Wenn die Nazis kandidieren.

Während der letzten Tage mussten Parteien, Bewegungen, Listen und Allianzen, die sich an den kommenden italienischen Parlamentswahlen beteiligen wollen, im italienischen Innenministerium ihre Wahlsymbole hinterlegen. Dabei wurde ganz offiziell auch das Logo der NSAB-MLNS registriert und ausgehängt:

Die Abkürzung steht für die Nationalsozialistische Arbeiterbewegung – Movimento Nazionalsocialista dei Lavoratori (auch wenn auf dem Symbol »Movimento Nazionalista e Socialista dei Lavoratori« zu lesen ist), deren Aktionsschwerpunkt in der Umgebung von Mailand liegen soll. Wegen ihrer krassen rassistischen Propaganda standen Mitglieder der Bewegung schon mehrmals vor Gericht.

Die Chancen sind hoch, dass das Parteisymbol — aber nicht die Bewegung als solche — schlussendlich abgewiesen wird und dass eine Kandidatur an der vorgeschriebenen Unterschriftensammlung scheitern wird. Wie man (zum Beispiel über das Osservatorio Antisemitismo) erfährt, konnte die Bewegung jedoch schon bei mehreren Lokalwahlen antreten und etwa öffentliche Plakatflächen für ihre Zwecke missbrauchen.

Neben der NSAB-MLNS hinterlegten auch CasaPound und Italia agli italiani — eine Allianz von Forza Nuova, Fiamma Tricolore und Fasci italiani di combattimento — ihre Logos im Innenministerium. Ihre Chancen auf eine tatsächliche Kandidatur sind wesentlich größer.

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