Categories
BBD

Athesia… è Qui.

Die Tageszeitung Dolomiten hat gegenüber Einzelfirmen schon mehrmals Kampagnen für Beschriftungen in deutscher Sprache gemacht. Nun hat das Haus Athesia, zu dem das Blatt gehört, mit QuiCompany eine Abteilung für die Bearbeitung und den Druck von Digitalfotos gegründet. Anstatt jedoch mit gutem Beispiel voranzugehen, sind — beispielsweise auch in der deutschen Version der Homepage — Logos und Slogans ausschließlich auf Italienisch vorhanden.

Athesia Qui.

Mit welcher Glaubwürdigkeit aber sollen wir als Konsumenten auf auswärtige Unternehmen Druck ausüben, damit sie die mehrsprachige Realität unseres Landes berücksichtigen, wenn sogar einheimische Firmen zeigen, dass die Staatssprache als lingua franca zu betrachten ist? — Athesia: Setzen, fünf!

Medien Plurilinguismo Verbraucherinnen Wirtschaft+Finanzen | Bilinguismo negato | | Athesia Dolo | Südtirol/o | | Deutsch

18 replies on “Athesia… è Qui.”

Bei den Versandkosten wirbt die Athesia Tochter sogar mit einer “Flatrate für ganz Italien, maximal € 5,90 Versandkosten im gesamten Land”. Siehe: http://www.quifoto.it/de_home.Qui
Da werden Kunden im Sarntal oder Pustertal aber mächtig “froh” sein, wenn sie bei einem Südtiroler Unternehmen denselben Versandtarif bekommen wie ein süditalienischer Kunde.

Ja das gesamte Land betrifft aber sicher schon nicht mehr Steinach am Brenner. Umgekehrt bekomme ich bei Amazon.de leider keinen Deutschland-Österreich-Schweiz-Belgien-Niederlande-Luxemburg-Tarif (=versandkostenfrei ab einem Bestellwert von 20.00 Euro). Der “Luxus” ein deutsches Buch zu lesen war in Südtirol immer schon teurer.

Nun, wer die Athesia etwas kennt (und auch ihre Geschichte) weiss was für ein “Verein” das ist und welchen Schlages die beiden Ebner Brüder sind.
Ich hab für beide – Firma und Brüder – nur Verachtung übrig! In diesem Zusammenhang verweise ich auf http://tschuessdolo.wordpress.com

Interessant ist ja auch, daß der Name “Athesia” aus der Faschisten Zeit stammt, weil die Faschisten den Namen Tirol ausradieren wollten. Daraufhin hat man den Namen “Athesia” erfunden (wo mag der wohl abgeleitet sein im Alto Adige?) und nach dem Kriege natürlich brav beibehalten. Ein echter Tiroler Betrieb eben. Aber sonst ja allzeit sehr aufs Deutsche bedacht.

Bezügl. dem QUI kann ja mal wer versuchen einen Leserbrief an die Dolomiten zu schreiben und drauf hinzuweisen, ich wünsche viel Glück :D

@ pé

Leggendo questi tuoi interventi (formalmente – cioè autonomisticamente – impeccabili) mi viene sempre da pensare: ma in questo modo il passaggio da una società  arroccata su posizioni di ferito monolinguismo (con tutto quello che ne consegue) a una società  di fiero plurilinguismo sarà  facilitata? È insomma immaginabile che fini esegeti à  la “ko” (il commentatore qui sopra), appena ottenuta l’indipendenza, si profondano nella lettura in originale del Pasticciaccio brutto di Via Merulana? Mi permetto di dubitarne molto (anche fuor d’iperbole sarcastatica).

Forse le tue aspettative sono un pochino elevate. Il mondo ideale fatto di soli intellettuali non esiste — da nessuna parte. E non è quello che ricerco.
Ma, a prescindere da ciò, fai l’errore di giudicare bbd a partire da un singolo aspetto, mentre l’impegno di questa piattaforma è «complessivo». Ammesso cioè che l’attività  di bbd si limitasse a denunce di questo tipo potrei anche essere d’accordo con te. Invece, considerando il lavoro qui svolto nella sua totalità , devo dire che per me interventi come questo sono inevitabili ed anzi necessari, e non avrebbe senso autocensurarmi solo perché qualcuno potrebbe non rendersi conto del contesto dal quale scaturiscono.

Ho infatti scritto “fuor d’iperbole sarcastica”, ma era un “fuori” per modo di dire. Anyway: anche le tue aspettative sono un pochino elevate, se ci pensi. E allora tanto valeva non giocare al ribasso, mi sono detto. Uno punta a 100 per ottenere almeno 50. Se puntiamo direttamente a 50 prendiamo 25, 20…

Buon anno, Simon.

