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Todesstoß für die Dolomitenladiner.

Im so genannten Mailänder Abkommen hat LH Durnwalder (SVP) bekanntlich mit der römischen Regierung die zukünftige Finanzregelung für Südtirol verhandelt. Das in einigen Bereichen reichlich undurchsichtige Abkommen beinhaltet unter anderem für Südtirol die Verpflichtung für die drei ladinischen Nachbargemeinden Anpezo, Col und Fodom jährlich 40 Mio Euro für nicht näher definierte Projekte bereit zu stellen.

Bei einem Treffen am 1. April 2010 mit den Bürgermeistern der drei ladinischen Gemeinden erläuterte Durnwalder die Art der zu unterstützenden Projekte. Darunter befinden sich Maßnahmen in den Bereichen Landwirtschaft, Kultur, Verbesserung der Verkehrswege und der touristischen Infrastruktur.

Erst ein kurzer Bericht in der Tagesschau des Rai Sender Bozen vom 04.04.2010 dürfte den eigentlichen Grund dieser Finanzspritze erläutern. Durnwalder erklärt dort wortwörtlich, die Unterstützung dieser Projekte soll auch dazu dienen, »dass diese Tendenz Anschluss an Südtirol etwas gebremst wird«. Diese Aussage dürfte für alle Ladinerinnen, die sich eine gemeinsame Verwaltungseinheit der Dolomitenladinerinnen wünschen, einem Schlag ins Gesicht gleichkommen.

Ende Oktober 2007 stimmten die drei Gemeinden Anpezo, Col und Fodom mit übergroßer Mehrheit für die Loslösung von der Provinz Belluno und die Angliederung an Südtirol.
Das Ergebnis war trotz Boykott der Abstimmungsgegner eindeutig: Anpezo, 70,2% Wahlbeteiligung / 70% davon Ja-Stimmen, Col, 66% Wahlbeteiligung / 84,5% Ja-Stimmen und Fodom 78% Wahlbeteiligung / 85,5% Ja-Stimmen.

Sollte Südtirols Landeshauptmann, der ja im Boykott von Volksabstimmungen über einschlägige Erfahrungen verfügt, zur Schlüsselfigur werden um die Umsetzung des Abstimmungsergebnisses zu verhindern?
Schreibt Durnwalder dadurch gar faschistisches Unrecht fort? Der italienische Faschismus hat in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts nach dem Prinzip des “divide et impera”, die Ladinerinnen, die für 4 Jahrhunderte gemeinsam unter Tirol waren, auf drei verschiedene Provinzen und zwei verschiedene Regionen aufgeteilt. Die drei Gemeinden Anpezo, Fodom und Col gehören seitdem zur Provinz Belluno (Region Venetien). Von den knapp 40.000 Dolomitenladinern leben heute gut die Hälfte in Südtirol, etwas mehr als ein Viertel im Trentino und gute 20% in Belluno. Die Dreiteilung des ladinischen Siedlungsraumes ist eines der zentralen Probleme im Überlebenskampf der ladinischen Sprache und Kultur.
Medien Minderheitenschutz Politik | Mailänder Abkommen | Luis Durnwalder | Rai | Ladinia Souramont | SVP | Deutsch

64 replies on “Todesstoß für die Dolomitenladiner.”

Ich hätte gern den entsprechenden Ausschnitt der Tagesschau hinzugefügt, doch leider war ich außerstande, das Video herunterzuladen. In den ladinischen Folklore-Nachrichten (TRAIL, sage und schreibe 4:30 Minuten) wurde das Interview mit Durnwalder nicht einmal erwähnt — dafür aber lang und breit über Ostern und Ostereier referiert.

***

Es ist schon bezeichnend, dass die 40 Millionen unserer Steuergelder dafür aufgewendet werden sollen, die Wiedervereinigung der Ladiner zu verhindern — und sie dann noch nicht einmal für sprachliche und kulturelle Projekte zweckgebunden werden sollen, sondern für Straßen und Skipisten. Und Durnwalder spielt nicht nur willig mit, sondern posaunt dieses Ziel auch noch munter in die Welt hinaus. Armes Südtirol.

Als ich gestern die Nachrichten gesehen habe hat mich das stark an Nazimethoden erinnert was wir uns da gefallen lassen! Wir sollen selber dafür bezahlen dass ein Unrecht aufrecht bleibt, das uns vom Faschismus angetan wurde. Der Landeshauptmann scheint das nichtmal kapiert zu haben. Am bittersten ist aber, dass auch Steuermillionen von Südtirol-Ladinern dazu beitragen werden dass ihre Brüder und Schwestern in Belluno keinen Minderheitenschutz bekommen.

langsam müsste auch den Letzten klar werden, daß diese Landesregierung und diese SVP nur willfährige Vasallen Roms sind und wirtschaftliche und finanzielle Interesse über alle anderen stellen!
Südtirol, wach endlich auf!

@Dauergast: Aber nein, in diesem Blog hat ja vor kurzer Zeit jemand kommentiert wie gut der Staat die Ladiner schützt und wie schlecht es ihnen in Südtirol geht. Demzufolge müssten wir ja froh sein wenn mindestens ein Teil der Dolomitenladiner bei Venedig/Belluno bleiben und Sprache und Kultur erhalten kann. :-(

Ich weiß dass der Vergleich weit hergeholt ist. Aber es geht nicht um KZ (es gab nicht nur KZ im 3. Reich) sondern um das Prinzip dass der der den Schaden hat auch noch selber dafür bezahlen muss.

das Prinzip, dass der der den Schaden hat auch noch selber dafür bezahlen muss.

ja, in der Tat, das war die Grundcharakteristik des Nazi-Regimes.

