Bekenntnis. (für Ralph)

Da es Neuankömmlingen und sporadischen/oberflächlichen Lesern erfahrungsgemäß immer noch sehr schwer zu fallen scheint, die Ideen der Plattform von jenen anderer, »klassischer« Südtiroler Selbstbestimmungsbefürworter zu unterscheiden, möchte ich hier ein zusammenfassendes persönliches Bekenntnis abgeben. Sozusagen eine kurze Einstiegsbegleitung, auf die im Zweifelsfall verwiesen werden kann.

Ich bin…

  • für die Loslösung Südtirols von Italien ohne Anschluss an einen anderen Nationalstaat;
  • für Mehrsprachigkeit – und ein mehrsprachiges Südtirol;
  • für eine, nicht drei oder mehr Südtiroler (Parallel-)Gesellschaften;
  • überzeugter Sozialdemokrat;
  • proeuropäisch eingestellt;
  • für die Stärkung persönlicher Freiheiten wie: eheähnliche Partnerschaft, Homoehe, Abtreibungs- und Scheidungsrecht etc.;
  • für die Aufnahme und Gleichbehandlung von Zuwanderern;
  • für die Gleichbehandlung aller Religionen und einen laizistischen Staat;
  • gegen Rechtsextremismus;
  • pragmatischer Antimilitarist und Pazifist;

Die allgemeinen Grundsätze der befinden sich in unserem Manifest. Desweiteren empfehle ich die FAQs sowie das »call for paper«.
Grundrechte Interna Kohäsion+Inklusion Migraziun Militär Plurilinguismo | | | | | EU |

8 replies on “Bekenntnis. (für Ralph)”

@pérvasion: Dann gründe eine eigene Sozialdemokratische Partei für Südtirol und versuch deine Ideen politisch umzusetzen.

Ich habe bereits einen Beruf, der mir sehr gefällt. Für die Politik bin ich zu undiplomatisch und kompromisslos, aber vielleicht kann ich mit dem was ich hier mache wenigstens etwas ins Rollen bringen – oder dazu beitragen.

Trovo sempre esemplare (in quanto a pochezza) questi commenti che dicono: beh, allora se fai questo perché non fai quest’altro? Un po‘ come rimproverare ad uno che si è fermato a dormire nella città  di Padova di non essere riuscito a raggiungere anche Treviso, Brescia o Lugano. E come se, poi, la politica (intesa come „Beruf“ o come „Ort“) fosse qualcosa di più desiderabile che lo star qui a fare quattro chiacchiere tra amici.

Ich bin…

– für die Extrawurst.
Die „Südtiroler“ sind nicht eine neue oder bessere Rasse. Sie gehören zu Tirol und damit zu Österreich. Und das seit 500 Jahren. Warum also einen neuen Staat schaffen wollen? Damit Vetternwirtschaft und Monopolismus weiter blühen können.
– Mehrsprachigkeit und eine Gesellschaft schließen sich gegeneinander aus.
Es kann nur eine Sprache geben, gerechterweise, die die es seit 1200 Jahren gibt, nämlich Deutsch. Deutsch als unsere Sprache und Kultur und nicht zuletzt als unser Recht für 75% der Bevölkerung.
– „Proeuropäisch“ heißt gegen Minderheiten.
In einem Glas Wasser gibt es auch nur eine Temperatur geben. Kalt, warum oder lauwarm. Entscheiden wir uns für unsere eigene(!) Kultur.
– für die Loslösung (Freiheit der Südtiroler) und gleichzeitig für Zuwanderer widerspricht sich ebenfalls.

Wer so eine Meinung hat, vertritt bestimmt nicht die Interessen der Süd-Tiroler.

Rassen interessieren mich nicht. Wer wohin gehört kann m. E. nur demokratisch entschieden werden. Vetternwirtschaft und Monopolismus haben nichts mit der Größe eines Landes zu tun. Mehrsprachigkeit und eine Gesellschaft [Kohäsion] gibt es in Luxemburg, Schweiz, Katalonien […]. Europa ist kein Wasserglas, sondern Europa. Freiheit und Zuwanderung schließen sich nicht aus, oder sind Deutschland, Schweiz, USA, Irland […] unfrei? Für die Rechtschreib- und Syntaxfehler ist Susanne zuständig.

„Wer so eine Meinung hat, vertritt bestimmt nicht die Interessen der Süd-Tiroler“. Forse sarebbe bene dire così: „Wer so eine Meinung hat, vertritt bestimmt nicht die Interessen EINIGER Süd-Tiroler“. La modestia, alle volte, non è una brutta cosa.

Hoi Pérvasion,

habe erst jetzt mit freudigem Erstaunen festgestellt, dass Du wieder aktiv geworden bist und Dich nicht hast unterkriegen lassen von ignoranten und neidischen Zwischenrufen. Kompliment für das „.eu“-Suffix.

Im Prinzip teile ich alle Deine „Bekenntnisse“ – bis auf den „Pazifismus“. Ich bin kein Pazifist.

Um den Gedanken von „Andy80“ aufzugreifen: Es bräuchte eine „interethnische“ Partei (bitte jetzt nicht an die Grünen erinnern, die ich zwar schätze, aber …). Eine solche Partei sollte sich (wohl nicht nur in meinen Augen, doch vielleicht weniger in „Andy80″s) eben sozialdemokratisch ausrichten, die Nähe zum parteipolitischen Zentrum nicht verlieren und klarerweise sehr pragmatisch orientiert sein. Bildung. Kunst und Kultur. Jugend. Jugend. Jugend. Einwanderungsfragen. Und, und, und…

Mit den besten Grüßen,

a.

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