derartige Ausstellung überhaupt zu organisieren: »Die Werktätigen, welche alle Steuern zahlen müssen und Steuerparadiese nur vom Namen her kennen, dürfen diese, ihre eigene Verhöhnung auch noch selbst bezahlen.« Damit erliegen die Grünen dem selben zensorischen Reflex wie dazumal die Gegner von Kippenbergers Frosch, die ebenfalls über die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Werk hinausgeschossen waren.
Sie zeigen, dass ihnen auch der Frosch bloß ob seiner provokativen Wirkung genehm war, dass sie aber selbst nicht viel von der Freiheit der Kunst und der Unabhängigkeit einer Museumskuratorin halten.

Ihren Vorwurf, nach der Froschaffäre werde nur noch »biedere» Kunst gezeigt, kann man nach so kurzer Zeit noch nicht bestätigen. Auf ähnliche Weise könnte man aber sagen, die Jungen Grünen hätten sich nach der Selbstbestimmungs-Affäre auf sichereres Terrain zurückgezogen. Bei dieser Pressemitteilung ist schließlich nicht zu erwarten, dass sie auf Druck der Mutterpartei zurückrudern müssen.

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10 replies on “Auf Frosch folgt Hirsch.”

Ipotesi: che i giovani verdi siano ancora un po’ intontiti dopo essere stati sepolti dalle polemiche causate dalla loro presa di posizione sull’autodeterminazione?

erschreckend spiessige reaktion der youn greens. hätte mir von ihnen einen doch eher offenen bunten vielfältigen kunstbegriff erwartet. und gerade das bedächtige, brav-katholische südtirol kann IMHO ein wenig exzentrik durchaus vertragen.

Ich muss schon schmunzeln, wie viele der von Athesia/Ebner künstlich aufgebauschten “Froschaffäre” noch heute auf dem Leim gehen. Der eigentliche Skandal ist die Wahl von Michl Ebner zum Handelskammerpräsidenten! Aber davon hat die “Froschaffäre” vorzüglich abgelenkt.

Die Kunst ist frei und über Geschmack lässt sich streiten. Wenn aber Steuergelder im Spiel sind muss hinterfragt werden, ob es nicht eine sinnvollere Verwendung gibt!?

Damit erliegen die Grünen dem selben zensorischen Reflex wie dazumal die Gegner von Kippenbergers Frosch, […]

Wenn ich den Blogeintrag, Pressemitteilung (whatever) richtig verstanden und interpretiert habe, dann kritisieren die Jungen Grünen diese Ausstellung, aber sie fordern nicht, die Ausstellung zu beenden, womit ich den Vorwurf des zensorischen Reflexes nicht verstehen kann.

Ipotesi: che i giovani verdi siano ancora un po’ intontiti dopo essere stati sepolti dalle polemiche causate dalla loro presa di posizione sull’autodeterminazione?

Ricordiamoci che i Giovani Verdi sono una massa magmatica (o forse mi sbaglio: addirittura aeriforme) dal peso specifico indefinito. Insomma, è come non ci fossero. Ma questa volta, pur avendo magari da ridire sullo stile (che eccede di “presunzione proletaria” come sempre), concordo sullo spirito di fondo del comunicato. La mostra è un pessimo biglietto da visita per quel museo e sintomatica su quale valore della cultura e dell’arte contemporanea si attribuisce in Sudtirolo. Leggersi l’intervista di “FF” alla Hirsch Giacomuzzi per credere. Nulla vieta al Museion di ospitare una protagonista assai discutibile della “Bolzano bene” dei salotti – ci mancherebbe. Ma ciò non vieta di considerare una simile installazione “artistica” perlomeno di dubbio valore. E figlia di quel paradigma “potere-cultura” che caratterizza il panorama degli eventi culturali e artistici nella nostra provincia. Tutto qui.

È giusto che l’arte sia al centro di discussioni pubbliche, che venga criticata, che ci si rapporti ad essa. Ma l’esercitazione di pressioni — dirette o indirette — per influenzare le scelte di una curatrice si pongono nettamente al di fuori di questa dialettica. Inoltre, e a prescindere da questo giudizio, trovo assolutamente inopportuno che l’arte venga politicizzata e che dunque i partiti invadano anche questo campo di libera espressione.

Ich habe Frosch und Hirsch gesehen…. beides Kunst…. (ist zwar nicht mein Geschmack…).

“Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst.”
Friedrich Schiller

Ich habe Frosch und Hirsch gesehen…. beides Kunst

In questo caso le opere d’arte erano tre. Ti sei scordato la capra.

“Spieglein, Spieglein an der Wand,
wer ist die Schönste im Ganzen Land?”
“Madam Hirsch,
Ihr seid die Schönste,
aber Schnewittchen ist tausendmal
schöner als Ihr.”

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