Ich hatte oben überhaupt schon geschrieben dass ich mich spezifisch auf diesen Punkt beziehe. Würde mir gar nie einfallen eine Parallele zu KZ und Gestapo zu ziehen glaub mir. Ich bin da nämlich familiär vorbelastet weil ein Verwandter in Dachau interniert war, so viel zu diesem Thema.

Ach Voltaire verarsch doch jemand anderen. Es war ein Vergleich bezüglich einer spezifischen Nazimethode und das war schon aus meinem ersten Kommentar klar ersichtlich. Du kannst noch lange versuchen mir etwas in die Schuhe zu schieben was ich nicht gesagt habe. Die anderen Leser werden dann ja beurteilen was hier wirklich geschrieben steht und was nicht. Dass das die „Grundcharakteristik“ des Naziregimes war habe ich auch nirgends geschrieben, das legst wieder du mir in den Mund!

hmmm, a parte pérvasion, ho qualche dubbio sulla sincerità  delle lacrime versate sulla triste sorte dei tre comuni ladini dai commentatori di questo post, tenendo conto che Cortina d’Ampezzo è italianizzata in gran parte, gli altri due poco ci manca e comunque sono molto più piccoli, e con questa soluzione la proporzione dei gruppi etnici in ST/AA non rischia di essere alterata.

@voltaire
Voltaire du kritisierst hier (durchaus begründet) den Nazivergleich von dauergast, der dir diesbezüglich allerdings auch seriös eine Stellungnahme gibt und den Vergleich revidiert, was von dir nicht honoriert wird.

Du gehst aber, wie häufig Leute in diesem Blog, in keiner Weise auf das eigentliche Thema ein, sondern schießt dich auf einen Kommentar ein. Anscheinend ist es ja auch gar nicht dein Ziel auf das eigentliche Thema einzugehen?

Das Muster ist meist dasselbe. Bestimmte Besucher dieses Blogs ruinieren jede seriöse Diskussion, da sie sich an einzelnen Sätzen bestimmter Kommentare einschießen und dadurch das ursprüngliche Thema völlig ad absurdum führen oder im besten Falle verwässern.
Diese Besucher kritisieren eigentlich gar nicht einzelne Kommentatoren, sondern den Blog an sich. An einer fundierten Kritik des Blogs selbst fehlt besagten Besuchern aber die Tiefe der Argumente, deshalb schießen sie sich regelmäßig an Nebensätzen einzelner Kommentare ein.

Zurück zu Voltaire, Hüter der political correctness. Könntest du uns bitte folgenden, deinen Beitrag auf sentieriinterrotti erläutern: http://sentierinterrotti.wordpress.com/2010/04/05/cera-una-volta-bbd/

O Ton Voltaire: „è un luogo di ritrovo di personaggi insulsi di destra e destrissima.“ Ein Kommentar Voltaires zu einem Beitrag gadilus, wo letzterer mit dem BBD Blog abrechnet.

Fazit der Geschichte:
1) der ladinischen Sprache und Kultur (das eigentliche Thema dieses Beitrages) helfen bestimmte Rundumschläge à  la Voltaire nichts.
2) der große Meister der französischen und europäischen Aufklärung wird es hoffentlich mit einem Schmunzeln quittieren, wenn er sieht, wer mit seinem Namen firmiert.
3) bestimmte Akteure (leider teils auch gadilu) möchten diesen Blog gerne in die rechte Ecke stellen. Auf die eigentlichen Themen gehen diese Leute selten ein.

Noch eine Frage zum Abschluss an die BBD Kritiker: Sollte pérvasion bestimmte Kommentare zensurieren? Ich teile viele Kommentare dieses Blogs nicht, stelle aber bei einigen Teilnehmern durchaus eine bestimmte Mäßigung des Vokabulars und der Argumentationsweise fest. Würde man dies mit Zensur erreichen? Warum glaubt ihr denn eigentlich, liebe BBD Kritiker, dass es im realen, gesellschaftlichen Leben runde Tische, Diskussionsrunden, Versammlungen und sonst noch zig Dinge gibt, wo möglichst viele verschiedene gesellschaftliche Strömungen und Richtungen moderiert werden? Und noch etwas. Macht euch die Sache nicht zu einfach in der Pauschalkritik der BBD Idee – es wäre eure eigene Disqualifizierung. Etwas mehr Tiefgründigkeit traue ich etlichen Kritikern durchaus zu – oder sind einige davon wohl gar ideologisch gefangen?

Es gibt keinen blinderen, als der der nicht sehen will.

Lasst also voltaire aka durchsage aka dolomiticus aka m.t. aka frustratus sein: Er hat noch nie einen konstruktiven Beitrag geleistet.

Rispondo per la mia parte.

BBD non è una piattaforma neutra, offerta per così dire all’umore e al talento di chi ci scrive senza l’ambizione di formare, per non dire orientare la discussione in una precisa direzione. Questo non significa affatto pervenire a una qualche azione censoria, ma molto semplicemente non abolire quella funzione di commento e di moderazione (nel senso: bisognerebbe avvertire la presenza di un moderatore) in grado di non lasciare valere ogni opinione quale essa sia. Purtroppo questa funzione di moderazione (della quale adesso niwo si è assunto l’onore e l’onere) è diventata assente, e ciò ha dato luogo (è una mia opinione) ad una prevalenza nei commenti che è spesso antitetica del più autentico spirito di questa piattaforma. Dunque non è che il mio occhio malevolo produce la sensazione di uno slittamento „a destra“, è questo stesso slittamento verificabile statisticamente dalla presenza di molti commentatori e commenti di un certo tipo che suscita in me un giudizio negativo e in ultimo anche pessimistico sullo scopo che ormai questo blog riveste nel contesto del discorso pubblico sudtirolese.

Die Ladiner sind in solchen Fragen doch immer wieder selbst gefordert, sich zu entscheiden, ob sie sich mit einigen zusätzlichen Millionen für noch bessere Straßen und noch mehr Seilbahnen abspeisen lassen, oder ob sie ein direktdemokratisch beschlossenes Anliegen weiterverfolgen. Die Ausgleichszahlungen von 100 Mio. Euro der Provinzen Trient und Bozen an die Grenzgemeinden Venetiens sind ein Teil des Preises, den man für die Aufrechterhaltung des bisherigen Finanzsystems zahlen muss, wie es im neuen FInanzabkommen vom November 2009 festgeschrieben worden ist. Für Südtirol ein Klacks, für die manche Grenzgemeinden willkommene Zusatzfinanzen, aber insgesamt ein untaugliches Systems, weil das Problem der finanziellen Ungleichbehandlung nur verschoben wird. In kürzester Zeit werden die an die Grenzgemeinden angrenzenden Gemeinden protestieren, dass sie leer ausgehen, und so weiter bis runter nach Venedig. Doch wenn Cortina, wie ein Kommentator schreibt, das ganze Anliegen tatsächlich nur wegen dem Geld mitgetragen hat, sind die „Ausgleichsmillionen“ aus Südtirol der Prüfstein und die Gemeinde muss Farbe bekennen.

So wie die Diskussion bei gadilu unter dem geposteten Link sich entwickelt, ist man versucht ihm zu empfehlen auch vor der eigenen Tür zu kehren…

3) bestimmte Akteure (leider teils auch gadilu) möchten diesen Blog gerne in die rechte Ecke stellen. Auf die eigentlichen Themen gehen diese Leute selten ein.

wie wahr! da ich auch persönlich angegriffen wurde (Zitat: Leute „wie anonym und Konsorten“), möchte ich schon mal wissen was an meinen Aussagen so „rechts“ oder „gar „rechtsradikal“ ist? Ist man jetzt schon ein Rechter weil man den Dialekt verteidigt und ihn als schützenswert betrachtet!? Genauso übrigens wie das Ladinische? Tja, tut mir leid aber das ist nun mal so, und ich werde meine Meinung sicher nicht ändern.
Wieder einmal zeigt sich wie in diesem Lande mit Menschen umgegangen wird, die nicht derselben Meinung sind: man stempelt sie einfach zu Ewiggestrigen und Rechten ab und will sie mundtod machen! Gell?

Und erwarten man sich hier, daß jeder nur noch einer Meinung mit BBD ist und keine andere Meinung erwünscht ist? Dann bitte zensuriert doch! Das wäre überaus Basisdemokratisch :D

@anonym und Konsorten

Es hat gar nicht so viel mit Rechts oder Links zu tun, es fehlt einfach an konstruktiver Kritik und Diskussion im Sinne der BBD, anders gesagt, eure Beiträge hier bringen das Thema, für das BBD steht, keinen Schritt weiter. Ich würde sogar sagen, eure sehr „patriotischen“ Beiträge halten andere davon ab, hier überhaupt mitzudiskutieren.

@gadilu
Genau umgekehrt machst du es in letzter Zeit, du kritisierst nur noch die Teilnehmer in diesem Blog. Deine Beiträge waren früher meistens so gut, dass sich daraus fast immer eine tolle Diskussion ergeben hat, das fehlt mir jetzt sehr in diesem Blog.

@pervasion
Ob du es willst oder nicht, hier tummeln sich in letzter Zeit sehr viele „Patrioten“, die aus meiner Sicht, ohne dein Mitwirken und ohne deine Schuld, nicht mehr sehr viel mit BBD zu tun haben, die gerne mitreden, wenn es gegen etwas Italienisches geht, aber das wars dann schon.

Auch wenn das OT ist, aber es geht hier doch um Vorurteile gegenüber bestimmten Leuten die hier schreiben. Wo bitte sind hier Beiträge „ganz rechts“?
Ein gutes Beispiel für Vorurteile finden wir auch auf der bekanntesten Südtiroler Online-Plattform von heute:

http://community.stol.it/forum/topic/16/index/8725/9#9211

Da meint eine Userin, der rechtslastige User „Italiano“ sei „Etranger“, also Gadilu, was ich mir nun beim besten Willen nicht vorstellen kann. Dass Vorurteile und Voreingenommenheit die Diskussion in Südtirol weiterbringen, wage ich doch zu bezweifeln.

Ho letto un contributo di questo „italiano“. Scrive „quà “ con l’accento. Penso che non ci sia bisogno di aggiungere altro. Giorgia evidentemente non mi conosce così bene come crede.

Jonny, hai scritto: „Ob du es willst oder nicht, hier tummeln sich in letzter Zeit sehr viele ”Patrioten”, die aus meiner Sicht, ohne dein Mitwirken und ohne deine Schuld, nicht mehr sehr viel mit BBD zu tun haben, die gerne mitreden, wenn es gegen etwas Italienisches geht, aber das wars dann schon“. Io penso la stessa cosa. Adesso confessa: tu sei à‰tranger.

@ Thomas Benedikter:

– Die ladinischen Gemeinden Venetiens befinden sich sicherlich in einer schwierigen Lage. Wie kan man mehrere Millionen Euro ablehnen, wenn man Geldprobleme hat? Noch dazu aus Idealismus? Schon Südtirols Gemeinden sind nicht sonderlich reich…
Es hätte am Land gelegen, klare Ziele zu definieren, um die Gelder für den Minderheitenschutz, die Bildung oder die Zusammenarbeit mit den anderen ladinischen Tälern zu binden. Andererseits bin ich der Meinung, dass man stattdessen hätte Druck auf den Zentralstaat ausüben müssen, um den direktdemokratischen Willen der Ladiner in Anpezo und Fodom umzusetzen — und den Gemeinden erst dann eine Sonderfinanzierung zukommen zu lassen. Doch politisch beabsichtigt war ja anscheinend das genaue Gegenteil.

– Mir ist noch immer nicht klar, warum wir für die Aufrechterhaltung unseres Finanzierungsmodells einen Preis zahlen müssen. Autonomie bedeutet Rechte und Pflichten, und darin ist eben auch eine besondere Finanzierung enthalten — mit der u.a. die zusätzlichen Bürden bezahlt werden, die herkömmliche Regionen nicht haben.

@gadilu

Non oserei mai scrivere nel nome del grande „Ètranger“, che é sparito tanto tempo fa, e si é trasformato in un „Gadilu“ molto piú scettico, ironico, in poche parole: aus Ètranger, der etwas ändern wollte wurde Gadilu, der nur mehr andere kritisiert, die etwas ändern wollen, was ich manchmal hier in diesem Forum auch verstehen kann, aber mir hat doch der alte Ètranger besser gefallen!

@jonny
siehst du, deine Kritik laß ich mir schon eher gefallen, als daß man pauschal als Rechter abgestempelt (oder besser diffamiert!) wird. Ob ein Beitrag etwas nützlich ist oder etwas zur Diskussion beiträgt kann von Beitrag zu Beitrag varieren und das muß wohl jeder selbst entscheiden. Gilt übrigens für alle Beiträge (nicht nur jener der „Patrioten“) und eigentlich auch für die Artikel. Meine Empfehlung: wem’s nicht passt, einfach überlesen (ignorieren).
Daß aber Beiträge andere abhalten ist schon sehr gwagt, das müsste äussert zarte Gemüter sein die sich davon abschrecken lassen.

Vielleicht bin ich ein zartes Gemüt, denn bei den meisten Thema die hier in den letzten 2-3 Wochen diskutiert wurden, waren die Einträge – mit einigen Ausnahmen, die dann fast immer von der Mehrheit abgekanzelt wurden – so was von einseitig, dass mir einfach die Lust vergeht hier was zu schreiben, und vielleicht geht es nicht nur mir so?!?!?!

P.S. Ausnahmen bestätigen die Regel, und wenn ein interessantes Thema von interessanten Bloggern diskutiert wird, überkommt es mich manchmal!

Jonny du bist einer der wenigen Besucher dieser Seite dessen Beiträge:

a) immer konstruktive sind
b) nie einseitig oder langweilig sind
c) bei dem man nie von vornherein das Gefühl hat, es geht ihm hauptsächlich nur darum, Stimmung gegen Italien, oder den italienischen Staat zu betreiben
d) sondern der die Fähigkeit hat Sachverhalte differenziert und präzise
zu verstehen
e)mit dem Willen, sich eine Meinung frei von politischem kalkül zu bilden.
f) was bisher faire, weitsichtige und nie einseitige Kommentare, von dir garantiert hat.

Einige mehr von deiner Sorte in allen Volksgruppen, und Südtirol hätte wirklich die Chance, ein Einheit von Menschen mit den gleichen Zielen und Träumen, zu werden.
Dass viele Beiträge und Kommentare zu einseitige, zu antiitalienisch, zu wenig differenziert, dargebracht werden.
Und dies wohl viele (vor allem aus der italienische Volksgruppe) abschrecken dürfte, mitzudiskutieren. Habe ich genauso empfunden, und kürzlich ebenso moniert.
Und ist dass Ziel der BBD Plattform nicht genau diesen Dialog überhaupt in Gang zu bringen, zu unterstützen, und zu mehren?

@mike
ma é una presa in giro, o no?
Wenn nicht, dann bitte ich nicht so zu übertreiben, erstens schreibe ich wenig, zweitens kann ich mit bestimmten Philosophen hier ganz sicher nicht mithalten(auf italienisch habe ich sogar manchmal Probleme einige Wörter zu verstehen), und drittens schreibe ich nur was ich denke und es freut mich, wenn es dir gefällt.

@Mike

Vielleicht haben aber nicht viele Südtiroler deine Ziele und Träume…

Mein Traum und Ziel zB ist eine gemeinsame Zukunft ohne Italien und ich werde diese Ansicht auch weiterhin vertreten!

@ko
Eine gemeinsame Zukunft von wem oder mit wem? Solange es nichts gemeinsames gibt, solange man nicht an erste Stelle das Überschreiten der ethnischen Grenzen schafft, wird es in diesem Land kein „gemeinsam“ geben. Und solange es kein „gemeinsam“ gibt, gibt es auch nicht die kleinste Chance auf ein selbstständigeres, vielleicht sogar freies Südtirol! Oder soll man die Italiener und Ladiner und alle anderen Sprachgruppen, die seit Jahrzehnten in diesem Land leben, gar nicht fragen?
Das erste und wichtigste ist, einen gemeinsamen Nenner finden, und da bringt es gar nichts, als erstes nach einem Freistaat zu rufen! Da heisst es gemeinsam für ein gemeinsames Ziel zu kämpfen, GEMEINSAM!

@jonny
der gemeinsame Nenner könnte doch der Wunsch sein, gleichberechtigt in einem Land zu leben ohne einen Staat der dreiviertel der Bevölkerung in verschiedener Weise benachteiligt! Man muß deswegen nach einer Lösung rufen, um zu zeigen daß es eine gibt!

@ Johnny
Non è una presa in giro! Ich bin Fan! Anche a me viene piu facile scrivere in tedesco.

@Ko
Ich habe niemals gesagt dass ich für eine Zukunft mit Italien bin!
Doch wieso von vornherein ganz ausschließen, dass auch mit Italien Veränderungen, Verbesserungen der gegenwärtigen Situation möglich sind?
Dagegen habe ich mehrmals in meinen Kommentaren durchklingen lassen,
dass ich einen Freistaat wie er hier propagiert wird, als durchaus gut Lösung sehe, die Volksgruppen miteinander zu versöhnen.
Doch sollte diese Lösung idealerweise, einem gemeinsamer Wunsch der Menschen quer durch alle Volksgruppen entsprechen.
Was nur möglich ist wenn sich der Nationalismus in den Köpfen der Menschen langsam abbaut. Dazu muß jedoch erst ein Dialog zwischen den Menchen der verschieden Volksgruppen zustande kommen.
Dies sollte die eigentliche Aufgabe der BBD Seite sein. Nur in diesen Rahmen, kann man Menschen aus allen Volksgruppen die Idee der BBD näher bringen!

Wenn jedoch die Mehrheit der Beiträge auf dieser Seite, in der Mehrzahl solche Menschen anzieht, die gern einen einseitigen und undifferenzierten Blick haben auf alles was aus Italien und vom italienischen Staat kommt.
Kann man sich die BBD Seite auch sparen.
Den dass können andere patriotische Seiten sogar besser, die gar nicht den Anspruch erheben, alle Menschen in Südtirol für ein gemeinsame Ziel zu gewinnen.

Es ist wie mit einer Freundschaft, oder Ehe, man muss öfters was gutes, konstruktives am anderen sehen wollen, und dessen Vorzüge auch immer mal wieder aussprechen. Dann wird man ab und an auch eine fundierte Kritik anbringen können, die vom anderen wirklich angenommen wird und so auch was verändert.
Wenn man dagegen nur nach dem kleinsten Grund sucht, um denjenigen für alles was er je falsch gemacht hat, b.z.w. sicherlich irgendwann mal falsch machen wird, zu kritisieren.
Dann wird dieser, sich irgendwann komplett aus dem Dialog ausklinken. Nicht nur weil er durch die ständige, oft undifferenzierte Kritik, verletzt und verunsichert sein wird. Sondern weil er sowieso genau weiß, dass ihm von vornherein kein Vertrauen mehr geschenkt wird.

@mike
…und wie in einer Ehe oder Freundschaft muß man auch mal bereit sein zum gemeinwohl auf etwas unrechtes oder unnötiges zu verzichten! zB Ortsnamen, Siegesplatz und -denkmal, Beinhäuser, Armee in Südtirol und nicht zuletzt sich Gedanken über die Brennergrenze machen!

den Dialog erreicht man erst wenn man seine Gedanken und Ziele zum Ausdruck bringt, dazu steht und eine Diskusion zulässt. Mit Problemen totschweigen oder schönreden ist noch keine anhaltende Einigung erreicht worden, im Gegenteil es wird immer trennend dazwischen bleiben!

@Mike:

Versuche dir meine italienkritischen Beiträge noch einmal durchzulesen und darauf zu achten, ob ich die italienische Bevölkerung, insbesondere jene in Südtirol, kritisiere oder vielmehr den italienischen Staat und die Institutionen. In den eher selteneren Fällen, wo ich nicht (im weitesten Sinne) den Staat kritisiere, solltest du auch noch darauf achten, ob ich nicht die größtmögliche Sorgfalt und Objektivität walten lasse. Natürlich lässt sich darüber streiten.
Außerdem bitte ich dich zu untersuchen, ob ich nicht ebenfalls das Land oder die Exzesse auf deutscher Seite kritisiere.

Dass sich hier immer wieder »rechte Patrioten« tummeln, die mit den Ideen der BBD mitunter nicht viel anfangen können, führe ich weniger darauf zurück, dass ich italienkritische Beiträge schreibe, als darauf, dass diese Szene erstens breiter ist als die BBD-affine, zweitens weniger Berührungsängste hat und — vor allem — drittens progressive Südtiroler grundsätzlich skeptisch sind, was darauf zurückzuführen ist, dass das Thema (wenngleich ganz anders) über Jahrzehnte von den Rechten monopolisiert wurde. Auch wenn die BBD seit mehreren Jahren existiert, ist die Idee noch immer neu und absolut minoritär — da ist es gar nicht so unverständlich, dass sie nicht auf Anhieb verstanden wird.

