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Anerkennung von Abschlüssen.
Österreich-Italien

Ab 1. August werden in Italien und somit auch in Südtirol 24 weitere österreichische Studienabschlüsse anerkannt. Dies teilt das Landespresseamt mit.

Erstmals seien auch Lehramtsabschlüsse laut neuer Studienordnung (Master of Education) betroffen, und zwar in Deutsch, Englisch, Französisch, Geschichte, Griechisch, Latein, Musikerziehung, Instrumentalmusikerziehung, Russisch und Spanisch.

Die gleichgestellten Bachelorstudien sind Biomedical Engineering, Biomedizin und Biotechnologie, Industrielogistik, Molekulare Medizin, Theater, Film- und Medienwissenschaften.

Bei den Masterstudien geht es um Biomedical Engineering, Industrielogistik, Kulturtechnik und Wasserwirtschaft, Medienwissenschaften, Materialwissenschaften, Molekulare Medizin, Phytomedizin, Religionspädagogik (Katholisch – Evangelisch – Orthodox) und Vergleichende Biomedizin.

An den Verhandlungen zwischen Österreich und Italien war auch das Land Südtirol mit zwei Vertreterinnen beteiligt.

Siehe auch: 1/ 2/

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3 replies on “Anerkennung von Abschlüssen.
Österreich-Italien

Die spannende Frage bei dieser Pressemeldung ist, ob dann jemand, der z.B. Englisch Lehramt studiert, sofort als Englischlehrer/in in Südtirol unterrichten kann und zwar ohne die komische Zusatzausbildung machen zu müssen. Komisch, weil mir Bekannte erzählt haben, dass diese totale Zeitverschwendung ist.
Ich stelle die Frage, weil ich weder aus der Pressemitteilung noch aus dem Artikel von BBD erkennen kann, ob dies so ist oder nicht. Danke wenn hier jemand ein wenig Klarheit in die Geschichte bringen kann.

Eigentlich schade, dass in Italien solche Abkommen trotz Bolognareform auch heute noch notwendig sind. Sie gehen auf eine inzwischen hoffnungslos veraltete Bestimmung aus den Zwanziger/Dreißigerjahren zurück, die damals aus Protektionsgründen eingeführt worden war (die Bevölkerung sollte gefälligst an den heimischen Universitäten studieren).
Inzwischen handhaben Länder wie Deutschland das Anerkennen und Tragen ausländischer akademischer Titel weit unproblematischer. Daher wäre es wünschenswert, dass dieses überdachte Prinzip in ganz Europa – inklusive Italien – Anwendung fände. Irgendwann werden sich die europäischen Unis wohl gegenseitig Vertrauen schenken?

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