@gadilu: Nona, muss man sich immerzu rechtfertigen wenn man die Unzulänglichkeiten der heutigen Autonomie aufzeigt? Pérvasion weckt die Sensibilität für die Mehrsprachigkeit in allen Bereichen. Das kann doch auch für ein sog. postethnisches Südtirol nur von Vorteil sein.

Dauergast, l’autonomia attuale è un costrutto durch und durch “etnicizzato”. Mostrare le “Unzulänglichkeiten” dell’autonomia significa mostrare l’imperfetta etnicizzazione dello spazio pubblico (vale a dire: la sua matrice sdoppiata, simbolizzata dalle diverse lingue). Un Sudtirolo “post-etnico” sarebbe, in principio, un Sudtirolo nel quale delle “lingue” non si fa più questione e sarebbe dunque anche un luogo nel quale la grammatica profonda della paura dell’assimilazione non gioca più un ruolo dominante. Non è escluso che ciò sia possibile solo al prezzo di ACCETTARE un cospicuo grado di assimilazione (ognuno scelga quello che gli sembra piu probabile). Quando insomma Simon si concentra sui problemi linguistici non fa che richiamarci a un Sudtirolo più autonomistico (in senso Zelgeriano-Benedikteriano) e tutt’altro che post-etnico.

Dieser Meinung bin ich nicht. Ich glaube nicht, dass ein post-ethnisches Südtirol, also eines, wo die Zugehörigkeit zu einer Sprachgruppe irrelevant ist und auch gar nicht mehr erhoben wird, sich mit einem geringeren Maß an Mehrsprachigkeit begnügen sollte. Vor allem aber sollten alle Sprachen gleichgestellt sein — und diese Voraussetzung bietet uns das Autonomiestatut gar nicht an.

Forse mi sono spiegato male. Non volevo dire che in un quadro post-etnico il plurilinguismo è irrilevante. Volevo dire che diventa meno rilevante un’osservanza burocratica (e formalistica) del plurilinguismo in quanto questo è avvertito (dovrebbe essere avvertito) come un “dato” fondativo dell’intera società . In un quadro del genere non ci sarebbe insomma bisogno di sottotitolare tutto (almeno, così la vedo io). L’autonomia garantisce – sulla carta – il bilinguismo (e il trilinguismo solo in alcune zone). Nella pratica però ciò non viene sempre realizzato. Il lavoro che pérvasion conduce qui spesso (quello cioè di documentare le mancanze formali sul piano del plurilinguismo) devono essere intese nel quadro di riferimento dell’autonomia, non in quello di una società  compiutamente post-etnica.

@pérvasion

Hab da noch einen Hinweis, wo eigentlich nicht Italienisch die Lingua Franca sein sollte.

Facebook-Gruppe.

Scheinbar wird auf der offiziellen Seite der UNI das Copyright Logo verkehrt herum aufgeführt, und überall Hinweise Bolzano Italy usw., kaum ein Landesbezug. Man möchte fast meinen man sei auf die Facebook-Seite einer x-beliebigen ital. Uni gelangt, wäre nicht deutsch stiefmütterlich an dritter Stelle angeführt (ladinisch Fehlanzeige!). Also zuerst englisch, italienisch und dann deutsch. Die am stärksten vertretene Bevölkerungsgruppe Südtirols als letztes und die älteste (Ladiner) überhaupt nicht berücksichtigt.

Tja, da passt ein neues Projekt auf der Facebook Uni-Seite genau dazu:

http://www.chiediamamma.it

Ein Projekt eines wahrscheinlich deutschspr. Südtirolers, Seite nur auf italienisch. Also wenn dies die dreisprachige Uni ist die zu einem beträchtlichen Teil mit Landesgeldern finanziert wird, dann weiß ich auch nicht mehr…

@hansi

Deine Beobachtungen decken sich mit Aussagen von ranghohen Vertretern aus der Südtiroler Gesellschaft, die an der UNI Bozen einen Automatismus Richtung Staatssprache feststellen. So ist das in Südtirol, wenn ein Bereich nicht dem Proporz unterliegt, dann entwickelt sich die Staatssprache Italienisch automatisch zur lingua franca. Den Proporz abschaffen geht demnach erst, wenn wir einen anderen institutionellen Verwaltungsrahmen haben (Vollautonomie, Unabhängigkeit), ansonsten finden Deutsch und Ladinisch sowieso ihre Anwendung noch irgendwo im Bereich der Folklore.

Genau Niwo. Es wäre wünschenswert wenn Vertreter der Politk dies mitlesen würden und vielleicht hier einmal nachhaken würden. Denn das kanns doch auch nicht sein, dass wir bald eine italienische UNI statt eine Südtiroler UNI hier hätten und unser Potential als mehrsprachige Realität (in jenem Verhältnis wie es eben die Südtiroler Gesellschaft wiederspiegelt) in der europäischen Großregion Tirol verwerfen würden.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *