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Zeichentrickserie auf Ladinisch.

Heute Abend wird um 20.45 Uhr im Rai Sender Bozen – Rai Ladina die erste von 26 Folgen eines Zeichentrickfilms (Louf Albert) in ladinischer Sprache ausgestrahlt. Dies kann auch für Kinder und Erwachsene nichtladinischer Muttersprache eine Gelegenheit sein, sich der ältesten und kleinsten Landessprache auf lockere Art zu nähern.

Gestartet wurde dieses Projekt vom Comun General de Fascia; es wird außerdem von der Union Generela di Ladins, den Kulturinstituten Majon di Fascegn, Cesa de Jan und Micurà de Rü sowie der Region Trentino-Südtirol unterstützt.

Siehe auch: 1/

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4 replies on “Zeichentrickserie auf Ladinisch.”

Ich bin neugierig, in welchem Dialekt das denn sein wird. Denn es gibt grosse Unterschiede zwischen dem Grödnerischen und dem Badiot und dem Maro…

Ach ich halte wenig von dieser ständigen Betonung des Trennenden. Wenn sogar ich alle Varianten des Ladinischen mehr oder minder verstehe, kann es euch Ladinern doch nicht anders gehen. Da die Idee vom Comun General de Fascia ausgeht, wird sie wennschon im fassanischen Dialekt gesprochen sein. Vielleicht — und hoffentlich — hat die Generela auch dafür gesorgt, dass die Serie in der Dachsprache »Ladin dolomitan« synchronisiert wurde.

ich find das auch immer komisch, wenn argumentiert wird, dass ladin dolomitan von niemandem gesprochen wird und eine “kunstsprache” sei. bei der verschriftlichung jeder sprache ist etwas ähnliches passiert. es wurde einfach ein standard festgelegt, obwohl die überwältigende mehrheit der sprecher die sprache anders gebraucht. das ist im deutschen genau so wie im englischen. kein bzw. kaum ein mensch spricht hochdeutsch (auch die meisten, die glauben, hochdeutsch zu sprechen, tun dies nicht). trotz der standardisierung des deutschen vor hunderten von jahren, sind die einzelnen varianten nicht ausgestorben. in england sagen beispielsweise 90 prozent der menschen zu pub tatsächlich pub (als u ausgesprochen) während nur im bereich um london pub als “pab” ausgesprochen wird. ich versteh nicht ganz, worüber die ladiner da streiten. es ist blödsinn, wenn man glaubt die idiome haargenau verschriftlichen zu müssen. der unterschied in der sprache zwischen einem lübecker fischer und einem sarner bauern ist sicherlich größer als zwischen einem gadertaler und einem grödner. und trotzdem stört es weder den lübecker noch den sarner, dass die zeitungen die sie lesen und die schriftstücke, die sie selber verfassen, auf hochdeutsch sind. na und???

Hallo pérvasion! Du verstehst das “Ladinische” nur dann, wenn es ein Misch-Masch ist mit vielen deutschen und italienischen Infiltrationen – wie leider so oft der Fall: wo es ladinische Worte gäbe, werden munter deutsche, italienische oder gar englische Begriffe verwendet…
Und was das Fassaner Dialekt anbelangt, bin ich sowieso der Meinung, dass das näher am Italienischen ist als am Grödnerischen oder Badiot. Nicht umsonst meinen viele Italiener, die das Fassatal besuchen, dies sei ein italienisches Dialekt, weil sie “alles” verstehen.

Das Ladin Dolomitan ist eine andere Sache: wenn sich diese Einheitssprache durchsetzt (wann, wenn sie nichtmal in den Schulen unterrichtet wird?), dann wirds schon passen. Aber derzeit spricht sie niemand, und wenn, dann nicht fliessend. Und das hört man: das klingt sehr ungeschickt, als ob alle Beteiligten Legastheniker wären…

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