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SMG verhängt Tirol-Verbot.
»A. Adige, nicht Tirol«

Facebook SMG.

Auf Hinweis von Kommentator Hansi ein Auszug aus der Facebook-Seite der Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG): Roberta* postet, sie vermisse die Tiroler Berge — und wird prompt von der SMG (mit dem Benutzernamen »Südtirol-Alto Adige«) zurechtgewiesen. Es heiße doch A. Adige!

Vor mehreren Jahren hatte ich die Tourismusabteilungen aller Tiroler Landesteile angeschrieben und nachgefragt, warum man als Euregio im Tourismus nicht zusammenarbeite. Eine Antwort habe ich nur aus Innsbruck erhalten, und die war ungewöhnlich offen: Man habe schon desöfteren angeregt, sich vor allem außerhalb der Kernmärkte Italien und Deutschland gemeinsam zu vermarkten. Die Reaktionen aus Südtirol seien aber immer zurückhaltend bis abweisend gewesen.

Mit etwas Glück kann ich die damalige Mail noch auftreiben und hier im Wortlaut veröffentlichen.

Siehe auch:

*) Foto und Nachname von mir geschwärzt.
Ortsnamen Tech&Com Tourismus Wirtschaft+Finanzen | | | Social Media | Südtirol/o Tirol | Euregio | Deutsch

17 replies on “SMG verhängt Tirol-Verbot.
»A. Adige, nicht Tirol«

Ein kleiner Vergleich:

1. Der nördliche Teil Kataloniens gehört zu Frankreich.
2. Frankreich ist nicht für hohe Standards im Minderheitenschutz bekannt.
3. Die Hauptstadt Nordkataloniens ist Perpinyà  (Perpignan).
4. Auf der Tourismuswebseite von Perpinyà  wird selbstverständlich mit der katalanischen Identität der Stadt geworben, obschon auch hier — wie zwischen Nord- und Südtirol — eine Verwechslungsgefahr mit Südkatalonien bestünde.
5. Eine solche Verwechslungsgefahr (die aber nur ein Problem sein kann, solange man sich weigert zusammenzuarbeiten) wird von der SMG immer wieder als Begründung für den Abgrenzungswahn gegenüber Nord- und Osttirol in’s Feld geführt.

Das Tourismuslogo von Perpinyà :

Logo Perpinyà .

Der Header der Tourismuswebseite:

Header Perpinyà .

Menüpunkte zur katalanischen Identität der Stadt:

Menü Perpinyà .

Zum Thema SMG fehlen mir alle Worte, man müßte einen Weg finden diese Machenschaften der breiten Masse zu zeigen erst dann wird sich was ändern!

Inwieweit ist eigentlich die Landesregierung oder die SVP darin verwickelt? Und wie wollen diese das Toponomastikproblem lösen wenn sie offensichtlich in eine ganz andere Richtung arbeiten???

Ich hoffe die italienischen Touristen die Urlaub in den Tiroler Bergen machen wollen sagen das auch der SMG und fahre nach Nor- oder Osttirol.

Die SMG ist vielfach nur mehr peinlich. Da es sich nicht um eine misslungene Faschingszeitung einer Oberschulklasse handelt, sondern dieser Verein mit Steuergeldern durchgefüttert wird, ist die Sache nicht mehr haltbar.
Südtirol ist partout nicht in der Lage sich international als SÜDTIROL zu präsentieren, ohne dabei seine Seele zu verleugnen. Dies ist auch der Grund warum wir außerhalb des deutschen Sprachraumes faktisch nicht existieren. Vor Jahren gab es mal eine Umfrage, die die weltweit 1000 bekanntesten Tourismusregionen ermittelte. Während Nordtirol sehr wohl unter den ersten 1000 landete blieb Südtirol unberücksichtigt. Einer der Hauptgründe liegt darin, dass wir international schlicht und einfach keinen Namen haben. Wer keinen Namen hat, der existiert nicht. Das hat der Faschismus sehr gut verstanden. Man raubt einer Region den (die) Namen und raubt gleichzeitig die Seele. Die SMG spielt dieses schäbige Spiel mit unseren Steuergeldern weiter. Das ist kulturpolitisch, geschichtlich und marketingstrategisch schlicht und einfach nicht tragbar.