Trotzdem bin auch ich der Meinung, dass man viel offensiver auf Südtiroler aller Sprachgruppen zugehen müsste, um die gewünschte Entwicklung in Gang zu bringen. Mit den mir und meinen wenigen Mitstreitern zur Verfügung stehenden Mitteln kann ich aber höchstens säen und hoffen, dass der Keim schön langsam sprießt und irgendwann Früchte trägt. Ich bin dafür aber auf die (direkte und indirekte) Mitarbeit so vieler BBDler wie möglich angewiesen.

den Dialog erreicht man erst wenn man seine Gedanken und Ziele zum Ausdruck bringt, dazu steht und eine Diskusion zulässt.

Infatti, dialoghiamo.

1. Eliminazione della dichiarazione d’appartenenza linguistica.

2. Eliminazione della clausola dei quattro anni di residenza per ottenere il diritto di voto alle elezioni comunali e provinciali e tutte le altre cose che dipendono da questa clausula.

3. Allestimento di scuole parificate con insegnamento veicolare al 50% dell’italiano e del tedesco (secondo il modello ladino).

4. Fusione dei luoghi ricreativi secondo un unico modello plurilingue (cinema, scuole musicali, associazioni sportive ecc.).

5. Sovvenzioni speciali per favorire la nascita di stampa plurilingue.

6. Allestimento di un comune programma di storia da realizzare adottando quanto più possibile la compresenza di insegnanti di diversa lingua.

Queste misure dovrebbero essere introdotte da adesso e godere di un periodo di sperimentazione (progressiva messa a regime) di venti anni. Poi pianifichiamo lo stato indipendente.

È bello dialogare.

Na klar, und die Selbstbestimmung erst dann, wenn all diese heeren Ziele erreicht wurden, also in Jahrzehnten (wenn überghaupt!). Tolle Strategie, die eigentlich nur eins bewirkt: die Selbstbestimmung zu verhindern! Was wahrscheinlich auch Ziel einiger sein dürfte…

Und weil das Beispiel mit Streit usw. gebracht wurde: wie es auch im richtigen Leben braucht es zur Versöhnung nach einem begangenen Unrecht erst mal Einsicht, Entschuldigung und Wiedergutmachung. Darauf werden wir wohl auch noch Jahrzehnte waren müssen?

@Mike

Es hat den Anschein, dass du Kritik an der politischen und institutionellen Situation in Italien falsch interpretierst.
Im Kontext wie diese Kritik in den Beiträgen des BBD Blogs vorgebracht wird hat dies nichts mit Italophobie oder Italophilie zu tun.
Südtirol ist politisch Teil Italiens. Die Autonomie ist in weiten Bereichen unvollständig oder nicht existent. Deshalb hat der Zustand der Institutionen des Staates Italien und die politische Entwicklung Italiens direkten Einfluss auf den Südtiroler Alltag und die Zukunft Südtirols.
Dazu gilt es generell fest zu halten:
a) Viele internationale Rankings, die nicht von BBD erstellt werden sondern von Institutionen, die emotional überhaupt nichts gegen Italien einzuwenden haben, wie etwa die Weltbank, OECD usw. stellen Italien in vielen Bereichen ein miserables Zeugnis aus: z.B Korruption, Frauengleichstellung, Familienpolitik, Zustand der Justiz, Unabhängigkeit der Medien, Zuverlässigkeit von Post und Bahn usw.
Mit der Annexion Südtirols war Italien der Meinung, dass es dieses Land verwalten will, deshalb muss es sich auch Kritik gefallen lassen, wenn die Institutionen und staatlichen Dienstleistungen nicht zufriedenstellend im Sinne Südtirols funktionieren.
b) Südtirol ist Teil Italiens. Wer soll denn sonst kritisiert werden außer Italien? Wenn Österreich oder Deutschland oder sonst irgendein Land für uns zuständig wäre, dann würde BBD Missstände in diesen Ländern anprangern. So wird dies teils auch gemacht, aber nur in Bereichen, die für Südtirol von Relevanz sind.
c) Südtirol ist nie freiwillig Teil Italiens geworden. Dieser Tatbestand inpliziert automatisch, dass der aktuelle politische status quo immer wieder in Frage gestellt wird. An und für sich eine wertneutrale Infragestelltung. Wertneutral ist diese Forderung dann nicht, wenn sie ethnisch konditioniert wird.
d) BBD kritisiert die Südtiroler Landesregierung teils ziemlich heftig. Niemandem würde es deshalb einfallen dies als südtirolfeindliche Kritik zu interpretieren. Je mehr Selbstverwaltung und Unabhängigkeit wir haben, desto häufiger kann die Kritik an Missständen direkt an die Südtiroler Landesregierung adressiert werden. Zauberwort Subsidiarität.

Der engere Kern der minikleinen BBD Gruppe ist der festen Überzeugung, dass das Verhältnis zwischen Südtirol und Italien nicht zur entspannt würde, wenn die institutionellen Rahmenbedingungen neu geordnet würden, sondern, dass sich erst dadurch ungeahnte neue Möglichkeiten eröffnen. Vollautonomie oder Unabhängigkeit wäre eine Neuordnung des institutionellen Rahmens.
Die derzeitige Situation, wo staatliche Zuständigkeiten andauernd mit Landeskompetenzen konkurrieren, Südtirol in vielen Schlüsselbereichen überhaupt keine Zuständigkeiten hat und in Folge wichtige Weichenstellungen für Südtirol in Rom und nicht in Bozen getroffen werden, führt zu einer vielfach notwendigen, aber einengenden Abschottung, die häufig tatsächlich den entspannten Blick auf die positiven und schönen Seiten unseres südlichen Nachbarn verstellen.

Die Autonomie ist in weiten Bereichen unvollständig oder nicht existent.