na, ja — die smg ist für die marke „südtirol“ bzw „Alto Adige“ verantwortlich, und hauptsächlich gewerbetreibenden aus/in südtirol verpflichtet. wenn die nette dame südtirol mit tirol verwechselt — aber tatsächlich urlaub in südtirol gemacht hat — ist der hinweis der smg verständlich und aus sicht der smg sogar notwendig. tirol ist ja fremdeverkehrstechnisch (pardon! jetzt muss man ja „touristisch“ sagen) ein ganz anderes „produkt“ ;)

cheers!

der SMG führt eigentlich nur aus, was in unserem Lande nun mal offiziell (leider) immer noch gilt, weil unsere UNFÄHIGEN Landespolitiker seit Jahren nicht imstande sind die Toponomastik zu regeln und die faschsitischen Namen endlich zu eliminieren! Würde Südtirol offiziell endlich „Sudtirolo“ heissen, würde man das im SMG sicherlich nicht ignorieren können.

Wir Südtiroler werden von den Italienern (auch südlich von Arco) als Tirolesi bezeichnet, und man weiss sehr wohl, wo Sudtirolo ist. Offiziell heisst unser Land ja sowieso nur „Provincia di Bolzano“, und nicht „Alto Adige“
Es steht also nichts im Wege, in der italienischen Werbung den Namen Sudtirolo bevorzugt zu verwenden. Sudtirolo ist korrekt, legal und im italienischen Raum bereits bestens bekannt.
Es fehlt nur der gute Wille, bzw. die Vernunft der Verantwortlichen in unseren Tourismusstuben.

Mittlerweile bin ich draufgekommen, dass es nicht nur ein Tirol-Verbot auf der Seite gibt, sondern sogar ein Deutsch-Verbot. Der SMG-Administrator mit Namen „Südtirol-Alto Adige“ geht nur auf italienischsprachige Nutzer ein und ignoriert oder zensiert deutschsprachige Beiträge(!) (die Gäste aus deutschsprachigen Ländern werden sich auch ihren Teil dazu denken). Ich sehe hier auf den ersten Blick keinen Beitrag auf deutsch von der SMG.
Falls dies wer mit entsprechenden Kontakten sieht, wäre es sehr schön wenn dies unserem Landeshauptmann mitgeteilt würde, denn ich kann mir nicht vorstellen dass er diese ganze Entwicklung gutheißen würde. Dass mit unseren eigenen Steuergeldern unsere Heimat zerstört wird darf eigentlich nicht wahr sein.

@r. Südtirol ist aber nicht nur eine Marke sondern in erster Linie ein Land. Vielleicht gibt es sogar Namen die sich besser verkaufen lassen als Südtirol oder Alto Adige (wie wäre es mit Golden Alps oder Upper Dolomites?) aber man kann den Markennamen nicht frei erfinden wie für ein herkömmliches „Produkt“. Die SMG muss auch auf die Sensibilität der Südtiroler (Steuerzahler) Rücksicht nehmen.

Leider hat Lorenz Puff alias Mazinga Z (von der Süd-Tiroler Freiheit) die SMG-Facebookgruppe wie ein Elefant im Porzellanladen betreten — und sogar das Foto eines Südtirol ist nicht Italien Schildes gepostet. Mit solchen Aktionen erreicht man nur, dass sich die Südtiroler reflexhaft — also ohne die Angelegenheit rational zu analysieren — mit der SMG solidarisieren. Wie hier kürzlich schon wer geschrieben hat sind solche Provokationen die beste Garantie dafür, dass wir noch weitere 90 Jahre bei Italien bleiben.

Francamente non so che senso concreto abbia postare il cartello al brennero in una discussione così. Non facciamo altro che farci odiare… la gente che non abita quì non può minimamente capire le motivazioni di Lorenz, figuriamoci condividerle.
E purtroppo gli unici che solidarizzano con la ST-F in Italia sono quegli odiosi razzisti dei leghisti, che sognano una Padania bianca e cristiana…. beh, che dire, evidentemente la povera Eva non ha mai sentito il proverbio: „Dagli amici mi guardi Iddio, che dai nemici mi guardo io“

[…] Und auf der zur Veranschaulichung beigefügten Karte sind Tolomeis wunderschöne Ortsnamen auch schon im Deutschen vorrangig, von Glorenza/Glurns bis Brunico/Bruneck. Ja, die SMG wird es irgendwann wohl sogar schaffen, die historischen Ortsnamen selbst auf dem deutschsprachigen Markt abzuschaffen.Das kommt davon, dass man Ignoranten ureigenste politische Aufgaben überlässt. Wäre nett, zu erfahren, was die Autonomiepolitiker in der Landesregierung gegen solchen Pfusch unternehmen. Siehe auch: [1] [2] [3] […]

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