Frase priva di senso (istituzionale). Autonomia non significa indipendenza. Autonomia significa relativa indipendenza e relativa dipendenza (in misura variabile e concertabile).

@gadilu

deine 6 Punkte hätten erst einen Sinn wenn Südtirol nicht mehr Teil Italiens ist. Davor sind sie nur ein Angriff auf unsere Rechte als Minderheit in einem fremden Staat.
Ps: Unter Dialog verstehe ich nicht Verarschung!

@ Servus

Il carro davanti ai buoi non è la mia specialità  preferita. Ci sono fin troppi indizi per i quali la „minoranza“ vorrebbe continuare a comportarsi da „minoranza prepotente e arrogante“ come attualmente fa pur essendo in evidente „maggioranza“ territoriale. Sorry. Prima pensiamo a un requilibrio interno (tipo: riforma dell’assetto autonomitico), poi se ne riparla. Do ut des.

Trovi? Oh, guarda… io lo dico per voi. A me me ne importa pochissimo, in realtà . Pensavo agli amici di via Resia… sono quelli che dovete convincere. Auguri.

Ah, mi viene in mente ora. Invece chi si batte così tanto per fondare uno stato indipendente e non fa che scrivere di quanto miserabile sia la situazione attuale, lui il disagio non ce l’ha? E come lo vogliamo chiamare? Lieve insoddisfazione riguardo l’esistente?

@pérvasion

Non per accodarmi a gadilu, che non ne ha bisogno, ma se la minoranza tedesca è maggioranza in Provincia e continuerà  a esserlo, a meno di improbabili sconvolgimenti etnico-demografici, questo significa che il potere politico ed economico sarà  sempre nelle sue mani, visto che Roma trattiene ormai solo il 10% delle tasse raccolte nel territorio. E siccome i soldi, la „roba“, sono quello che conta realmente, tutto il resto sono sovrastrutture, come diceva il caro, vecchio, attualmente sottovalutato Marx, quale contrappeso strutturale resta agli altoatesini per riequilibrare la situazione? Evidentemente l’appartenenza allo Stato italiano, tutto il resto essendo ormai solo dei simboli, dalla toponomastica al monumento alla Vittoria o ai raduni degli Alpini.
A questo punto ti faccio un domandone: Come pensi di convincerli? Tenendo conto che un eventuale Freistaat (ammesso che sia fattibile nelle attuali condizioni europee) finirebbe fatalmente per gravitare nell’orbita dei circa 100 milioni di germanofoni che lo circondano.

Infatti, dialoghiamo.

1. Eliminazione della dichiarazione d’appartenenza linguistica.

Dürfte kein grosses Problem sein, wenn man dafür die Wettbewerbsregeln bei öffentlichen Stellen ändert, alle Wettbewerbe werden schriftlich und mündlich, und zwei – beziehungsweise dreisprachig durchgeführt, natürlich angepasst an die ausgeschrieben Stelle.

2. Eliminazione della clausola dei quattro anni di residenza per ottenere il diritto di voto alle elezioni comunali e provinciali e tutte le altre cose che dipendono da questa clausula.

No problem, was würde sich auch schon gross ändern??

3. Allestimento di scuole parificate con insegnamento veicolare al 50% dell’italiano e del tedesco (secondo il modello ladino).

Sehr schwierig, da leider die Bereitschaft zum Erlernen der zweiten Sprache sehr zu wünschen übrig lässt, und zwar in beiden grossen Sprachgruppen, aber wenn man einen Versuch startet, glaube ich, dass es für die meisten nur Vorteile bringen würde.

4. Fusione dei luoghi ricreativi secondo un unico modello plurilingue (cinema, scuole musicali, associazioni sportive ecc.).

Darüber kann man dann in zehn Jahren sprechen, wenn der Schulversuch die ersten Früchte tragen könnte.

5. Sovvenzioni speciali per favorire la nascita di stampa plurilingue.

Finde ich eine gute Idee, aber gibt es dafür auch die Leser??

6. Allestimento di un comune programma di storia da realizzare adottando quanto più possibile la compresenza di insegnanti di diversa lingua.

Auch das finde ich eine sehr gute Idee, wenn das Programm ausgewogen und neutral unsere Geschichte allen Südtiroler gleich erklärt.

Aber ich glaube einer der wenigen hier zu sein, die das so sehen, der Grossteil schreit sicher wieder nach Italianisierung, Tod der deutschen Sprachgruppe und ähnliches.
Und natürlich will man als Tiroler etwas zurück, wenn man das alles gibt, vielleicht das Siegesdenkmal, oder die Beinhäuser, oder oder oder……..!!
Aber auch diese Probleme müssen angegangen werden, lieber Gadilu, nur von wem??

@tuscan:

Ammesso e non concesso che «la roba» sia l’unica cosa a contare — la roba conta, ma non sopravvalutiamola, perché in molti, troppi campi la competenza per decidere come vada impiegata non sta in Sudtirolo, ma a Roma — il potere starebbe veramente nelle sole mani della Provincia e dunque della SVP. A rimanere esclusi, tra parentesi, ci sono non solo gli «italiani», ma gran parte di quei «tedeschi» che non fanno riferimento al partito di maggioranza, fatto che quasi sempre si dimentica.

Dunque, come convincerei gli italiani, ma anche i tedeschi «esclusi»? Beh, facendo capire loro esattamente questo, che nell’autonomia etnica i rapporti di maggioranza molto difficilmente cambieranno. Al contrario, se un giorno più o meno lontano aprissimo una seria discussione sull’emancipazione dallo stato nazionale e dunque dal rapporto maggioranza-minoranza potremmo trovare una soluzione che superi l’etnocentrismo. Concretamente, penso che in una fase costituente si potrebbero fissare quei criteri che permetterebbero a tutti i gruppi di prescindere dai classici meccanismi di protezione e farli confluire in una vera e propria Costituzione da far votare (e dunque far entrare in vigore) assieme all’indipendenza dall’Italia. I meccanismi dovrebbero essere tali che la Costituzione risulterebbe immodificabile a colpi di maggioranza («tedesca») anche dopo il raggiungimento dell’indipendenza.

Confronta anche questo mio commento: [vedi].

Per quanto mi riguarda, entrambe le soluzioni che non prevedano la concomitanza tra cambio dell’assetto istituzionale e superamento dell’etnocentrismo (sia che l’abolizione delle misure enumerate da gadilu avvenga prima del raggiungimento dell’indipendenza e senza garanzie in merito, sia che la si prospetti — senza garanzie — per il dopo) corrispondono alla messa del carro davanti ai buoi…

Ok pérvasion, come al solito mi piace la serietà  e l’accuratezza con cui affronti le questioni. Però vorrei fare due osservazioni, generalizzando e parlando per grandi numeri: non tutti i sudtirolesi stanno dalla parte della SVP, d’accordo, però se si spostano da un’altra parte lo fanno verso la destra tedesca, se la SVP ha paura di perdere voti guarda in direzione SF, Freiheitlichen ecc., non credo verso i Verdi, quindi immagino tenda a favorire politiche adatte a recuperare questi voti. Sa anche che diversi altoatesini la votano, e anche qui immagino che promuova politiche „Italian-friendly“ per così dire, dove magari concederà  abbastanza sul piano dei simboli e pochissimo sul piano della sostanza, della roba, o chiamala come vuoi. Inoltre bisogna considerare che i Verdi come partito interetnico hanno fallito, manca un qualcosa che faccia da ponte tra i due gruppi linguistici, forse un partito socialdemocratico, una SPS?
A proposito di carro davanti ai buoi, io credo che prima di tutte le ingegnerie costituzionali bisogna cambiare il cervello della gente (vasto programma): capisco di essere monotono, perché l’ho già  detto piu‘ volte, ma continuo a non capire perché nel gruppo italiano non si imbocca con decisione la strada dell’immersione linguistica nelle scuole. Qual’è l’ostacolo: l’art. 19 dello Statuto, la mancanza di volontà  o la difficoltà  pratica di reclutare insegnanti di madrelingua?

Sono andato un pò a ruota libera in queste considerazioni, me ne rendo conto, ma per questa volta concedimelo :-). Non abitando qui, mi manca forse la percezione a caldo della realtà  delle cose e delle persone.

@gadilu:

Autonomia non significa indipendenza. Autonomia significa relativa indipendenza e relativa dipendenza (in misura variabile e concertabile).

So verallgemeinern kann man die Bedeutung der Autonomie in der Politik nicht: http://de.wikipedia.org/wiki/Autonomie#Politisch_autonome_Gebiete

Italien ist ein Spezialfall, wo ein breiterer Rahmen an Zuständigkeiten schon als Autonomie bezeichnet wird, also:

Autonomia in Italia non significa indipendenza. Autonomia significa relativa indipendenza e relativa dipendenza (in misura variabile e concertabile).

aber

Autonomia significa indipendenza.

Se autonomia significa indipendenza ciò vuol dire che il Sudtirolo è già  indipendente (in quanto provvisto di autonomia). Se invece non è indipendente (sempre per l’equazione fatta da te valere) allora non ha neppure l’autonomia. Io penso che tra „autonomia“ e „indipendenza“ ci sia parecchia differenza. Ma soprattutto penso che questa disputa sulle parole sia una delle cose più oziose e inutili che possiamo fare.

Se autonomia significa indipendenza ciò vuol dire che il Sudtirolo è già  indipendente (in quanto provvisto di autonomia).

Oder diese Autonomie ist ein Etikettenschwindel („Sonderfall“).

Io penso che tra ”autonomia” e ”indipendenza” ci sia parecchia differenza.

Das ist irrelevant. Autonome Gebiete sind unabhängig (souverän) oder lassen sich nur in der Außenpolitik von anderen Ländern vertreten. Die Färöer Inseln sind autonom. Kosovo war früher einmal autonom. Südtirol ist nur autonom, weil Italien dieser Bezeichnung eine unübliche Bedeutung gegeben hat, was legitim ist.

Ma soprattutto penso che questa disputa sulle parole sia una delle cose più oziose e inutili che possiamo fare.

Ich habe damit nicht begonnen.

Pericles, non so bene cosa vuoi cercare di dimostrare. Che il Sudtirolo non ha un’autonomia? Che questa autonomia non è sufficiente? Dai, facci ridere.

Vedi? Siamo pari. Ottima cosa l’autonomia che abbiamo, che ci consente di tenerci i nostri rispettivi ridicoli disagi e non mette sul piatto altri inutili problemi.

Che il Sudtirolo non ha un’autonomia? Che questa autonomia non è sufficiente?

Nein, dass deine besserwisserische Belehrung von niwo keine Grundlage hat:

Frase priva di senso (istituzionale). Autonomia non significa indipendenza. Autonomia significa relativa indipendenza e relativa dipendenza (in misura variabile e concertabile).

Und jetzt lach!

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